The Italian Job - Jagd auf Millionen

Produktionsnotizen

In haarsträubender Fahrt durch die U-Bahn-Tunnel von Los Angeles, mit Vollgas über Bürgersteige und in messerscharfer Millimeterarbeit durch Gassen, durch die kein anderes Gefährt sich zwängen könnte: Die spektakuläre Autohetzjagd mit drei getunten Austin Minis ist anders als alle Car Chases, die das Publikum je zuvor gesehen hat.

Doch nicht nur die originelle Hochgeschwindigkeits-Action hebt The Italian Job - Jagd auf Millionen weit über die Norm des Kinogenres hinaus, sondern auch eine charismatische Starbesetzung, die ihresgleichen sucht.

Als Kopf des Gaunerteams, das den "Italian Job" in Angriff nimmt, fungiert Mark Wahlberg in der Rolle des smarten Charlie Croker. "Charlie ist kein schlechter Kerl", erklärt Wahlberg. "Er ist ein Dieb, den man mögen mußs. Er ist clever, verspielt, und er weiß, was er will. Es macht Spaß, einen vielseitigen und energischen Charakter wie Charlie darzustellen."

The Italian Job - Jagd auf Millionen ist ein Ensemblefilm, und genau wie die Gauner und Diebe im Film zu einem verschworenen Team zusammenwachsen, bildeten auch die Schauspieler am Set schon bald eine perfekte Einheit.

"Es ist einfach ein Vergnügen, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man nicht nur respektiert, sondern sogar bewundert", erklärt Wahlberg. "Die Besetzung von The Italian Job - Jagd auf Millionen ist einfach sagenhaft."

Charlize Theron, die die talentierte Safeknackerin Stella spielt, stimmt ihrem Kollegen bedingungslos zu: "Ich bin ein Fan jedes einzelnen Mitwirkenden - inklusive der Minis", lacht die Actrice, die sich während der Dreharbeiten als geschickteste und tollkühnste Fahrerin des gesamten Darsteller-Teams entpuppte.

"Der Film kümmert sich um all seine Figuren, gibt jedem seinen ganz eigenen Charakter und seine Aufgabe im Film. Und er schafft es eben auch, diese kleinen Autos perfekt in die Story einzubinden. Es war wirklich, als wären die Minis keine Requisiten, sondern genau solche Darsteller wie wir."

Regisseur F. Gary Gray betont, dass der Erfolg von The Italian Job - Jagd auf Millionen nicht zuletzt mit der Einzigartigkeit jedes einzelnen Darstellers zusammenhängt. "Mark Wahlberg verkörpert eine ganz eigene stille Intelligenz, während Charlize die seltene Kombination aus Attraktivität und Kompetenz gelingt", erklärt Gray. "Man traut dieser wunderschönen Frau wirklich zu, dass sie einen Tresor knacken kann."

Edward Norton dagegen, der den soziopathischen Steve Frezelli darstellt, mußste sich permanent auf einem sehr schmalen Grat bewegen. Nichts durfte in den ersten Szenen des Films, in denen man Steve noch für ein loyales Mitglied der Diebesbande hält, darauf hindeuten, dass er in Wirklichkeit einen eigenen teuflischen Plan verfolgt.

"Edward hat eine erstaunliche Bandbreite als Schauspieler", schwärmt Regisseur Gray. "Obgleich er einen Mann spielt, der eigentlich gefühlskalt ist und außer dieser Kälte keine nennenswerten Charaktereigenschaften besitzt, verleiht er seiner Figur doch eine erstaunliche Tiefe."

Auch der Rest der Besetzung fügt sich makellos in seine Rollen ein. Seth Green, Jason Statham, Mos Def und Franky G glänzen allesamt mit einem ganz eigenen Humor und einem perfekten komödiantischen Timing, während der Grandseigneur Donald Sutherland seiner Figur solch einen väterlichen Charme verleiht, dass er dem Publikum auch nach seinem Filmtod noch lange präsent ist.

Ein anderer "Darsteller" ist Shawn Fanning, der Schöpfer des legendären Download-Programms "Napster", der in einem köstlichen Gastauftritt einen der witzigsten Running Gags des Films auf die Spitze treibt. Gauner Lyle (Seth Green) behauptet schließlich, er selbst sei der wahre Napster-Erfinder, und sein damaliger College-Kumpel Fanning hätte ihm das Programm geklaut, während er ein Nickerchen ("I was napping") am Computer hielt.

