Die Kühe sind los

Produktionsnotizen

"Unser Ziel lautete: so viel Spaß wie möglich - für uns und das Publikum", bringt es John Sanford, gemeinsam mit Will Finn Regisseur und Autor von DIE KÜHE SIND LOS, auf den Punkt. "Will und ich teilen die Liebe für Cartoons, und wir sind beide der Meinung, dass Cartoon-Zeichnen eine hohe Kunst ist. Es gibt natürliche Werte, die wir in unserer Geschichte vermitteln wollen, aber wir wollten den Film nicht unnötig tief schürfend machen und ihn mit irgendeiner Botschaft belasten. Wir sind stolz darauf, dass wir einen spaßigen und höchst unterhaltsamen Cartoon geschaffen haben."

"Ich habe schon immer freche Figuren geliebt", meint Sanfords Partner Will Finn. "Meine Lieblings-Disney-Filme sind die großen,lustigen Publikumserfolge wie 101 DALMATIANS ("101 Dalmatiner", 1961) und THE JUNGLE BOOK ("Das Dschungelbuch", 1967). DAS DSCHUNGELBUCH ist der Film, den ich auf eine verlassene Insel mitnehmen würde - ich könnte ihn mir jeden Tag ansehen. Als wir diese Westernkomödie geschaffen haben, mußsten wir die Ärmel hochkrempeln und die Themen des Genres analysieren, damit wir mit ihnen arbeiten konnten. Dann haben wir sie benutzt und auf den Kopf gestellt."

David Stainton, Präsident von Walt Disney Feature Animation, konstatiert: "DIE KÜHE SIND LOS ist von Anfang bis Ende reinstes Entertainment und ein großartiger Beweis für die Talente unserer Animatoren. Alice, Will und John haben einen fantastischen Job gemacht, indem sie diese frische, originelle Westernkomödie auf die Leinwand gebracht haben, die alle Filmliebhaber erfreuen wird. Alan Menken und Glenn Slater haben einige wirklich wunderbare Songs geschrieben, die dem Film viel geben und später sicher als Klassiker gelten werden.

Der Film ist ein perfektes Beispiel für die Kraft und die Freude des Zeichentrickfilms und wir sind alle sehr stolz auf dieses letzte handgezeichnete Disney-Musical. Wir hoffen, dass die Zuschauer ebenso viel Spaß mit dem Film haben wie wir." Für den schrägen und farbenprächtigen Stil und Look des Films war ein Team der besten und talentiertesten Künstler verantwortlich. Der Art Director David Cutler war die Schlüsselfigur in diesem kreativen Prozess - er schuf den grafischen Stil des Films, der viele Schichten strukturierter Formen und eine helle Farbpalette benutzt, um eine spaßige und faszinierende Welt zu illustrieren.

Die Leiterin der Hintergrundzeichner, Christy Maltese Lynch, führte ein Team von 15 Top-Künstlern, die digital und traditionell gezeichnete Hintergründe anfertigten, die den Eindruck von "handwerklich hergestellten Objekten" erzeugen, "mit kantigen Facetten und Strukturen, die handgemachte Qualität suggerieren". Der Leiter des Layouts, Jean-Christophe Poulain, und sein Team wurden, was Kamerapositionierung und Bildkomposition anging, von den klassischen Western beeinflusst. Sie benutzten viele Nahaufnahmen, lange Shots und die Platzierung des Horizonts, um Größe, dramatische Effekte und komödiantische Möglichkeiten zu ergänzen.

Und auch der Figuren-Stylist Joe Moshier (THE EMPEROR'S NEW GROOVE - "Ein Königreich für ein Lama", 2000) brachte seine einzigartigen Designerfähigkeiten in die visuelle Entwicklung des Films ein. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe, eine Westernkomödie herzustellen, nahm die Produzentin Alice Dewey Goldstone zwölf Mitglieder des kreativen Teams mit auf einen echten Viehtrieb. Im Herbst 1998 reiste die Gruppe - zu der auch die Songschreiber Alan Menken und Glenn Slater sowie der Art Director, die künstlerischen Leiter etc. gehörten - nach Wyoming und erlebten ein kerniges, einwöchiges 40-Meilen-Abenteuer. Bis zu acht Stunden am Stück verbrachten sie während dieser Zeit auf dem Rücken der Pferde, campierten unter den Sternen und trieben die Rinder zusammen - so bekamen die Teilnehmer aus erster Hand einen Eindruck von der Umgebung und dem Leben als Cowboy.

Abends versammelte man sich ums Lagerfeuer und lauschte authentischer Westernmusik, die von den Ranch-Mitarbeitern und den Cowboys gemacht wurde. Am letzten Abend, als die Gruppe wieder in ihre Unterkunft zurückgekehrt war, nahm Alan Menken eine Gitarre zur Hand und spielte spontan ein kleines Konzert mit seinen eigenen Kompositionen für ein intimes lokales Publikum. Als die Goldstone-Gang heimkehrte, waren sie alle keine Grünschnäbel mehr, sondern echte Viehtreiber.

