Street Style

Produktionsnotizen

"We just do it!"

Das "Street Dance"-Fieber brach über Nacht aus: Als Begleiterscheinung von Breakdance und Hip Hop hatten sich in den Wohnvierteln im ganzen Land in aller Stille fortwährend neue, innovative und revolutionäre moves entwickelt. Und plötzlich war er da, der heißeste Tanzstil Amerikas. Für Jung wie Alt gibt es seitdem eine Alternative zum nicht gerade ungefährlichen Leben auf der Straße: Street Dancing ist das Ventil für ihre Kreativität. In den battles bekommt jeder Street Dancer die Chance, sich für Ruhm - und Geld - vor den anderen zu beweisen.


Überall, auf Gehwegen und in leer stehenden Gebäuden, treten die Street Dancer, die sich ihre Schritte selbst beibringen, gegeneinander an und messen ihre individuellen Tanzkreationen mit denen der Kids aus anderen Stadtvierteln oder sogar Landesteilen - oder sogar anderen Ländern der Welt.

Die Stars von STREET STYLE sind Marques Houston (Mitglied der Hip-Hop-Formation IMX) und Omari "Omarion" Grandberry, Jarell "J-Boog" Houston, DeMario "Raz-B" Thornton und Dreux "Lil' Fizz" Frederic (die zusammen die R&B-Gruppe B2K bilden). Sie erzählen die spannende Geschichte einer Clique, deren Mitglieder sich ganz auf den Street Dance konzentriert haben, in deren Umfeld es sowohl gute als auch schlechte Zeiten zu erleben gibt. Sie stecken ihre ganze Leidenschaft in ihre Crew und stehen plötzlich vor der Zerreißprobe, als ein Wettbewerb in ihrer Stadt ansteht, der den denkbar höchsten Einsatz von ihnen abfordert.

Marques Houston spielt Elgin, der bei seiner Mutter und Schwester lebt und im Street Dance einen Weg findet, seine Familie zu unterstützen. "Seine Mutter schiebt Doppelschichten mit zwei verschiedenen Jobs, und er geht auf die Straße, um Geld zu machen - und zwar so gut er kann. Das heißt: Er macht eben sein Ding da draußen", stellt Houston fest. "Manchmal ist er frustriert, weil er sich nicht so gut um seine Familie kümmern kann, wie er es gerne würde. Er hat einen guten Charakter und will sich eigentlich um alle kümmern."

Sein bester Freund David, gespielt von Omari Grandberry, ist nicht ganz so ernsthaft bei der Sache. "Er ist mehr der kühne Typ, der immer cool angezogen und ruhig und gelassen aussehen will,", beschreibt Grandberry seine Rolle.

"Elgin und David sind die besten Freunde, denen es beim Street Dance ums Gewinnen geht", so Autor und Regisseur Christopher Stokes. "Der eine will seine Schwester aufs College schicken und seiner Mutter helfen, der andere will einfach nur Tänzer sein und Mädels aufreißen. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Als ihre Freundschaft zerbricht, müssen sie alles daransetzen, den entstandenen Riss wieder zu kitten."

Ihr Konflikt beginnt damit, dass David mit Elgins Schwester Liyah anbändelt, die den Traum hat, eines Tages aus ihrem Wohnviertel herauszukommen und Ärztin zu werden. "Liyah liebt ihren Bruder, und sie liebt David", so Jennifer Freeman. "Unversehens steckt sie mitten in einer Lovestory à la ?Romeo und Julia'. Dabei wünscht sie sich nur, dass sich alle einfach miteinander vertragen."

Meagan Good spielt Liyahs beste Freundin Beautifull, die wie "die große Schwester des ganzen Haufens ist", findet Good. "Liyah macht all die Veränderungen durch, sie verliebt sich, sie versucht, ihren Bruder zu verstehen - und Beautifull ist stets da, um ihr zu helfen und ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen."

David und Elgin tanzen mit ihrer Crew bestehend aus Rico (Jarell Houston), Vick (DeMario Thornton) und Rashaan (Dreux Frederic). "Sie sind alle zusammen aufgewachsen und die besten Freunde", erklärt Frederic. "Rashaan bemerkt, dass ihre Freundschaft zu zerbrechen droht, und er will dabei nicht tatenlos zusehen. Er will, dass sie eine Gemeinschaft bleiben. Alle versuchen nichts anderes, als die Truppe zusammenzuhalten, weil sie schließlich immer zusammen gewesen sind."

Jarell Houston spielt Rico, der sich um das inoffizielle Maskottchen der Crew kümmert, Lil' Saint, gespielt von Malcolm David Kelly, der der Crew ihren Namen - die Lil' Saints gab. "Rico versucht, Lil' Saint den richtigen Weg im Leben aufzuzeigen und ihn von Gangs fernzuhalten", erklärt Houston. "Er will ihm zeigen, dass Gewalt nirgendwo hinführt."

