Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg

Produktionsnotizen

"Man wirft doch nicht sein ganzes Leben weg, nur weil es ein wenig beschädigt ist ..." Es ist eine Geschichte, die eine ganze Nation inspiriert ... eine Geschichte, die es fast nicht gegeben hätte.

Es ist die Geschichte eines Landes, dessen Träume zerborsten sind und von Menschen, die einen Helden in einem einfachen Pferd fanden, das das Unglaubliche wahr werden ließ. Es ist die Geschichte von drei verlorenen Männern - Johnny "Red" Pollard (Tobey Maguire), ein junger Mann, dessen Geist gebrochen war, Charles Howard (der viermalige Oscar nominierte Jeff Bridges), ein Millionär, der alles verlor und Tom Smith (Oscar-Gewinner Chris Cooper), ein Cowboy, dessen Welt verschwunden war. Sie fanden einander und entdeckten die Hoffnung in einer ungewöhnlichen Situation.
  • Die Chancen waren unglaublich.
  • Der Traum war unmöglich.
  • Und irgendwie wurde schließlich alles wahr.
Im Jahr 1996, als die Autorin Laura Hillenbrand für einen Artikel recherchierte, stieß sie auf Material über den Besitzer und Trainer eines Rennpferdes namens Seabiscuit. Hillenbrand, die im Alter von fünf Jahren ihr erstes eigenes Pferd besaß, setzte ihre Liebe zu den Pferden und ihrer Geschichte in Artikeln für das Magazin Equus sowie weiterer Publikationen um.

Zum ersten Mal las sie über Seabiscuit als Kind und begegnete ihm immer wieder in ihrer Arbeit als Fan und als Chronist von Pferderennen. Da sie die Geschichte des krummbeinigen Pferdes und seiner seltsamen und ungewöhnlichen Karriere kannte, wusste sie auch ein wenig über die Leute rund um das Pferd - den Besitzer, den Trainer und den Jockey. Sie glaubte nur wenig daran, dass ihre Entdeckung an diesem Tag zu einer erfolgreichen Veröffentlichung werden könnte.

Vier Jahre später kam ihr Buch auf den Markt. Zu Anfang waren ihre Erwartungen nicht sehr hoch. "Ich dachte, wenn ich 5.000 Bücher aus dem Kofferraum meines Autos verkaufen kann, bin ich schon glücklich", erinnert sich Hillenbrand. "Ich wollte einfach nur diese Geschichte erzählen".

So war die Autorin nicht auf den Anruf ihres Herausgebers vorbereitet, als der sie darüber informierte, dass das Buch schon nach fünf Tagen an achter Stelle der Bestseller-Liste stehen würde. In der darauffolgenden Woche kletterte es auf Platz 2 und eine Woche später stand "Seabiscuit, An American Legend" an der Spitze der Charts.

Die Reaktion seitens der Kritiker sowie der Leser war überwältigend. Das Buch wurde von über 20 verschiedenen Publikationen, darunter The New York Times, The Washington Post, Time, People, USA Today und The Economist, zum besten Buch des Jahres ernannt. Außerdem erhielt es Auszeichnungen wie BookSense Nonfiction Book of the Year und William Hill Sports Book of the Year. Die Hardcover-Ausgabe stand 30 Wochen auf der Bestseller-Liste der New York Times. Die Taschenbuchausgabe steht seit seinem Erscheinen am 14. April 2002 auf der Liste.

Einer von Hollywoods begabtesten Geschichtenerzählern, Regisseur und Drehbuchautor Gary Ross, ist ebenso schon seit langem ein Fan von Pferderennen. Die Liebe zum Rennen begann schon in frühen Jahren, als er seine Eltern bat, seine bar mitzvah auf der Pferderennbahn feiern zu dürfen. Er und seine Frau,die ausführende Produzentin Allison Thomas, verbrachten bereits viel Zeit auf der Rennbahn, bevor sie den Artikel, "Four Good Legs Between Us", in der relativ unbekannten Publikation "American Heritage" lasen, der über die drei Männer und das ungewöhnliche Rennpferd Seabiscuit, berichtete. Die Autorin war Laura Hillenbrand.

Es entstand ein harter Kampf um die Filmrechte an dem Buch, und Ross entschied sich, Hillenbrand anzurufen.

"Ich sprach mit ihr über Pferderennen", erinnert sich Ross, der zwei Stunden am Telefon mit Hillenbrand verbrachte. "Und speziell über Belmont, was für mich noch immer die sportlichste Herausforderung von allen Rennen ist." Hillenbrand verstand das Gefühl für Ross` Enthusiasmus für Pferderennen. Aber was viel wichtiger war, sie glaubte, dass er die Geschichte aus dem gleichen Grund wie sie liebte.

Das vergessene und fast schon ausrangierte Pferd, das zu einem der populärsten und erfolgreichsten Pferde seiner Zeit wurde, war ein zwingender Grund für Hillenbrand, sich dafür zu interessieren. Doch der Hauptgrund für ihr Interesse lag ganz woanders.

Sie erklärt: "Viele meiner Leser sagen `Ich war noch niemals auf einem Pferderennen` oder `Eigentlich mag ich keine Pferde`, aber sie sagen, dass sie die Geschichte lieben. Ich glaube, dass es die Menschen in der Story sind, und diese drei Männer hatte ich immer in meinem Blick. Das ist auch der Grund, dass die Titelseite des Buches keinen Pferdekopf zeigt. Ich entschied mich für die Gesichter der Männer, sodass man wusste, es handelt sich um eine Geschichte über Menschen".

Hinter der Geschichte eines berühmten Rennpferdes steckte eigentlich die phenomenale menschliche Story, die verknüpft war mit einer der schlimmsten Zeiten der amerikanischen Geschichte und der Spannung der Pferderennen jener Tage.

Es war zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Charles Howard, der junge Besitzer eines Fahrradladens in San Francisco, wurde aufmerksam auf "laute Geräusche". Er begann in diese Geräusche zu investieren, darin sah er die Zukunft. Diese Geräusche kamen von den sogenannten Automobilen, die die Straße herunterfuhren, die Abdrücke ihrer Räder in den unbefestigten Straßen hinterließen, durch Pferdestärken angetrieben wurden und ziemlich viel Dreck verschleuderten.

Innerhalb weniger Jahre wurde Charles Howard zu einem der erfolgreichsten Buick-Händler des Westens. Die Autos brachten ihm viel Geld, doch dabei verlor er etwas, das er am meisten liebte. Sein Sohn wurde durch einen Autounfall getötet, seine Ehe ging dadurch in die Brüche, und so blieb er einsam und alleine zurück.

Hundert Meilen entfernt ritt ein Cowboy namens Tom Smith Pferde durch eine grenzenlose und wunderschöne Gegend, die sich nach allen Seiten erstreckte. Doch diese Gegend wurde nun mit Drahtzäunen und Eisenbahnschienen wie ein Spinnennetz bebaut. Der Cowboy wurde nicht mehr gebraucht, und Tom Smith mußste sich ohne seine Pferde in der Neuen Welt zurecht finden. John Pollard wurde in eine liebenswerte und heile Familie von irischen Emmigranten geboren.