"Es war so inspirierend, diese wundervollen, mitreißenden Songs zu hören, als wir auf dem Viehtrieb waren", erinnert sich Goldstone. "Es hat was, so durch die Landschaft zu reiten und diese Musik zu hören. Ein anderer, wichtiger Anlass unserer Reise war es, das Verhalten von Pferden und Rindern zu studieren. Wir hatten jeder für diese eine Woche ein eigenes Pferd, das wir striegeln, satteln und füttern mußsten. Wir lernten unsere Pferde und ihre Stimmungen richtig kennen. Wichtig für die Art Direction war es, dass wir an der Baumgrenze begannen und uns durch Wälder, Steppe und Wüste arbeiten mußsten. In einer Woche haben wir wirklich eine Menge gesehen. Und während dieser Zeit haben wir kein einziges Auto und keine Stromleitung zu Gesicht bekommen, hatten keine Handys und aßen von Blechtellern."

"Ich bin sehr stolz darauf, dass wir so einen Film geschaffen haben, den wir genau so haben wollten", ergänzt sie. "Wir haben alle das Gefühl, dass wir den Film so in unseren Köpfen hatten und dass er nun so ausgelassen und großartig geworden ist und so viel Spaß macht."

Die Ursprünge des Projekts Walt Disney Feature Animation war schon seit Jahren daran interessiert, eine Komödie mit Westernthematik zu produzieren, und etliche verschiedene Story-Lines wurden während des Entwicklungsprozesses getestet. Eine frühe Version trug den Titel "Sweating Bullets" und drehte sich um ein Kalb namens Bullets, das so wie die Pferde sein wollte, die die Herde anführten. Im Jahr 1999 schlug der Story-Künstler Michael LeBash einen überraschenden Zugang vor: Drei Kühe, die auf Kopfgeldjagd gehen um ihre Farm zu retten, sollten die Hauptrollen spielen. Andere Kollegen und Autoren steuerten Material zu dieser Idee bei - darunter Sam Levine, Mark Kennedy, Robert Lence und Shirley Pearce.

Im Oktober 2000 stießen die Regisseure Finn und Sanford zum Team und halfen, die Geschichte weiterzuentwickeln und das finale Drehbuch zu schreiben. "Als wir an Bord kamen, hatten wir völlig freie Hand", erinnert sich Sanford. "Der Song 'Little Patch of Heaven' war bereits in der Produktion, aber sonst hatten wir keinerlei Restriktionen. Wir wussten, dass wir die Gesetze des Westerngenres auf den Kopf stellen wollten - Kühe und Pferde sollten statt Cowboys unsere Helden sein. Von diesem Punkt ab hatten wir die Freiheit, uns in jede Richtung zu bewegen."

"Die gute Nachricht war, dass wir auf uns allein gestellt waren, den Film in jeder Form und Farbe nach unseren Vorstellungen gestalten konnten", ergänzt sein Partner Finn. "Die schlechte Nachricht war, dass wir uns damit ziemlich beeilen mußsten. Es war, als würden wir auf einen fahrenden Zug aufspringen. Mit der Geschichte und den Figuren konnten wir sehr mutig umgehen. Buck und Slim waren die Charaktere, an denen man noch viel arbeiten mußste. Buck kam zu diesem Zeitpunkt noch sehr arrogant und nicht liebenswert rüber. Anstatt ihn zum besten Kopfgeldjäger-Pferd des Westens zu machen, legten wir ihn als unerfahrenen, jungen und hoffnungsvollen Kerl an, der schon immer ein Held sein wollte, aber bis dahin nie die Gelegenheit dazu gehabt hatte."

"Herauszufinden, was wir mit Slim machen wollten, war eine weitere Hürde für unser Story-Team", sagt Sanford. "Wir spielten mit vielen Motivationen und etlichen Gründen, warum er das tun sollte, was er tun sollte. Das Problem war, dass wir eine Hand voll Helden hatten, die absolut nichts mit unserem Schurken zu tun hatten. Als wir auf die Idee kamen, dass Slim Rinder stehlen könnte um Land zu kaufen, kamen wir einen großen Schritt voran. Seine Gier nach Land, besonders nach 'Patch of Heaven', sorgte dafür, dass den Kühen etwas daran lag, ihn zu fangen."

Musikalische Spuren Der legendäre Komponist Alan Menken und der Texter Glenn Slater schreiben himmlische Musik.

Der Name Alan Menken ist mittlerweile untrennbar mit den besten Broadway-Musicals und etlichen mit dem Academy Award ausgezeichneten Songs und Scores aus Disney-Zeichentrickfilmen verbunden - darunter moderne Klassiker wie "Under the Sea", "Beauty and the Beast", "A Whole New World" und "Colors of the Wind". Ein Genre, in dem sich Menken noch nie versucht hatte, ist der Western. Der bekannte Komponist und Songschreiber zeigt nun mit den Songs und der Originalmusik von DIE KÜHE SIND LOS die ganze Bandbreite seines musikalischen Talents. Zusammen mit dem Texter Glenn Slater, einem großartigen neuen Talent, beweist Menken, dass er auch in diesem Genre zu Hause ist.

