Darf ich bitten?

Produktionsnotizen

"'Darf ich bitten?' handelt nicht nur von einem ruhelosen Mann, der die Welt des Tanzes für sich entdeckt", sagt Regisseur Peter Chelsom.

"Es geht vielmehr um eine Gruppe von Menschen, die die Chance erhalten, herauszufinden, wer sie schon immer sein wollten. Diese Geschichte von der Suche nach dem wahren Glück könnte überall spielen - aber das Tolle am Tanzen ist, dass du damit manchmal mehr ausdrücken kannst als mit tausend Worten."

1996 eroberte das Original "Shall We Dance" ("Dansu Wo Shimasho Ka") von Regisseur Masayuki Suo, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, die Herzen der japanischen Zuschauer mit seiner Geschichte über einen einfachen, hart arbeitenden japanischen Angestellten, der von dem Gefühl überwältigt wird, dass in seinem Leben und seiner Ehe etwas fehlt, und heimlich einen Kurs in Gesellschaftstanz belegt.

Bald geht eine Veränderung mit ihm vor, er wird vom hölzernen, melancholischen Einsiedler zu jemandem, der sein Leben plötzlich voller Magie und neuer Chancen sieht.

Mit seinen komischen Charakteren und mitreißenden Tanzszenen berührte der Film einen Nerv in jedem, der sich schon einmal nach ein bisschen mehr gesehnt hat. Ausgezeichnet mit 13 japanischen Oscars, trat "Shall We Dance" seinen Siegeszug um die Welt an, wurde als originalsprachiger Film ein Erfolg auch in den USA und Europa.

Auch Drehbuchautorin Audrey Wells war vom Original zutiefst berührt. Sie fand, die ergreifende Geschichte hätte ein größeres Publikum verdient.

Wells hat sich schon länger mit der Frage beschäftigt, wie Menschen ihre Leidenschaften entdecken - sei es im romantischen oder kreativen Bereich - in der Hektik unseres geschäftigen und zerstreuten modernen Lebens. Diesem Thema ist sie in einigen ihrer Drehbücher und Filme nachgegangen, darunter "Unter der Sonne der Toskana" und die preisgekrönte "Guinevere".

Aber diese Geschichte hatte für sie noch etwas anderes, denn es geht nicht so sehr um das Finden von Liebe im herkömmlichen Sinn, sondern eher darum, die Freude daran wieder zu entdecken, seine ureigenen Träume zu verfolgen und den Funken und die Leidenschaft einer langjährigen Ehe wieder zu beleben.

Wells begann damit, "Shall We Dance" in einen englischsprachigen Film umzuarbeiten - und entdeckte dabei schnell, dass sich mehr als die Sprache ändern mußste.

Das ganze kulturelle Umfeld sollte neu geschaffen werden. Der Schauplatz wurde nach Amerika verlegt, mit seiner offeneren Gesellschaftsstruktur.

Wells brachte auch den Humor auf amerikanisches Niveau, verlieh dem komisch angehauchten Tanzschul-Personal einen gewissen Chicago-Touch und definierte vor allem den Kampf der Hauptfigur neu.

Denn John Clark ist nicht, wie sein Vorbild im Original, gefangen in den rigiden Strukturen der japanischen Gesellschaft, sondern in seiner eigenen Vorstellung von sich als Vater und Anwalt.

Wells schuf Clark als typischen berufstätigen Großstadt-Amerikaner, "einen, der alles bestens kann, aber nicht mehr weiß, wie man träumt - bis er dieses Tanzstudio betritt".

Dieses Wiederentdecken der Fähigkeit zum Träumen zieht sich durch den ganzen Film, von Jennifer Lopez' desillusionierter Profi-Tänzerin, die erkennt, dass sie wieder an Wettbewerben teilnehmen will, bis zu Stanley Tuccis haarsträubendem Ballsaal-Möchtegern, der endlich lernt, er selbst zu sein.