In seinem zuhause spielten Bücher und die Musik eine große Rolle. Doch den Pollards machten die harten Zeiten sehr zu schaffen, die Familie verlor ihr Hab und Gut. So kam es, dass der junge Johnny Pollard, dem Talent für Pferde bescheinigt wurde, seine Heimat verließ, um das zu tun, was er als einziges konnte - das Reiten von Pferden. Doch das klappte nicht, wie er es sich vorstellte und so fing er mit dem Boxen an. Obwohl er am Boden zerstört war, war er doch entschlossen, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Johnny "Red" Pollard lernte, auf sich selbst zu hören und niemandem zu vertrauen.

1932 übernahm der neu gewählte Präsident Franklin Delano Roosevelt die Führung eines Landes, dessen Arbeitslosenrate in manchen Städten mehr als 50 % betrug, und zwei Millionen Menschen ohne Heim und Arbeit waren. Niemals zuvor befand sich Amerika in einer solchen Armut und Verzweiflung. Die Hoffnung einer jungen Nation verlor sich hinter verschlossenen Banktüren und den nicht endenden Menschenschlangen vor den Nahrungsmittelausgaben.

Ein paar Jahre später heiratete Charles Howard wieder eine wunderschöne junge Frau namens Marcela Zabala, die er auf einer Rennbahn kennenlernte. Das frisch verheiratete Paar entschied sich für den Kauf eines Pferdes. Howard heuerte den wortkargen und eigenartigen Trainer Tom Smith an, der ein Pferd entdeckte, von dem er sich einen Funken Hoffnung versprach, obwohl es nicht gerade perfekt erschien.

Dieses Pferd hörte auf den Namen Seabiscuit und war ein Abkömmling von Hardtack, einem großartigen und erfolgreichen Rennpferd. Seabiscuit ging bis jetzt immer als Letzter durchs Ziel und war schon auf dem Wege, ausgemustert zu werden. Aber Smith sah trotzdem etwas Besonderes in dem kurzbeinigen Pferd, so wie Charles Howard etwas in Smith entdeckt hatte, das ihm Vertrauen schenkte.

Tom sah auch den gleichen Geist in einem jungen, erfolglosen Jockey, den er an einem wunderschönen Herbsttag im Jahre 1936 auf der Rennbahn in Saragota den Howards vorstellte. Sein Name war "Red" Pollard.

Es wurde aber nicht nur ein Kampf zwischen den Pferden und ihren Jockeys - es wurde zum Vergleich zwei verschiedener Welten. Auf der einen Seite das Ostküsten-Establishment mit seinen Bankern und ihren wunderschönen Pferden, und auf der anderen Seite ein Team von drei Männern, die eigentlich nicht dazu gehörten mit ihrem ungewöhnlichen Herausforderer.

Seabiscuit gewann das entscheidende Rennen und wurde 1938 zum Pferd des Jahres gekürt. Der Sieg jedoch war bittersüß. Denn kurz vor dem Rennen wurde Pollard bei einem Unfall mit einem anderen Pferd ernsthaft verletzt. Es sah so aus, als ob Red niemals mehr laufen könne, und Howard wollte das Rennen eigentlich absagen. Aber Pollard bestand darauf, das Rennen durchzuführen, und er bat seinen Freund und Jockeykollegen, George "The Iceman" Woolf, Seabiscuit zu reiten, was dieser auch tat und sich den Sieg holte.

Monate später verletzte sich Seabiscuit während eines Rennens sehr schwer. Howard brachte Red und Seabiscuit zu seiner Ranch nach Nordkalifornien, wo die beiden gemeinsam gesund werden sollten. Red verbrachte die Tage mit Lesen und dem Spazierenführen des Pferdes unter kalifornischen Eichenbäumen. Langsam wurde das Unmögliche wahr. Aus dem anfänglichen Laufen wurde ein leichtes Traben und aus dem Traben wurde schließlich ein Galopp. Und schon bald ritten die beiden über die grasbedeckten Hügel.

1940 wurde Roosevelt für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Auf die Anzeigetafel des Santa Anita-Rennen schrieb ein Mann den Namen "Seabiscuit" auf die Liste der zu startenden Pferde und die Zuschauermenge raunte. Der Held war zurückgekehrt und entgegen jeder Chance ging er als Sieger durch das Ziel. Diesmal mit Red Pollard. Es war für beide ihr letztes Rennen.

Filmemacher Gary Ross war sofort von der Geschichte angetan."Ich war beeindruckt von diesen heldenhaften Charakteren und dem Pferd, die zu Helden einer ganzen Nation wurden", sagte er.

Hillenbrand liebte ebenfalls diese Geschichte über das Pferd und die drei Männer. Und sie liebte Pferderennen und arbeitete intensiv daran, diese Liebe zu Papier zu bringen. Aber sie wusste, dass da auch noch mehr sein könnte.

"Es gab Dinge, die konnte ich als Autorin nicht ausdrücken", sagt sie. "Ich kann die Geschichte erzählen, aber ich kann sie nicht zeigen. Aber als ich mit Gary Ross sprach, wusste ich sofort, dass er der richtige Mann dafür sein könnte. Ich war sofort mit ihm auf der gleichen Wellenlänge. Mir war klar, dass er Pferderennen genauso wie ich mochte, jemand der begeistert von der Schnelligkeit und der Gefährlichkeit sowie der Schönheit war, und das würde er auf die Leinwand übertragen können. Ich bin davon begeistert, wie ihm das gelungen ist. Er schrieb ein phantastisches Drehbuch, aus dem ein wunderbarer Film geworden ist."

Der Jockey, der Besitzer und der Trainer waren der Kernpunkt von Hillenbrands Geschichte. "Meine ganze Liebe gehörte den Charakteren, und so war es beim Verkauf der Filmrechte meine Priorität, einen Regisseur zu finden, der das genauso sah wie ich," sagt die Autorin.

Die Adaption eines Buches für die Leinwand ist immer eine große Herausforderung. Man mußs entscheiden, was man übernimmt und was man weglässt. Als Ross das Skript zu schreiben begann, mußste er aus dem 400seitigen Buch das Richtige heraus destillieren. Er begann mit einer Outline der Story. "Wenn man eine Geschichte für die Leinwand umwandelt", sagt Ross, "mußs man die Schlüsselelemente der Story, ihre Höhepunkte und das, was einem auf Anhieb gefällt, herausfiltern".

Was seine Aufmerksamkeit sofort gefangen hielt, waren diese drei Männer, die trotz ihrer Verluste und Zerstörtheit den Willen aufbrachten, ihr Leben neu zu ordnen. "Red hatte seine Familie verloren, Howard seinen Sohn und Smith seinen Lebensweg", erklärt Ross. "Wie kann man diesen Schmerz überstehen, den Kummer überwinden?"

"Was ich in der Story entdeckte, waren drei gebrochene Charaktere, die eigentlich hätten aufgeben können. Aber sie richteten sich gegenseitig auf und gründeten ihre eigene Familie", fährt Ross fort.

"In jeder guten Adaption mußs man dem eigentlichen Sinn und Geist des Buches gegenüber Verantwortung tragen, das war mein Vorhaben. Natürlich würde ich Kleinigkeiten ändern und Teile hinzufügen müssen, aber in einer Art und Weise, die der Aussage des Buches gerecht werden würde. So besprach ich jede Änderung mit Laura, die mit einer wunderbaren Offenheit reagierte. Jedesmal, wenn ich das Gefühl hatte, etwas dazu erfinden zu müssen, rief ich Laura an und fragte sie: "Wie findest du das?"

