Männer wie wir

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Interview mit Maximilian Brückner, Sherry Hormann, Benedikt Gollhardt • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Männer wie wir
Titel USA: Männer wie wir
Genre: Komödie
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 7. Oktober 2004
Laufzeit Kino: 106 Minuten, FSK 6



Inhalt Bei Torwart Ecki läuft's gerade nicht so rund: Erstens hat er seiner Fußballmannschaft den Aufstieg verpatzt und ist zweitens hochkantig aus dem Team geflogen. Drittens hat er seiner Truppe eine gepfefferte Revanche versprochen - mit einer Mannschaft, die er viertens noch gar nicht hat. Fünftens soll das Ganze schon in vier Wochen mit viel Tamtam in seinem münsterländischen Heimatdorf stattfinden.

Und dann gibt es sechstens noch eine Kleinigkeit: Weil Ecki gerade erkannt hat, dass er schwul ist, will er bei diesem Termin beweisen, dass Schwule genauso gut Fußball spielen wie Heteros. Jetzt mußs er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts leichter als das in einer Fußballstadt wie Dortmund ... oder?


Darsteller & Stab Darsteller: Maximilian Brückner (Ecki), Rolf Zacher (Karl), Lisa Maria Potthoff (Susanne), David Rott (Sven), Christian Berkel (Rudolf), Dietmar Bär (Eckis Vater), Saskia Vester (Mutter), Mariele Millowitsch (Elke), Andreas Schmidt (Jürgen), Hans Löw (Klaus)

Stab:Regie: Sherry HormannProduktion: Kirsten Hager, Eric Moss, Andreas Schneppe für Hager Moss Film • Drehbuch: Benedikt Gollhardt • Vorlage: - • Filmmusik: Martin Todsharow • Kamera: Hanno Lentz • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Thomas Freudenthal • Schnitt: Eva Schnare • Kostüme: Gabriele Binder • Make Up: Sabine Muschalek, Frauke Horn • Ton: Andreas Wölki • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Männer wie wir ist eine zu Herzen gehende Komödie über Freundschaft und den Respekt vor der Individualität jedes Einzelnen. Das Schicksal des Torwarts Ecki, der mit seiner schwulen Fußballmannschaft seinen Heimatverein herausfordert, wirft einen intelligenten, unverkrampften Blick auf alte Vorurteile, neue Toleranz und echte Freundschaft, die alle Schranken überwindet. Wobei Männer wie wir ungefähr so viel mit Fußball zu tun hat wie "Ganz oder gar nicht" mit Striptease. Und wer hätte 1997 schon gedacht, dass die Geschichte von sechs arbeitslosen Stahlarbeitern, die sich ausziehen, ein Welterfolg würde? Regisseurin Sherry Hormann ("Irren ist männlich", "Frauen sind was Wunderbares") inszenierte ein Feel-Good-Movie mit genauem Gespür für Pointen-Timing und emotionale Tiefe. Frech, aber liebevoll, respektlos, aber ehrlich - der Film vereint überbordende Komik und schauspielerische Spielfreude und präsentiert ein ungewöhnliches buntes Ensemble. Neben bekannten Gesichtern wie Mariele Millowitsch, Dietmar Bär und Christian Berkel brilliert der junge Theaterschauspieler Maximilian Brückner, der als Ecki sein Leinwanddebüt gibt. Wie nebenbei ist Männer wie wir die Wiederentdeckung von Rolf Zacher, der als knarziger und überzeugt heterosexueller Trainer Karl eine der grandiosesten Darstellungen seiner Karriere abliefert.

Jana Werner (Rhein-Zeitung 7. Oktober 2004): Sherry Hormann hat mit Männer wie wir in nur acht Wochen Drehzeit einen erfrischend unverkrampften, frechen, aber liebevollen und ehrlichen Ensemblefilm inszeniert, in dem Theaterschauspieler Maximilian Brückner mit seiner ersten Kinorolle neben zahlreichen bekannten Filmgesichtern brilliert. Die gelungene Komödie erzählt mit viel Gespür für Pointen-Timing und mit emotionaler Tiefe von echten Freundschaften und dem Respekt vor der Individualität jedes Einzelnen.

film-dienst 20/2004: Unterhaltsame Verknüpfung von Coming-Out-Geschichte und Sportfilm, gespickt mit handfesten varietéhaften Einlagen, aber auch einigen ernsten Zwischentönen. Mitunter droht die subtile Komödie, die Balance zwischen saftigem Klischee und dramatischer Ernsthaftigkeit zu verlieren, vermeidet aber stets jede Zote.

Filmplakat
Szenenfoto
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