"Von einem ausgetüftelten Diebesfilm erwartet man nicht unbedingt übermäßig viel Humor", sagt Seth Green. "Doch schon das Drehbuch zu The Italian Job - Jagd auf Millionen steckte voll unglaublichem Witz. Wir hatten einen Mordsspaß, diesen Witz vom Papier auf den Film zu übertragen, und ich bin fest überzeugt, dass man das dem Film auch ansieht."

"Seth ist ein außergewöhnlich witziger Zeitgenosse, extrem schlagfertig und mit einem großen Talent für Improvisationen", erklärt Regisseur Gray. "Ich bin immer wieder begeistert, wenn ein Schauspieler seiner Figur aus dem Stand die verschiedensten Facetten verleihen kann. Im Ernst: Manchmal waren Seths spontane Ideen so gut, dass ich ihn schon heimlich im Verdacht hatte, dass er sich diese Gags bereits zu Hause sorgfältig ausgetüftelt hat."

Der britische Schauspieler Jason Statham beschreibt seine Rolle so: "Der Mann, den ich spiele, ist ein echter Charmeur. Er kann den Leuten - speziell den Frauen - mit nur einem Lächeln die wichtigsten Informationen entlocken. Er hat einfach ein tolles Charisma, das gewisse Etwas. Ich denke, das gilt für den ganzen Film und alle Figuren darin."

Der Schauspieler und Rapper Mos Def fasst das gewisse Etwas dieses Films denkbar kurz zusammen: "Es gibt zwei Worte für The Italian Job - Jagd auf Millionen: geistreich und witzig!"

"Mos Def", erzählt F. Gary Gray, "ist stets bemüht, seinen Charakteren eine größtmögliche Vielschichtigkeit zu verleihen. Def ist ein ausgebuffter und sehr intelligenter Mensch, was ihn für die Rolle des Left-Ear regelrecht prädestinierte."

Donald Sutherland schließlich verleiht The Italian Job - Jagd auf Millionen den finalen Schuss Würde und Stil.

"Donald brachte in diesen Film alles ein, was man von einem Schauspieler seines Kalibers erwarten durfte", schwärmt Gray. "Seine Präsenz ist enorm, und die Weisheit, die er ausstrahlt, passt perfekt zu der Figur des John Bridger. Zusammen mit seinem unglaublichen Charme wird Donald die Zuschauer einmal mehr verzaubern."

"Bridger ist eine fesselnde Figur", ergänzt Produzent De Line. "Und welch anderer Schauspieler als Donald Sutherland könnte Bridgers faszinierende Mischung aus väterlicher Güte und tollkühner krimineller Energie besser verkörpern? Donald Sutherland ist als Mensch wie die Figur des John Bridger: ein Profi, ein Perfektionist, einer der allerbesten seines Fachs."

"Es war einfach großartig, bei The Italian Job - Jagd auf Millionen mitzuwirken", erklärt Sutherland. "An einem solch jungen und lebendigen Film beteiligt zu sein, ist eine wunderbare Erfahrung."

Gerade zum North American Car of the Year gewählt, darf man den Mini getrost als einen der "Stars" von The Italian Job - Jagd auf Millionen bezeichnen. Jedes andere Auto wäre schließlich auch zu groß gewesen, um damit die spektakulären Manöver in der Innenstadt von Los Angeles und im Inneren eines U-Bahn-Schachtes vollführen zu können.

Regisseur Gray war darauf erpicht, die Zahl der Stunts so gering wie möglich zu halten und Szenen möglichst gleich beim ersten Take perfekt einzufangen. Er legte deshalb gesteigerten Wert darauf, dass alle Darsteller ein Gefühl für die Fahrszenen bekamen und nach Möglichkeit bei einigen der weniger tollkühnen Fahrmanöver auch selbst am Steuer sitzen würden.

Mark Wahlberg, Charlize Theron, Jason Statham und Mos Def unterzogen sich deshalb vor und während des Drehs einem aufwändigen Fahrtraining, um das sehr spezielle Fahrverhalten des Minis zu verinnerlichen.

"Das Training war großartig!" erinnert sich Produzent Donald De Line. "Wir fuhren mit unseren Stars und einer ausgesuchten Truppe von Stunt-Fahrern und Stunt-Experten zur Willow Springs Rennstrecke, und alle lernten, wie man das Auto bei Höchstgeschwindigkeit im Griff behält, wie man kontrolliert schliddert und waghalsige Wendemanöver vollführt."