Ein Buch ist wie ein Kind des Autors, und es jemandem zu übergeben, ist eine schwierige Aufgabe. "Ich war manchmal etwas ängstlich, wie das Drehbuch wohl werden würde", sagt Hillenbrand. "Man kann die Geschichte im Film niemals so erzählen, wie man das in einem Buch tut. Das Buch hatte 400 Seiten, und da gibt es Dinge, die man in einem Film aus Zeitgründen nicht alle berücksichtigen kann".

Schließlich schickte Ross Hillenbrand das Drehbuch zu. "Als ich mit dem Lesen begann, erfüllte es mich sofort mit Entzücken", sagt Hillenbrand. "Es war so schwärmerisch und wunderschön. Ross hatte das übernommen, was diese wundervolle Geschichte ausmachte, angereichert mit seiner Kreativität und seinem visuellen Gefühl. Das fertige Produkt war einfach phantastisch."

Ross erinnert sich: "Ich traf mich mit Kathleen Kennedy, um mit ihr über ein anderes Projekt zu reden und sie sprach mich auf "Seabiscuit" an. Ich kannte sie zu dieser Zeit noch nicht sehr gut, aber ich merkte sofort, dass sie über eine Menge an Enthusiasmus verfügte, und außerdem hatte sie schon viele großartige Projekte produziert."

Kennedy und Ross begannen eine Diskussion über das Projekt und stellten fest, dass sie der gleichen Meinung waren, wie man diese Geschichte filmisch erzählen sollte, vor allen Dingen die menschlichen Beziehungen als Kernpunkt.

"Tom Smith war als Trainer am Boden zerstört und niemand wollte ihn mehr anheuern", erklärt Produzentin Kennedy. "Charles Howard befand sich durch den Verlust seines Sohnes und dem Bruch seiner Ehe in einer traurigen Lebensphase. Red Pollard litt unter dem Verlust seiner Familie. Die Tatsache, dass Pollard, Howard, Smith und dieses merkwürdig aussehende kleine Rennpferd zusammentrafen und ihr Leben neu aufbauten, sind die Elemente einer wundervollen Story."

Ross und die Filmemacher entschlossen sich, das Drehbuch in die Tat umzusetzen und sich um Schauspieler (und Pferde) zu kümmern.

Während viele der Rollen in dem Film offen für jegliche Besetzung war, hatte Ross für drei elementaren Rollen bereits seine festen Vorstellungen. Angefangen mit Tobey Maguire als Jockey Red Pollard. Ross und Maguire kannten sich schon von ihrer Zusammenarbeit an "Pleasantville".

"Ich traf Gary", erinnert sich Maguire "und er sagte `Warum nimmst du nicht ein Exemplar von Seabiscuit und liest es?` Was ich dann auch tat. Ich las das Buch und fand es phantastisch. Ich liebte es auf Anhieb."

Ross entdeckte in Maguire und Pollard Gemeinsamkeiten. Er erklärt: "Ich kannte Tobey. Er hatte auch Schwierigkeiten in seinem Leben, aber ich wusste, dass auch ein Feuer in ihm brennt."

Die Verschiedenheiten von Maguires Filmrollen brachten ihm den Respekt und die Bewunderung der Kritiker wie auch der Zuschauer ein. Nach seinem Erfolg von "Spider Man" und der Fortsetzung, deren Dreh demnächst beginnt, dachte Maguire, dass "Seabiscuit" für ihn eine perfekt Möglichkeit zur Erweiterung seines Spektrums wäre.

"Dies ist eine großartige Rolle für mich", erklärt der junge Schauspieler. "Ich wollte die Herausforderung , mal eine etwas andere Rolle zu spielen. Ich glaube, das ist ein großer Schritt vorwärts für meine Karriere. Es ist schon lustig, Gary Ross kennt mich wirklich sehr gut und er wusste, dass mir das gefallen würde."

"Tobey ist einfach äußerst talentiert", fügt Ross hinzu, "und ich liebe es, mit ihm zu arbeiten. Er ist so bodenständig und es steckt eine unglaubliche Art von Mitgefühl und Weisheit in ihm. Das zeigt sich im Umgang mit seinen Freunden. Das ist einfach rührend. Und aus diesem Grund sah ich gewisse Gemeinsamkeiten mit dem Charakter von Red Pollard".

"Was ich am interessantesten finde" fügt Maguire hinzu, "ist die Tatsache, dass alle drei der Charaktere sich selbst isolieren. Sie sind einsame Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen zurückgezogen haben. Tom Smith kommt mit der neuen Welt nicht zurecht, Charles Howard verliert seinen Sohn und mein Charakter verliert seine Familie und sein Heim. Seabiscuit bringt mit seinem ungewöhnlichen Charme alle drei zusammen".

Der vier Mal für den Oscar nominierte Jeff Bridges unterschrieb für die Rolle des Charles Howard, die er mit seiner charismatischen Autorität ausfüllt. "Charles Howard ist der Stützpunkt dieser Gruppe von Leuten", bemerkt Ross. "Ich war so glücklich, Jeff dafür zu bekommen. Er ist ein großartiger Schauspieler, der während seiner lang anhaltenden Karriere so viele unglaubliche Rollen spielte. Er verkörpert perfekt den Patriarchen."

Es stellte sich heraus, dass Bridges eine persönliche Beziehung zu der Geschichte hatte. Der Schauspieler erinnert sich: "Ich erfuhr von dem Buch, kurz nachdem es erschienen war. Meine Cousine Kathy Simpson rief mich an und sagte `Ich habe gerade ein Buch gelesen und du solltest die Rolle des Charles Howard spielen.` Ich sagte, `Willst du mich auf den Arm nehmen, wer ist dieser Charles Howard?` Sie sagte `Ihm gehört Seabiscuit`. Ein Grund für die Aufregung meiner Cousine war, dass unser Großvater, Fred Simpson, drei oder vier Mal die Woche zu Pferderennen ging. Ich erinnerte mich, dass ich ihn als Teenager zu den Rennen in Santa Anita begleitete. Manchmal setzte er auf Seabiscuit die Wette. Während des Filmdrehs konnte ich manchmal fühlen, wie er lächelnd vom Himmel auf uns herabblickte."

Produzent Frank Marshall bemerkt treffend: "Jeff Bridges ist Charles Howard. Er steckt in diesem Charakter."

"Es gibt nicht viele Filme, die die wirkliche Geschichte von drei Leuten beschreiben", befindet Bridges. "Und in diesem Fall, in dem die Story von diesem erstaunlichen Pferd mit eingebracht wird, ist es dem Publikum möglich, sich mit jeder einzelnen Person zu befassen. Laura hat das in ihrem Buch so beschrieben, und Gary hat das in seinem Drehbuch wunderbar herüber gebracht."

