Plötzlich Prinzessin 2

Ausführlicher Inhalt

Fünf Jahre sind vergangen, seit die damals 15-jährige Mia Thermopolis (ANNE HATHAWAY) aus heiterem Himmel erfuhr, dass sie eine echte Prinzessin ist. Dann verknallte sich auch noch ihre Mutter in ihren Lehrer, sie sich selbst in ihren Mitschüler Michael - und plötzlich stand ihr Leben Kopf. Jetzt ist Mutter Helen (CAROLINE GOODALL) schwanger, Michael nur noch ein guter Freund und Mia hat ihr Studium beendet.

Viel ist in der Zwischenzeit passiert - vor allem aber ist der ehemals tolpatschige und dickköpfige Teenager erwachsen geworden: eine liebenswerte, selbstbewusste, noch immer etwas linkische, aber überaus attraktive junge Frau. Und während ihre Freundinnen noch mit den Plänen für die Ferien beschäftigt sind, steht Mias Zukunft nicht etwa in den Sternen, sondern liegt - um genau zu sein - in Genovien: einer kleinen Monarchie irgendwo zwischen Italien und Spanien, in der aufgeregt die Ankunft der amerikanischen Prinzessin erwartet wird.

Kaum hat Mia ihr Abschlusszeugnis in der Tasche, steht Joseph (HECTOR ELIZONDO), Sicherheitschef des Palasts bereit, um Mia nebst ihrem treuen Kater Fat Louie in das kleine Land in Europa zu entführen, in dem ihr ihre Großmutter und Königin Clarisse (JULIE ANDREWS) einen Crashkurs in Garderobe, Traditionen und genovischen Sitten erteilen wird.

Zur Amtseinführung an ihrem 21. Geburtstag gibt Königin Clarisse ein rauschendes Fest, bei dem Mia traditionsgemäß mit allen Junggesellen des Landes tanzen wird. Zu ihrem Glück trifft Mia hier auch ihre Freundin Prinzessin Asana (RAVEN) wieder, die ihr gut gelaunt zur Seite steht, während frühreife zwölfjährige Prinzen oder überschwängliche Ausdruckstänzer ihre Avancen machen.

Da kann es schon mal passieren, dass Mia versehentlich auf der Flucht vor linkischen Verehrern einem gut aussehenden Charmeur auf die Füße tritt. Der attraktive Unbekannte versäumt es zwar, sich vorzustellen, hinterlässt aber schweren Eindruck bei der Prinzessin.

Ebenso schnell wie rauschende Bälle und schöne Roben soll Mia jedoch die Kehrseite des Prinzessinnendaseins kennen lernen: dass die übereifrige Fernsehreporterin Elsie Kentworthy (KIM THOMSON) für ihre Morningshow die königliche Familie auf Schritt und Tritt verfolgt, ist das geringere Übel.

Als Mia aber bei ihrem ersten Rundgang durch den Palast eine geheime Kammer findet, die direkt zum Parlamentssaal führt und für heimliche Lauschangriffe wie geschaffen ist, erfährt sie aus erster Hand, dass ihr der durchtriebene Vicomte Mabrey (JOHN RHYS-DAVIES) die Krone absprechen will: Er erhebt Anspruch auf den Thron für seinen Neffen Nicholas (CHRIS PINE), der aufgrund der Erbfolge ebenso als Anwärter in Frage kommt wie Mia.

Und er beruft sich auf ein Jahrhunderte altes genovisches Gesetz, nach dem eine Prinzessin verheiratet sein mußs, bevor sie Königin werden kann. Folglich beschließt der Premierminister (JOEL MCCRARY), dass der Prinzessin dreißig Tage blieben, um in den Ehestand zu treten - sonst ginge das Recht auf die Krone an Lord Nicholas über.

Mia ist außer sich - eine arrangierte Ehe! So hatte sie sich ihre Zukunft nicht vorgestellt. Doch dann erinnert sie sich an die Worte ihres Vaters, des ehemaligen Regenten von Genovien, und ist fest dazu entschlossen, einen Platz neben ihm in der Ahnengalerie des Palasts einzunehmen. Die Bewerber um den Platz an ihrer Seite sollen nur kommen!

In ihrer vernünftigen, pragmatischen Art lädt Königin Clarisse jedoch zunächst den Herausforderer in den Palast ein, der mit seinem Onkel längst einen perfiden Plan ausgeheckt hat, mit dem er die Prinzessin vertreiben will. Mia traut ihren Augen kaum - bei Lord Nicholas handelt es sich um jenen Charmeur, mit dem sie bei ihrer Geburtstagsparty geflirtet hat. Damit hat sich dieser sofort einen weiteren Fußtritt verdient - selbst wenn sich derartige Maßnahmen für eine Prinzessin gar nicht geziemen würden, wie Königin Clarisse bemerkt.