"DIE KÜHE SIND LOS ist eine Art Hybrid-Musical", erklärt Menken. "Zwei der Songs werden im Film von den Figuren gesungen, die anderen werden über die Handlung gelegt und laufen aus dem Off ab. Das war ein ziemlicher Unterschied zu all den Musicals, die ich bisher geschrieben habe und in denen die Figuren irgendwann in Gesang ausbrachen. Als Autor für musikalisches Theater ist es mein Job, eine stilisierte Sprache zu finden, mit der die Geschichte erzählt wird. In diesem Film sind Sprache und Intention anders als bei den Projekten, an denen ich in der Vergangenheit gearbeitet habe. Es machte Spaß und war gleichzeitig eine gewaltige Herausforderung."

"Was ich dem Publikum in einem Song hauptsächlich bieten will, ist etwas, was es mit nach Hause nehmen kann", fährt Menken fort. "Nachdem die Zuschauer einen Song gehört haben, sollen sie das Gefühl haben, er sei am Leben. Für mich ist das der wichtigste Aspekt beim Schreiben. Der Song soll einen Sinn haben und erinnerungswürdig sein. Und wenn ihn jemand gehört hat, soll er für den Rest seines Lebens ihm gehören."

Sein Kollege Slater erklärt: "Um den Zungenschlag zu erreichen, den wir für diesen Film haben wollten, habe ich lange recherchiert, bevor ich mit dem Texten anfing. Ich habe Dutzende von Western gelesen - 'Little Big Man', 'The Virginian', 'Lonesome Dove' ... Und ich habe Dutzende von Western gesehen. Ich habe immer ein Notizbuch bei mir gehabt und jede Phrase und jeden Satz aufgeschrieben, der irgendwie passen könnte. Ich habe das ganze Buch mit sinnvollen Phrasen und Details gefüllt, die ich allesamt in Western gefunden habe. Alles, was irgendwie nützlich hätte werden können."

Bei ihrem Titelsong "(You Ain't) Home on the Range" standen die Songschreiber vor der Herausforderung, dass es einen anderen Song mit dem gleichen Titel gibt, den zumindest in den USA jedes Kind kennt. Sie entschieden sich dafür, ihr Stück in die genau entgegengesetzte Richtung von dem zu lenken, was allgemein bekannt ist.

"Mit unserem Eröffnungssong wollten wir eine Verbindung zwischen all den Western herstellen, die alle kennen - und gleichzeitig ein Gespür vermitteln für diese offenen Ebenen, endlosen Wüsten und übermütigen Cowboys", erläutert Slater. "All diese Bilder wollten wir in einem Stück unterbringen, und das Publikum sollte sofort spüren, dass dies die Welt ist, in die es jetzt eintritt. Außerdem wollten wir gleich ein Signal geben, dass dies kein Drama über das Entstehen von Westernmythen ist. Dies ist definitiv eine Komödie.

Der Trick war, einen Western-Sound mit einem Refrain harter Cowboys zu komponieren, aber gleichzeitig in diesen musikalischen Stil ein bisschen Witz einzubauen, so dass das Publikum gleich merkt, dass wir für ein paar Lacher gut sind." "Dieser Song hat dieses Hauruckgefühl", ergänzt Menken. "Aaron Copland war mein größter Einfluss beim Schreiben. Es ist ein energetisches, rhythmisches Stück, das in seinem musikalischen Stil und seinem Humor sehr raffiniert ist. Und in seiner Quintessenz und seiner Grundstimmung ist es sehr Western-like."

Eine der herausragendsten Nummern des Films ist das Stück "Little Patch of Heaven", der Song, der die tierischen Bewohner von Pearls Farm und das glückliche Leben vorstellt, das sie führen. "Dieser Song vermittelt eine Art Gene-Autrey-Gefühl", sagt Menken. "Glenn hat diese Bilder der Natur geschaffen, die in diesem wundervollen Ort zusammentreffen."

"Der Song basiert auf der Idee, dass die Hauptfiguren an einem idyllischen Platz leben - einem Juwel, einer kleinen grünen Enklave in der weiten Wüste des Westens", fährt Slater fort. "Wenn man diesen Song hört, weiß man, dass wir uns an einem Ort der Wärme und Liebe befinden. Das hilft später, wenn dieser Ort bedroht wird und man eine Vorstellung davon bekommt, wie schrecklich es wäre, wenn man ihn verlieren würde."