Chris Cooper sollte die Rolle des Tom Smith übernehmen, Seabiscuits Trainer. Smith, der in der neuen Zivilisation nicht mehr zurecht kam, legte seine ganze Hoffnung in Seabiscuit. "Chris Coopers Karriere ist außergewöhnlich", bemerkt Kennedy. "Er ist wie ein Chamäleon, er ist in jeder Rolle verschieden. Ich glaube, Gary und ich waren wirklich von seiner Arbeit bei "American Beauty" ergriffen. Wir sahen den Film "Adaption" vor seinem Erscheinen im Kino, und waren uns sicher, dass er für seine Rolle mit einem Oscar belohnt werden würde. All diese Arbeiten überzeugten uns, dass Chris der richtige Mann für die Rolle des Tom Smith sein würde."

Zwanzig Jahre lang züchtete er mit seinem Vater Rinder, und so wurde ihm schnell klar, was für ein Mann Smith war. Cooper sagt: "Der Regisseur trägt eine schwere Last auf seinen Schultern. Ich wollte ihm etwas von dieser Schwere abnehmen. So kam ich bestens vorbereitet, was die Art des von mir darzustellenden Charakters angeht, und Gary mochte es sofort."

"Chris bringt ein Stückchen des Westens mit", sagt Ross. "Durch seinen Gang, seine Stimme, sein physikalisches Äußere. Auch als wir auf der Rennbahn, in einer Kirche oder auf einem typisch dem Osten nachempfundenen Set drehten, verlor er niemals diese Art. Er ist einfach ein großartiger Schauspieler".

Die Frau, die Charles Howard wieder die Freude am Leben zurückbringt, ist eine dunkle Schönheit namens Marcela Zabala. "Marcela kam gerade in Howards Leben, als er eigentlich nach niemandem Ausschau hielt", erklärt Kennedy. "Er war sehr allein, mußste er doch den Tod seines Sohnes verkraften. Marcela brachte ihm einen Funken Hoffnung".

Marcela Howard war nur halb so alt wie ihr Ehemann, aber voller Anmut und furchtloser Abenteuerlust. Auf einer Safari vertrieb sie einen Löwen aus dem Camp. Einmal schmuggelte sie einen blauen Affen in das Waldorf Astoria.

Ausführender Produzent Robin Bissell erinnert sich: "Für die Rolle der Marcela ließen wir viele Schauspielerinnen vorsprechen. Als Elizabeth kam und wir die letzte Szene des Films zwischen ihr und Jeff Bridges lasen, wussten wir sofort, dass wir mit ihr die richtige Wahl treffen würden."

"Elizabeth hat die Qualität eines großen Filmstars von früher", fügt Bissel hinzu, "so wie Lauren Bacall, mit Schönheit und Anmut versehen, aber auch mit einer gewissen Burschikosität. Sie war eine von den Jungs, sie passte bestens dazu."

Für Banks war die Rolle einer Frau aus dem frühen 20. Jahrhundert eine Herausforderung. Die Schauspielerin bemerkt: "Ein Teil meiner Vorbereitung befasste sich mit der äußerlichen Welt von Marcela - den Kleidern, ihrem Make-up und ihrer Frisur, ihrer Haltung. Es war wirklich interessant, über die Etikette und die Beziehungen in dieser Zeit zu lesen. Als Frau in den 30er Jahren mußste man nicht mehr als nötig sagen. Der Ehemann sorgte für alles. Aber Marcela fand den richtigen Mittelweg. Sie wusste, was sie wollte, machte ihre eigenen Dinge, aber immer in einer sehr zurückhaltenden Art und Weise."

"Die Besetzung mit Gary Stevens war wahrscheinlich die spontanste Entscheidung, die ich je erlebt habe", kommentiert Kennedy. "Ross ging durch die Räume der Jockeys, entdeckte Gary, sah ihn an und sagte `Was hältst du davon, George Woolf zu spielen?`"

Obwohl Ross niemals zuvor Steven getroffen hatte, waren er und die Produzenten sich sicher, dass der Champion-Jockey der schauspielerischen Herausforderung gewachsen war. "Manchmal mußs man einfach auf seinen Instinkt hören", erklärt Ross. "Er sieht wie ein Filmstar aus, und irgendwie vertraute ich ihm".

Stevens war sich nicht ganz sicher, ob Ross es wirklich ernst meinte. "Ich dachte erst, es wäre ein Witz, aber nach dem Kentucky Derby ging ich zu ihm und sagte zu, diese Rolle zu spielen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Ideen, wie groß mein Part sein würde."

Die Filmemacher wollten Stevens für ein paar Tage zu Schauspiellehrer Larry Moss schicken, aber dieser schickte ihn nach einem Tag wieder nach Hause.

Stevens sollte einfach nur sich selbst spielen. "Glück für mich. Ich mußste nicht wirklich viel schauspielern", frotzelt er. "George Woolf ist mir sehr ähnlich. Ich meine, er war ein Spitzenreiter und er lebte gerne. Sein Spitzname war "The Iceman". Man sagte ihm nach, durch seine Adern würde Eiswasser rinnen. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen, seine Rennen absolvierte er mit größter Gelassenheit. Ich fühlte, dass ich diesen Charakter bestens darstellen könnte."

Aber Ross, der Schauspiel bei der berühmten Lehrerin Stella Adler studierte, wusste, da ist ein klein bisschen mehr als nur sich selbst zu spielen. "Auf jede Szene, die Gary spielen mußste, hatte er sich vorbereitet, er wusste genau, was er zu tun hatte", sagt der Regisseur. "Ich weiß nicht woher er es hatte, aber er war einfach ein Naturtalent. Es war eine große Überraschung für mich."

Wer die Rolle des Tick-Tock McGlaughlin spielen sollte, war für Ross ebenso von Anfang an klar - für ihn kam nur William H. Macy in Frage, den er ebenfalls von dem Film "Pleasantville" her kannte.

Diese Rolle des schnellsprechenden Radioreporters entstammte seiner Kreation. Er erinnert sich: "Tick-Tock McGlaughlin fiel mir ein, als ich mitten im Drehbuch war. Ich wusste, ich brauchte einen Reporter, der eine Verbindung zur Santa Anita-Rennbahn brachte. Während ich diese Rolle und einige Monologe schrieb, kam mir in den Sinn `Oh, das kann nur Macy sein` Normalerweise habe ich solche plötzlichen und glücklichen Einfälle nicht."

Macy war sehr angetan, die Rolle einer Mischung aus der Radiolegende Walter Winchell und einer Art Marktschreier - wie er es sah - zu verkörpern. "Gary ist ein großartiger Schreiber", sagt der Schauspieler. "Er hat diesen tollen Charakter für mich kreiert, mit all seinen hysterischen und schnellen Ansagen, die mir manchmal sehr schwer fielen."

Zuletzt dachte sich Ross die Rolle des Erzählers aus, der mit besonderer Stimme durch all die Jahre führt. "Ich wollte unbedingt David McCullough als Erzähler haben. Seine Stimme verfügt über verschiedene Arten, die sich der jeweiligen Zeit anpassen konnte", sagt Ross.

"Wir wollten unbedingt die Geschichte der drei Männer und des Pferdes erzählen", fügt die ausführende Produzentin Allison Thomas hinzu. "Aber um den richtigen Eindruck ihres Lebens zu erhalten, benötigt man das Wissen über die damalige Zeit der Depression".

