The Company - Das Ensemble

Produktionsnotizen

Schon lange träumte Neve Campbell, eine begabte Tänzerin seit ihrem sechsten Lebensjahr und Studentin der National School of Ballet in Kanada davon, einen Film auf den Weg zu bringen, der offen und ehrlich die Welt einer Ballett-Truppe porträtiert mit all den Herausforderungen, Misserfolgen und aufbauenden Momenten, denen jeder Tänzer gegenübersteht. Sie präsentierte ihre Idee der Produktionsfirma Killer Films.

"Ich war von dem Vorschlag fasziniert, einen Film über das Tanzen zu machen. Etwas völlig Neues für uns", so Produzentin Christine Vachon über ihr erstes Treffen mit Campbell. "Mir gefiel Neves Gedanke, einen sehr realistischen Blick auf die Welt des Tanzes zu werfen und ihre Vorstellung, wir seien die Sorte Produzenten, die diese Art von Film auch gerne machen würden".

Auf der Suche nach einem Drehbuchautoren stieß Campbell auf Barbara Turner. Turners Arbeit an GEORGIA (1995) und POLLOCK (2000) überzeugte Campbell, dass Turner genau die richtige Autorin war, die sich selbst in ein völlig unbekanntes Universum versetzen und dieses für ein großes Publikum zum Leben erwecken kann. "Es war eine tolle Erfahrung, mit Barbara zu arbeiten", erinnert sich Campbell. "Zu Beginn des Projekts wusste sie nicht sehr viel übers Tanzen, aber es gefällt ihr, total in eine fremde Welt einzutauchen und diese äußerst ehrlich und wirklich erscheinen zu lassen. Und genau das wollte ich mit diesem Film erreichen".

An diesem Punkt merkten die Filmemacher, dass die Zusammenarbeit mit einer Tanz-Truppe den Dreh- und Angelpunkt für das Projekt bildete. Sie mußsten eine Truppe finden, die offen war für die Herausforderungen, die die Produktion eines solchen Films mitbrachte. Aus mehreren Gründen entschlossen sie sich, die Chicago Joffrey Ballet Company anzusprechen. "Das ist eine Tanz-Truppe, die sich immer weiter entwickelt, die sich der Vision verschrieben hat, sowohl zeitgenössisches als auch traditionelles Ballett darzubieten. Die Tänzer sind großartig und Chicago ist eine sehr gute Film-Location", so Pam Koffler von Killer-Film.

"Nachdem Killer Kontakt mit Joffrey aufgenommen hatte, habe ich gefragt, ob ich einfach nur bei ihnen herumhängen könnte", sagt Turner. "Die Tänzer zeigten sich unglaublich großzügig. Ich saß im Studio und beobachtete sie bei der Arbeit, abends gingen einige von uns gemeinsam zum Essen oder auf einen Drink und ich bekam viel Informationen, stellte Fragen wie: Woher kommst du, warum tanzt du, warum das Joffrey-Ballet? Wie bist du hier gelandet? Wie läuft dein normales Leben ab?"

Campbell und Turner verbrachten viel Zeit mit der Truppe im Verlauf der zwei Jahre. Während der gesamten Recherche und auch während des Schreib-Prozesses stellte sich Campbell das Skript immer "Altmanesque" vor, weil sie sich nicht auf einen einzigen Charakter beziehen wollte, sondern auf einen Mikrokosmos. "Ich sagte `Bob ist der Beste für dieses Projekt, er kreiert ganze Welten in seinen Filmen`", so Campbell. Aber sie zweifelte daran, ob sie Robert Altman als Regisseur überzeugen konnte, besonders nach seinem Erfolg von GOSFORD PARK (2001). So waren die Filmemacher begeistert, als sie hörten, dass Turner Altman schon seit Jahren kannte.

"Barbara Turner rief mich an und fragte mich, ob ich mal ihr Skript lesen könne", erklärt Altman. Danach war sein Interesse sofort geweckt, aber er zögerte, einzusteigen. "Ich habe es gelesen und gesagt, `Das ist nichts für mich. Ich weiss nichts über das Tanzen`". Altman änderte aber seine Meinung, weil seine Gedanken immer wieder um das Projekt kreisten. "Ich dachte mir, `wieso schlage ich einen Bogen da herum? Warum sollte ich nicht mal Neuland betreten?` Und an irgendeinem Punkt entschloss ich mich, ins kalte Wasser zu springen".

Neben Campbell und einem großen Ensemble, vorwiegend aus Tänzern des Chicago Joffrey Ballet, treten auch Malcolm McDowell und James Franco auf.