Die wahrscheinlich härteste Aufgabe für Menken und Slater war der Song "Yodel-Adle-Eedle-Idle-Oh" für den Schurken Alameda Slim. Das Stück, das von der Figur selbst gesungen wird, verlangte nach einer großen Nummer - inklusive massiver Jodelpassagen. "Es war ein ziemlich schwerer Song", erinnert sich Slater, "denn wir hören ihn, wenn wir Alameda Slim zum ersten Mal sehen, und wir mußsten gleich einen Weg finden, die Mechanismen seines Jodeltricks zu etablieren - und das alles während eines Liedes, das eine große Produktionsnummer sein sollte. Was ich persönlich auch mit dem Song erreichen wollte, war, dass er in die Disney-Tradition von Nonsense-Text-Songs wie 'Supercalifragilisticexpialidocious' oder 'Bibbidi-Bobbidi-Boo' passen sollte. Ich suchte nach einer Phrase; die die Albernheit des Jodelns auf eine Art einfangen konnte, die man sofort erkennt und im Gedächtnis behält - die sich aber auch selbst nicht allzu ernst nimmt.

Das Stück "Will the Sun Ever Shine Again" drückt die Hoffnungslosigkeit der Hauptfiguren aus, als sie am emotionalen Wendepunkt des Films stehen. "Alan und ich waren in einem Meeting mit den Filmemachern", erinnert sich Slater, "und wir konzentrierten uns auf diese Stelle im Skript, bei der wir alle fühlten, dass etwas im Score fehlen würde. Es regnet Bindfäden und alle Hoffnung scheint verloren zu sein. Es ist ein sehr emotionaler Moment für unsere Helden, und das schien uns ein guter Moment zu sein, die Musik auf einen neuen Level zu heben. Thomas Schumacher, damals der Präsident von Walt Disney Feature Animation, schlug vor, dass wir nicht die Hände in den Schoß legen und uns sagen sollten, dass schon alles gut würde. Er meinte, das Publikum müsste fühlen, dass die Situation für die Figuren wirklich so hoffnungslos ist, wie die Figuren meinen."

"Am Abend bevor Glenn bei mir vorbeikommen wollte, um an diesem Song zu arbeiten, ging ich mit einem Freund zum 'O Brother Where Art Thou?'-Konzert", sagt Menken. "In den Folksongs im Appalachen-Stil, die dort gespielt wurden, entdeckte ich einen Funken Angst, der in mir ein stilistisches Gefühl weckte. Ich setzte mich ans Piano und spielte dieses Stück Musik in einem durch. Glenn mochte die Melodie und kam mit dem Text zu "Will the Sun Ever Shine Again". Ich war begeistert." "Der Song ist zweieinhalb Minuten lang, und genauso lang hat Alan gebraucht, um ihn zu schreiben", gibt Slater zu Protokoll.

"Als er die letzte Note gespielt hatte, sagte ich ihm: Gib mir das, ich geh nach Hause und schreibe den Text. Er hatte es irgendwie geschafft, etwas in seiner Musik einzufangen, was sich so anfühlte, als hätte es schon immer existiert, etwas, was sich wie ein Teil der Landschaft anfühlte. Ich hatte an diesem Punkt genau das Gefühl von Verzweiflung, das das Drehbuch verlangte - und gleichzeitig eine Ahnung von 'alles wird gut'." "Wir schrieben diesen Song ungefähr fünf Monate nach dem 11. September", ergänzt Menken, "und irgendwie hatte ich, ohne es zu wissen, den tiefen Schrecken, den Schock und das Leid, das wir alle fühlten, einfließen lassen. Mir fallen nicht viele Songs ein, die in meiner Karriere ähnlich starke und unmittelbare Reaktionen von Menschen hervorgerufen haben."

Im Abspann von DIE KÜHE SIND LOS sind zwei weitere Songs zu hören - 'Wherever the Trail May Lead' ist laut Menken "eine sehr optimistische Ballade. Sie ist inspirierend und ich mag sie sehr." Das finale Stück ist der Upbeat-Popsong 'Anytime You Need a Friend'. Die Zusammenarbeit mit dem legendären Alan Menken reflektierend, sagt Slater: "Für einen Texter gibt es keinen besseren Partner. Als ich mich das erste Mal mit ihm hinsetzte, um zu arbeiten, gab ich ihm einen Text, er spielte ihn, und ich wollte aufspringen und rufen: Oh Gott, ich habe einen Alan-Menken-Song geschrieben! Seine Stimme und sein Stil sind sehr charakteristisch, und in seinem Sound ist irgend etwas, was seine Songs komplett frisch und unverbraucht macht - und gleichzeitig hat man das Gefühl, als kenne und liebe man sie schon immer. Eines von Alans einzigartigen Talenten ist, dass er die seltene Fähigkeit hat, den Kern einer Emotion zu finden und genau dort aufzuspringen. Er macht es beinahe rein intuitiv. Es gibt keinen Unterschied zwischen Gedanken und Ausführung. Er setzt sich an sein Piano und schüttet erstaunliche Musik aus, die dich ohne Ausnahme packt - an allen wichtigen Stellen."