"Es gab zwei Wege, das darzustellen", führt Ross fort. "Einmal hätte ich den historischen Kontext stärker im Film etablieren können oder, wofür ich mich dann auch entschied, die Zeit erzählen lassen können. Und dies mit der Stimme des Historikers David McCullough. Ich glaube, das war der beste Weg".

"Als ich das Drehbuch las", erinnert sich McCullough, "dachte ich, das ist wundervoll, eine wirklich großartige Geschichte. Und wenn ich dabei helfen kann, sie zu erzählen, wäre ich sehr geehrt".

"Alles, was David McCullough sagt, glaubt man gerne", beobachtet Frank Marshall. "Manchmal steckt hinter einer Stimme eine derartige Glaubwürdigkeit, egal, ob es für eine PBS-Dokumentation, oder in diesem Falle, für einen Film ist."

Hinter dieser Stimme steht einer der angesehensten historischen Autoren des Landes. Der mit zwei Pulitzer Preisen und zwei National Book Awards ausgezeichnete ehemalige President of the American Society of Historians gehört zu den Meistern der historischen Erzählung. Der Herausgeber von Bestsellern wie "Truman" und "John Adams", der auch als Redakteur, Essayist und Lektor arbeitete, verlieh bislang seine Stimme zahlreichen Dokumentationen. "Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg" war der erste Kinofilm, bei dem er als Erzähler fungierte.

"In Spielfilmen werden selten Erzähler eingesetzt", erklärt McCullough, "aber in diesem Fall war es sehr wichtig, um den Hintergrund der Zeit, in der die Geschichte spielt, zu verstehen".

War die Aufgabe nach der richtigen Besetzung der zweibeinigen Schauspieler schon schwer genug, mußsten sich die Filmemacher auch um die Vierbeiner und allem, was dazu gehörte, kümmern. Als Unterstützung konnten sie Rusty Hendrickson gewinnen, der schon für die spektakulären Pferdesequenzen in einem Dutzend von Filmen, darunter "Der mit dem Wolf tanzt" und "Der Patriot" verantwortlich war. Er trainierte die Pferde für ihren Einsatz im Film und kümmerte sich auch um die dafür vorgesehenen Locations.

Der in Montana geborene Hendrickson arbeitete schon zuvor mit allen drei Hauptdarstellern: mit Tobey Maguire in "Ride with the Devil", mit Chris Cooper in "Der Pferdeflüsterer" und mit Jeff Bridges bei Hendricksons erstem Film, "Heaven`s Gate". "Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg" sollte für ihn eine neue Herausforderung werden. Der Veteran, der es gewohnt war, an Western mitzuarbeiten, sah es als willkommen an, mit Rennpferden zu arbeiten.

"Wir wussten, dass wir echte Jockeys bei den Rennen einsetzen mußsten", erklärt Kathleen Kennedy. "Wir wussten auch, dass die Pferde gesund sein mußsten und sie viele, viele verschiedene Rennen laufen mußsten, um die Geschichte zu erzählen. So kamen wir ziemlich früh zu dem Entschluss, diese Pferde zu kaufen und einen eigenen Rennstall einzurichten."

Hendricksen kaufte für die Company mehr als 50 Pferde aus dem ganzen Land, die dann für die Rennszenen im Film eingesetzt wurden. Um die Sicherheit der Pferde zu gewahren, wurden die Pferde in Gruppen eingeteilt, die dann jeden zweiten Tag in Rennen eingesetzt wurden. Um diese Rotation möglich zu machen, brauchte die Produktion Rennpferde in verschiedenen Farben. Die Pferde wurden von verschiedenen Jockeys geritten, sie mußsten also auch kräftig und gesund sein. Jedes Pferd, das eingesetzt wurde, passierte vorher die Untersuchung durch einen Tierarzt.

"Rusty machte einen tollen Job", sagt Chris McCarron, ein Hall of Fame-Jockey und Renn-Designer. Chris arbeitete ganz eng mit Rusty zusammen. "Die Pferde, die von Rusty wundervoll betreut wurden, waren ein großer Teil unseres Erfolges", sagt Chris.

Natürlich gab es ein spezielles Pferd, auf das das gesamte Augenmerk gerichtet werden mußste. Regisseur Ross führt aus: "Ein Pferd wie Seabiscuit gibt es nur einmal in einem Jahrhundert. Ein Pferd mit einem einzigartigen Charakter und Intelligenz, die es zu einer Persönlichkeit machte. Eigentlich schlief es die meiste Zeit des Tages - aber es war auch wild und grimmig und hatte Kampfgeist. Es konnte spielerisch oder faul sein."

Seabiscuit war ein einmaliges Pferd und die Filmemacher konnten es sich nicht vorstellen, seinen Doppelgänger zu finden. So suchten sie verschiedene Pferde, die alle irgendetwas von Seabiscuit hatten. Im Film sieht das dann so aus, als ob es sich nur um ein und dasselbe Pferd handeln würde.

Hendrickson ging auf die Suche nach Pferden, die Seabiscuit ähnlich waren. "Er war ja eigentlich nicht sehr attraktiv", sagt Hendrickson. "Er war klein, wog nicht sehr viel. Er war ein hellbraunes Pferd mit dunklen Punkten und keinerlei weißen Markierungen. Wir waren froh, dass er ein ganz gewöhnlich aussehendes Pferd war."

Seabiscuits Aussehen war das einzig Gewöhnliche an ihm. Um dieses merkwürdige und spezielle Pferd über die Zeit von sieben Jahren seines Lebens darzustellen, benötigte die Produktion eine Menge verschiedener Pferde: sie brauchten ein Pferd, das stillstehen konnte, ein Pferd, das ängstlich wieherte, ein Pferd, das beißen würde, ein Pferd, das sich hinlegen konnte (neben ein anderes Pferd und einen Hund zur gleichen Zeit), ein Pferd, dass keine Angst vor begleitenden Kameras während des Ritts hatte, ein Pferd, auf dem die Schauspieler reiten konnten, ohne dass sie abgeworfen wurden. Und als Spitze brauchten sie ein Pferd, das gewinnen und eines, das verlieren konnte.

Schließlich ritten fünf Pferde als Seabiscuit (und zwei weitere als Ersatz), dazu kamen drei "Trick"-Pferde, das waren dann insgesamt 10 "Seabiscuits". Die Filmemacher hatten niemals vor, einen Star aus einem der vielen Pferde zu machen, doch eines stellte sich dann als "Held" heraus. Furrarri war das Pferd, das hauptsächlich mit den Darstellern zusammen kam. So in der wichtigen Szene, als Red Pollard das Rennen gewann. Dieses Pferd wurde aber nur von professionellen Jockeys geritten.

"Diese Jungs sind einfach Profisportler", sagt Tobey Maguire, der sich einem rigorosen Training für seine Rolle als Jockey unterzog. "Es ist ein Teamsport, bei dem das Pferd natürlich rennen mußs, aber ohne den Pilot könnte es das nicht."

Die Produktion war sichtlich beeindruckt von der Mitarbeit von zwei der größten Jockeys des heutigen Sports. Außer Garys Stevens als George Woolf war Chris McCarron als Designer der Rennen dabei, der sehr eng mit Regisseur Gary Ross bei den Pferdeszenen zusammenarbeitete. "Wir wollten von Anfang an Chris bei dem Film dabei haben", erinnert sich Produzentin Thomas. Die Produktion hatte Glück, da McCarron sich gerade entschieden hatte, im Juni 2002 mit den Rennen aufzuhören, um in den Ruhestand zu gehen.

