L'amour, l'argent, l'amour

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Titel Deutschland: L'amour, l'argent, l'amour
Titel Deutschland (DVD) L'amour
Titel International: Love, Money, Love
Genre: Roadmovie
Farbe, Deutschland, Schweiz, Frankreich, 2001

Kino USA: -
Kino Schweiz (D): 29. November 2001
Kino Deutschland: 21. November 2002
Laufzeit Kino: 132 Minuten, FSK 16

DVD Deutschland: 19. August 2004
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: 127 Minuten



Inhalt Winter, Nacht, Berlin. Die erste Begegnung. David durchstreift die Stadt - auf der Suche. Sein Arm ist in Gips. Das hat ihn seinen Job beim Schrott gekostet. Er kreuzt das Revier von Marie. Sie verdient ihr Geld auf dem Straßenstrich.

Eigentlich will David allein sein. Nachdenken. Keine Lust auf Frauen, keine Lust auf Marie. Und doch landen sie im Bett. Am nächsten Morgen hat es sich David anders überlegt. Er will die Stadt verlassen. Und Marie soll mitkommen. Sie lässt sich darauf ein. Am nächsten Morgen sitzen sie schon in Maries Auto: David, Marie, Kurt, ihr Hund. Ab durch die Mitte.

Winter, Nacht, Provinz. Unterwegs durch eiskalte Landschaften. Kein Geld, David will arbeiten, bis es ihm wieder einfällt ? wie denn mit dem Arm? Also verkauft Marie wieder ihren Körper. Auf ihrem eigenen Autostrich mitten in der Einöde des Dorflebens. Schon bald treibt es das Trio weiter.

Marie jobbt hier und da. Billige Zimmer, Peepshows. Die Zärtlichkeit tut sich schwer gegen den Ausverkauf von Maries Körper und die rauhe Unnahbarkeit der Alltäglichkeit. Was immer daneben gehen könnte geht es auch. Doch Marie und David lassen sich nicht beirren auf ihrer Suche nach dem Glück. Sie suchen beieinander die Wärme der Liebe ...


Darsteller & Stab Darsteller: Sabine Timoteo (Marie), Florian Steffer (David), Dierk Prawdzik (Zuhälter), Michael Schech (Wurstbudenbetreiber), Heiner Stadelmann (Witwer), Gerhard Fries (Clochard), Thomas Gimbel (Taxifahrer), Marquardt Bohm (Schrottplatzvorarbeiter), Helmut Rühl (Schrottplatzchef I), Meral Perin (Kollegin Mary), Kurt (Hund)

Stab:Regie: Philip Gröning • Produzenten: Philip Gröning, Res Balzli, Dieter Fahrer, Francoise Gazio für Philip Gröning Filmproduktion / Balzli und Fahrer Film / Solera et Cie. Film • Drehbuch: Philip Gröning, Michael Busch • Vorlage: - • Filmmusik: Velvet Underground, Snow Patrol, Fred Frith, Calexico, Buschkühn, Wolfgang Amadeus Mozart, Darlene Hofner, Yo La Tengo • Kamera: Sophie Maintigneux, Max Jonathan Silberstein • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Peter Menne, Tanja Kreitschmann • Schnitt: Max Jonathan Silberstein, Valdis Oskarsdottir • Kostüme: Catharina di Fiore, Birgit Wentsch (für Marie) • Make Up: Heiko Schmidt • Ton: Ed Cantu, Palle Andersen, Nigel Holland, Marcus Raab • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: L'amour ist eine Liebesgeschichte, eine Reisegeschichte, ein Roadmovie. Ein Film über die Kälte der Automaten, die Kälte der käuflichen Liebe über die Suche nach Wärme und Heimat. L'amour - im Grunde ein Märchen. Wie können zwei Kinder im Sommer überleben?

