Jennerwein

Ausführlicher Inhalt

Als Kind mußs Jennerwein mit ansehen, wie der bereits zu Lebzeiten legendäre Wildschütz Hannes von Tirol von dem königlichen Forstbeamten Mayr erschossen wird. Es wird ein prägendes Erlebnis für den Jungen, denn ohne zu ahnen, dass der berühmte Tote sein Vater war, tritt Girgl sein Erbe an.

Jennerwein und Pföderl kehren Jahre später aus dem Deutsch-Französischen Krieg in das kleine Heimatdorf in den Bergen zurück. Jennerwein, der sein Überleben im Krieg seinem Freund zu verdanken hat, stürzt sich sofort wieder in sein Abenteuerdasein; sehr zum Kummer seiner Mutter.

Pföderl hingegen wäre nicht abgeneigt, einen anderen Lebensweg einzuschlagen, und wenn es nur Agerl zuliebe wäre, der er in allen Ehren versucht, den Hof zu machen. Agerl erwidert seine Gefühle jedoch nicht.

Zunächst scheinen sich die Freunde da auch nicht in die Quere zu kommen. Girgl genießt das Zusammensein mit der Kellnerin Rosl, die viel Verständnis für seinen kompromisslosen Freiheitsdrang hat.

Der Mutter zuliebe verdingt sich Jennerwein als Holzarbeiter ? aber immer wieder zwingen ihn die Umstände zum Wildern. Manch armen Dorfbewohner verschafft er den Sonntagsbraten und die Wirte schätzen seine Beute.

Förster Mayr ist Jennerwein ein Dorn im Auge. Seine mörderische Jagd nach ihm bleibt allerdings erfolglos. Immer wieder schlägt Jennerwein ihm ein Schnippchen, entwischt ihm in letzter Sekunde, macht Mayr zum Gespött des Volkes.

Eines Tages findet Jennerwein auf dem Heimweg vor einer verlassenen Hütte zwei hungernde Kinder. Ihr Vater ist bereits gestorben, die Mutter vor Hunger völlig entkräftet. Jennerwein kann die Mutter nicht mehr retten, die Kinder jedoch bringt er zu Agerl, die sie bei sich aufnimmt. Jennerwein verspricht, für sie alle zu sorgen - wieder mußs er wildern.

Hofer, ein junger Holzfäller, der sich Jennerwein und Pföderl angeschlossen hat, wird bei einem ihrer Jagdzüge von Mayr festgenommen. Hilflos mußs Jennerwein, der selbst nur durch einen waghalsigen Sprung entkommen konnte, zusehen, wie man versucht, seinen gefangenen Weggefährten zum Verrat der Kameraden zu zwingen. Hofer bleibt standhaft und wird prompt auf Befehl des Förstermeisters zu den Hunden in den Zwinger gesperrt.

Verzweifelt darüber, ihn nicht gerettet zu haben, taucht Jennerwein bei Agerl und den Kindern auf. Agerl umsorgt ihn liebevoll. Aus Agerl und Jennerwein wird ein Liebespaar. Rasend vor Eifersucht wechselt Pföderl die Fronten und stellt sich gegen seinen Freund: Er wird Jagdgehilfe bei Mayr.

Die königlichen Forstbeamten lauern Jennerwein bei einer waghalsigen Floßfahrt auf. Ein Schuss Pföderls trifft Jennerwein. Er versinkt in den reißenden Fluten, kann sich aber ans Ufer retten und schwer verletzt zu Agerl schleppen. Sie schafft es unter großer Mühe, ihn nach Tirol über die Grenze zu bringen und dort einem Heiler anzuvertrauen. Sie selbst kehrt wegen der Kinder wieder zurück.

Als der tot geglaubte Monate später zurückkehrt und Pföderl zur Rechenschaft ziehen will, schleudert der ihm ins Gesicht, dass es Agerl war, die ihn verraten hat. Zutiefst getroffen sucht Jennerwein Trost bei seiner alten Freundin Rosl.

Trotz der sie demütigenden Situation, sucht Agerl Jennerwein in Rosl Kammer auf und versucht verzweifelt ihm zu erklären, dass sie ihn retten wollte. Jennerwein glaubt ihr. Ihre flehentliche Bitte, die Wilderei endgültig aufzugeben, will er allerdings noch nicht erfüllen.

Und erneut verfolgt ihn Pföderl. Doch diese Mal ist es Jennerwein, der plötzlich hinter ihm auftaucht. Jennerwein schlägt vor, einander endlich in Ruhe zu lassen. Pföderl gibt vor, auf den Pakt einzugehen. Doch kaum hat Jennerwein ihm den Rücken zugedreht, knallt der Schuss. Jennerwein stürzt tödlich getroffen zu Boden.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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