"Glenn und ich haben so zusammengearbeitet, wie ich mit den meisten Textern gearbeitet habe, unsere Kollaboration ist ganz ähnlich verlaufen wie die mit Howard Ashman", schließt Menken. "Er kam mit einem Text, ich habe ihn vertont. Oder ich kam mit einer Melodie, und er schrieb einen Text darauf. dass wir uns irgendwo in der Mitte getroffen haben und so lange an etwas feilten, bis er sagte: Na gut, damit kann ich was anfangen, ist auch mal passiert. Wir sind vor- und zurückgegangen. Manchmal ging es ruck, zuck, manchmal bedeutete es verdammt viel Arbeit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Glenn einer der vielseitigsten Texter ist, mit denen ich gearbeitet habe - er ist in der Lage, clevere und komische Songtexte zu schreiben. Er ist auch in der Lage, Texte zu liefern, die sich großartig zur Musik anhören. Und er ist in der Lage, herzzerreißend tiefsinnige, wunderschöne Texte zu schreiben. Ich war begeistert von unserer Zusammenarbeit."

Der Score: Alan Menken beschwört Western-Highlights Neben den Melodien für die sechs Songs des Films war Alan Menken auch für die Komposition eines reichen, bunten Western-Scores für DIE KÜHE SIND LOS zuständig. Der Musiker hat bereits für sechs Disney-Filme die Musik geschrieben - von THE LITTLE MERMAID ("Arielle, die Meerjungfrau", 1989) bis hin zu HERCULES ("Hercules", 1997). Für diesen Film arbeitete Menken mit einem großen Orchester zusammen, das sich aus 60 bis 87 Instrumenten zusammensetzte.

"Der Score von DIE KÜHE SIND LOS lehnt sich an die klassischen Westernthemen an und ist durch meine Erinnerungen und die Liebe zu der großartigen Arbeit anderer Filmkomponisten gefiltert", sagt Menken. "Mein Ziel war es, eine Sprache für den Western zu liefern, die emotional so ehrlich ist, wie ich es möglich machen konnte." "Ich habe versucht, so viele Farben des Westens in den Score einzubringen wie möglich", fährt Menken fort.

"Verglichen mit einigen meiner anderen Scores ist dieser ein bisschen weniger hektisch, aber sehr stark von Songs getrieben. Ich war sehr begeistert davon, einen Western-Score schreiben zu dürfen. Ich habe mich noch nie in diesem Genre versucht, aber ich liebe es, die Musik zu hören. Ich absorbiere die Klangfarben und die musikalischen Formen, die man in Western findet. Alles von Elmer Bernsteins brillanter Musik in THE MAGNIFICENT SEVEN ("Die glorreichen Sieben", 1960) und Dimitri Tiomkins großartiger Westernmusik bis hin zu Aaron Copelands sinnlichen Kompositionen hatte einen großen Einfluss auf mich."

"Ich glaube, die Welt in den Disney-Zeichentrickfilmen ist voller stilistischer Referenzen", schließt Menken. "Das lässt das Publikum gleich wissen, in welcher Welt wir uns befinden. In all den Scores, die ich geschrieben habe, hatte ich eine musikalische Palette, mit der ich arbeiten konnte. In DIE KÜHE SIND LOS stürzte ich mich auf die Westernpalette. Jedes Projekt gibt mir die Gelegenheit, besondere Klangfarben zu nutzen: Gospel definierte die Farbe von HERCULES, indianische und englische Musik die für POCAHONTAS ("Pocahontas", 1995), liturgische und französische Musik die von THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME ("Der Glöckner von Notre Dame", 1996) und Musik aus dem Mittleren Osten und Fats-Waller-Jazz die für ALADDIN."

Die Produzentin Goldstone bemerkt: "Alans Score gibt dem Film einen ungeheuren Sinn für Umfang und Größe. Der Film macht immer sehr viel Spaß, aber in den ruhigeren Momenten zwischen den Gags liefert der Score eine wahrhaftige Größe. Die Musik adelt die Comedy und die Emotionen, gibt dem Film aber auch ein echtes cinematisches Gefühl."

Tierische Instinkte: Disneys beste Animatoren erwecken die Figuren zum Leben Um das farbenfrohe Ensemble von DIE KÜHE SIND LOS zum Leben zu erwecken engagierten Goldstone und die Regisseure einige der besten Animatoren der Branche. Die schrägen Charaktere und die originelle Geschichte des Films gaben den Künstlern die seltene Gelegenheit, ihre Fantasie Purzelbäume schlagen zu lassen und zu zeigen, wie schnell sie aus der Hüfte schießen konnten. Mark Henn, Chris Buck und Duncan Marjoribanks waren das Trio, das für die Aktionen und Persönlichkeiten der drei grundverschiedenen Kühe verantwortlich war. Buck, ein Veteran unter den Disney-Zeichnern, der bereits als Co-Regisseur den Hit TARZAN ("Tarzan", 1999) inszeniert hatte, war für die Figur der Maggie zuständig, einer frechen Außenseiterin mit flottem Mundwerk.