Alexander Witt, der Regisseur des zweiten Teams, der für ein Großteil der Stuntszenen verantwortlich zeichnet, betont, dass die Hauptdarsteller selbst tatsächlich bei etlichen Szenen am Steuer saßen. "Die Zuschauer sind mittlerweile richtige Experten darin geworden zu erkennen, wann ein Stuntdouble in die Rolle ihrer Stars schlüpft", erklärt er. "Deshalb haben wir, sofern es irgend möglich war, Mark, Charlize und Jason auf den Fahrersitz gesetzt - sogar bei jenen Szenen, in denen sie mit ihren Minis die Stufen einer langen Treppe herunterbrettern."

Stunt-Koordinator Kurt Bryant, der unter anderem auch bei "Pearl Harbor" mitarbeitete, schwärmt von der Einsatzfreude und Professionalität der Stars. Mark Wahlberg jedoch gibt nachträglich zu, dass die stuntintensive Arbeit auch ihre Schattenseiten hatte: "Die Minis sind schon wirklich tolle Autos", erklärt er, "aber man möchte nicht wirklich drinnen sitzen, während einer der Stuntfahrer die wildesten Manöver vorführt - speziell dann nicht, wenn man gerade gut und ausgiebig gefrühstückt hat."

Charlize Theron dagegen genoss die Herausforderung, die Minis bis an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit auszufahren: "Wann sonst hat man schon mal die Chance, auf dem Bürgersteig des Hollywood Boulevards über die Sterne von James Dean und Jean Harlow zu rasen?"

Seth Green, der das Computergenie Lyle spielt, setzt in The Italian Job - Jagd auf Millionen das gesamte Ampelsystem von Los Angeles außer Betrieb. "Ich spiele den Mann, der die Fahrtrouten aller Autos kontrolliert - das war schon ein echt tolles Gefühl!"

Jason Statham, der den tempofreudigen Womanizer Handsome Rob verkörpert, konnte seinen Mini tatsächlich wie ein echtes Rennauto steuern. Sein athletischer Background als ehemaliges Mitglied der britischen Turmspringer-Olympiamannschaft und sein außergewöhnliches körperliches Koordinationstalent machte sich auch hinter dem Steuerrad des Autos bemerkbar.

"Ich war voll in meinem Element!", schwärmt der Schauspieler. "Der neue Mini ist ja irgendwie wie ein technisch ausgereiftes Go-Kart. Ich habe jede einzelne Sekunde darin genossen."

Mos Def, der den Sprengstoff-Experten Left-Ear darstellt, war bis zum Dreh von The Italian Job - Jagd auf Millionen ein blutiger Auto-Laie. Tatsächlich legte er während des Fahrtrainings zu diesem Film seine reguläre Führerscheinprüfung ab.

"Ich habe die tollsten Sachen gelernt", lacht Mos Def, "Wendemanöver mit angezogener Handbremse, Vollbremsungen, all solche Dinge. Zu schade, dass ich nichts davon auf den Straßen von New York wirklich benutzen kann." Def betont aber auch, dass die Actionszenen einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Stärkung des Teamgeistes geleistet haben.

"Wenn man mit Menschen dieses Kalibers zusammenarbeitet, dann stellt man auch an sich selbst höhere Anforderungen. Wenn eine Szene einen von uns besonders herausforderte, dann war es sehr motivierend zu wissen, dass die anderen Schauspieler vor ganz ähnlichen Aufgaben standen und dass wir alle uns aufeinander verlassen konnten."

Als Bösewicht in The Italian Job - Jagd auf Millionen kam der zweimal für den Oscar nominierte und zudem mit dem Golden Globe ausgezeichnete Edward Norton zwar nicht in den Genuss, mit einem der Minis durch Los Angeles kacheln zu dürfen - dafür befand er sich aber als einziges Mitglied des Ensembles während der atemberaubenden Helikopter-Stunts im Inneren des Hubschraubers.

"Edward zeigte keinerlei Nervosität, als er neben mir im Helikopter saß", erinnert sich Alan D. Purwin, der den Hubschrauber des Typs MD-500E in The Italian Job - Jagd auf Millionen flog. "Wir hatten einen Heidenspaß, mit Mark Wahlberg, der unter uns mit seinem Mini fuhr, Katz und Maus zu spielen."