Das Einzige, was Wells unverändert übernahm, ist die Konzentration des Drehbuchs auf die pure Freude am Herumwirbeln auf der Tanzfläche, beim Gesellschaftstanz, in den Armen eines Partners, der jeden deiner Schritte kennt.

Auch wenn die Geschichte ein anderes Ambiente hat, bleibt der Tanz im Mittelpunkt. Die Gesten und Bewegungen von John Clark und seinen neuen Freunden erzählen Teile der Geschichte und enthüllen die unbeschreiblichen Gefühle, die sich der Sprache entziehen.

Die Kombination von heiteren Tanzszenen, geistreicher Komödie und einer bewegenden Geschichte aus dem Alltag weckte bei Produzent Simon Fields und Regisseur Peter Chelsom den sofortigen Wunsch, den Film zu realisieren, sobald sie das Skript auf dem Schreibtisch hatten.

Sie fanden, dass die neue Version von "Shall We Dance" nicht nur ein großes Komikpotenzial birgt, sondern auch Themen behandelt, die nicht oft im Kino zu sehen sind.

"Mit dieser Geschichte können sich die Menschen identifizieren", erklärt Fields. "Es geht nicht um einen verzweifelten Mann, der sein Leben in unrealistischer Art völlig umkrempelt. Es geht vielmehr um jemanden, dem es, wie den meisten von uns, im Prinzip gut geht.

Er hat einen guten Job, eine liebende Familie und eine funktionierende Ehe. Aber dann sieht er eines Tages dieses faszinierende Gesicht im Fenster und fragt sich, ob er nicht weiter gehen kann. Ich hatte noch nie etwas Ähnliches gelesen, über die Frage, was sonst noch möglich ist in einem an sich schon guten, ausgefüllten Leben.

Das war aufregend. Mir gefiel auch, wie die Eleganz und Leichtigkeit des Gesellschaftstanzes sich von der Routine des städtischen Lebens in Chicago abhebt."

Chelsom fügt hinzu: "Was ich an Audrey Wells' Ansatz bei "Darf ich bitten!" schätze, ist, dass eine Gruppe von Menschen sich bei Miss Mitzi zusammenfindet, um tanzen zu lernen, und dass alle am Ende viel mehr mitnehmen.

Alle Figuren sind irgendwie an einem Punkt angelangt, wo sie nicht mehr weiterkönnen, sie tragen Geheimnisse mit sich herum, und mit jedem von ihnen passiert etwas Besonders, und alles nur, weil eines Tages ein Mann aus einem Zug springt, weil er vielleicht einmal mit einer Frau tanzen will, die er in einem Fenster gesehen hat. Von diesem einzigen Moment werden eine Menge Leben berührt, und das ist für mich eine sehr faszinierende Vorgabe."

Fields und Chelsom kannten das japanische Original und waren beeindruckt, wie sorgfältig Wells den Schauplatz über den Atlantik transportiert hatte und eine eher amerikanische Sicht auf die Art einbrachte, in seinem Leben Befriedigung zu suchen, jenseits von Arbeit und Familie.

Chelsom merkt an: "Viele der Konflikte im Original rühren vom japanischen Tabu in Hinsicht auf die öffentliche Intimität des Tanzens her. Das lässt sich nicht auf amerikanische Verhältnisse übertragen.yPY Das amerikanische Tabu, das Wells zu einem zentralen Thema macht, ist: Wenn du den amerikanischen Traum lebst, darfst du nicht die Hand heben und sagen: Hey, ich bin unglücklich.

Was mir an der Geschichte gefällt, was mich so angezogen hat, ist, dass sie von einer Ruhelosigkeit handelt, die überall um uns ist, über die aber nicht viel geredet wird. Obwohl John Clark so viel hat, fehlt ihm etwas.

