Girls Club - Vorsicht bissig!

Produktionsnotizen

Rosalind Wisemans Buch "Queen Bees and Wannabees: Helping Your Daughter Survive Cliques, Gossip, Boyfriends and Other Realities of Adolescence" machte auf Drehbuchautorin Tina Fey großen Eindruck. Wiseman ist Mitbegründerin von Empower Program, einer ehrenamtlichen Organisation, die sich um Jungen und Mädchen kümmert, die sich der Gewalt von anderen pubertären Geschlechtsgenossen ausgesetzt fühlen und dagegen wehren müssen.

In ihrem Buch beschreibt sie, wie Mädchen und Jungens im Pubertätsalter sich durch die Hierarchien von Cliquen arbeiten müssen. Tina Fey war davon überzeugt , dass dieses Material die Grundlage zu einem wirklich lustigen und sehr aktuellen Film sein könnte.

"Ich glaube, Mädchen sind sehr raffiniert, Wege zu finden, um sich gegeneinander auszuspielen und zu sabotieren", sagt Fey. "Was mich am meisten beeindruckt hat, waren die Anekdoten der Girls, die für das Buch interviewt worden waren. Rosalind hat sie ernst genommen, aber ich finde, sie sind auch sehr witzig. Ich meine, wie sich die Mädchen untereinander messen, ist so clever und intrigant - aber wahrscheinlich auch sehr instinktiv."

"SNL"-Kreator und ausführender Produzent, Lorne Michaels, liebte Feys Idee, das Buch zu verfilmen. "Es ist ein wichtiges und sehr aktuelles Thema. Ich wusste, dass Tina es sehr klug umsetzen konnte", sagt er. "Sie ist jemand, der alles was er tut, sehr sorgfältig handhabt. Sie hatte mein volles Vertrauen, das Buch zu einem großartigen Film umschreiben zu können."

Während das Buch in ein Drehbuch umgeschrieben wurde, tauchten aber kleinere Schwierigkeiten auf, da Fey aus dem eigentlichen Sachbuch ein unterhaltsames Drehbuch verfassen wollte. Sie nutzte Teile des Konzepts und der Anekdoten aus Wisemans Buch als Grundelement und fügte Material von Interviews mit Teenager und deren eigenen Erfahrungen an der High School hinzu. So entstand ein sehr lustiges Drehbuch, von dem auch Regisseur Mark Waters überaus beeindruckt war.

Waters, der gerade mit der Regie von "Freaky Friday" einen Comedy-Hit gelandetet hatte, war der Meinung, dass Feys Drehbuch zu den besten gehörte, das er in den letzten Jahren gelesen hätte.

"Es war witzig und spaßig und von einer Art Humor, der mit einer gewissen Menschlichkeit verbunden wurde", erinnert sich Waters. "Es war nicht dieses übliche Drehbuch über das High School-Leben. Tina kreierte die Charaktere so, dass man sich deren unbedingt annehmen wollte. In dem Moment, als ich ihr Skript las, wusste ich, dass ich es unbedingt inszenierten wollte."

Mit Waters an Bord, mußsten die Filmemacher jetzt die richtige Darstellerin finden, die die zentrale Rolle der Cady übernehmen sollte. Sie stimmten überein, dass nur Lindsay Lohan, eine der talentiertesten jungen Schauspielerinnen des heutigen Hollywoods, in Frage käme.

Zuvor arbeitete sie bereits mit Regisseur Waters bei "Freaky Friday" zusammen. Sie nutzte die Chance, wieder mit ihm gemeinsam einen Film zu machen. Außerdem gefiel ihr der Humor des Drehbuchs, der Stil und die verschiedenen Charaktere.

"Ich finde, Tina versteht es sehr wohl, sich in die Köpfe der Girls hinein zu versetzen" sagt die 17-jährige Schauspielerin, die 1998 mit dem Film "Die Trapp-Familie" ihr Filmdebüt gab. "Das Drehbuch ist sehr realistisch, es zeigt, wie es auf der High School zugeht, mit all seinen Rivalitäten."