"Im wahren Leben machen Kühe nicht gerade viel", grinst Buck. "Wir verbrachten einige Zeit auf einer Farm und haben hunderte von Kühen beobachtet. Ich habe gedacht, ich könne prima die Bewegungen dieser Rinder studieren, aber alles, was sie getan haben, war dazustehen und zu fressen. Und dann standen sie wieder da und fraßen ein bisschen mehr. Wir mußsten aber unsere Figuren dazu bringen, dass sie rennen und springen und viele andere Dinge tun, die Kühe im wahren Leben nicht machen. Durch den Besuch auf der Farm verstanden wir die Subtilität dieser Tiere. Wenn man ihnen ins Gesicht schaut, erkennt man ihre sanften Augen und ihre weiche Schnauze. Sie sind sehr ausdrucksvoll mit ihren Schwänzen und der Art, sie hin- und herzuschwingen. Es geht nichts darüber, deine Tiercharaktere dreidimensional genau vor dir zu sehen." Buck sah freilich die aktivere Seite im Verhalten von Rindern, als er an dem Viehtrieb in Wyoming teilnahm und das Equestrian Center in Burbank besuchte. Dabei konnte er die Cowboys beobachten, die auf ihren Pferden die Herde "teilten", und aus erster Hand sehen, wie Kühe rennen.

"Für den Film haben wir natürlich überspitzt dargestellt, wie sich Kühe bewegen", sagt er. "Unsere Figuren bewegen sich semirealistisch, und ihre Anatomie ist fast korrekt. Wir haben die Dinge ein wenig verändert, so dass unsere Kühe springen, rennen, klettern und eine Menge anderer Dinge tun können, die reale Rinder niemals fertig bringen würden." Für die Figur der Mrs. Caloway wandten sich die Filmemacher an den leitenden Animator Duncan Marjoribanks, einen talentierten Künstler, der bereits die Krabbe Sebastian in THE LITTLE MERMAID, den bösen Wilderer McLeach in THE RESCUERS DOWN UNDER ("Bernard & Bianca im Känguruhland", 1990) und den goldgierigen Gouverneur Ratcliffe in POCAHONTAS zum Leben erweckt hatte.

"Das Geheimnis von Mrs. Caloway ist, dass sie im Gegensatz zu den anderen Kühen nicht realisiert, dass sie sich in einem Zeichentrickfilm befindet", sagt Marjoribanks. "In dieser Umgebung wirkt sie wie ein Fisch auf dem Trocknen - aber sie ist auch eine zentrifugale Kraft. Sie ist auf der Farm sehr orientiert und lässt sich weniger auf Abenteuer ein als die anderen. Sie ist ein bisschen zivilisierter und kultivierter. Sie ist sehr mütterlich und gibt auf Grace Acht. Sie sieht Grace ein bisschen wie ein Projekt. Eine Menge seines Humors bezieht der Film aus der Tatsache, dass alle drei Kühe sehr verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse haben, die gerade stattfinden. Sie haben sehr ausgeprägte Persönlichkeiten, und die Beziehungen zwischen ihnen sind sehr interessant. Mrs. Caloway ist von Maggie leicht genervt und versucht, sie auf ihre sanfte Art und Weise zu führen. Das hat natürlich überhaupt keinen Effekt auf Maggie."

Die Leitung bei der Figur der Grace übernahm der Disney-Veteran Mark Henn, einer der Top-Zeichner und Künstler des Studios, der Figuren wie Arielle, Belle, Prinzessin Jasmin, den erwachsenen Simba und Mulan schuf. Henn war der erste Animator, der bei DIE KÜHE SIND LOS an Bord kam. Als einer der schnellsten und profiliertesten Zeichner des Studios fand er auch noch die Zeit, die Entwicklung von zwei anderen Figuren des Films zu überwachen: von Rusty, dem Hund des Sheriffs, und dem verschlagenen Viehhändler Wesley. Darüber hinaus hat er einige Szenen mit der gütigen "Patch of Heaven"-Eigentümerin Pearl animiert.

"Ich finde, Kühe sind niedlich", sagt Henn. "Mein Schwager lebt auf einer Farm in Erie, Pennsylvania, und er hat mir Referenzmaterial seiner Tiere geschickt. Ich war auch auf einer Rinderfarm und habe einige Zeit mit echten Kühen verbracht, die man im Studio einer Zeichenklasse zur Verfügung stellte. Unsere drei Kühe unterscheiden sich visuell voneinander. Grace ist eine jüngere Kuh, sie ist ein bisschen schlanker. Sie sieht auf vielerlei Art aus wie ein Reh, zum Beispiel hat sie längere Beine. Rein mechanisch gesprochen haben wir nur so viel Anatomie bei ihr benutzt, dass sie plausibel und glaubwürdig wirkt."