Er merkt, dass, auch wenn seine Frau und er immer in Bewegung sind, etwas in ihnen zum Stillstand gekommen ist. Er ist getrieben von dem Wunsch nach Leidenschaft. Das ist die wundervolle Subtilität dieses Films für mich."

Auch die Aussicht, die Magie des Tanzes in Kinobildern einzufangen, reizte den Regisseur. Wie sich herausstellte, stammt Chelsom aus Blackpool, dem erklärten Mekka des Gesellschaftstanzes und dem alljährlichen Austragungsort der Weltmeisterschaft.

Auch wenn Chelsom selbst nie professionell tanzte - Blackpool entkommt keiner, ohne eine unsterbliche Wertschätzung für die ansteckenden Freuden von Rumba, Walzer und Foxtrott in sich zu tragen. Chelsom erklärt: "So ziemlich jeder in Blackpool wird mit neun in die Tanzstunde geschickt."

Fields, ebenfalls Engländer, verfiel bereits als Kind dem Tanzzauber: "In England ist der Gesellschaftstanz Teil unserer Kultur und wird als Sport betrachtet. Als Peter Chelsom und ich aufwuchsen, wurden jeden Samstag zwei Stunden lang Tänze im Fernsehen gesendet. Einen Film zu drehen über den Reiz des Gesellschaftstanzes lag also quasi in unserer Natur."

In den USA gewinnt der Gesellschaftstanz an Popularität als Tanzstil, der einen Mann und eine Frau übers Parkett gleiten lässt, die nur auf die Musik und aufeinander reagieren. Jeder einzelne Tanz hat seine eigene kreative Persönlichkeit, seine eigenen Emotionen und folgt seinem eigenen Geist, von der puren Erotik der Rumba zum intimen Charme eines Walzers.

Mit seinem Fließen und seiner Romantik ist Gesellschaftstanz auch eine hochgradig cinematographische Kunstform, wie Chelsom feststellte, als er die angespannte Atmosphäre des Wettbewerbs einfing.

"In der Art, wie sich Gesellschaftstänzer bewegen, liegt etwas unglaublich Athletisches, fast Magisches - mit so viel Präzision und so viel Gefühl zur gleichen Zeit", schwärmt er.

"Ich wollte die Tanzsequenzen filmen, von den Anfängen, wenn John über seine Füße stolpert, bis zu den Profis, die in Blackpool herumwirbeln, in einer Art, die dem Publikum zeigt, wie sich John Clarks Augen dabei geöffnet haben und er erkennt, was alles möglich ist in seinem Leben."

Für John Clark, den hart arbeitenden Anwalt, der eines Abends aus dem Zug springt und sich in das sein Leben verändernde Abenteuer des Tanzens stürzt, brauchten die Filmemacher jemand ganz Besonderen. Sie suchten einen Schauspieler, der so viel Sicherheit und Charisma ausstrahlt, dass die Zuschauer automatisch annehmen, dass er glücklich ist.

Dies ist eine signifikante Änderung gegenüber der Figur des kleinen Angestellten im japanischen Original. Eigentlich ist der elegante, eloquente John Clark der Allerletzte, der freiwillig Tanzstunden nehmen würde in einem etwas heruntergekommenen Studio in dieser ungeschönten Gegend Chicagos.

"Unser John sollte kein Willy-Loman-Charakter oder der übliche Mittelklassemann sein", erklärt Field, "sondern jemand, der erfüllt ist, der schon alles erreicht hat. Wenn der dann diese Kehrtwendung macht, die seinen Enthusiasmus wieder entzündet und seine Ehe wieder in Gang setzt, verwundert ihn das ebenso wie das Publikum."

Diese Überlegungen führten zu Richard Gere, der einen Golden Globe gewonnen hat für seine Rolle des cleveren Anwalts in "Chicago". "Wir brauchten eine sehr, sehr subtile Darstellung von jemandem, der auch lernen konnte, vor den Augen des Publikums ein guter Tänzer zu werden", merkt Chelsom an.

