In tierischer Mission

Produktionsnotizen

Ein altes Sprichwort unter Filmschaffenden besagt: "Arbeite nie mit Kindern oder Tieren". Bei IN TIERISCHER MISSION konnte man es jedoch absolut nicht verhindern. Der Regisseur und die Produzenten bekamen den klugen Spruch von Beginn der Produktion an unzählige Male zu hören - schließlich dachten viele Kollegen, dass sich das Team mit seiner Geschichte über einen Jungen und seine witzige Truppe sprechender Hunde übernommen hatte. Doch Autor und Regisseur John Hoffman sowie die Produzentinnen Lisa Henson und Christine Belson verloren den Glauben an ihre Fähigkeiten nie und freuten sich darauf, neue Wege zu beschreiten.

Die Entscheidung, den komplizierten Mix aus Kindern und Hunden einem Spielfilmdebütanten anzuvertrauen, lag vollends in den Händen der Produzentinnen und fiel ihnen leicht. "Während der Arbeit am Skript", erinnert sich Henson, "spielte uns John ständig die einzelnen Rollen vor - die Kinder, die Hunde, die Erwachsenen - und eines Tages wurde mir klar, dass er auch die Regie übernehmen mußste."

"John begeisterte sich für das Thema und steckte uns mit seiner Leidenschaft förmlich an", schwärmt Belson. "Er brachte uns den Stoff greifbar nahe - genau das sollte ihm auch beim Publikum gelingen. Seine Energie und die positive Einstellung prädestinierten ihn für diesen Job."

Bei der Vorbereitung des Projekts hielt sich Hoffman stets an sein ureigenes Prinzip: "Alles steht und fällt mit dem Casting". Für die Arbeit an einem Film, dessen Hauptensemble aus vier Kindern, zahlreichen Hunden und nur ein paar Erwachsenen bestand, betrachtete Hoffman die Auswahl der richtigen Darsteller - auch der vierbeinigen - als existenzielle Basis. Die Schauspieler mußsten Geduld haben und mit Hunden umgehen können. Die bellenden Mitstreiter dagegen mußsten clever und wohlerzogen sein ... und sie brauchten eine Menge Belohnungsknabbereien.

"Ich hatte unglaubliches Glück", erzählt Hoffman. "Zuerst hielten mich alle für verrückt, doch im Endeffekt war es nicht schwieriger als die Arbeit an irgend einem anderen Film." Für eine Schlüsselfigur zum Erfolg der Produktion hält Hoffman seinen Hauptdarsteller Liam Aiken. "Liam erstaunte uns trotz seiner Jugend mit seinem Talent und seiner Professionalität", erinnert er sich. "Als er für das Projekt zusagte, stießen alle Beteiligten einen Seufzer der Erleichterung aus."

Auch Henson freut sich darüber, dass Aiken seiner Rolle des netten, einsamen Owen Baker ein ganz besonderes Flair verlieh. "Ich halte Liam für einen wunderbaren Schauspieler", erklärt sie. "Er wirkt ganz natürlich vor der Kamera, besitzt aber eine absolute Professionalität. Wenn man sich die Muster von ihm mit Hubble und den anderen Hunden anschaut, meint man wirklich, dass sie sich unterhalten. Er hört zu, reagiert und konzentriert sich - und das fällt selbst einem Erwachsenen mit jahrelanger Schauspielerfahrung ziemlich schwer!"

"Wir haben ziemlich lange gesucht, bis wir Liam fanden", sagt Belson. "Wir entdeckten ihn erst gegen Ende des Castingprozesses und waren sofort begeistert. Er hat eine außergewöhnliche Ausdrucksfähigkeit, ist sehr erfahren und dabei sehr natürlich. Wegen seiner Professionalität kriegt er selbst unter schwierigsten Bedingungen die Aufnahmen in wenigen Takes hin, während um ihn herum die Trainer ihre Hunde herumkommandieren und das blanke Chaos herrscht."

Auch die vierbeinigen Darsteller überzeugten auf ganzer Linie. Bei deren Casting ging Hoffman ebenso vor wie bei den menschlichen Stars.