"Es war interessant", fährt sie fort, "er ging gerade in Pension und war aber sofort dazu bereit, sich in einem anderen Umfeld zu beschäftigen. Er hat die Kurve gleich gekrieft genommen. Er ritt im Film dann sogar als Jockey Charley Kurtsinger."

"Wir waren uns darüber im Klaren, dass die Pferderennen in unserem Film die größte technische Herausforderung war", sagt Produzentin Kathleen Kennedy. "Chris half uns dabei herauszufinden, wie die Pferde im Film am besten einzusetzen und zur Geltung kommen könnte".

McCarron rekrutierte 12 Jockeys aus den ganzen Vereinigten Staaten. Die Jockeys waren begeistert, da der Film von dem Sport, den sie über alles liebten, handeln würde. "Ich fand es gut, dass Gary so viele Rennen in seinem Drehbuch eingefügt hatte", sagt McCarron. "Ich wusste aber auch, dass diese Rennen so authentisch und realistisch wie nur möglich erscheinen mußsten. So war es für die Jockeys eine große Aufgabe, da wir ja echte Rennpferde benutzten."

Pferderennen ist nicht gerade ein ungefährlicher Sport. Eine Studie des Rehabilitation Institute of Chicago besagt, dass ein durchschnittlich begabter Jockey pro Jahr mindestens drei Mal verletzt wird und fast acht Wochen dadurch ausfällt. Mit dieserm Wissen sorgte die Produktion für so viel Sicherheitsmaßnahmen wie möglich.

Maguire besuchte die Rennbahnen schon als Kind. In Ang Lees Drama "Ride with the Devil" hatte er einige Reitszenen. Doch für seine Rolle als Jockey mußste er sich intensiv mit dem Reiten vorbereiten. Jeder Jockey, der eine gewisse Körpergröße überschreitet, mußs das durch reduziertes Gewicht ausgleichen. So mußste auch Tobey einiges an Pfunden verlieren, bevor er mit dem Dreh begann. Aber noch während der Dreharbeiten verlor er immer mehr und wog zum Schluss nur noch 137 Pfund.

Sein körperliches Training absolvierte er unter der Aufsicht des strengen Trainers Joe Horrigan. "Von Anfang an behandelten wir ihn wie einen Atlethen", sagt Horrigan. "Er mußste 16 Trainingseinheiten in der Woche absolvieren, sei es an den Cardiogeräten, mit Gewichten oder im Boxring."

Seitdem der Schauspieler wiederum die Rolle des Spiderman spielt, trainiert er sich ein ziemliches Muskelpaket an. Er ist auf eine 1650 Kalorien-Diät gesetzt, und sein Trainingsprogramm zieht er unvermindert durch. Horrigan trainierte Maguire mit vielen Methoden, wie sie auch die olympischen Gewichteheber anwenden.

"Tobey ist ein Naturtalent und er hat gute Gene", sagt Horrigan. Regisseur Gary Ross war sehr beeindruckt von Maguires harter Arbeit. "Er war wirklich in einer sehr guten körperlichen Verfassung", sagt er.

Zusätzlich zu den Workouts, die er mit Horrigan durchführte, trainierte Maguire mit dem Renn-Designer McCarron, der ihm ein richtiges Jockey-Programm verpasste. Er zeigte ihm, wie man richtig auf dem Pferd sitzt, wo die Hand zu liegen hat, wie man den Hals des Pferdes beim Rennen drückt oder wie man beim Endspurt das Pferd richtig antreibt.

McCarron zeigte verschiedene Videos von Maguires Rennen den anderen Jockeys, die es nicht glauben konnte, dass dieser bereits nach fünf Wochen in einer derart guten Verfassung und Form war. Er sah wirklich wie ein echter Jockey aus.

Obwohl Bridges auf keinem der Pferde reiten mußste, hatte er seine eigenen Herausforderungen zu bewältigen, um seine Rolle einzubringen. So kontaktiere er schon sehr früh Laura Hillenbrand, als er in der Vorbereitung für den Film war. "Ich fand es wunderbar, dass Laura mir einige Fragen beantworten konnte, als ich zu Anfang meiner Vobereitungen war", sagt Bridges. "Sie war offen für alles und belieferte mich mit einer Menge Details über Howard und Seabiscuit. Sie gab mir viele Fotografien und lieh mir einige persönliche Dinge, die sie von Howard hatte. Es war großartig, diese in meinen Taschen zu haben, es gab mir ein gutes Gefühl."

Für Chris Cooper war es wichtig, seinem Charamter Tom Smith die richtige Sprache zu geben. "Es war für mich wichtig, für Tom eine komplett andere Stimme zu finden".

Vor dem Drehbeginn verbrachte Rusty Hendrickson einige Wochen, um mit den Pferden zu arbeiten und sie auf das Kommende vorzubereiten. Viele der Pferde kamen direkt von den Rennbahnen und waren ziemlich nervös. Sie mußsten erstmal zur Ruhe gebracht werden. Außerdem mußste er sie an all das Equipment, die vielen Kameras, Kräne und Trucks gewöhnen. "Pferde reagieren ziemlich nervös, wenn über ihrem Kopf etwas Ungewohntes ist", sagt er.

Hendrickson und McCarron richteten eine Woche lang eine sogenannte "Jockey Schule" ein. Sie arbeiteten mit den Jockeys, um sie auf die Pferde vorzubereiten. Pferd und Reiter lernten sich kennen, und man fand heraus, welcher Jockey zu welchem Pferd am besten passt. "Wir verbrachten fünf Tage am Pomona Fairplex, um die Pferde zu trainieren. Wir arbeiteten mit ihnen im Starttor und brachten ihnen bei, in diesem Starttor länger als gewöhnlich stehen zu bleiben", erklärt McCarron.

Zusätzlich zur Vorbereitung der Pferde für ihre ungewöhnliche Arbeit gestattete man auch den Jockeys, sich mit den Pferden näher zu befassen. "Es war Gary Ross Idee, diese Vorbereitungen durchzuführen", fährt McCarron fort. "Ich hatte erst nicht daran gedacht, war aber doch froh, das es passierte. Es gab jedem die Chance, sich an die Pferde zu gewöhnen, an ihre Eigenarten, was sie mögen und nicht mögen."

Ross begann die eigentlichen Dreharbeiten mit einer der schwierigsten Szenen des Films - den bug boy-Rennen. Um dieses Rennen so lebensnah wie möglich mit all den extremen Umständen, wie sie Jockeys wie Red Pollard erleiden, darzustellen, wurden die Jockey bei einem Kampfrennen mit 35 Meilen pro Stunde gefilmt. "Wenn du heutzutage in einem Rennen kämpfst, denkst du nicht an dein Leben", sagt Jockey Joe Rocco.

Jockey Luis Jauregui, der auf der Pferderennbahn groß wurde, wo dessen Vater Rennpferde trainierte, spricht mit großem Respekt von Hendrickson und den Pferdebetreuern. "Ich war mein ganzes Leben mit Pferden zusammen, aber ich habe so viele Sachen von Rusty und seinen Jungs gelernt, wie sie mit den Pferden umgehen und arbeiten. Alles drehte sich nur um die Pferde. Rusty ist einfach ein großartiger Pferdemann".