Lohan stellt fest, dass alle Kids, egal ob Jungen oder Mädchen, durch eine Phase gehen, in der sie zu sich selbst finden müssen. Und da hilft die Umgebung der Schule nicht unbedingt. "In Cadys Fall geht es einerseits um die Welt der Mathematik, die für einen guten Schüler sehr wichtig ist, und der "Plastic"-Welt, in der es wichtig ist, dazu zu gehören und beliebt zu sein. Ich glaube, jedes Mädchen, das heutzutage in der High School ist, kann dies nachvollziehen. Ich weiß auf jeden Fall, um was es geht."

Waters stimmt mit Lohans Beschreibung der Cady überein, fügt aber hinzu, dass Lohan der Rolle ihren Stempel aufdrückte.

"Cady wuchs in einer sehr isolierten Umgebung auf und hatte deshalb kein Konzept, was es heißt, in einer heutigen modernen Kultur aufzuwachsen", führt Waters aus. "Dann wird sie mitten in die verrückte Petrischale einer öffentlichen High School im Mittleren Westen geworfen und sofort quasi adoptiert von verschiedenen Gruppen, die sich ihrer bemächtigen wollen. Das ist sehr schwer für sie, und sie entdeckt eine "dunkle Seite" an sich selbst, von der sie niemals wusste, dass diese überhaupt existiert."

Waters fügt hinzu, dass Lohan auf Grund ihrer starken Persönlichkeit perfekt für die Rolle der Cady war. "Die Zuschauer müssen es glauben, dass Cady sich von dem unschuldigen Mädchen in eine wirkliche Zicke und dann wieder in jemanden, der eigentlich ein guter und anständiger Mensch ist, verwandelt", sagt Waters. "Lindsay hat das wunderbar rüber gebracht. Zu Anfang, wenn sie sich mehr oder weniger passiv verhält, hat sie trotzdem eine lebendige Ausstrahlung, sodass die Zuschauer ihr glauben, dass sie sich wohl zu wehren weiß."

Für die Rolle der Regina George, die Queen Bee der Dreier-Clique North Shore High School entschieden sich die Filmemacher für Rachel McAdams, die man zuvor in der Hauptrolle in "The Hot Chick" sah. "Regina glaubt, dass sie an der absoluten Spitze der Popularität in der High School steht", bemerkt McAdams. "Im wesentlichen haben sie und ihre Freundinnen praktisch das Sagen in der Schule, denn sie diktieren, was cool und angesagt ist, sei es der Kleidungsstil, die Art der Musik oder auch, wie man sich zu benehmen hat".

McAdams sagt außerdem, dass Regina als Queen Bee es vorzüglich versteht, die Beachtung der anderen aufrecht zu erhalten, zu wissen, dass es gut ist, seine Freunde eng an sich zu binden - aber seine Feinde sogar noch enger. "Regina ist auf jeden Fall sehr klug, und als sie Cady zum zweiten Mal trifft, weiß sie sofort, dass sie ganz bevorzugt behandelt werden mußs", bemerkt McAdams. Sie erkennt sofort, dass Cady hübsch und klug genug ist, um beliebt zu sein, und sie realisiert, dass es Cady nach einiger Zeit an der neuen High School gelingen könnte, Regina von ihrem Thron zu stoßen. So nimmt sie Cady sofort unter ihre Fittiche, um sie besser im Auge behalten zu können".

McAdams trifft genau die richtige Mischung, um auf der einen Seite ihren zuckersüßen Charme versprühen zu lassen und auf der anderen Seite aber auch bedrohlich und einschüchternd zu wirken. Das trifft genau auf Reginas Charakter zu. Im wirklichen Leben kann sich McAdams allerdings nicht mit dieser Charakterart Reginas anfreunden. Auch der Regisseur Waters bemerkte sofort den Unterschied zwischen ihrer eigentlichen Art und der ihrer Rolle.