Beide Schauspieler geben zu, dass sie wegen Robert Altman zusagten. McDowell und Altman versuchten schon seit Jahren, zusammen zu arbeiten "Egal, wen Sie fragen, jeder Schauspieler liebt ihn", sagt McDowell. "Es ist einfach toll, mit einem Mann zu arbeiten, der weiss was er will und dir dennoch als Schauspieler eine große Freiheit lässt". Für Franco, der erfolgreich die Titelfigur in Mark Rydells TV-Film JAMES DEAN (2001) verkörperte, bedeutete es eine Riesenchance, mit einer Legende zu arbeiten: "Ich würde alles für Robert Altman tun".

Alle Schauspieler investierten sehr viel Zeit in die Vorbereitung der unterschiedlichen Rollen. Für ihren sehr schwierigen Part als Tänzerin der Truppe trainierte Campbell ungefähr zwei Jahre. McDowell verbrachte eine Woche damit, Gerald Arpino, den Chef des Joffrey zu beobachten und ihm auf Schritt und Tritt zu folgen. Seine Rolle als Alberto Antonelli ("Mr. A") basiert in Ansätzen auf dieser Figur. Für seinen Part als Josh, den jungen Elite-Koch, verbrachte James Franco viele Stunden im schicken Chicago Bistro "Marché".

Aber keine Frage, der wirkliche Star des Films ist das Chicago Joffrey Ballet. Die damals in New York ansässige und von Robert Joffrey und Gerald Arpino 1956 gegründete Truppe bestand am Anfang aus einem Ensemble von sechs Tänzern, die auf ihrer Tour durch die Städte des Landes ein von Company-Gründer Joffrey für sie entwickeltes Repertoire tanzten. Joffreys und Arpinos einzigartige amerikanische Tanzvision markiert einen Bruch im traditionellen amerikanischen Ballett-Ansatz, denn zu der Zeit präsentierten die Ballett-Truppen auf Tour nur eine abgeschwächte Version des klassischen Balletts. Heute, ein halbes Jahrhundert später, ist das Joffrey bekannt für sein außergewöhnliches Repertoire von mehr als 225 Balletts, entworfen von 85 Choreographen. Es gehört zur Tradition des Joffrey, den American Dance zu stärken, als Folge davon wurde das Joffrey Sprungbrett so bemerkenswerter amerikanischer Choreographen wie Alvin Eiley, Laure Dean, Mark Morris und Twyla Tharp.

Campbell pflegt eine besonders enge Beziehung zu den Joffrey Dancers, da sie mit ihnen ihre Tanz-Szenen vorbereitete. "Die Tänzer waren grandios", schwärmt sie. "Für mich war es richtig einschüchternd, nach neunjähriger Unterbrechung in die Tanz-Welt zurückzukehren und mit dem Training wieder von vorne anzufangen. Dazu kam noch, dass sich die Tänzer schon über die Jahre kennen und mit der Choreographie vertraut waren. Aber sie haben mich unglaublich unterstützt".

McDowell, der den Chef der Tanz-Truppe spielt, stimmt ihr aus ganzem Herzen zu, "die Zeit mit den Tänzern war die beste, die ich je bei Dreharbeiten hatte", erinnert er sich. "Weil sie in ihrer eigenen kleinen Welt leben, die ihnen so viel abverlangt, haben sie relativ wenig Zeit für die Normalität außerhalb. Ich kann mir vorstellen, dass wir so etwas wie die Nabelschnur zur Welt für sie bedeuteten. Sie hatten die wunderbare Gelegenheit, aus ihrer Routine auszubrechen und etwas anderes zu tun." McDowell hofft, dass dieser Film den Tänzern auch einen greifbaren Vorteil gibt, "Tanzen ist Live-Theater und wurde nie für die Nachwelt festgehalten außer auf irgendwelchen alten Aufnahmen. Ich denke, dieses grandiose Stück Kino für die große Leinwand in seinen traumhaften Farben ist etwas, was sie nie vergessen, sondern bewahren".

Mit Tänzern als Schauspieler zu arbeiten, stellte eine besondere Herausforderung für Altman dar: "Alle erfahrenen Schauspieler mußsten sich schnell anpassen. Sie verstanden, dass ich die Tänzer nicht wie Schauspieler einsetzen konnte und so mußsten die Schauspieler mehr wie ganz normale Leute aussehen, sodass die Beteiligten gut zusammen passten", meint der Regisseur. Letztendlich war das eine sehr lohnende Erfahrung für Altman.