In der Rolle von Vick spielt DeMario Thornton einen selbstsicheren, klugen Typen, der die Angewohnheit hat, Unruhe zu stiften. "Er hat seine eigene Crew, aber er will der Beste sein und befreundet sich deswegen mit David und Elgin. Er ist nicht wirklich aufs Tanzen angewiesen, er tanzt, weil er es liebt. Und er will in dem Viertel dazugehören."

Die "gute Seele" ihres Viertels, der Mann, der den Kids die Möglichkeit gibt, ihre Fähigkeiten messen zu können, ist Mr. Rad. Er wird von Comedian und Schauspieler Steve Harvey gespielt. "Er ist wie eine Vaterfigur in seinem Viertel", beschreibt Harvey seine Rolle. "Er bietet den Kids in seiner leer stehenden Lagerhalle den Platz, an dem sie sich abreagieren und ihre dance battles austragen können. Er bietet den Kindern eine Alternative zum Rumhängen in den Straßen."

Die Besetzung wird von Hip-Hop-Superstar Lil' Kim abgerundet, die einen Cameo-Auftritt als R&B-Größe hat. Sie sponsort den "The Big Bounce", einen Street Dance-Wettbewerb, dessen Sieger mit 50.000 Dollar und einem Auftritt in Lil' Kims nächstem Video belohnt werden. "Jeder ist heiß auf die Möglichkeit, in Lil' Kims Video zu tanzen, weil sie als Sängerin im Geschäft wirklich top ist", so Produzent Cassius Vernon Weathersby. "Am Ende mußs sich alles zwischen zwei Crews entscheiden und Lil' Kim die Entscheidung treffen, wer die Besseren sind. Um zu gewinnen, müssen sich Elgin und David wieder vertragen."

DIE PRODUKTION "It´s Showtime!" "In diesem Film geht es um Wettkämpfe, Freundschaft, Liebe und darum, Hindernisse zu überwinden, die sich einem in den Weg stellen", erklärt Produzent Marcus Morton. "Es werden einige Grenzen überschritten."

Alle vier Mitglieder von B2K sowie Marques Houston sind sensationelle, rein autodidaktische Street Dancer. In Zusammenarbeit mit dem Choreographen Dave Scott, einem Phänomen des Street Dance, der ebenfalls keinerlei formelle Ausbildung hatte, und seinem Kollegen Shane Sparks, steigern die Protagonisten ihre Fähigkeiten zu ganz neuen Höchstleistungen - die selbst über die unglaublichen moves hinwegreichen, die sie in ihren Live-Auftritten und Videos regelmäßig präsentieren.

In STREET STYLE tanzen Hunderte der dynamischsten Tänzer der Welt, die von Choreograph Scott aus mehr 800 Casting-Teilnehmern in New York und Los Angeles ausgewählt wurden. Scott reduzierte seine Auswahl auf 80 Tänzer, die die verschiedenen Crews bilden, die im Film gegeneinander antreten. "Es gab lange keinen Tanzfilm mehr, der sich auf Hip Hop und Breakdance konzentriert", stellt Produzent Billy Pollina fest. "Ich denke, dass dieser Film etwas vollkommen Neues ist, mit dem wir die unglaublichsten Talente vor der Kamera zusammenbringen. Und diese kommen aus New York, St. Louis, New Orleans, Kalifornien - von überall her."

"Es gibt keine Cuts und es gibt keine Spezialeffekte", fügt Choreograph Dave Scott an. "Wir haben darauf gesetzt, dass es live war und das wird das Publikum in Erstaunen versetzen. Wir zeigen Bewegungsabläufe in Slow Motion, ohne dass die Kamera in Zeitlupe läuft. Wir lassen die Leute ohne Seil und doppelten Boden in der Luft schweben. Unsere Idee ist, mit diesem Film ein neues Level zu erreichen. Videos kann man schneiden. Das hier ist anders."

Die achtwöchigen Proben waren ziemlich strapaziös und dauerten länger als die eigentliche Drehzeit. "Eineinhalb Monate brauchten wir zum Lernen der Schritte - und ich habe echt viel gelernt!" erinnert sich Grandberry. "Als wir für die battles probten, standen wir uns mit all den verschiedenen Tänzern erstmals ohne Spiegel von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Als Künstler habe ich vor allem durch unsere verschiedenen Stile unglaublich viel gelernt. Die Dreharbeiten haben mich aber nicht nur auf diese Weise weitergebracht, sondern haben vor allem echt Spaß gemacht."