"Ich glaube, es ist wichtig, dass du ein nettes Mädchen besetzt, das ein gemeines Mädchen darstellen kann. Genau so, wenn du eine kluge Person einen Dummkopf spielen lässt", sagt Waters. "Rachel ist ein unglaublich hart arbeitendes, wirklich tolles Mädchen, das vor der Kamera ein totales Miststück spielt, und in Wirklichkeit eine so nette Person ist. Welch ein Glücksfall für uns alle", sagt er mit einem Grinsen. "Wenn sie sich im wirklichen Leben so wie Regina verhalten hätte, wäre das für uns alle ein Albtraum gewesen."

Die Filmemacher suchten sehr lange und intensiv nach jungen Schauspielern, die die Rollen von Janis, Damian, Gretchen, Karen und Aaron, die für das Auf und Ab in Cadys erstem High School-Jahr sorgten, besetzen sollten. Sie suchten nach jungen Darstellern und Darstellerinnen zwischen 15 und 25 Jahren in New York, Los Angeles, Toronto, Vancouver und Chicago.

Reginas Kumpaninnen, beste Freundinnen und devote Anbeterinnen Gretchen und Karen werden von Lacey Chabert und Amanda Seyfried verkörpert. Diese drei Girls zusammen bilden "The Plastics", die meist gefürchteste, verehrteste und ultra-modischste Clique in North Shore.

Chabert, die Gretchen Weiners spielt, bemerkt, dass ihr Charakter nur "gemein in bestimmter Gesellschaft" ist. Und da sie die Eigenschaft hat, jedermanns Geheimnis sofort auszuplaudern, gerät sie öfters in Schwierigkeiten. "Sie ist unglaublich wohlhabend, da ihr Vater der Erfinder von Toaster-Strudel ist, und sie liebt die Menschen, die das auch wissen", lacht Chabert. "Sie ist aber auch unglaublich unsicher, lebt in der dauerhaften Angst, dass Regina sie aus der Gemeinschaft der "Plastics" wirft und dass sie dadurch ihren Status verliert. Deshalb hat sie auf der einen Seite Angst vor Regina, auf der anderen Seite ist sie ihr Idol. Sie ist sich dessen bewusst, dass sie eines Tages die Linie überschreiten wird, weil sie vielleicht die falschen Farben trägt oder sonst irgendwie etwas tut, das Regina nicht OK findet - und husch - weg ist sie vom Fenster".

Chabert spielte während ihrer High School-Jahre die Rolle der Claudia in der Hit-TV-Serie "Party of Five". Dies bedeutete, dass sie auf dem Studiogelände in einem Wohnwagen unterrichtet wurde, und so konnte sie sehr gut Cadys Dilemma, als diese an eine öffentliche High School kam, verstehen. "Das heißt nicht, dass ich nicht die Erfahrung meiner Charakterrolle nachvollziehen könnte", gibt Chabert zu verstehen, "Das Drehbuch ist derart lebhaft geschrieben, dass man meinen könnte, die einzelnen Charaktere würden einem direkt vom Papier entgegenspringen".

Newcomer Amanda Seyfried sagt, dass sie begeistert war, als sie als eine der "Plastics" ausgesucht wurde, auch wenn sie als die Dumme der Gruppe galt. "Karen mag vielleicht ahnungslos sein", bemerkt Seyfried, "aber sie mag ebenso den Spaß und ist voller Energie."

Während die "Plastics" die crème de la crème der North Shore-Girls sind, ist Aaron Samuels, ein rundum netter und toller Typ und Cadys erstes Objekt, das die Schuld an ihrem ersten Zusammenstoß an der High School hatte, der wichtigste Mann am Campus. Nicht zu vergessen, dass er Reginas Ex-Boyfriend ist. Jonathan Bennett, der den Aaron verkörpert, gibt zu, dass seine Rolle ziemlich dem Typ, der er während seiner High School-Zeit war, gleichkommt.