"Die Tänzer bewiesen große Disziplin, es schien mir, als ob ich Regie für eine einzige Person führte. Wenn ich nach den Tänzern fragte, standen ruckzuck vierzig von ihnen vor mir. Und wenn ich die Kamera etwas anders positionierte und sie bat, an einen bestimmten Platz zu wechseln, klappte das jedes Mal perfekt. Sie waren überhaupt nicht ängstlich und es gewöhnt, sich bei den Proben selbst im Spiegel zu sehen. Sie sind vollkommen natürliche Künstler, ergo auch hervorragende Schauspieler. In der ganzen Gruppe gab es nicht einen Ausfall".

McDowell als künstlerischer Leiter der Company ist eine Mischung aus Diktator, Vaterfigur und Politiker. "Ich denke, Mr. A. entwickelt ein leidenschaftliches Gefühl sowohl für die Company wie auch für jeden einzelnen der Tänzer. Natürlich ist er ein brillianter Choreograph, aber er verbringt weniger Zeit auf der kreativen Seite als im Management der Company und mit dem, was diese Aufgabe so mit sich bringt". Campbell genoss ihre Zeit der Zusammenarbeit mit McDowell, "seine Energie ist unglaublich. Er liebte die Truppe, die Tänzer und seine Rolle, es machte richtig Spaß, seine Begeisterung mit anzusehen".

Franco, der als junger Elite-Koch Josh Campbell alias Ry den Kopf verdreht, beschreibt die Figur als "eine Flucht für Ry aus der Intensität der Tanzwelt". Campbell bewunderte seinen Willen, sich ganz in der einzigen Rolle im Film hineinzufinden, die nichts direkt mit der Tanz-Truppe zu tun hat. "James ist großartig, wirklich talentiert. Er spielt keine große Rolle, aber er ist ein Künstler und wollte in der Figur aufgehen. Das bewundere ich".

Campbell zeigte sich sehr zufrieden, dass der Film mit dem "Blue Snake"-Ballett endet. Sie hatte Jahre zuvor eine Aufführung des kanadischen National-Balletts gesehen und die Erinnerung daran begleitete sie, während sie das Stück im Film tanzte. "Die Ausstattung und die Kostüme stammten aus Kanada und als ich mein Kostüm anprobierte, entdeckte ich darin die Namen der Tänzer, zu denen ich als Kind voller Verehrung hochschaute. Ich konnte das kaum fassen. Und als das Kostüm dann so richtig passte, fand ich das toll".

Altman und Kameramann Andrew Dunn arbeiteten schon zuvor bei GOSFORD PARK (2001) zusammen, aber beide drehten erstmals einen Film auf HDV (High Definition Video). Die Technik erlaubte den Gebrauch von mehreren beweglichen Kameras mit langen Takes der Live Performance, was eine sensationelle Wiedergabe der Tänze auf der Leinwand ermöglichte.

Dunn beschreibt den Einsatz von HDV als sehr stimulierenden Prozess: "Als Bob den Vorschlag zu HDV machte, war ich begeistert, weil ich wusste, wenn ich auf HDV drehe, dann nur mit Bob. Mit ihm kann man Ungewöhnliches und Extremes wagen, ganz im Gegenteil zu einem Studio mit seinen Restriktionen. Bobs Art zu arbeiten ist viel spannender, weil man die Möglichkeiten des Mediums ausloten kann". Für Dunn war das Drehen der Tanz-Szenen besonders interessant, "Die Tänzer zu beobachten ist eine wahnsinnig spannende Erfahrung, besonders wenn man sie auf dem HD-Monitor in Nahaufnahme sieht. Ich hatte das Gefühl, durch die Kamera teilzuhaben an diesem Experiment".

Die Hauptdreharbeiten zu "THE COMPANY Das Ensemble" begannen im Herbst 2002, gedreht wurde in Chicago mit einer größtenteils lokalen Crew. Dunn empfand dies als sehr positiv. "Chicago gehört zu den größten Städten der Welt, dennoch strahlt die Stadt durch ihre Einwohner eine ganz spezielle Atmosphäre aus. Und ich kann nur sagen, die Crew war einfach fantastisch".

Für Campbell ist es sehr schwierig, sich von diesem Projekt zu trennen, über Jahre hing ihr Herzblut daran. "Es war wunderbar, den Tanz wieder zu entdecken und ich mußs mir einen Weg überlegen, wie ich das Tanzen von jetzt an in mein Leben integriere".