"Das Interessante an John, Richards Rolle, ist, dass er als Person nie wirklich im Mittelpunkt stand. Er hat immer die Dinge am Laufen gehalten, als Vater, Chef, als Typ, der Witze erzählt im Aufzug.

Und nun hat er all diesen Raum, nur um er selbst zu sein, das ist ihm zunächst sehr bewusst, bis er lernt, sich zu öffnen - was Richard wirklich hervorragend darstellt."

Gere gefiel die Rolle - wie sein Charakter fand er die Vorstellung faszinierend, von der Frau im Fenster angezogen zu sein, mit all den Möglichkeiten, die ein solches Bild birgt.

"Ich hatte das Gefühl, so eine Erfahrung hat jeder in irgendeiner Weise schon mal gemacht - im Auto, im Zug oder Flugzeug sieht man plötzlich diese Person, und du hast eine Ahnung von dieser anderen Welt da draußen, an der du teilhaben könntest", sagt Gere.

"Interessant daran ist, dass sich die meisten von uns abwenden, während John entscheidet, herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Und das führt zu etwas sehr Positivem für ihn."

Gere fährt fort: "Ich glaube, am Anfang kann John nicht mal genau sagen, was in seinem Leben oder seiner Ehe schief läuft. Er spürt eher eine allgemeine Unzufriedenheit. Meine Aufgabe als Schauspieler war, das zu zeigen. Melancholie kann man nicht genau darstellen - du kannst keinen melancholischen Ausdruck auf ein Gesicht malen.

So habe ich mich auf das Gefühl in Johns Innerem konzentriert, als innere Bewegung, die er zuerst nicht wirklich versteht, die ihn zu etwas treibt, was ziemlich verrückt wirkt in seiner Welt, was aber sein ganzes Leben in eine neue Richtung lenkt."

Gere war auch von der Thematik von "Darf ich bitten?" angetan, die er beschreibt als "lernen, die Person zu werden, die du gern sein möchtest", Besonders gefiel ihm die Vorstellung, mit einem Ensemble von Schauspielern zu arbeiten, von denen jeder neue Seiten an sich selbst entdeckt, ernste und komische, durch den Willen, alles loszulassen beim Tanzen.

"Jeder dort im Studio hat seine eigenen Macken und Unzulänglichkeiten, Miss Mitzi's ist eine kleine, wundervolle Welt von Außenseitern", kommentiert Gere. "Aber es gibt dort eine ehrliche Kameradschaft und eine Akzeptanz den anderen gegenüber.

John stellt fest, dass alle im Studio, von Paulina bis Vern, einmal ihre Träume im Leben hatten, aber irgendwann an den Punkt kamen, wo sie nicht mehr an sie glaubten, oder es kam einfach etwas dazwischen. Im Verlauf des Films werden sie wieder mit ihren Träumen konfrontiert. Wir alle werden das, glaube ich."

Auch wenn Gere kein ausgebildeter Tänzer ist, so hat er doch, spätestens seit seinem Tap-Dance-Auftritt in "Chicago", seine eigene Liebe zum Tanzen entdeckt, zur Freiheit und zur Freude, die er als Schlüssel für John Clarks Veränderung sieht.

"Die emotionalen und psychologischen Anforderungen, sich wirklich einem Tanzpartner zu öffnen, sich für jede seiner Bewegungen zu sensibilisieren, tiefere Emotionen zuzulassen, um sich selbst auszudrücken, das verändert dich", erklärt er.

"Deshalb lieben wir immer noch Fred Astaire, weil seine Anmut und sein offenes Herz uns heute noch bewegen. Der Tanz hat die Kraft, das auszudrücken."

Ein weiterer Aspekt, der Gere zusagte, ist die realistische Art, wie der Film Johns Ehe behandelt - nicht als zerrüttet, sondern einfach etwas abgenutzt nach so vielen Jahren des Zusammenseins. "Es ist nicht die übliche kaputte Beziehung", merkt Gere an.