"Aaron ist ziemlich cool und total entspannt", sagt Bennett. "Obwohl er eine Sportskanone ist und ganz passabel in Mathe ist, ist er kein Streber, sondern mehr der Freund von vielen. Ich verstehe Aaron sehr gut; ich wollte mich auch immer mit allen gut verstehen, so war es einfach, in seine Fußstapfen zu schlüpfen."

Lizzy Caplan und Daniel Franzese spielen Janis und Damian, zwei Freaks und witzige soziale Außenseiter. Sie sehen Cady als mögliche Seelenverwandte und nehmen sich ihrer an. Sie sind Cadys erste neuen Freunde an der North Shore und letzten Endes auch Partner in der Entthronung von Regina George.

"Solche Leute wie Janis und Damian gibt es in jeder High School", erklärt Caplan. "Angesehen als Außenseiter akzeptieren sie das Treiben in der Schule, da sie wissen, dass sie klüger sind als alle anderen dort. Sie sehen all die Dummheiten, die dort offen und versteckt passieren, doch sie wissen, dass sie in vier Jahren ihr eigenes Leben führen können."

Franzese stimmt Caplans Ansicht zu: "Damian und Janis treten immer gemeinsam auf, da sie zwei Kids sind, die wirklich alles schnallen. Sie wissen, dass die High School nicht das Ein-und-Alles und auch nicht das Ende ihres Lebens bedeutet, und sie haben herausgefunden, dass sie keinen Status brauchen, um ihren Weg zu gehen."

Neben der jungen Besetzung sind erfahrene Schauspieler wie Tina Fey als Cadys Mathematiklehrerin, Ms. Norbury, Tim Meadows als Schulleiter Duvall, Amy Poehler als Mrs. George und Ana Gasteyer als Cadys Mutter, Betsy Heron, dabei. Neil Flynn von "Scrubs" spielt Cadys Vater Chip.

Amy Poehler ist Repertoire-Mitglied bei "SNL" seit 2002. Sie stellt Reginas super-hippe und total durchgeknallte Mutter dar, die ungeheuer stolz auf ihre Queen Bee-Tochter ist. Eigentlich wäre sie gerne selbst Regina... und so beliebt wie sie.

"Durch meine Erfahrung bei "SNL" konnte ich für diese Rolle nicht besser vorbereitet sein", erklärt Poehler, "Tina hat durch ihr Drehbuch das meiste beigetragen".

Auch Tim Meadows ist der Meinung, dass ein Film immer nur so gut ist wie sein Drehbuch. "Ich denke, dass die Dialoge und die Sprache dieses Films sich total von den anderen Teen-Komödien unterscheiden, und dass die Kids heutzutage so reden. Tina hat nichts verschönt. Diese Mädchen sind wirklich gemein. Und was ich wirklich sagen kann", fügt er lachend hinzu", bin ich froh, dass ich nicht mehr in diesem Alter bin".

Die Welt der "Mean Girls" Durch die High School-Zeit zu gehen, ohne jemandem weh zu tun, ist eine Kunst. Einige Außenseiter, wie Janis und Damian, scheren sich nicht darum, "in" zu sein. Sie tragen ihre eigene Kleidung mit Stolz und pflegen ihr Anti-Establishment mit Rachegefühlen.

Rosalind Wiseman beschreibt in ihrem Buch "Queen Bees and Wannabees" und Tina Fey illustriert in ihrem Film "Girls Club - Vorsicht bissig!" einige Teenager, die sich Cliquen anschließen und Teil der Queen Bees werden, ob sie wollen oder nicht.

"Wir müssen Mädchen eine gewisse Raffiniertheit für ihre sozialen Strukturen gewähren", schreibt Wiseman. "Unsere besten Politiker und Diplomaten könnten es nicht besser machen als Teen-Girls, die soziale Intrigen und politische Landschaften einsetzen, um zu Macht zu gelangen".

Um ehrlich zu sein, die Hierarchie in der Welt der Teen-Girls ist raffiniert und kompliziert. Die nachfolgenden Erklärungen sollen dazu beitragen, diese Welt und das Leben an der High School heutzutage ein wenig zu erklären. Es ist zumindest ein Versuch!