"Ob Hund oder Mensch - ich besetze immer nach Charakter", erklärt Hoffman. "Ich kannte jede Figur des Drehbuchs in- und auswendig und suchte deshalb nach Darstellern, die mir genau die gewünschten Eigenschaften boten. Für den Hund, der Hubble darstellt, suchte ich einen knallharten Typen mit einem weichen Kern, der sich insgeheim nach Streicheleinheiten sehnt. Das klingt zwar seltsam, wenn man von einem Hund spricht. Sobald man sich aber Hunderte von Vierbeinern angeschaut und die subtilen Unterschiede und Eigenheiten erkannt hat, ergibt das wirklich Sinn. Als ich Flynn das erste Mal begegnete, sah ich in ihm den Hubble. Dieser Hund besitzt ?Starpotenzial'."

Flynns Besitzer zögerten anfangs, ihren Hund zu einem "Filmstar" zu machen. Doch ihre Begeisterung für das Skript, Hoffmans offensichtliche Tierliebe und seine Ansicht, Flynn sei etwas ganz Besonderes, stimmten sie um. Und so kam Flynn zum Ensemble.

Bei so vielen Tieren am Set "erkannten wir schnell die Notwendigkeit, den richtigen Tiertrainer zu finden", erzählt Belson. "Unser Herstellungsleiter Bill Bannerman traf mit der Auswahl von Bonnie Judd voll ins Schwarze." Judd konnte bereits auf einige Erfahrung mit Tieren zurückgreifen und bestand auf einer großzügig bemessenen Vorbereitungsphase mit den Hunden. Schließlich mußsten ihre Schützlinge auf die speziellen Anforderungen und Aufgaben von IN TIERISCHER MISSION vorbereitet werden, weshalb deren Training schon Monate vor allem anderen startete. "Sie hat das toll hingekriegt", schwärmt Belson. "Weil die Hunde ihre Einsätze und Anweisungen akkurat befolgten, war die Arbeit viel einfacher als erwartet."

Neben der Suche nach herausragenden Hunden und einem großartigen Kinderdarsteller erforderten die Vorgaben von IN TIERISCHER MISSION auch die Besetzung von glaubwürdigen, wenn auch ein wenig verschrobenen Darstellern für Owens Eltern, Mr. und Mrs. Baker. Das Team fand sie in den "Saturday Night Live"-erprobten Komikern Molly Shannon und Kevin Nealon. Obwohl beide für ihren Witz und das Gespür für Situationskomik bekannt sind, überzeugten sie auch durch ihre gefühlvolle Darstellung. Ihre sensiblen Auftritte sorgten dafür, dass die Charaktere amüsant wirkten und nicht zu Karikaturen gerieten.

Über ihre Figuren erzählt Nealon: "Eigentlich sind die Bakers ein typisches Ehepaar. Sie frönen nur dem wirklich bizarren Hobby, ständig Häuser zu renovieren und dann weiterzuziehen. Da gibt es sicher einen tieferen psychologischen Grund, denn Mr. Baker baut Vogelhäuschen. Als ob es nicht reichte, ständig Häuser in Stand zu setzen, fertigt er zusätzlich noch Vogelhäuschen an. Er mußs sozusagen ständig Nester bauen."

Das vergnügliche Skript erregte Nealons Interesse an IN TIERISCHER MISSION. "Die wirklich bewegende Story wird aus der Sicht des Jungen erzählt", verdeutlicht er. "Ich finde das Werk für Kinder und Erwachsene geeignet - schließlich wäre es doch wirklich aufregend, von einem außerirdischen Hund besucht zu werden! Vor allem mußste der Junge ja ständig umziehen und konnte deshalb keine guten Freunde finden. Jetzt endlich hat er einen Freund und es stellt sich heraus, dass dieser ihn wohl bald verlassen mußs. Das geht einem ziemlich nahe."

"Ich mochte das Skript vom ersten Augenblick an", schwärmt Shannon, die ihre Figur Mrs. Baker als wohlmeinend, aber überfordert bezeichnet. "Eigentlich interessiert sie ihre Familie schon", verdeutlicht sie, "doch wegen ihres Hobbys, Häuser zu kaufen, zu renovieren und sie dann mit Profit weiterzuverkaufen, verzettelt sie sich irgendwie - und setzt dabei die Beziehung zu ihrem Sohn aufs Spiel."

Shannon hatte einen weiteren guten Grund, die Figur der Mrs. Baker zu spielen. Der langjährigen guten Freundin von John Hoffman bereitete es ein besonderes Vergnügen, mit ihm an dessen Regiedebüt zusammenzuarbeiten. "Anfangs ist es komisch, schließlich kennt man seine Freunde auf ganz besondere Weise", erklärt Shannon. "Ich kenne John als den Mann, mit dem ich zusammen essen gehe. Deshalb fand ich es ziemlich verwirrend, ihn plötzlich als Boss vor all diesen Leuten zu erleben. Schließlich bin ich daran gewöhnt, ihn ganz für mich alleine zu haben. Aber ich fand es toll, denn er wirkte so aufgeregt und lebendig. Ich fühle mich geehrt, an dieser wunderbaren Phase seines Lebens teilzuhaben."