Purwin, der bereits bei 30 Filmprojekten am Steuerknüppel eines Hubschraubers saß, betont, dass die Arbeit an The Italian Job - Jagd auf Millionen etwas ganz Besonderes war. "Ich bin es gewöhnt, dass man mich zu ziemlich verrückten und waghalsigen Dingen anhält", lächelt Purwin.

"Doch in Downtown Los Angeles unter der Lower Grand Street hindurchzufliegen und dann knapp 30 Zentimeter über einem fahrenden Auto eine 270-Grad-Wende zu vollführen - das war die vielleicht größte Herausforderung meiner Pilotenkarriere. Aber es war auch ein Riesenspaß, im Tiefflug durch LA zu jagen, zwischen Häuserschluchten und sogar unter Ampeln hindurch. Für eine Weile konnten wir wirklich mit Fug und Recht behaupten, dass uns die Innenstadt von LA gehörte."

Obgleich The Italian Job - Jagd auf Millionen ein Remake des gleichnamigen Hollywood-Klassikers darstellt, betonen Regisseur F. Gary Gray und Produzent Donald De Line, dass es alles andere als ein simples Duplikat ist. Das Publikum wird einen völlig neuen Film sehen, voll neuer Ideen und cleverer Überraschungen.

"Das Original ist ein großartiger Film", sagt Gray. "Er hat unheimlich viel Stil, und die Schauspieler liefern wahrhaft unvergessliche Vorstellungen ab. Doch unser Film ist ein modernes Update mit einer neuen Technologie und einem völlig neuen Look."

"Die Story passt perfekt in unsere moderne Zeit und zu einem modernen Publikum, was speziell dem Regie-Stil von F. Gary Gray zu verdanken ist", erklärt Mark Wahlberg. "Er bringt viele neue Elemente in den Film. Das Drehbuch ist zudem erheblich komplexer als das des Originals - obwohl der Originalfilm für uns alle am Set eine stete Inspiration war."

Donald De Line bezeichnet The Italian Job - Jagd auf Millionen als eine Art von globalem Abenteuer. "Wir beginnen den Film in Venedig, gehen dann in die italienischen Alpen, weiter nach Philadelphia und schließlich in die Innenstadt von Los Angeles", erklärt er.

"Denn natürlich heißt der Film nicht zu Unrecht The Italian Job - Jagd auf Millionen - es war Ehrensache, dass zumindest ein Teil davon tatsächlich auch in Italien spielt."

In Venedig dienen unter anderem der Markusplatz und der Canale Grande als Schauplätze, während die Bergszene in der Nähe des Dolomitenstädtchens Canazei gedreht wurde.

"Die größte Herausforderung waren die Drehtage in Venedig und in den italienischen Alpen", erinnert sich Regisseur Gray. "Wir hatten etliche Probleme zu bewältigen - von der Sprachbarriere bis zum unkalkulierbaren Wetter, das uns nacheinander mit Regen, Schnee, Glatteis und einem dramatischen Hochwasser in Venedig peinigte. Und das alles, während wir einige der action- und stuntreichsten Szenen abzudrehen hatten."

De Line erinnert sich besonders an die Aufnahmen zur Bootsverfolgungsjagd in den Kanälen von Venedig: "Ganz Venedig ist ein einziges Kulturdenkmal, und die Venezianer sind sehr, sehr besorgt um den Zustand ihrer Gebäude. Die beachtlichen Wellen, die wir bei unserer Verfolgungsjagd verursachten, machten die offiziellen Stellen der Stadt entsprechend nervös. Und so bekamen wir einen sehr ausführlichen Katalog von Beschränkungen ausgehändigt, wie schnell genau unsere Boote fahren dürften, wie lange am Stück wir drehen konnten, und welche Kanäle für uns freigegeben waren."

Der ausführende Produzent James R. Dyer, der eng mit dem italienischen Line Producer Guido Cerasuolo an der Logistik des venezianischen Drehs zusammenarbeitete, ergänzt: "Es gibt Gesetze in Venedig, die Wasserfahrzeugen in bestimmten Bereichen der Stadt eine Geschwindigkeit über neun Stundenkilometer hinaus verbieten. Das wäre natürlich viel zu wenig für eine Verfolgungsjagd.

