Super Size Me

Produktionsnotizen

"Super Size Me ist die Reise eines Mannes in die Welt des Fastfoods, des Fettwerdens und der damit verbundenen Gesundheitsprobleme. Es ist außerdem ein Film über den American Way of Life und er zeigt, wie wir uns selbst zu Tode essen."

Über die Idee zum Film Morgan Spurlock, Produzent, Regisseur und Versuchskaninchen in SUPER SIZE ME, verbrachte Thanksgiving 2002 bei seinen Eltern in West Virginia. Vollgestopft mit dem traditionellen Truthahn saß er träge auf der Wohnzimmer-Couch, als ihm die Idee zu SUPER SIZE ME durch den Kopf schoss.

"Ich saß vor dem Fernseher und sah mir die Nachrichten an, in denen über die Klage zweier Mädchen gegen McDonald's berichtet wurde", erzählt Spurlock. "Sofort rief ich meinen Freund Scott Ambrozy (der Kameramann von SUPER SIZE ME) an und erzählte ihm von meinem Plan. Er hörte gar nicht mehr auf zu lachen und meinte schließlich: "Wow, das ist eine teuflisch gute Idee!" "Das ist zu unserem Mantra geworden, vor allem während des Monats, in dem ich mich schlechter fühlte, als ich es mir je hätte vorstellen können - Hey, ist doch eine teuflisch gute Idee!

In der Zeit vor meinem sadistischen - besser: sadomasochistischen "Aha-Erlebnis" konnte man den Fernseher nicht einschalten, ohne etwas von der "Fett-Epidemie in Amerika" oder von den Mädchen zu hören, die gerade McDonalds verklagten. Es hatte den Anschein, als ob ganz Amerika und die Welt sich plötzlich nur noch fürs Fett-Sein interessierten. Ich hatte so viele dicke Kinder gesehen und so viele Familien, die Abend für Abend in ein Pizza- oder Burger-Restaurant gingen. dass dies jetzt alles mal in einem Gerichtssaal zur Sprache kommen sollte, war für mich das Streichholz an der Lunte. Jemand mußste diese Geschichte erzählen, und zwar so, dass sie gleichzeitig Interesse und Aufmerksamkeit erregen würde."

Über die Produktion: "Wir begannen unmittelbar nach Thanksgiving mit der Vorproduktion, riefen Gesundheitsexperten und Ärzte an, vereinbarten Interviews und stellten eine Reiseroute zusammen. Zwei Monate, nachdem ich mit Scott telefoniert hatte, waren wir bereits mitten in der Produktion. Das ist das Großartige an Video: Wenn man weiß, was man will, kann man die einzelnen Elemente schnell zusammenbringen und ein Filmprojekt ohne Verzögerung durchziehen.

Ich hatte mir immer vorgenommen, dass mein erster Film anders sein müsse, außerhalb des Mainstream und originell. All das und mehr kam bei SUPER SIZE ME zusammen. Es begann alles so lustig. Am ersten Tag steht mir die Vorfreude noch ins Gesicht geschrieben. Aber die Tage gehen dahin und das, was mir das Essen antut, kann man mir auf der Leinwand ansehen. Schließlich konnten die Tage für mich gar nicht mehr schnell genug vorüber gehen... Ich wollte nur noch, dass diese Erfahrung endlich ein Ende hat.

Die Post-Produktion lief praktisch parallel zum Dreh. Stela Gueorgieva, unsere Chef-Cutterin, begann sofort mit dem Sichten und Katalogisieren der Tapes. Sie beschäftigte ein Heer von Mitarbeitern, um die aufgenommenen Interviews abzuschreiben. Als der Endschnitt begann und der Großteil der Produktion gelaufen war, hatten sie bereits die ersten 200 Stunden des Materials ausgewertet. Das war Mitte Juli 2003.

Alles in allem hatten wir etwa 250 Stunden Drehmaterial, waren 25.000 Meilen gereist und hatten den Film in weniger als einem Jahr produziert. Auf dem Sundance Festival 2004 wurde er zum ersten Mal gezeigt und gewann den Preis für die beste Regie. Wow. Ich hoffe, dass auch das Publikum in Europa den Film mögen wird."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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