"Ich realisierte sehr schnell, dass sich die Kameras mit den Pferden bewegen mußsten, sie hatten sich in der Mitte jeden Rennens zu befinden", sagt der Regisseur. "Ich mußste nah genug an die Pferde herangehen, um das richtige Gefühl zu bekommen". Er brauchte einen Kameramann, der gewillt war, dieses Risiko einzugehen, der neue Dinge ausprobieren und sich auf einen wilden Ritt einlassen würde. Und er fand einen.

Ross erinnert sich: "Als mein Sohn Jack sechs Jahre alt war, kam er zu mir und sagte `Dad, du mußst unbedingt diesen Film sehen. Das ist der Mann, der deine Filme fotografieren sollte` Und ich sagte, `OK Jack, ich seh mir den Film an`. Jack war davon überzeugt, dass mir der Film gefallen würde, und er soltle Recht behalten. Der Film hieß "The Rookie" und der Kameramann war John Schwartzman.

Ross erinnert sich: "Ich kam etwas zu spät ins Kino und verpasste deshalb die Anfangscredits. Ich sah mir den Film an, ohne zu wissen, wer ihn fotografiert hatte. Ich fand es toll, wie manche Teile des Films gedreht waren. Es war eine wunderschöne Erzählung.

"Es hat eine gewisse Ironie, wenn du denkst, dass du eher wieder Arbeit bekommst nach einem großen Film mit einem hohen Budget, der weltweit promoted wird, und du dann durch einen kleinen Film wie "The Rookie" in Gary Ross Büro landest", sagt Schwartzman.

"Bei unseren Treffen auf der Rennbahn den Sommer über, begannen wir mit dem Brainstorming, wie wir die Kamera nahe an die Action bringen können", erinnert sich Schwartzman. Wir trafen uns mit den Trainern und fragten sie, ob es möglich sei, die Kamera mit einem Kran entlang des Tracks zu fahren, während die Pferde mit 40 Meilen über die Bahn rasten. Würden sie verrückt werden oder würden sie unbeirrt weiterlaufen."

Bevor der Film in die Vorproduktionsphase ging und während der Adaption von Hillenbrands Buch, schrieb Ross einen Drehplan für jede Szene. "Ich wollte gerne Dinge sagen wie: `Wir starten mit dem Kran hier, dann werden wir diesen Charakter einfügen, aber wir sehen ihn nur als Silhouette`.

Aus dieser Idee heraus kam eine weitere Innovation, die zum Erfolg der Produktion beitragen sollte: Ein Buch über die Rennen mit genauen Angaben wo die Kameras stehen, die Pferde und die Jockeys, Rennen für Rennen. Das Buch wurde per Computer erstellt und wurde jedem Crewmitglied ausgehändigt, einschließlich der Kameraleute, der Stuntleute, Jockeys und Regieassistenten.

Diese genaue Planung war sehr hilfreich. Kathleen Kennedy sagt: "Ich liebe die Arbeit mit jemand, der gleichzeitig Drehbuchautor und Regisseur ist, denn jede Szene, die du diskutierst, ob es während der Vorbereitungsphase oder während des eigentlichen Drehs ist, ist der Person, die sie schrieb, bekannt. Wir hatten es mit einem sehr komplizierten Film zu tun, mit vielen technischen Herausforderungen. Aber Gary hatte alles vollkommen im Griff".

Jeden Tag fanden Rennen-Meetings statt, die in die Produktion eingebracht wurden. Auf der Santa Anita-Rennbahn, wo die Crew fast sechs Wochen lang drehte, kreierte Ross einen Notbehelfs-Track auf dem Flur der Wettbüros. Es wurden Plastikpferde und Spielzeugtrucks benutzt, eine kleinere Version des wirklichen Sets. Hier wurde am Ende des Tages mit der Crew die Arbeit besprochen, die immer ihr Rennbuch dabei hatte.

Ross und die Filmemacher machten sich auf die Suche nach Locations für den Dreh. Sie tourten durch das Land, um die richtigen Plätze, die für die Story wichtig waren, zu finden.

"Erstens wollten wir so viel wie möglich reale Plätze, wie sie im Buch vorkommen, zweitens suchten wir Rennbahnen, die nicht zu modern waren, und drittens, wir mußsten sicher sein, dass wir zu diesen Rennbahnen auch Zutritt bekamen", sagt der erste Regieassistent Adam Somner.

Die Gruppe um Ross, Kennedy, Marshall und Bissell fanden eine 100 Jahre alte Farm in Hemet, Kalifornien. Außerdem entdeckten sie die Rennbahn und das Gelände von Pomona Fairplex in Kalifornien, das als Double für den Tijuana Agua Caliente Racetrack diente.

Nachdem die Szenen in Hemet und Pomona gedreht wurden, zog die Produktion nach Saratoga, um Szenen zu drehen, die im New York City Jockey Club spielen. Von Saratoga zogen sie dann weiter nach Lexington, Kentucky, dem Standort der Keeneland Rennbahn, um das Rennen zwischen Seabiscuit und War Admiral zu drehen. Sie arbeiteten 14 Tage daran, dieses historische Rennen nachzubauen, wozu sie mehr als 3500 Statisten benötigten.

Die Filmemacher waren sehr froh darüber, eine der größten Pferderennbahnen ganz in ihrer Nähe zu haben. Santa Anita, eröffnet am Weihnachtstag im Jahre 1934, befindet sich am Fuße der San Gabriel Mountains. 14 Meilen nordost von Los Angeles befindet sich diese wunderschöne Rennbahn. Die Art Deco-Ausstattung des Architekten George Kaufmann gibt einem noch heute das Gefühl, sich in den frühen 20er Jahren zu befinden. Hier hat Seabiscuit Geschichte geschrieben.

Der lange und nahezu leere Renntrack war der ideale Platz, um hier einen Film zu drehen. Die Crew bekam die Genehmigung, sich in den Gebäuden, in denen die Wettbüros untergebracht waren, Platz für den Aufenthalt, die Ankleide- und Make-up Kabinen für die vielen Statisten, die für die großen Renntage benötigt wurden, zu schaffen. Es konnten auch einige kleinere Sets für verschiedene Szenen aufgebaut werden. Hier drehte Ross auch die Szene mit William H. Macy als Tick-Tock, als er das Rennen in seiner ihm eigenen Art kommentierte.

Die Produktion verbrachte einige Tage mit dem Drehen an der historischen Santa Anita Rennbahn. Allerdings mußsten sie einige Tage, bevor die Rennsaison losging, das Feld räumen - es gab keinerlei Verlängerung. Das bedeutete, dass Ross einen Weg finden mußste, um die Rennen und dramatischen Szenen zeitgleich zu drehen.

"Das heißt, ich würde beim Dreh nicht direkt dabei sein können", erinnert sich Ross. "Die Crew mit den Pferden war auf der Rennbahn und ich würde mit einem drahtlosen Kommunikationsgerät die Regieanweisungen geben, die Bilder würden mir separat auf den Monitor gespielt werden. Es war ein bisschen wie eine Zirkustour. Frank Marshall und ich waren in dauerhafter Sprechverbindung. Gott sei Dank konnte ich die Bilder sehen, und nachdem ich jeden Morgen mit allen die Arbeit vorbesprochen hatte, klappte es auch."

