In tierischer Mission

Ausführlicher Inhalt

Der zwölfjährige Owen Baker (LIAM AIKEN) wünscht sich nichts sehnlicher als einen Hund. Aus gutem Grund: Er hat keinen einzigen Freund. Aber nicht, weil er unumgänglich oder schwierig ist, sondern einfach, weil ihm nie Zeit bleibt, Freundschaften zu schließen. Seine Eltern (MOLLY SHANNON und KEVIN NEALON) kaufen Häuser, restaurieren und dekorieren diese und verkaufen sie weiter. Und dann ziehen sie schon wieder um. In die nächste Stadt, zum nächsten Haus, zur nächsten Aufgabe.

Jetzt wird Owens Wunschtraum jedoch endlich wahr. Weil er den Sommer über vier Hunde aus der Nachbarschaft, den Boxer Wilson, die Pudeldame Barbara Ann, das Italienische Windspiel Nelly und den Berner Sennenhund Shep, so zuverlässig Gassi geführt und betreut hat, darf er sich im Tierheim einen eigenen Vierbeiner aussuchen. Dort angekommen, entscheidet er sich für einen struppigen Borderterrier, den er kurz entschlossen Hubble tauft.

Ein überaus trefflicher Name, wie sich alsbald herausstellt, denn sein neuer Gefährte entpuppt sich als Abgesandter des Hundeplaneten Sirius, der von seiner Chefin per Raumschiff zur Erde geschickt wurde, um die Lebensbedingungen der Hunde dort zu überprüfen. Wie Owen das weiß? Ganz einfach, Hubble hat es ihm erzählt. Seit einem nächtlichen "intergalaktischen Unfall" versteht Owen nämlich die Hundesprache. Ein unschätzbares Plus im Umgang mit dem extrem cleveren Tier, das eigentlich Hund 3942 heißt.

Der berichtet dem erstaunten Jungen, dass Hunde vor Tausenden von Jahren auf die Erde entsandt wurden, um diese zu missionieren und sich untertan zu machen. Das heißt im Klartext: Die Menschen sollten eigentlich den Hunden gehorchen und nicht umgekehrt. Und was machen die doofen Vierbeiner? Sie apportieren Stöckchen und Bällchen, machen Sitz und Platz, lassen sich streicheln und kraulen. Hubble ist zutiefst entsetzt, zumal sich sein Boss, eine knallharte Deutsche Dogge, kurzfristig zu einer Inspektionsreise angekündigt hat.

Es mußs etwas geschehen - und zwar schleunigst. Das Kräfteverhältnis zwischen Vier- und Zweibeinern mußs ins rechte Lot gebracht werden. Sonst steht zu befürchten, dass die Chefin wutentbrannt alle Hunde von der Erde zurück zum Sirius beordern wird. Eine Schmach für Hubble - und eine Katastrophe für den Tierfreund Owen.

Aber so schnell gibt sich der Zwölfjährige nicht geschlagen. Er mobilisiert seine vier Hundefreunde und holt zum Gegenschlag aus. Einerseits werden Vorbereitungen getroffen, um die Deutsche Dogge nebst Entourage würdig zu empfangen, andererseits mußs Hubble - und in der Folge natürlich seine Chefin - davon überzeugt werden, dass Hunde auf dem Blauen Planeten eigentlich doch ein Herrenleben führen.

Dies zu beweisen, stellt kein echtes Problem dar: Die Menschen gehen schließlich für ihre lieben Tiere einkaufen, bereiten Futter für sie, chauffieren sie herum und spendieren ihnen sogar regelmäßige Besuche im Schönheitssalon. Des Weiteren dürfen Hunde ihre Notdurft quasi überall verrichten und müssen auch nie ihr Geschäft selbst entsorgen - ganz im Gegensatz zu ihren "Herrchen", die stets damit beschäftigt sind, ihre und ihrer Hunde Häufchen zu beseitigen. Da fällt es wenig ins Gewicht, dass die Zweibeiner - sehr zum Entsetzen von Hubble - ab und zu den Wassernapf (sprich: die Kloschüssel) ihrer Hunde verunreinigen ...

Hubble beginnt langsam Gefallen am Leben auf der Erde zu finden. Mit Owen kann man gut auskommen und auch die anderen Hunde erweisen sich trotz kleinerer Schwächen und Macken, die von ständiger Besserwisserei bis hin zu extremer Eitelkeit reichen, als ganz angenehme Zeitgenossen. Also wird ein Plan geschmiedet, der die große Dogge davon überzeugen soll, dass die Hunde in ihrer Wahlheimat tatsächlich das Sagen haben.

Die Vorbereitungen in Sachen "große Täuschung" laufen auf Hochtouren. Dank der Hilfe des tierlieben Nachbarmädchens Connie (BRITTANY MOLDOWAN), mit dem Owen sich zwischenzeitlich angefreundet hat, nimmt der Plan deutliche Formen an. Die Kids und ihre Vierbeiner scheinen auf alles vorbereitet ... Nur nicht darauf, dass zwei ehemalige Kumpels von Connie, die fiesen Nervensägen Frankie (HUNTER ELLIOT) und Fred (MIKHAEL SPEIDEL), versuchen Hubble zu entführen.

Eine wüste Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf. Die Gejagten: Frankie und Fred. Die Verfolger: Owen, Connie sowie sämtliche Hunde der Nachbarschaft. Das Chaos bricht aus, als die Kinder nebst Vierbeinern bei den Owens auftauchen, die gerade eine kleine (Garten-)Party geben, um potenzielle Hauskäufer anzulocken. Umgestürzte Tische, verschüttete Getränke, zerbrochenes Glas, entsetzte Partygäste. Gelächter gibt's erst, als zufälligerweise eine Dose Lachgas ihren Inhalt freigibt.

Aber mit dem Spaß ist's schnell wieder vorbei. Denn plötzlich steht sie da: die Chefin vom Sirius, die imposante Deutsche Dogge. Und eins ist sicher: Sie hat keine gute Laune ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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