Ein Leben lang kurze Hosen tragen

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Ein Leben lang kurze Hosen tragen
Titel USA: The Child I Never Was
Genre: Drama
Schwarzweiß/Farbe, Deutschland, 2002

Kino USA: 16. Januar 2004
Kino Deutschland: 19 August 2004
Laufzeit Kino: 83 Minuten, FSK 12



Inhalt In den Jahren 1962 bis 1966 entführte, missbrauchte und tötete der Metzgergehilfe Jürgen Bartsch im Ruhrgebiet vier halbwüchsige Jungen. Bei seinem ersten Mord war er 15 Jahre alt und 19, als man ihn fasste .

Bartsch fesselnde Beichte während einer Therapiesitzung 1972 in der Landesheilanstalt Eickelborn bildet den Rahmen für szenische Rückblenden, die die Morde und seinen Lebensweg nachzeichnen ? eine Reise in die Abgründe einer kranken und geschundenen Seele.

Bartschs kaltherzige und strenge Adoptiveltern, die unmenschlichen Erziehungsmethoden, unter denen er in einem katholischen Internat zu leiden hatte, der Moment als ihm klar wurde, dass er sich von kleinen Jungen sexuell angezogen fühlte, seine Sehnsucht niemals erwachsen zu werden

Schlüsselerlebnisse und Mosaiksteine, die den jungen Jürgen zur ?Bestie von Langenberg? machen sollten, wie die Presse ihn später titulierte. Das bezwingende Psychogramm eines Unscheinbaren als beklemmende Reise ins Dunkel.


Darsteller & Stab Darsteller: Tobias Schenke (Jürgen Bartsch, älter), Sebastian Urzendowsky (Jürgen Bartsch, jung), Ulrike Bliefert (Gertrud Bartsch), Walter Gontermann (Gerhard Bartsch), Jürgen Christoph Kamcke (Pater Seidlitz), Sebastian Rüger (Junger Diakon), Stephan Szasz (Junger Priester), Roland Riebeling (Kaplan Herles)

Stab:Regie: Kai S. Pieck • Produzentin: Bettina Scheuren • Drehbuch: Kai S. Pieck • Vorlage: Buch ?Jürgen Bartsch: Opfer und Täter ? Das Selbstbildnis eines Kindermörders in Briefen? von Paul Moor • Filmmusik: Kurt Dahlke • Kamera: Egon Werdin • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Bertram Strauss • Schnitt: Ingo Ehrlich • Kostüme: Anne Jendritzko • Make Up: Christina Paul • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: Torus GmbH • Stunts: - •


Filmkritiken film-dienst 17/2004: Sachlich-kühl inszeniert , mit vielen verfremdeten Elementen , öffnet der Film Freiräume, um übder die Krankheit eines Individuums und die damit verbundene Täter-Opfer Dialektik wie auch Schwierigkeiten einer Gesellschaft nachzudenken, mit dieser Dialektik umzugehen.

Frankfurter Rundschau: Ein grausiger und zugleich rätselhafter Monolog.

FAZ: Eine Glanzleistung.


Hintergrund Im Juni 1966 berichteten alle deutschen Zeitungen auf Seite Eins über die Verhaftung eines 19-jährigen Metzgergesellen namens Jürgen Bartsch, der zwischen 1962 und 1966 auf unvorstellbar grausame Weise vier Schuljungen missbraucht und zu Tode gequält hatte.
Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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