"John arbeitete sehr eng mit Gary zusammen. Vor jedem Schuss besprachen sie jegliche Details", sagt Kathleen Kennedy.

Sie mußsten die Drehs mit den Pferden aus Sicherheitsgründen sehr genau abpassen. "Ein Rennpferd kann gewisse Dinge nur ein über den anderen Tag machen. Das war manchmal unser Problem", erklärt Schwartzman. "Wir benötigten 12 verschiedene Einstellungen pro Tag, das heißt 3 takes pro Schuss. Wie sollten wir das anstellen? Wir mußsten mit multiplen Kameras arbeiten, denn unser Budget war natürlich limitiert."

"Wir mußsten viel Flexibilität an den Tag legen, um die Kameras und das ganze technische Equipment für die Pferdeszenen einzusetzen", sagt Ross. "So bauten wir die Kameras auf Kräne und Trucks, setzen ungeheuer viel Technologie ein."

Eine wichtige Rolle spielten auch die Kostüm-Designerin Judianna Makovsky und Produktions-Designerin Jeannine Oppewall. "Es ist ein sehr langer Film", bemerkt Makovsky, "und es geht nicht nur um drei Männer und ein Pferd. Es geht auch um die Wirtschaftskrise in Amerika."

Der Film stellte eine große Anforderung an die Designer, die an langen Drehtagen mindestens 650 Statisten anziehen mußsten. Um genügend Kostüme für die Szenen mit den Menschenmengen zu haben, kontaktierte die Produktion über 35 Leihhäuser in Amerika, England und Italien. Natürlich wurden die Kostüme für die Hauptdarsteller und die Bekleidung der Jockeys extra kreiert.

Während einige Stücke aus der Zeit, in der die Geschichte spielt, einfach aufzutreiben waren (z. B. die Hüte der Damen), mußsten andere nachgebaut werden. "Wir versuchten jedoch, so viel wie möglich authentisches Material für den Hintergrund zu benutzen", bemerkt Judianna.

Makovsky hatte Erfahrung in der Recherche von Materialien aus der Zeit, in der die Geschichte spielt. Sie erklärt: "Ich versuchte, der Ostküstengesellschaft einen komplett anderen Look zu verpassen als den Leuten an der Westküste". Sie und Ross entschieden sich für einen dunkleren und strengeren Look für die Leute um War Admiral, gegenüber den Verlierern rund um Seabiscut, die sie in farbenträchtigere Kostüme steckten.

Für die Hauptrollen kreierten sie die Kostüme anhand von Photos aus jener Zeit. Sie kleideten Charles und Marcela Howard in legere Kostüme. Howard trug einen dreiteiligen Anzug im Westernstil und Marcela ein Kleid, das für jede Gelegenheit passte. Tom Smith, der alte Cowboy, trug funktionelle Kleidung, einen einfachen Anzug und einen Cardigan. Als er dann als Trainer wusste, dass er mit einem berühmten Pferd zu tun hatte, stieg er in einen dunklen Anzug.

Tobey Maguire änderte seine Kleidung während des Films. Zu Anfang trug er einen einfachen Anzug. Sein Gepäck bestand aus nicht mehr als einem kleinen Koffer und einem Gurt mit Büchern, den er über der Schulter trug. Als er dann ein berühmter Jockey wurde, trug er dann ein weißes Renntrikot.

Judianna sagt: "Die echten Jockeys tragen maßgeschneiderte Trikots. Unsere Howard-Trikots sowie die Trikots von George Woolf und dem Jockey von War Admiral sind akkurat. Wir hatten Woolfs original Reitstiefel und machten Kopien davon. Gary und John saßen mit mir zusammen und wir testeten, wie das Material vor der Kamera wirkte."

Der Regisseur lobt Makovskys Arbeit und sagt: "Ich glaube, es gibt keine bessere Kostüm-Designerin auf der Welt. Sie kümmert sich um jedes Detail, es ist einfach einmalig".

Chris Cooper sagt: "Das Aussehen der Kleidung ist wichtig, es hilft dem Schauspieler, an seinem Platz glaubwürdig zu wirken".

"Es ist ziemlich einfach - ich begann mit vielen Fragen", erklärt Produktions-Designerin Oppewall. "Ich wusste nicht viel über Pferde. Ich war bis dahin einmal in meinem Leben auf einer Pferderennbahn. So mußste ich erst viel lernen."

Sie besorgte sich ein Buch über Pferderennen und führte es immer bei sich. Genauso wie ihre Kollegin, die Kostüm-Designerin, arbeitete Oppewall schon zuvor an einigen nicht zeitgenössischen Filmen und konnte sich an ihre Recherchen von historischen Elementen erinnern.

Eine Ranch in Hidden Valley, Kalifornien, wurde zum Landsitz von Howard mit dem Namen Ridgewood. Das eindrucksvolle Ranch-Haus war gänzlich kreiert, und als Jeff Bridges Töchter zu Besuch auf den Set kamen, mußste man sie davon überzeugen, dass das Haus nicht wirklich echt sei.

Zusätzlich zu Ridgewood wurden mehrere Inneneinrichtungen, einschließlich der verschiedenen Jockey-Räume (Keeneland, Agua Caliente und Santa Anita) extra gebaut. Der Lieblingsset der Designer war Tick-Tocks Lager, das der Regisseur und Oppewall "kinky and stinky" nannten.

Der Dreh von "Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg" war eine Herausforderung aber auch eine lohnende Aufgabe für das gesamte Produktionsteam. Allerdings ergab sich beim Dreh auch eine unglückliche Situation. Es war in Keeneland.

Jeannine Oppewall erinnert sich: "Wir bauten für den Dreh in Kentucky - es war an einem Samstagabend - Bierzelte, Stände mit Essen, Sonnenschutz für die Sattelplätze - schon mal auf, damit am Sonntag die endgültigen Vor-Arbeiten abgeschlossen werden konnten und wir am Montag mit dem Dreh beginnen könnten. Dann hatten wir einen Tornado, der die Hälfte des Sets wegbließ. Am frühen Sonntagmorgen versuchten wir zu retten, was zu retten war. Wie ein Wunder stand aber ein Teil des Sets und so bauten wir über Nacht Stück für Stück zusammen".

Aber all die Schwierigkeiten, die während der Drehzeit auftraten, waren am Ende vergessen. Jeff Bridges fasst zusammen: "Wenn du an einen Platz kommst, wo der Charakter, den du darstellst, wirklich gelebt hat und herumgelaufen ist, passiert etwas mit dir, das aber schließlich dem Film zugute kommt."

"Es war eine Geschichte, die ich einfach erzählen mußste", schließt Drehbuchautor/Regisseur und Produzent Gary Ross. "Und wir hatten die Ehre, die Geschichte in dem Film zurückzubringen. Es war eine große Herausforderung, eine Story, die Jahre umspannt, eine Zeit, als es der Nation nicht gut ging. Aber ich bin stolz auf diesen Film, und ich glaube, wir haben alles gut auf die Leinwand gebracht."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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