Also wurde das Gesetz umgeschrieben, und der Bürgermeister höchstpersönlich zeichnete die Novelle ab. Es war sehr aufwändig, das zu erreichen, und ein großes Zugeständnis der Stadt Venedig. Die außergewöhnliche Kooperation der Venezianer hing, glaube ich, einerseits mit unserem sehr respektvollen Auftreten zusammen und andererseits damit, dass der Original-"The Italian Job - Jagd auf Millionen"-Film in Italien sehr populär ist."

Auch der gigantische Verkehrsstau im Stadtzentrum von Los Angeles war alles andere als leicht zu organisieren. Zwar gab es weder Sprachbarrieren noch Wetterprobleme, doch den legendären Hollywood Boulevard über eine Länge von zwei Blocks abzusperren - inklusive jenes Teils, in dem das legendäre Chinese Grauman's Theatre und das Kodak Theatre stehen - war eine logistische Großtat. Schließlich zählt exakt jener Straßenzug zu den verkehrsintensivsten Teilen der ganzen Stadt.

"Diese Straßenecke kennen Abermillionen Menschen in der ganzen Welt als Hintergrund der 'Oscar'-Berichterstattung", erklärt Dyer. "Es ist eine riesige Touristenattraktion, und nur durch die großartige Kooperation der Stadt Los Angeles sowie aller in diesem Stadtteil angesiedelten Geschäfte und Unternehmen war es überhaupt möglich, diesen Schauplatz benutzen zu können."

"Für eine komplette Woche kontrollierten wir buchstäblich den gesamten Straßenzug", erinnert sich De Line. "Wir hatten 300 Autos und diverse gepanzerte Transporter am Set, etliche Helikopter, die dicht über dem Boden kreisten, diverse Motorräder und nicht zu vergessen unsere Minis, mit denen wir über den Bürgersteig des Hollywood Boulevards und in den U-Bahnschacht hinunterrasten. Es war ein richtiger Zirkus."

Auch Regisseur Gray wird diesen Dreh wohl nie vergessen: "Das, was wir dort getrieben haben, hat noch keiner vor uns getan", erklärt er. "Unsere Dreharbeiten beeinträchtigten den gesamten Straßenverkehr vom Süden von Los Angeles bis ins San Fernando Valley.

Teilweise haben mich Freunde auf dem Rückweg von ihrer Arbeit angerufen und gaben mir die Schuld, dass sie im Stau steckten. Doch am Ende hatten wir dann auch wahrhaft spektakuläre Szenen im Kasten, die ihresgleichen suchen."

Ein Mini mit maximaler Wirkung Das kleinste Auto, das derzeit auf Amerikas Straßen zu finden ist, ist gleichzeitig einer der größten Stars in The Italian Job - Jagd auf Millionen: Der Mini! Seit der legendäre Auto-Winzling 2002 in einer technischen Neuauflage wieder auf den US-amerikanischen Markt kam, entpuppte sich das Knirps-Mobil als echtes Kultobjekt: Über 30.000-mal wurde der Mini binnen kürzester Zeit verkauft.

Entstanden ist der Mini in den 50er-Jahren in England als Reaktion auf die Suez-Ölkrise. Fünf Millionen Mal verkaufte sich der Wagen allein auf der britischen Insel, wurde von den Beatles ebenso gefahren wie von der königlichen Familie und wurde schon bald zu einer echten Ikone der Automobilgeschichte.

Obgleich das Publikum in The Italian Job - Jagd auf Millionen nur drei Minis zu sehen bekommt - einen in Rot, einen in Weiß und einen in Blau - kamen während des Drehs tatsächlich 32 Minis zum Einsatz.

Aufgrund der spektakulären Stunts wurden einige der Autos bloß für einen einzigen Crash, einen spektakulären Sprung oder als Zielscheibe für eine Salve von Gewehrkugeln benutzt und danach dann auf dem Autofriedhof zur letzten Ruhe gebettet, während die drei "Star"-Minis unbeschädigt in den weniger gefährlichen Szenen glänzen durften.

Der ausführende Produzent James R. Dyer erinnert sich grinsend: "Diese 32 Minis, die uns vom BMW-Konzern zur Verfügung gestellt wurden, hatten einiges zu durchleiden. Sie wurden gequetscht, zerkratzt, gekippt, zerdellt und perforiert. Wir hätten gut hundert Minis mehr gebrauchen können."

Szenenfoto
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