Die Geschichte vom weinenden Kamel

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Oscar® • Hintergrund • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Interview mit Byambasuren Davaa • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Die Geschichte vom weinenden Kamel
Titel USA: Die Geschichte vom weinenden Kamel
Genre: Dokudrama
Farbe, Deutschland, 2003

Kino USA: -
Kino Deutschland: 8. Januar 2004
Kino Österreich: 7. Mai 2004
Laufzeit Kino: 91 Minuten, FSK o. A.

DVD Deutschland: 17. November 2004
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: 88 Minuten



Inhalt Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht.

In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet ...


Darsteller & Stab Darsteller: Janchiv Ayurzana (Janchiv), Chimed Ohin (Chimed), Amgaabazar Gonson (Amgaa), Zeveljamz Nyam (Zevel), Ikhbayar Amgaabazar (Ikchee), Odgerel Ayusch (Odgoo), Enkhbulgan Ikhbayar (Dude), Uuganbaatar Ikhbayar (Ugna), Guntbaatar Ikhbayar (Guntee), Munkhbayar Lhagvaa (Munkbayar, Violine-Lehrer)

Stab:Regie: Byambasuren Davaa, Luigi Falorni • Produzenten: Tobias N. Siebert für HFF München, Bayerischer Rundfunk • Drehbuch: Byambasuren Davaa, Luigi Falorni • Vorlage: - • Filmmusik: Ansgar Frerich, Dagvan Ganpurev, Marc Riedinger • Kamera: Luigi Falorni • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Mendbayar Pol • Schnitt: Anja Pohl • Kostüme: Unorjargal Amgaabazar • Make Up: - • Ton: Marc Meusinger (Setton), Ansgar Frerich (Tongestaltung) • Ton(effekt)schnitt: Hans-Dieter Desinger (Abmischung) • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.

Süddeutsche Zeitung: Die Träne quillt, die Erde hat sie wieder. Wenn dir ausgerechnet zu einem Kamel Goethe einfällt, ist das den Filmemachern zu verdanken! Dieses moderne mongolische Märchen über eine Kamelmutter, die ihr Junges verstößt, ist einzigartig, rührend, interessant, spannend, kurz: sehenswert. Und Die Geschichte vom weinenden Kamel über ein verstoßenes Kamelfohlen könnte komplett inszeniert sein, so schön sind die Bilder!

Tagesspiegel, Berlin: Kamel ist Kamel? Niemand ? und sei er Herbergsvater einer ganzen Karawanserei ? wird das nach diesem Film noch glauben. Eines der größeren Versäumnisse der Filmgeschichte ist es, dass es so wenig Nahaufnahmen von Kamelen gibt. Byambasuren Davaa und Luigi Falorni entdecken die Physiognomie des Kamels als Landschaft.

film-dienst 01/2004: Märchenhafte Geschichte, halb dokumentarisch, halb inszeniert, die mit betörenden Bildern von der Wüste in langsamen Tempo erzählt wird. Dabei geht es auch um die Menschen in einer verlassenen Gegend, die zwischen Tradition und Fortschritt ihren Weg in die Zukunft suchen.

taz: Und so hat der Film den unwiderstehlichen Charme einer glücklichen und wunderbar beiläufigen Beobachtung: Man guckt und guckt, ohne eigentlich zu wissen warum, bis sich aus dem Gesehenen eine Handlung herausschält, die sich als eine herzerweichende Geschichte entpuppt.

Kölner Stadt-Anzeiger: Die Geschichte vom weinenden Kamel gehört zu den seltenen Dokus, die einen tief bewegen und dabei auf spektakuläre Dramatik verzichten.

TV-Today: Mystische, wunderschöne Doku.


Oscar®
  • Oscar-Nominierung für 2004: Luigi Falorni, Byambasuren Davaa (Bester Dokumentarfilm)

Hintergrund Die beiden Regisseure, die Mongolin Byambasuren Davaa und der Italiener Luigi Falorni, haben mit ihrem Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen, HFF München, Die Geschichte vom weinenden Kamel, auf dem Münchner Filmfest 2003 einen Sog ausgelöst, der von da an in alle Welt ging.

Nach dem sensationellen Erfolg auf dem Filmfestival in Toronto 2003 wurde die kleine deutsche Produktion weltweit in die wichtigsten Territorien verkauft. Ein wahres Filmmärchen!

Oscar®
Filmplakat
Filmplakat USA
DVD-Cover
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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