Annette Kilzer (TIP Berlin, März 2001): Von Geld, von der Anstrengung es zu verdienen, und vor allem von den Abhängigkeiten, die es schafft, erzählt auch einer der bewegendsten Filme des diesjährigen Max-Ophüls-Festivals in Saarbrücken, L'amour, l'argent, l'amour des Berliner Filmemachers Philip Gröning, für den Florian Stetter mit dem Preis für den besten Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde. L'amour, l'argent, l'amour ist ein trauriges Poem, das dennoch unendlich viel Trost spendet. Denn nicht nur im Titel kommt die Liebe hier an erster und letzter Stelle. Wenn man dann halb benommen aus dem Kino taumelt, vorbei am Fonds-Café, wo die Kids gebannt auf den Monitoren verfolgen, wie der Wert ihrer Aktiendepots unter dem Einfluss des Neuen Marktes zusammenschmilzt, weiss man wieder, dass es viel Wichtigeres im Leben gibt.

Peter Claus (SFB RadioKultur, 12. August 2000): Gröning, der 1992 einen Bronzenen Leoparden für "Die Terroristen" erhielt, erzählt in seinem neuen Film eine von heftigen, einander widersprechenden Gefühlen dominierte Liebesgeschichte der ungewöhnlichen Art, dabei die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit mit schöner Selbstverständlichkeit verwischend. Das altbekannte Kinomotiv besticht durch die formale Umsetzung: fast ausschliesslich mit einer Handkamera gedreht, traditionelle Erzählmuster verweigernd, in der Spiegelung existenzieller emotionaler Erfahrungen oft bis an die Schmerzgrenze gehend.

Fred Zaugg (Der Bund, 10. August 2000): Aber Philip Gröning, der über weite Strecken die Kamera selber geführt hat, nimmt sich nicht allein mit seinen zu optischen Spielen, ja zu Augenmusiken gemachten Reisebildern, sondern auch mit seiner knappen, man möchte sagen versartigen Erzählweise das Recht heraus, ein Poet der siebenten Kunst zu sein, einer der die alte Geschichte von der Prostituierten, welche wahre Liebe erfährt und dann doch wieder auf den Strich geht, um sie finanziell am Leben zu erhalten, noch einmal aufnimmt, und ihr seine ganz persönliche Form gibt.

Blickpunkt Film: Philip Grönings viel beachtetes Low-Budget-Spiefilmdebüt besticht durch die Leistungen seiner Schauspieler. Hauptdarstellerin Sabine Timoteo wurde dafür u. a. 2000 in Locarno mit dem Bronzenen Leo ausgezeichnet. Mit seiner unkonventionellen Erzählweise gelingen Gröning intensive und einprägsame Momente zwischen seinen Protagonisten.

Richard Mentz (Berliner Kurier, 10. August 2000): Die Romanze einer Prostituierten, eines Arbeiters und eines Hundes aus Berlin fesselt. Und die seltsame Geschichte mündet in ein überraschendes Finale. Gröning hat allen Grund, auch in diesem Jahr auf eine Auszeichnung zu hoffen.

DVD & Video Report: Roadmovie um ein Außenseiter-Pärchen, dessen Liebe auch die widrigsten Umstände überwindet.

Martin Schwickert (Nürnberger Zeitung, 23. Januar 2001): Brilliantes Roadmovie.


Hintergrund Technische Information zur DVD: Sprache: Deutsch. Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch. Audio: Deutsch Dolby Digital 2.0 Stereo-Surround, Deutsch Dolby Digital 5.1. Bildformat: 1:2,35. Specials: Alternatives Ende (ca. 30 Min. - mit dt., engl. & franz. UT), Interviews, Behind the Scenes, unveröffentlichte Szenen (mit dt., engl. & franz. UT), Bildergalerie (incl. Produktionszeichnungen), Original Treatment, Crew-Biographien, animiertes Hauptmenü; Kurzfilm SEHNSUCHT von Tobias Müller (mit engl. UT)
DVD-Cover
Szenenfoto
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