Turner erwartet, dass die Zuschauer den Film sinnlich erfahren werden, er sie in Kopf, Herz und Bauch trifft. "Ich hoffe, die Leute kommen aus dem Kino und verstehen, was es heißt, in der Welt des Tanzes zu leben, ein Tänzer zu sein. Schon allein die Tatsache, dass diese Künstler ständig ihren Körper bis zur Schmerzgrenze strapazieren, wenig Geld bekommen und ihr Leben von Verzicht geprägt ist, ist bewundernswert. Erstaunt hat mich ihre Hingabe zum Tanz wie auch ihr gegenseitiger Respekt und gegenseitige Unterstützung. Nicht zu vergessen ihre geballte Freude und Lust an der Arbeit".

Für Altman bedeutet "THE COMPANY Das Ensemble" das Ausprobieren eines neuen Film-Stils und er fühlt sich durch diese Erfahrung für immer verändert. "Ich habe mich diesem Film anders angenähert als allen bisherigen. Vom ersten Tag an machte ich einen Lernprozess durch. Je mehr ich forderte, um so mehr verstand ich, dass ich fordern und in die Wahrheit eintauchen konnte.

Egal, welchen Film ich als nächstes realisiere, ich glaube kaum, dass ich zurückgehen kann und mich einem Film so annähere wie vor diesem Projekt".

Dreharbeiten in Chicago Da für "THE COMPANY Das Ensemble" quasi das ganze Joffrey Ballet zur Verfügung stand - Tänzer, Ballett-Lehrer, Bühnen-Manager - und da Chicago ebenso die besten technischen Film-Crews anbot, fiel die Entscheidung, den Film in Chicago zu drehen, relativ leicht. Was die Erfahrung mit der Film-Location so einzigartig machte und die Produktion von "THE COMPANY Das Ensmble" erst ermöglichte, war die Entdeckung eines 23-stöckigen, leeren Gebäudes in der 185 N. Wabash Avenue im Herzen von Downtown Chicago. Das Gebäude diente vorher als Probebühne für das Joffrey Ballet, stand aber über ein Jahr lang leer, weil es in ein Appartment-Haus umgewandelt werden sollte. Die Produktion benötigte ein Tanzstudio, wo man den Unterricht und die Proben drehen konnte und Joffreys früheres Studio war ideal: Es gab einen riesigen offenen Raum mit hohen Decken, großen Fenstern auf die Wabash Avenue, einen Balkon und einen Laufsteg, auf dem Kamera samt jeglicher Licht-Ausstattung installiert werden konnten.

Die Produktion erneuerte den abgefederten Boden im Studio (wichtig, um Verletzungen der Tänzer zu vermeiden) und - da die neue Nutzung des Gebäudes noch einige Monate auf sich warten ließ - fand den benötigten Platz für alles, was zum Dreh gehört und das noch zu einem bezahlbaren Preis. Einige Stockwerke des Gebäudes dienten als Produktions-Büros, Requisite, ein Areal für Kamera, Grip und die Elektro-Geräte sowie die Motive, dazu die Joffrey-Büros, Wohnungen der Tänzer, zwei kleinere Proben-Räume, all das wurde in der 185 N. Wabash Avenue gebaut. In der Endfassung des Films sieht man, wie die S-Bahn hinter dem Fenster von Rys Wohnung entlangdonnert. Robert Altman wählte dafür den dritten Stock aus, weil von dort aus ein kurzer Blick etwas vom echten Chicago vermittelte.

Der Umbau des Gebäudes mußste relativ schnell und auch kostengünstig vonstatten gehen. So wurden die fünf vorhandenen Fahrstühle auseinander genommen, um daraus zwei funktionierende Aufzüge für die ganze Zeit herzustellen. Das Sperrholz wurde bis zum 23. Stock von den Fenstern entfernt und durch Planen ersetzt. Reststücke von Kunstrasen dienten als Teppich. Das Funktionieren von Air Condition und Heizung waren Glücksache, die Garderoben für die Hauptdarsteller - Neve Campbell, Malcolm McDowll, James Franco - waren sehr einfach ausgestattet, wie auch die Büros von Regisseur Robert Altman und Drehbuchautorin Barbara Turner. Der Geruch von frischem Brot und Öl, Essig und Oregano vom U-Bahn-Sandwich-Laden im Erdgeschoss - der einzige Mieter in dem Haus, als die Produktion einzog - stieg ihnen ständig in die Nase. Kreativität und Improvisations-Geist in der 185 N. Wabash waren ansteckend und drückten auch die Kosten - machten somit die Produktion im Herzen Chicagos überhaupt möglich. "THE COMPANY Das Ensemble" hatte eine Heimat.