Mein Leben als Sprachrohr der Tiere ... Natürlich setzte man Computeranimation ein, um die Schnauzen der Tiere zu bewegen, doch es sind die Synchronsprecher, die ihren Charakteren Leben einhauchen. Die Filmemacher versammelten ein herausragendes Team von Sprechern, die jedem einzelnen Hund Persönlichkeit, Eigenheiten und Stimmmuster verleihen mußsten - sie sorgten dafür, dass sich die Hunde von der Leinwand in die Herzen der Zuschauer einschleichen. Zusammen mit den technischen Finessen der Digitalzauberer sorgen sie dafür, dass die sprechenden Hunde lebendig werden.

Der preisgekrönte Schauspieler Matthew Broderick leiht dem Haupthund seine Stimme, einem Borderterrier, den Owen Hubble nennt. Broderick schloss sich dem Filmteam auf Anraten eines Freundes an. "Ich kannte Molly Shannon und sie wiederum den Regisseur John Hoffman", erzählt Broderick. "Molly sagte mir: ?John ist wirklich begabt und er hätte dich gerne dabei, also lies das Drehbuch.' Also setzte ich mich hin und fand das Skript wirklich clever und witzig."

Seine Rolle beschreibt der Schauspieler als "im mittleren Management tätigen Beamten, der zur Erde reist, um den anderen Hunden die Leviten zu lesen, weil die nicht, wie ursprünglich geplant, die Herrschaft der Erde übernommen haben." Broderick genoss die Möglichkeit, seine Anstrengungen aus dem Mund eines Hundes zu vernehmen. "Ich fand es seltsam, einem Hund meine Stimme zu leihen", verrät er.

Brittany Murphy spricht das nervöse und hyperaktive, aber unglaublich süße und liebevolle Italienische Windspiel Nelly. "Nelly ist ein kleiner Hypochonder", erzählt Murphy, "aber sie ist fasziniert vom Leben und genießt jede Sekunde aufs Intensivste."

Synchron-Sprecher können die normalen Schauspieltechniken, also Handbewegungen, Körpersprache, Mimik, nicht einsetzen. Doch Murphy ist als Sprecherin für die Zeichentrickserie "King of the Hill" ein alter Hase im Synchrongeschäft und genießt die Herausforderung, die Gefühle einer Figur einzig durch den Einsatz ihrer Stimme auszudrücken. Über ihre Mitarbeit bei IN TIERISCHER MISSION sagt Murphy: "Ich glaube, das Projekt war Schicksal. Ich liebe Johns Arbeitsstil, dass er in jeder Situation die Ruhe bewahrt und sich traut, einen Film mit Kindern und Tieren zu drehen. Das Projekt machte mir riesigen Spaß und ich wollte das Tonstudio gar nicht mehr verlassen. Der Film gehört zu den absoluten Favoriten meiner Karriere."

Auch Donald Faison, der einen großen Boxer namens Wilson spricht, schließt sich Murphys Lob über das Projekt an. "Für mich ist mit diesem Job ein Traum in Erfüllung gegangen", erzählt er. "Außerdem bin ich der größte Hund im Rudel, und das ist doch cool, oder?"

Faison charakterisiert Wilson als "Klugscheißer. Wilson gehört zu den Leuten, die, wenn jemand etwas Dummes sagt, leise ?Idiot' in ihren Bart brummeln".

Während der Vorbereitung zu seinem Einsatz probierte Faison (ebenso wie die anderen Schauspieler) verschiedene Tonfälle, Sprechmelodien und Kniffe aus, um Wilsons Stimme perfekt anzupassen. "Als größter Hund im Rudel braucht Wilson auch die tiefste Stimme", erklärt er. "Jeder Hund besitzt seine ganz spezifischen Ausdrucksweisen und Bewegungen." Also ließ sich Faison von seinen Beobachtungen für die Gestaltung der Stimme anleiten.