"Die Clarks sind meiner Meinung nach typisch für viele amerikanische Haushalte, in denen es nicht wirklich schlecht läuft, aber auch nicht so gut, wie es eigentlich könnte. Susan Sarandon ist fantastisch als Johns Frau Beverly, weil sie so bodenständig und verwurzelt ist und irgendwie abwartet, wohin die existenzielle Krise ihres Mannes führen wird."

Die Filmemacher wählten Susan Sarandon für die Rolle der Beverly wegen ihrer facettenreichen Darstellung weiblicher Intelligenz.

Chelsom dazu: "Susan balanciert auf der feinen Linie zwischen der Tiefe der Thematik des Films und dessen komischer Seite. Sie lässt sich auf die Sorge ein, als Frau vom Leben ihres Mannes ausgeklammert zu sein, und zugleich stellt sie die komisch-neurotische Seite dar, die aus dem Misstrauen erwächst.

Die Güte ihres Charakters bricht einem wirklich das Herz. Sie hat nichts falsch gemacht, aber sie weiß nicht, wie sie der Ruhelosigkeit ihres Mannes begegnen soll."

Für die Rolle der Paulina, die ihre Inspiration verloren hat, bis John Clark auftaucht, suchten die Filmemacher eine anziehende Darstellerin mit professioneller Tanzerfahrung - Jennifer Lopez. Für Chelsom ist ihre lebenslange Affinität zum Tanz ein unschätzbarer Gewinn für den Film.

"Wir fanden es wichtig, eine Schauspielerin zu haben, die mit ihrem Körper und ihrer Seele versteht, was Tanzen heißt, und dieses unvorhersehbare, emotionale Leben lebt", sagt er. "Jennifer verkörpert das, und sie ist eine so begnadete Tänzerin, dass man wirklich glaubt, sie könnte es darin zur Meisterschaft bringen."

Die entsprechende Rolle im japanischen Original war zerbrechlicher - Jennifer Lopez sollte die Verletzbarkeit der Figur zeigen, aber auch ihre eigene starke Persönlichkeit und offene Sinnlichkeit einbringen. "Jennifer hat die gleiche Sehnsucht wie die Figur im Original, aber sie verleiht ihr etwas ausgesprochen Amerikanisches, Glühendes", sagt Fields.

Nicht nur wegen der Tanzsequenzen war Lopez vom Drehbuch begeistert. Sie war auch angetan von der Idee, dass einfache Menschen außergewöhnliche Inspiration in ihr Leben bringen. "Mir gefallen die Porträts dieser unterschiedlichen Typen, die zusammenkommen, um sich ihre vergessenen Träume zu erfüllen", sagt sie.

"Im Tanzstudio können sie herausfinden, wer sie sind, was sie wollen und was ihrem Leben fehlt. Und vor allem: Der Tanz gibt ihnen einen wundervollen Ort, wo sie alles vergessen und über allem schweben können."

Einen großen Einfluss auf John Clark hat auch Stanley Tucci in der Rolle des Link Peterson, eines Kollegen aus dem Büro mit einem ausgefallenen Alter Ego, das er auslebt, wenn er nachts seine geliebten lateinamerikanischen Tänze zelebriert. Tucci war versessen auf diese komische Rolle, die anders ist als alles, was er bisher gespielt hat.

"Ich liebe die Vielschichtigkeit von Links Charakter - für mich ist jemand nie nur eine Person, nur der Mensch, der sich der Öffentlichkeit oder der Familie zeigt. Jeder hat geheime Ecken in sich, die er gern einmal ausdrücken möchte. Es war aufregend, jemanden zu spielen, der zwei Persönlichkeiten hat und am Ende in einer aufgeht. Und es ist eine unglaublich komische Rolle."

