Vater und Sohn

Ausführlicher Inhalt

Seit dem Tod der Mutter lebt Alexej mit seinem Vater im obersten Stockwerk eines alten Hauses, über den Dächern einer von einer seltsam südlichen Sonne beschienenen Stadt im Norden.

Er ist Anfang zwanzig, der Vater Mitte vierzig. Ihr Leben ist geprägt von großer Nähe, Erinnerungen, täglichen Ritualen und aufmerksamer Fürsorge füreinander. Manchmal wirken sie wie Brüder.

Der Vater hat seine aktive Laufbahn als Offizier bei der Luftwaffe aufgegeben. Warum hat er das getan? Und was hat es mit der Geschichte seines Freundes auf sich, der abgetaucht ist, um Rache zu nehmen für einen sinnlosen Krieg?

Eines Tages kommt der Sohn des ver-schwundenen Freundes zu Besuch. Er ist seltsam berührt von der hermetischen Welt, die sich Alexej mit dem Vater teilt. Beneidet er Alexej? Will er Teil von dessen Welt werden oder genießt er die Freiheit der eigenen Vaterlosigkeit?

Alexej besucht die Militärakademie. In vielem noch kindlich, vernachlässigt er den Dienst, balgt sich über die Dächer hinweg mit dem Nachbarsjungen, fordert den Vater zum Spiel. Oft plagen ihn dunkle Träume. Seine Freundin wird ihn verlassen. In ihrer Eifersucht auf den Vater sucht sie nach einem Halt für sich selbst.

Alexej weiß, dass er, wie alle Söhne, irgendwann sein eigenes Leben führen mußs. Aber wo wird er dann Trost und Schutz finden? Wer wird sich um den Vater kümmern? Der Vater weiß, dass er vielleicht einen Job annehmen, sich vielleicht wieder eine Frau suchen sollte.

Aber wer wird dann die Schmerzen von Alexejs Alpträumen lindern? Ist die Liebe zwischen Vater und Sohn stark genug für die unvermeidliche, schmerzliche, befreiende Trennung?

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Dirk Jasper FilmLexikon

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