Comedy-Urgestein Carl Reiner folgte Faisons Beispiel. "Sobald ich den Hund ansah", erinnert sich Reiner, "begann ich, ganz anders zu sprechen. Da gibt es eine kinästhetische Verbindung, die sich von selbst entwickelt, wenn man sich in die Materie hineinversetzt." Reiner synchronisierte den Berner Sennenhund Shep. Weil er in Shep einen ebensolchen Spaßvogel erkannte, wie er selbst einer ist, passte auch Reiner seine Leistung dieser Tatsache an. "Shep ist ein kleiner Komiker, deshalb achtete ich auf einen witzigen Sprechrhythmus."

Reiner freute sich sehr auf das Projekt. "Es gehört ohne Zweifel zu den Highlights meiner Karriere. Und man kann bei der Arbeit sogar den Schlafanzug anbehalten", lacht er. "Viele begeisterte Hundebesitzer lieben ihren Schützling abgöttisch und erzählen dir: ?Ich schwöre, er kann sprechen. Ich weiß, er kann es. Nur will er einfach nicht.' Leute, die solch eine Beziehung zu ihrem Hund haben, werden IN TIERISCHER MISSION lieben. Sie werden sagen: ?Siehst du? Ich habe es ja schon immer gesagt.'"

Cheech Marin leiht dem Chinesischen Schopfhund The Henchman seine Stimme, der rechten Hand der tonangebenden Deutschen Dogge. Marin, der schon einige Male zuvor synchronisiert hatte, genießt die Freiheiten des Sprecherdaseins. "Das Tolle daran ist, dass man gar nicht genug übertreiben kann. Meine Erfahrung ist: Je dicker aufgetragen, desto besser. Je lauter und energiegeladener, desto toller kommt es rüber."

Marin weiß insbesondere die Synchronarbeit für Hunde zu schätzen, die er schon mehrere Male übernommen hatte. "Ich habe schon verschiedene Hunde gespielt", erzählt er. "Ich habe schon Chihuahuas gesprochen und Hyänen. Brauchst du einen Hund, bin ich der Mann, den du suchst." Die Filmemacher können das nur bestätigen.

Und wer eignete sich besser für die Rolle der verzogenen Pudeldame Barbara Ann als die schöne, witzige Delta Burke? Burke erzählt: "Barbara Ann ist richtig aufgetakelt. Sie nimmt an Hundeschauen teil und gewinnt ständig irgendwelche Auszeichnungen. Die Hundeschule schloss sie mit Bestnoten ab und lässt das die anderen auch gerne wissen - aber auf freundliche Art."

Wie auch ihre Kollegen probierte Burke alle möglichen Facetten der Stimmgestaltung aus - was ihr nicht immer leicht fiel. "Man mußs über sich selbst lachen können", erzählt sie. "Schließlich sitzt man in einem Raum und die Leute verlangen, dass man die Zähne fletscht. Im Bellen bin ich ziemlich gut, das Knurren klappt mittlerweile auch, aber das Fletschen macht mir Probleme. Weil mir die Schnauze fehlt, bin ich in dieser Richtung ein wenig gehandicapt. Ich bin mir selten blöder vorgekommen. Diese Vorstellung wird mich bestimmt noch lange Zeit zum Lachen bringen."

"Trotzdem machte mir die Arbeit sehr viel Spaß", fährt sie fort. "Ich fand die Tiere zum Schreien und da ich Hunde mag, war der Job perfekt für mich."

Neulich in der Hundeschule Trotz der vergleichsweise einfachen Story erforderte IN TIERISCHER MISSION aufwändige und akribische Vorbereitungen. Anstatt nur auf neueste Animationstechniken zu setzen, vertrauten die Filmemacher auf die Wirkung echter Hunde, um die Besonderheit der Beziehung, den Kernpunkt dieser Story, zu transportieren. Sie wussten, es würde eine Unmenge an Geduld brauchen, um 1) ein Rudel Hunde dazu zu bringen, die geforderten Aufgaben zu erfüllen, und 2) diese Hunde in der Postproduktion zum Sprechen zu bringen.

Die komplizierte Aufgabe, die Tiertrainerin Bonnie Judd und ihr Team zu erledigen hatten, wurde durch die Hunderassen, die Hoffman für sein Ensemble auswählte, noch erschwert. Manche Hunde lassen sich besser trainieren als andere, weshalb bestimmte Rassen einfach immer wieder in Filmen auftauchen. Hoffman dagegen besetzte nach Charakter und ließ nicht an seinen Entscheidungen rütteln. Deshalb konnte man Hubble ebenso wenig von einem Schäferhund spielen lassen wie Lassie von einem Labrador.