The Queen Bee:
Eine Kombination von Queen of Hearts von "Alice im Wunderland" und Barbie. Sie ist eine Mischung von Charisma, Kraft, Geld, Aussehen, starkem Willen und Manipulation. Sie ist absoluter Herrscher, kann andere Mädchen und Jungen durch einen Blick zum Schweigen bringen und ihre Beliebtheit basiert auf Angst und Kontrolle, Nett, oder?

The Sidekick:
Eine Kombination von williger Dienerin und demütiger Handlangerin. Der Sidekick (Handlangerin) tut alles, was die Queen Bee von ihr verlangt. Obwohl sie die Queen Bee als ihre beste Freundin ansieht und die manipulative Monarchin auf sie herunter blickt, ist sie nichtsdestotrotz ihr Idol. Speichellecker!


Eine Kombination von Schwindlerin und Lockvogel. Der Banker ködert Mädchen, erwirbt ihr Vertrauen und bringt sie dazu, Information über sich selbst preiszugeben, um diese dann als eine Art Währung zu ihrem eigenen Vorteil einzusetzen. Sie ist fast so geschickt in ihren Manipulationen wie die Queen Bee, und ihre lässige Art, Gerüchte zu streuen, macht sie nur noch mehr zu einem Mädchen, das alles weiß. Vorsicht vor der Gesellschaft des Bankers ... sie erschleicht sich ganz unschuldig das Vertrauen. Wenn man Pech hat, vertraut man ihr.

The Wannabee:
Ihr Plan ist, sich bei der Queen Bee einzuschmeicheln und bei ihr in gutem Licht zu stehen. Aber sie übertreibt - ein Niemand in der Welt der Girls - und lediglich als mitleiderregend angesehen. Die Queen Bee nutzt sie nur, um ihre schmutzige Arbeit, zum Beispiel eine Bemerkung, die die Welt von einem anderen zerstört, sei es auch nur für einen Tag, weiterzugeben. Die kalkulierende Queen Bee gibt vor, sie unter ihre Fittiche zu nehmen, doch nur so lange, bis die schmutzige Arbeit getan ist. Danach ist sie wieder ein Niemand!

The Target:
Schlimmer als The Wannabee ist The Target (das Ziel) das Opfer, das von der Queen Bee und der Clique ausgesucht wurde. Normalerweise jemand, der irgendwann die Bee und ihre Gefolgschaft herausgefordert hat. The Target befindet sich am Fuße des Totempfahls, immer wieder heruntergetreten, da sie versuchte, sich empor zu hangeln.

The Torn Bystander:
Fortwährend im Konflikt, da sie weiß, dass die Queen Bee falsch ist, aber sie will es sich nicht verscherzen. Warum? Da sie sonst als Target endet! Der Torn Bystander fühlt sich verdammt, wenn sie etwas dagegen unternimmt, und sie fühlt sich verdammt, wenn sie nichts tut. So versucht sie verzweifelt, es jedermann recht zu machen. Sie hat nicht das Selbstvertrauen, zu tun, was sie eigentlich will. Aber weiß sie eigentlich, was sie will? Der arme Torn Bystander ist total zerrissen, um es zu wissen.

The Floater:
Selbstbewusst, voller Selbstachtung und eines der wenigen Mädchen, das sich nicht darum schert, was andere denken. Sie schließt sich keiner Clique an, sie ist in fast allen Gruppen willkommen. Und diejenigen, die sie nicht akzeptieren, können ihr sowieso gestohlen bleiben. Sie will sich eigentlich der Queen Bee entgegensetzen, falls sie in eine Ecke gedrängt wird. Die Kraft dazu hat sie, doch nicht den gleichen Einfluss und das Auftreten der Queen Bee, denn The Floater ist interessiert an einer Freundschaft, nicht an einer Idealisierung. Sie ist wirklich der Silberstreif am dunklen Himmel, der über der Welt der Girls hängt.