Über das Tanzen Mark Goldweber, Ballettlehrer, Chicago Joffrey Ballet Neve Campbell ist eine attraktive und sehr engagierte Künstlerin. Ihr Disziplin, wieder die Form von vor zehn Jahren zu erreichen, war verblüffend und eine Inspirationsquelle für das ganze Joffrey Ballet. Im Unterricht kam es ihr darauf an, sich von den Joffrey Ballettlehrern korrigieren zu lassen, in relativ kurzer Zeit gelang ihr der typische Joffrey Look. Besonders junge Tänzer werden ihre Performance in THE COMPANY genießen und bewundern.

Lar Lubovitchs "My Funny Valentine" ist ein sexy und romantischer Pas de Deux mit einem für Neve Campbell und Joffreytänzer Domingo Rubio perfektem Bewegungsablauf. "The Blue Snake" halte ich für ein fulminantes "over the top"-Ballett. Mit seiner gewaltigen Besetzung, dem außergewöhnlichen Bühnenbild und den lebendigen Farben ist es perfekt für Altmans "anything but everyday" Vision. Choreograph Robert Desrosiers verfügt nicht nur über eine große positive Energie, sondern auch über einen wundervollen Humor, die sich beide eindeutig in seinem Ballett wiederfinden.

Adam Sklute, Ballettlehrer, Chicago Joffrey Ballet Als Tänzerin im Film war es Neve Campbells größtes Anliegen, sich exakt wie eine Joffrey-Tänzerin zu verhalten und sie erreichte ihr Ziel besser und schneller, als wir es uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Sobald sie zur Arbeit erschien, integrierte sie sich automatisch in die Truppe. Sie arbeitete härter als alle anderen, um ihre Technik zu vervollkommnen und den typischen Tanzstil des Joffrey zu übernehmen. Sie verlangte nie eine besondere Behandlung, kurz: es war ein Vergnügen, mit ihr zu arbeiten.

Lars Lobovitchs "My Funny Valentine" ist ein kleiner, aber wunderschöner und von Sehnsucht geprägter Pas de Deux. Konzept und Struktur sind einfach, aber reich in Gefühl und Anordnung. Die Stimmung ist von zärtlicher Intimität und verzaubert das Publikum, bei den Proben wie in der Aufführung.

"The Blue Snake" von Robert Desrosiers ist eine Fantasie aus Farbe, Licht und Ideen. Mit seinen märchenhaften Figuren und der impliziten philosophischen Bedeutung ist es Vorbote eines Tanztheater-Genres, das sich heute immer mehr durchsetzt. In seiner Komik und Skurrilität war dieses Stück eine große Herausforderung für die ganze Truppe.

Charthel Arthur, Ballettlehrerin, Chicago Joffrey Ballet In jeder Richtung stellte Neve Campbell der Inbegriff einer Joffrey-Tänzerin dar. Sie ist außerordentlich talentiert sowohl für klassisches als auch zeitgenössisches Ballett und körperlich und geistig von außergewöhnlicher Lebendigkeit. Sie arbeitete sehr konzentriert und erfüllte in allem den Anspruch an eine Profi-Tänzerin und den Alltag eines Joffrey-Mitglieds. Choreograph Lar Lubovitch gibt Neve Campbell in dem romantischen Pas de Deux "My Funny Valentine" die Gelegenheit, ihr vielfältiges Talent als Schauspielerin und Tänzerin zu beweisen. In diesem zart gesponnenen, aber gleichzeitig dynamischen und sexy Stück bildet sie eine wunderbare Einheit mit Joffrey-Tänzer Domingo Rubio.

Robert Derosiers energiegeladenes Ballett "The Blue Snake" erinnert mit seiner Mystik und den farbenprächtigen Wesen an "Alice In Wonderland". Mit seinem bizarren Riesen, den wilden roten Affen, Spinnen-Tänzern und geschmeidigen Zebras bietet Altman dem Publikum einen delikaten Augenschmaus.

Gerald Arpino, Gründer und Direktor des Chicago Joffrey Ballet Robert Altman und ich ähneln uns. Er führt Regie so wie ich choreographiere und erlaubt dem Künstler/Schauspieler/Tänzer Teil des Prozesses zu sein. Dennoch weiss er immer - wie ich übrigens auch - den genauen Moment/Rahmen/Bewegung, die er einfangen will, um seine Vision umzusetzen und seine Ziele zu erreichen.
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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