Judd und ihr Team investierten unzählige Stunden, um die gewünschten Charaktere aus den ausgewählten Hunden herauszukitzeln. Für manchen Film müssen die Hunde viele Tricks lernen. Bei IN TIERISCHER MISSION hingegen sollten die Tiere wie normale Hunde agieren - allerdings wie Hunde, die sich mit Owen und untereinander unterhielten. Das Unterfangen erwies sich als Kür in technischer Organisation, Planung und Geduld. Nur ein versierter Trainer wird die schwierigeren Momente in diesem Film erkennen können.

"?Sitz' und ?Platz' ist kein Problem", verrät Judd. "?Sitz' und ?Platz' zu erreichen, während der Hund einen Plastikstift im Mund hat, um ihn für die CGI geschlossen zu halten, dagegen schon. Wenn man noch dazu sieben Hunde auf einmal betreut, die alle eine gewisse Zeit lang auf denselben Punkt starren sollen, damit später an der Aufnahme die Postproduktion stattfinden kann - das ist die Königsdisziplin!"

"Viele Leute werden denken, dass wir für die Aufnahmen Split-Screen-Techniken verwendet haben, aber das stimmt nicht", fährt Judd fort. Sobald Liam mit einem Rudel Hunde im Park zu sehen ist, bedeutet es, dass diese Hunde auch alle am Set waren. Die Hunde standen vor Liam auf ihren Markierungen, während sich hinter ihm für jeden Vierbeiner ein Trainer befand, der die Stimm- und Handsignale für die Aufgaben des jeweiligen Tieres gab. Liam mußste sich immens konzentrieren, um sich nicht von dem Trubel um ihn herum ablenken zu lassen. Glücklicherweise schaffte er das mit links. Die gemeinsamen Szenen sorgten für eine echte Beziehung zwischen den klugen Hunden und ihrem menschlichen Star.

Judd zeigte sich hocherfreut über die Ergebnisse ihrer Bemühungen und genoss die Arbeit mit Regisseur John Hoffman. "Ich empfand an dem Dreh mit John besonders angenehm", erinnert sich Judd, "dass er den gesamten Film minutiös im Kopf hatte. Er wusste genau, was er wollte, deshalb gab es kein Herumprobieren. Seine Zufriedenheit mit dem Endprodukt macht mir Freude."

Bunt und anders Wenn die Geschichte schon von einem außerirdischen Hund handelt, mußs auch die gesamte Produktion bemerkenswert aussehen. Regisseur Hoffman und sein Produktionsdesigner Jerry Wanek wünschten sich für IN TIERISCHER MISSION einen hellen, bunten Look.

"Wir wollten ein farbenfrohes, fröhliches Erscheinungsbild", verdeutlicht Wanek. "Außerdem versuchten wir eine markante Trennung zwischen der Phase vor und nach der Ankunft von Hubble zu erreichen. Also sieht man zu Beginn eher kühlere Farben, während nach Hubbles Ankunft alles wärmer und bunter wirkt."

In den meisten Filmen hält man den Hintergrund eher gedeckt, damit die Darsteller und Kostüme die farbigen Akzente setzen können. Doch bei IN TIERISCHER MISSION strahlt der Hintergrund in den leuchtendsten Farben. "Es ist immer schwierig, einen starken Farbton mit anderen leuchtenden Nuancen zu kombinieren", erklärt Wanek. "Da wirkt das Ergebnis schnell sehr aufdringlich. Ich empfand das Entwerfen als ziemliche Herausforderung, denn alles, was man nach der Festlegung der Hintergrundfarben hinzufügt, harmoniert leicht nicht mehr."

Im Endeffekt aber freute sich Wanek über die während der Vorbereitungen getroffenen Entscheidungen. "Ich bin froh, dass wir uns das getraut haben", erzählt Wanek. "Viele Szenen leben durch die vielen Farben erst richtig auf."

John Hoffman und Jerry Wanek versuchten auch mit der allgemeinen Annahme zu spielen, Hunde und ihre Eigentümer sähen sich mit der Zeit immer ähnlicher. "Wir beschlossen einen Schritt weiter zu gehen", erinnert sich Wanek. "Wie das Herrchen, so der Hund - und die Hundehütte." So versahen sie Barbara Anns Heim mit rosa Akzenten und kunstvoll beschnittenen Bäumen, um den Pudel-Look zu imitieren. Am Ende hatten sie jeder Figur - egal ob menschlich oder vierbeinig - ein einzigartiges Heim und eine unverwechselbare Persönlichkeit verpasst.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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