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Über den
Hochzeitsbrauch
Der Brauch, etwas Altes, etwas Neues,
etwas Geliehenes und etwas Blaues bei der Hochzeit zu tragen, kommt
aus England und geht bis auf die Viktorianische Zeit zurück.
Etwas Altes: Die Braut trägt etwas, das Bezug zu ihrer Familie
hat. Häufig trägt sie ein Schmuckstück, das in der
Familie von Generation zu Generation weitergereicht wird, manchmal
auch das Brautkleid ihrer Mutter oder Großmutter.
Etwas Geborgtes zu tragen, das schon von einer anderen glücklichen Braut zu ihrer Hochzeit getragen wurde, soll Glück mit in die frisch geschlossene Ehe bringen. Hier kann sich die Braut ein Taschentuch oder ein Schmuckstück leihen. Etwas Blaues: Dieser Brauch stammt aus biblischen Zeiten. Die Farbe Blau steht für Reinheit und Treue. Über die Jahre hat sich das blaue Kleidungsstück vom blauen, unteren Bund des Brautkleides gewandelt zum blauen Strumpfband, wie es heute getragen wird. Die Regisseurin über ihren Film Seit langem schon wollte ich einen Film über junge Menschen meiner Generation machen. Eines Tages kam Drehbuchautor Kim Fupz Aakeson mit einer Story auf mich zu, mit der ich mich nicht nur identifizieren konnte, sondern bei der ich auch das Gefühl hatte, dass ich daraus etwas machen konnte. Die Geschichte war relativ simpel, und wir beide waren uns einig, dass es das Beste wäre, sie eher in einen natürlichen als in einen ästhetischen filmischen Rahmen zu stellen.Musik stellt ein sehr nützliches Element hinsichtlich des Erzählens der Geschichte dar. Ich wollte also mit diesem Film der Musik sogar eine noch größere Rolle einräumen, so dass die Musiker als eingebildete Charaktere erscheinen, deren Aufgabe es ist, den mentalen Zustand der Protagonisten zu enthüllen. Zusammen mit der Komponistin Kåre Bjerkø entwickelte ich ein sehr einfaches musikalisches Universum mit dem Ergebnis von kleinen Live-Konzerten, die die volle Länge einer Szene dauerten. Das machte ziemlich viel Spaß und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In Alt, neu, geliehen & blau geht es darum, seinem Herzen zu folgen. Das kann schwierig sein, insbesondere wenn dies bedeutet, dass du jemanden verletzen mußst, den du sehr magst. Es geht nicht darum, dass ich denke, du solltest deinen Wünschen blindlings nachgeben, sondern dass man es sich selbst schuldig ist, sich seiner wirklichen Gefühle und Wünsche bewusst zu sein. Und dann hat man die Wahl zu treffen, mit der man den Rest seines Lebens am besten leben kann. Natasha Arthy |
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