Mode, für die man sterben könnte Mode ist ein großes Thema im Lebender Teenager. So wurde sorgfältigst bei den Kostümen im Film darauf geachtet. Kostümdesignerin Mary Jane Fort war dafür verantwortlich, dass die Kostüme den persönlichen Stil und den jeweiligen Gefühlszustand der einzelnen Charakter wiedergaben.

Mit mehr als 40 Kleiderwechsel bei Cady und mehr als 30 bei den drei "Plastics" war Fort gefordert. Jedes der drei Mädchen mußste anders aussehen. Im Drehbuch stand jedoch, dass die "Plastics" ihre eigenen Kleiderregeln aufgestellt haben. Zum Beispiel wurde mittwochs nur Pink getragen - so konnte Fort die Kostüme entgegen der normalen Modevorschrift kreieren. "Ich versorgte sie mit witzigen Kostümen, kleidete sie nach dem neuesten Trend ein und stylte sie noch weiter auf", erklärt Fort. "Alles, was sie tragen, ist noch glänzender, noch glitzender und schöner als das, was andere tragen. Sie sind trendy und sie sind reich, und sie können sich alles leisten, was sie in den Modemagazinen sehen."

Cady und die "Plastics" sind die Modetrendsetter im Film, aber auch die anderen Charaktere haben ihre eigene Mode. "Ebenso kreativ wie Regina mit ihrer Mode ist, ist auch Janis gleichermaßen kreativ. "Sie haben beide verschiedene Geschmacksrichtungen, was die Mode betrifft", erklärt Fort. "Während Regina sich nach dem letzten Schrei kleidet, setzt Janis ihre eigenen Trends - sie zerschneidet ihre Kleidung, steckt sie zusammen, umwickelt sie - und sie ist auf ihre Art genauso modebewusst wie Regina".

Über die Musik Die Musik in "Girls Club - Vorsicht bissig!" stellte eine eklektische Ansammlung von Musikkünstlern und verschiedenen Songs, angefangen bei der neuen hippen Sängerin Katy Rose und ihrem Song "Overdrive" bis zur Grammy nominierten Blondie und ihrem klassischen Rocksong "One Way Or Another" dar.

Beraten von Blender und Spin tauchte Rose erst kürzlich in der Musikszene mit ihrem umschwärmten Debütalbum "Because I Can" auf. Die provokative Sängerin und Songschreiberin drehte zu ihrer Hit-Single "Overdrive" ein beliebtes Video, das mit Ausschnitten aus dem Film "Girls Club - Vorsicht bissig!" bestückt ist und vor kurzem in der Rotation bei MTVs "TRL" sowie in weiteren Musikvideo-Programmen lief.

Außerdem singt die elektronische Hip-Hop-Rockband Boomkat mit der Sängerin und Songschreiberin Taryn Manning ein Remake von Blondies "Rip Her to Shreds". Manning, die die Musik für Bloomkat zusammen mit ihrem Bruder Kellin schreibt, ist keine Unbekannte im Komponieren von Songs für Filme. Erst kürzlich war ihr Song "The Reckoning" im Paramount-Hit "The Italian Job" zu hören. Sie hatte nicht nur einen Auftritt in Eminems "8 Mile", sondern auch ihr Song "Wastin` My Time" ist auf dem Soundtrack von "8 Mile" zu hören.

Insgesamt sind 19 Songs verschiedener Künstler im Film zu hören. Darunter sind The Donnas Remix von Billy Idols "Dancin` With Myself", Missy Elliots "Bomb Intro/Pass That Dutch" und PINKs "God is a DJ". Außerdem hört man Janis Ians "At Seventeen", ein großartiger Hit der 70er Jahre, wofür Janis zwei Grammys erhielt. Zusammen mit Billy Preston war sie die erste Sängerin/Songschreiberin, die in "Saturday Night Live" auftrat.

Rolfe Kent, der den Score komponierte, schrieb schon zuvor die Musik für Filme wie Alexander Paynes "About Schmidt" und Mark Waters "Freaky Friday".

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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