Aber Clarisse versteht es, Mia zu besänftigen, indem sie sie in ihre soeben renovierte Suite und ihr zukünftiges Zuhause im königlichen Palast führt. Und die ist - ein wahr gewordener Mädchentraum! In ihrem begehbaren und per Fernbedienung aktivierbaren Kleiderschrank entdeckt sie nicht nur Manolos, prachtvolle Roben und wertvollen Schmuck, sondern auch - Überraschung! - ihre beste Freundin Lilly (HEATHER MATARAZZO), die Mia die Eingewöhnung in Genovien erleichtern soll. Und ihr sogleich bei der Auswahl des Bräutigams mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Die Liste der möglichen Auserwählten ist lang, und nicht jeder potenzielle Gatte kann es mit einem Prinz William aufnehmen. Einer erweckt dennoch - dem Papier und Foto nach - das Interesse von Prinzessin Mia: der britische Lord Andrew Jacoby (CALLUM BLUE), der umgehend in den Palast gebeten wird.

Nach gemeinsamem Picknick, Strandausflügen, einer Badminton-Partie und anderen Abenteuern, bei denen Mia bisweilen leidlich vom Pech und von Elsies Kamerateams verfolgt wird, ist bereits nach einer Woche offiziell: Prinzessin Mia und Lord Andrew sind verlobt. Ist Vicomte Mabreys Intrige damit gescheitert?

Keineswegs. Denn der ist mit seiner Weisheit noch lange nicht am Ende. Sein neuer Plan: Nicholas soll Mia umgarnen - und sie verliebt machen, damit sie die arrangierte Ehe ganz schnell wieder vergisst. Nicholas' Annäherungsversuche führen zunächst zu einem Treffen mit seinem Opfer hinter verschlossenen Schranktüren, die Königin Clarisse Kopfzerbrechen bereiten - viel mehr als ihr eigenes Privatleben.

Das sollte eigentlich längst ihrem treuen Sicherheitschef Joseph gewidmet sein, der für sie schon lange mehr als ein Angestellter ist. Doch Clarisse mußs Joseph auf die Zeit nach der Thronübergabe vertrösten - ihre Enkelin braucht sie jetzt.

Diese übt sich zunächst im Bogenschießen, richtigen "Fächeln" und Abhalten von Audienzen vor ihren zukünftigen Untertanen, bei denen sie auf gewohnt charmante Art kein Fettnäpfchen auslässt. Nicht immer aus eigenem Verschulden: Beim Abreiten der Königlichen Garde lässt Vicomte Mabrey Mias Pferd so erschrecken, dass es mitsamt der Reiterin durchgeht und sie vor den Augen von Hof und Staat lächerlich macht. Mia ist am Boden zerstört - und findet ausgerechnet bei Nicholas Trost. Joseph, der das Spiel des Vicomte durchschaut hat, spricht diesem gegenüber eine unmissverständliche Drohung aus.

Bei der nächsten offiziellen Angelegenheit, einer Gartenparty im wunderschönen Park des Palasts, will Mia die Gelegenheit nutzen, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Ein weiteres Aufeinandertreffen mit Nicholas endet dabei jedoch stürmisch: mit einem Kuss - und mit einem unfreiwilligen Bad vor versammeltem Adel in einem Brunnen. Bei Königin Clarisse ist das Maß endgültig voll - aber immerhin, so gibt sie dem zukünftigen Bräutigam Andrew auf den Weg, wird sein Leben an Mias Seite nicht so schnell langweilig werden.

Bei der Parade zum Unabhängigkeitstag kann Mia dann endlich ganz Genovien beweisen, dass das Herz einer echten Prinzessin in ihr steckt: Sie lässt ihre königliche Kutsche anhalten, als sie eine Gruppe von Waisenkindern in der Menge entdeckt. Ohne lange zu überlegen, lässt sie allen Mädchen kleine Krönchen aufsetzen und erklärt ihnen, dass jede eine Prinzessin sein könne, wenn sie ganz fest dazu entschlossen sei. Das Volk ist begeistert - und Mia hat endlich eine Aufgabe: In den nächsten Tagen plant sie den Bau eines Waisenhauses - und bereitet ganz nebenbei noch eine Pyjamaparty vor, zu der Prinzessinnen aus aller Welt im Palast erwartet werden.

Am Tag vor der Hochzeit überrascht Nicholas seinen Onkel damit, dass er seinen Anspruch auf den Thron zurückzieht: Er halte Prinzessin Mia für die geeignete Kandidatin - dass er sich längst in sie verliebt hat, verschweigt er. Nicholas bittet Mia noch um ein letztes Date, bevor sie vor den Traualtar tritt. Nur Vicomte Mabrey gibt sich noch nicht geschlagen. Und auch die gemeinsam geplante Zukunft von Königin Clarisse und Joe sieht mit einem Mal nicht mehr ganz so rosig aus.

Die wichtigste Frage jedoch, die sich Elsie Kentworthy und das genovische Volk an diesem Tag stellen: Wird es eine königliche Hochzeit geben? Und vor allem: Wer wird der Bräutigam sein?

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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