2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad (OmdU)

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund •

Titel Deutschland: 2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad
Titel USA: -
Genre: Satire
Farbe, Japan, 2002

Kino USA: -
Kino Deutschland: 13. Mai 2004
Laufzeit Kino: 70 Minuten, FSK -



Inhalt Eine Wohnung ? 2 Zimmer, Küche, Bad ? und zwei junge Schauspielerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten aber für die gleiche Rolle vorsprechen: Das sind die Rahmenbedingungen unter denen Nozomi, die gerade aus Ihrer Kleinstadt nach Tokyo gezogen ist, und die chaotische Lana, die versucht ihre Pornovergangenheit ungeschehen zu machen, zum ersten mal aufeinander treffen.

Nach anfänglichen Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln beginnen die beiden bald erste Feindseligkeiten auszutauschen. Streitigkeiten über den Inhalt des Kühlschranks eskalieren schnell in einem brutalen Cat Fight, der in der Filmgeschichte seinesgleichen sucht.


Darsteller & Stab Darsteller: Maho Nonami (Lana), Eiko Koike (Nozomi)

Stab:Regie: Yukihiko Tsutsumi • Produzenten: Shinya Kawai, Yuuji Ishida für Micott & Basara • Drehbuch: Yukihiko Tsutsumi, Uiko Miura • Vorlage: - • Filmmusik: Nobuhiko Morino • Kamera: Satoru Karawawa • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Hisao Inagaki • Schnitt: Noboyuki Ito • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: 2LDK ist eine bitterböse Satire, die es schafft durch die clevere und konsequente Umsetzung eines minimalistischen Plots mitzureißen und zu begeistern. Yukihiko Tsutsumi zeigt, was 'Girl meets Girl' wirklich bedeutet. film-dienst 20/2004: Nach "Aragami" das zweite japanische Filmprojekt, das sich mit begrenztem Budget, Personal und Schauplatz begnügen mußs. Sowohl auf der Ebene der Figurenzeichnung als auch in der Wahl der inszenatorischen Mittel ein Rückgriff auf Exploitation-Filme und Comics, die weitgehend vergnüglich ausgespielt werden.

Stadtrevue Köln: Im aktuellen westlichen Kino fällt allenfalls "Kill Bill" als Vergleich ein. Doch während Tarantino wie bei einer verqueren Greatest-Hits-Compilation einen Exploitation-Höhepunkt an den nächsten reiht, holt Tsutsumi aus einer einzigen Idee wirklich alles heraus, was sie hergibt.

Konkret: Durch subtile Psychologie und kreative visuelle Nutzung der engen Wohnräume schafft Tsutsumi ein packendes Kammerspiel, bei dem die Gewinnerin bis zum letzten Moment nicht feststeht.

taz - Tageszeitung: Wem die Wohnwagen-Prügelei zwischen 'Black Mamba' und der 'Braut' in "Kill Bill 2" zu kurz oder zu harmlos war, darf sich auf diesen Film freuen.

Der Tagesspiegel: Aus dem minimalistischen Plot wird eine blutige Satire, so garstig und zynisch, dass man tatsächlich darüber lachen kann.

Berliner Kurier: Rabenschwarze Komödie.


Hintergrund 2LDK entstand aus einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit Regisseur Ryuhei Kitamura heraus. Gemeinsam realisierten sie das 'Duel Project' - ein Duell der Regisseure. Sie stellten sich zur Aufgabe jeweils einen Film über den erbitterten Todeskampf zweier Protagonisten in einem abgegrenzten Raum zu inszenieren.

Das Ergebnis ist genauso unterschiedlich wie atemberaubend: Während Yukihiko Tsutsumi mit viel Sarkasmus den blutigen Kampf zweier Schauspielerinnen um eine Rolle entwarf, griff Ryuhei Kitamura auf die Tradition der Samuraifilme und die Geschichte der japanische Legende "Aragami" zurück.

Filmplakat
Szenenfoto
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Szenenfoto
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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