Der preisverdächtige Auftrag, Alameda Slim zu animieren, einen überlebensgroßen Rinderdieb mit einer hypnotischen Persönlichkeit, ging an den Veteranen Dale Baer, dessen Zusammenarbeit mit Disney über 30 Jahre zurückgeht bis zu ROBIN HOOD ("Robin Hood", 1973), und sie reicht bis zur Leitung der Animation von Yzma in EIN KÖNIGREICH FÜR EIN LAMA und einigen Schlüsselszenen in WHO FRAMED ROGER RABBIT? ("Falsches Spiel mit Roger Rabbit", 1988).

"Meine Lieblingsstück in dem Film ist die Jodelsequenz - ganz eindeutig", sagt Baer. "Es machte großen Spaß, eine Figur von Slims Statur zu animieren, die sich so aktiv und anmutig bewegen kann. Das setzt den Ton für den Rest des Films. Es gab keine Grenzen bei dem, was wir tun konnten." "Es war eine helle Freude, mit Will und John zusammenzuarbeiten, denn die beiden hatten für jede Frage eine Antwort und haben unsere Batterien immer wieder aufgeladen", fährt der Animator fort. "Die beiden Regisseure haben jeden zum Weitermachen motiviert. Sie hatten den härtesten Job, denn sie mußsten sämtliche Bilder des gesamten Films im Kopf haben. Ich beschäftige mich nur mit einer klitzekleinen Vision auf einmal. Ich zeichne seit über 32 Jahre, und jeder Tag war sehr aufregend für mich." Der leitende Animator Mike Surrey, zu dessen Credits Timon aus THE LION KING ("Der König der Löwen", 1994) und Clopin in DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME zählen, war für die Figur des Pferdes Buck verantwortlich.

"Buck ist wie ein durchtrainierter Athlet, der nur nie die Chance hatte, richtig beim Spiel mitzumischen", erklärt Surrey. "Er möchte wirklich gern etwas bewegen, und er bekommt seine Gelegenheit, als er ausgewählt wird, um Alameda Slim zu fangen. Das Zeichnen eines Pferdes ist grundsätzlich erst mal einschüchternd, denn sein Kopf ist so weit vom Körper entfernt. Es kann eine überwältigende Hürde sein, bis man herausgefunden hat, wie man das hinbekommt. Glücklicherweise ist Buck ein sehr Cartoon-hafter Charakter, und wir haben uns nicht allzu sehr mit der realistischen Darstellung dessen herumschlagen müssen, wie sich ein Pferd bewegt und was es kann und was nicht." Zu den anderen Schlüsselfiguren in DIE KÜHE SIND LOS zählt auch der leitende Animator Sandro Lucio Cleuzo, der sowohl Sheriff Brown als auch den streitsüchtigen, aufbrausenden Ziegenbock Jeb animierte. Bruce Smith und Mark Henn teilten sich die Leitung bei der Animation der herzlichen Farm-Besitzerin Pearl, Shawn Keller überwachte die hysterische Figur eines Kaninchens namens Lucky Jack, und Russ Edmonds war zuständig für Rico, die Willies und einige der anderen Pferdefiguren.

Ein heimeliger Look und Stil: Figurendesign, Art Direction und Hintergründe von DIE KÜHE SIND LOS Im Genre des Western tendiert die Farbpalette zu braunen, erdigen Tönen, um die staubige Umgebung der Grenzstädte zu visualisieren. DIE KÜHE SIND LOS begibt sich in unbekanntes Terrain und bricht all diese Regeln - mit hellen Farben und stilisierten Designs. "Wir wollten die Farben in unserem Film sehr spielerisch haben", erläutert Art Director David Cutler. "Ein prima Beispiel ist unsere Westernstadt, in der lila, gelbe und blaue Gebäude stehen. Wir hätten den Film etwas monochromer machen können, aber wir suchten nach einem farbenfrohen und spielerischen Look. Einer unserer größten Einflüsse war die legendäre Farbstylistin Mary Blair, die Filme wie CINDERELLA ("Aschenputtel", 1950) und ALICE IN WONDERLAND ("Alice im Wunderland", 1951) geprägt hat." Dieser spielerische Umgang mit Farben kommt besonders in der "Yodel-Adle-Eedle-Idle-Oh"-Songsequenz zur Geltung, in der Alameda Slim jodelt und die Hintergründe und Figuren in schneller Folge die Farbe wechseln. Die Regisseure Finn und Sanford wollten, dass diese Sequenz die farbenprächtigste Szene in einem Disney-Film überhaupt wird und in einem Atemzug mit Klassikern wie der "Rosa Elefanten-Parade" aus DUMBO ("Dumbo", 1941) und der "Ev'rybody Wants To Be a Cat"-Nummer aus ARISTOCATS ("Aristocats", 1970) genannt wird.