Jarell Houston stimmt zu und ergänzt, dass jeder von ihnen seine Tanzerfahrungen in einem ganz neuen Bereich machte: "Wenn man jeden Tag tanzt, übernimmt man Bewegungen, von denen man gar nicht wusste, dass man sie machen kann", erinnert er sich. "Dein Körper fängt an, sich auf ganz andere Art und Weise zu bewegen. Zur selben Zeit entstand in dieser Atmosphäre ein regelmäßiger Austausch von Ideen: Man wollte unbedingt diesen einen Schritt lernen, den der Typ da drüben konnte und der wollte wiederum lernen, was wir da machten."

Sobald Scott seine Crews aufeinander eingestellt hatte, konnten die Dreharbeiten beginnen. "Wir versuchten, uns beim Lesen des Drehbuchs vorzustellen, welche Emotionen in die einzelnen Tänzen einfließen sollten", erklärt Scott. "Welche Bewegungen könnten wir einbringen, um die jeweilige Szene noch besser zu machen. Man mag ein phänomenales Intro haben, aber man braucht ein Finale, bei dem alles außer Kontrolle gerät."

Mit STREET STYLE gibt Stokes sein Debüt als Kinoregisseur. "Er besitzt eine große visuelle Integrität", schwärmt Produzent Billy Pollina. "Wir haben mit diesem Film viel zu bieten. Es gibt über einhundert Tänzer, die mit den zwei konkurrierenden Teams performen. Chris Stokes ist es gelungen, die unglaublichsten Aufnahmen zusammenzustellen. Ich fühle mich wirklich privilegiert, mit ihm arbeiten zu dürfen."

Einige der battles wurden so intensiv, dass es am Set beinahe zu echten Raufereien kam. Aber ungeachtet dessen herrschte eine familiäre Atmosphäre bei den Dreharbeiten. "Jeder war nett und hatte Spaß und alberte herum", kommentiert Meagan Good. Lil' Kim fügt hinzu: "Ich habe eine neue Familie gefunden. Zusammen hatten alle einfach nur Spaß. Ständig wurden Witze gerissen, und alles in allem gab das Team einem das Gefühl, sich wie zu Hause zu fühlen."

Die Intensität der Tanzsequenzen ermöglichte es den Filmemachern, die aufregendsten moves, die je in einem Film zu sehen waren, mit der Kamera einzufangen. Gefilmt wurde mit Unterstützung von Kränen, die aus der Luft den Blick aus der Vogelperspektive auf die akrobatischen Tanzsequenzen lieferten. "Die Tanzszenen sind völlig irre", so Houston. "Das ist das Intensivste, was wir je gemacht haben, und die meisten tanzen seit ihrer Kindheit. Dave Scott hat ganz erstaunliche Schritte zusammengestellt, die noch niemals jemand gesehen hat. Wir haben Street Dance mit Choreographie vermischt, es gibt Drehungen auf dem Kopf und Salti und all dieses Zeug. Die Choreographie war echt unglaublich."

"Ich glaube nicht, dass die Leute schon Tänzer gesehen haben, die so vom Boden abheben wie diese Jungs und Mädchen mit ihren Überschlägen oder dem Tanzen auf einer Handfläche", bemerkt Produzent Weathersby. "So etwas habe ich auf der Leinwand noch nie gesehen - und ich bin ein alter Fan von solchen Tanzfilmen wie der West Side Story."

Die Dreharbeiten zu STREET STYLE fanden vor Ort in ganz Los Angeles statt, unter anderem im Los Angeles Convention Center, wo das große Finale gedreht wurde. "Mit diesem Film bin ich in der Lage, ein Phänomen, das es hier schon immer gegeben hat, auf angemessene Art und Weise zu inszenieren", kommentiert Choreograph Scott. "Wir wollten, dass die Old-School-Leute, mit denen damals alles angefangen hatte, unseren Film anerkennen. Hip Hop kam von der Straße, und jeder, der Hip Hop macht, orientiert sich daran. Dieser Film zeigt die Seite der Straße, die positiver ist als das, was man meint, von dort zu kennen."

"Freundschaft, Loyalität und Liebe sind mir wichtig. Und genau darum geht es in diesem Film", so Stokes. "Die Jungs verbindet die denkbar engste Freundschaft. Es gibt Momente im Film, bei denen man weinen möchte. Aber es gibt genau so große Triumphe, bei denen man aufspringen und applaudieren möchte."

Der Original-Titel YOU GOT SERVED, so erklärt Produzent Morton, "ist tatsächlich Hip-Hop-Slang und ist so schon lange in Gebrauch, jedoch mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen.

"Die Leute werden nach diesem Film anfangen, Tanzgruppen zu bilden", fügt Steve Harvey hinzu. "Ihr werdet noch sehen: Das hier wird noch viel weiter gehen."

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Columbia © 1994 - 2010 Dirk Jasper