Die Geschichte von Marie und Julien

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Die Geschichte von Marie und Julien
Titel Frankreich: Histoire de Marie et Julien
Genre: Drama
Farbe, Frankreich, 2003

Kino Frankreich: 12. November 2003
Kino Deutschland: 26. August 2004
Laufzeit Kino: 150 Minuten, FSK 12



Inhalt Julien, ein Mann um die 40, restauriert Turmuhren und lebt zurückgezogen mit seiner Katze. Im Übrigen erpresst er die elegante Stoffhändlerin Madame X, wenn auch eher beiläufig. Aus seiner Lethargie erwacht der Uhrmacher, als die ebenso sinnliche wie rätselhafte Marie in sein Leben tritt.

Die beiden erleben und erfinden eine Liebe voller Leidenschaft und sexueller Fantasie. Und doch wirkt Marie zeitweise abwesend und kühl. Was verbirgt sie vor Julien? Ausgerechnet Madame X scheint ihr Geheimnis zu kennen ...


Darsteller & Stab Darsteller: Emmanuelle Béart (Marie), Jerzy Radziwilowicz (Julien), Anne Brochet (Madame X), Bettina Kee (Adrienne), Olivier Cruveiller (Verleger), Mathias Jung (Concierge), Nicole Garcia (Freundin)

Stab:Regie: Jaques Rivette • Produzenten: Martine Marignac • Drehbuch: Pascal Bonitzer, Christine Laurent, Jaques Rivette • Vorlage: - • Filmmusik: - • Kamera: William Lubtchansky • Spezialeffekte: Nicolas David • Ausstattung: - • Schnitt: Nicole Lubtchansky • Kostüme: Laurence Struz • Make Up: Mona Bausson • Ton: Florian Eidenbenz • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Urs Jenny (Spiegel Online 23. August 2004): Es ist die Geschichte von zwei Liebenden, die einander auch in ihren zärtlichsten, wildesten, verzweifeltsten Umarmungen nie wirklich erreichen, als würde eine ungreifbare Dissonanz in Raum oder Zeit oder Materie sie trennen. Im intimen Zusammenspiel von Emmanuelle Béart und Jerzy Radziwilowicz ist diese rätselhaft körperlich-unkörperliche Fremdheit jederzeit spürbar. Doch dass der Film aussieht, als würde er heutzutage spielen, gibt ihm einen verharmlosenden Schein von Normalität. Er wurzelt doch ganz in der traum- und märchengeschwängerten Atmosphäre der Schwarzen Romantik, ihrer Geheimnistuerei und der schönen Idee von der Erlösungsmacht einer grenzüberschreitenden Liebe, die selbst den Tod außer Kraft setzt. Das mußs man nehmen oder lassen, wie es ist. Sein Standbein hat Jacques Rivette im Kino von heute, sein Spielbein aber in jenen anderen Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat.

film-dienst 17/04: Ein souverän entwickelter und mit großer Leichtigkeit inszenierter Film, der die Grenze zwischen Leben und Tod aufhebt, um zum Nachdenken über die Zeitlichkeit anzuregen. Das kunstvoll verschachtelte Werk, mit dem Jacques Rivette ein vor 30 Jahren liegen gebliebenes Projekt zu Ende bringt, erinnt mit seiner schillernden Doppelbödigkeit und der labyrinthischen Struktur an die Hoch-Zeit des europäischen Autorenkinos.

Rhein-Zeitung 27. August 2004: Der Film Die Geschichte von Marie und Julien von Nouvelle-Vague-Altmeister Jacques Rivette präsentiert ein erotisches - und zudem reichlich verwirrendes Filmmärchen.

Filmplakat
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Flax Film © 1994 - 2010 Dirk Jasper