Christy Maltese Lynch, die künstlerische Leiterin der Hintergründe, bemerkt: "Bei dieser Sequenz spielten wir alle verrückt, denn wir wollten das Publikum dahin bringen, dass es erfährt, was die Kühe gerade fühlen. Sie wissen nicht, was da gerade geschieht - all diese verrückten Dinge passieren. Sie sehen die Welt mit anderen Augen und sie hören eine Musik, die sie davonträgt. Sie haben keine Kontrolle darüber, was geschieht. Davon vermitteln wir den Zuschauern eine kleine Ahnung." Lynch und ihr Team prägten die einzigartige Anmutung von DIE KÜHE SIND LOS, indem sie die Farbpalette erweiterten und dem Film einen handgearbeiteten Look gaben. "Als ich das Hintergrund-Team zusammenstellte, bat ich die Künstler darum, ihre Bilder so anzugehen, als würden sie handwerkliche Objekte malen", gibt Lynch zu Protokoll. "Ich bat sie, sich an die Zeit zu erinnern, als sie noch im Kindergarten waren und sie farbiges Papier schnitten und Makkaroni, Bohnen und Pailletten darauf klebten. Das war der Zugang, den wir zu diesem Film finden wollten, im Gegensatz zu dem eines gerenderten Gemäldes. Unser Film ist sehr grafisch und strukturell.

Die Hintergründe sind keine Illustrationen oder wunderschöne in Öl gemalte Landschaften, sondern eben nah dran an Basteleien." Die Hintergrundabteilung benutzte eine Technik namens "faceting", um diesen grafischen Stil zu erreichen. Der dafür typische Prozess besteht darin, dass die Künstler eine flache Schicht Farbe auftragen und darauf weitere Schichten und Stellen mit anderer Farbe setzen. Papierstücke mit strukturierter Wasserfarbe oder gefärbter Stoff in einem anderen Farbton kann ebenfalls auf die Grundschicht aufgetragen werden. Durch dieses Verfahren erreicht man eine juwelenartige Qualität bei der Zeichnung von Himmel, Bergen und anderen Hintergrundobjekten. Komponiert man dies mit den Charakteren, schafft man durch viele sichtbare Furchen, Körner und Strukturen die Illusion einer Perspektive. Für das Layout versuchten Jean-Christophe Poulain und sein Team, die Kameraarbeit und die Bildkompositionen klassischer Western in DIE KÜHE SIND LOS einfließen zu lassen.

"Als wir Filme wie John Fords THE SEARCHERS ("Der schwarze Falke", 1956) und MY DARLING CLEMENTINE ("Mein Liebling Clementine", 1946) anschauten, lernten wir viel über das Ausmaß und die Intimität von Western", sagt Cutler. "Wenn wir uns in unserem Film auf der Rinderfarm befinden, ist die Kamera sehr nah am Geschehen und an den Figuren, das schafft eine gewisse Intimität. Für den Part, wenn die Kühe zu ihrem Abenteuer ausziehen und sich wie die Fische auf dem Trocknen bewegen, haben wir versucht, die Dinge ein wenig zu öffnen und mehr von der Landschaft zu zeigen. Die Kamera zieht sich zurück, so dass man erkennen kann, dass sich die Kühe in einer wesentlich größeren Welt befinden als ihrem kleinen Zuhause auf der Farm."

Für das Figurendesign von DIE KÜHE SIND LOS war Joe Moshier zuständig, ein talentierter Künstler, der vorher die Charaktere von EIN KÖNIGREICH FÜR EIN LAMA gestaltet hatte. Seine Inspiration bezog Moshier unter anderem aus der Arbeit des legendären Disney-Zeichners Milt Kahl - einer von Disneys "alten Männern" - und von populären Kinderbuchillustratoren wie Martin und Alice Provensen und Aurelius Battaglia. Außerdem lobt er den Zeichner Sandro Cleuzo für seine Hilfe bei den beidseitig benutzbaren Modellblättern und Christopher Ure für seine frühen Designs der Kühe.

"Unsere größte Herausforderung waren die Kühe", erläutert Moshier. "Es ist sehr hart, wenn man drei verschiedene Ausgaben des gleichen Tieres gestalten soll. Und ich kann mir kein Tier vorstellen, das schwerer zu zeichnen wäre als eine Kuh. Sie haben sehr ausgeprägte Kiefer - das war ein Grund, warum wir sofort darauf angesprungen sind. Sie haben eine kastenförmige, kantige Statur mit hohen Augen und einer überhängenden Schnauze. Chris Ure hat schon früh die Gestaltsprache entwickelt, die die Persönlichkeiten unserer drei Kühe illustrieren sollte: Mrs. Caloway war eher kastenförmig, Grace hatte eine eher dreieckige Silhouette, Maggie war eher rund. Wir wollten nicht, dass sie wie realistische Kühe aussehen. Wir hatten immer im Hinterkopf, dass dies eine schräge, schrullige Art von Western sein sollte, und wir hatten die Möglichkeit, die Formen unserer Figuren so zu gestalten, wie wir wollten."

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