Gere hatte seinen Spaß daran, zu sehen, wie Tucci seine Figur mit Leben füllte. "Stanley hat so viel Einfallsreichtum, Kreativität und Mut in die Rolle gebracht, wirklich sehr ungewöhnlich. Er erinnerte mich an Peter Sellers in seinen großen Parts", sagt er.

"Es ist nicht einfach, gleichzeitig ausgeflippt und kontrolliert zu sein. Sein komödiantisches Talent findet da einen Zugang, aber ich weiß, welches Können in seinen Link eingegangen ist."

Zu Johns weiteren komischen Mitstreitern im Tanzstudio zählt auch Chic, der mit der erklärten Absicht, Frauen aufzureißen, Stunden nimmt. Bobby Cannavale, der unlängst in "The Station Agent" auf sich aufmerksam machte, spielt die Figur, die er als "wandelndes Hormon" bezeichnet.

"Chic glaubt, dass, wenn er ein großer Tänzer wird, die ?Chicks' bei ihm Schlange stehen. Aber das Schöne an dem Film ist, dass die Menschen, die da ihre Tanzstunden absolvieren, in Wahrheit wegen etwas anderem da sind und das durchs Tanzen auszudrücken lernen.

Auch für Chic geht das letztendlich tiefer, als Mädchen aufzureißen. Er macht eine Entwicklung durch und lernt, sich ganz anders auszudrücken, als seine Oberfläche zunächst vermittelt."

In der Rolle des Vern, der vorgibt, für seine vermeintliche Verlobte tanzen lernen zu wollen, besetzten Chelsom und Fields einen Newcomer: Omar Miller, der sein Filmdebüt in "8 Mile" gab, schickte den beiden ein Band mit Probeaufnahmen, von denen sie begeistert waren. Fields: "Omar bringt eine Direktheit ein und einen Enthusiasmus, die das Ensemble total bereichert haben."

Für die Komikerin Lisa Ann Walter ist die Rolle der Bobbie, die später Johns Wettbewerbspartnerin wird, ein Rückfall in ihre Teenie-Jahre, als sie an der Arthur-Murray-Tanzschule unterrichtete.

Sie erinnert sich: "Ich habe Foxtrott, Rumba, Walzer, Lindy, Quickstepp, Swing und Double-Time-Swing unterrichtet - bis meine Mutter herausfand, dass wir auf Tournee geschickt werden sollten nach Südamerika mit den Profis, und sie sagte: nicht meine Tochter."

Walter fand sofort Zugang zur inneren Reise ihrer Figur. "Bobbie ist eine Frau, die so oft von Männern enttäuscht worden ist in ihrem Leben, dass sie nur noch verbittert ist. Durch den Tanz lernt sie, dass du vertrauen mußst, wenn du Erfolg haben willst.

Du mußst vertrauen, dass dein Partner deinen Kopf nicht an eine Säule haut mitten im Raum oder dich fallen lässt oder irgendwie lächerlich macht. Er unterstützt dich und kümmert sich um dich. Das mußs Bobbie lernen, und diese Entwicklung macht ihre Figur durch."

Produzent Simon Fields über Walter: "Wir brauchten eine Frau, die keine Kontrolle hat über die Verbindung zwischen ihrem Hirn und ihrem Mund, aber auch verletzlich ist, eine Mutter, und auf dem Höhepunkt ihrer Tanzkarriere.

Der Zuschauer mußs total hinter ihr und Richard stehen als Paar, wenn sie sich hinauswagen aufs Parkett - dafür war Lisa einfach die Richtige."

Das Ensemble komplettieren Schauspielveteran Richard Jenkins als Privatdetektiv, der John Clark beschatten soll, die Teenie-Sensation Nick Cannon als sein geistreicher Assistent und die versierte Bühnendarstellerin Anita Gillette als die namengebende Eigentümerin von Miss Mitzis Tanzstudio, das auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat.

Auch sie macht eine Veränderung durch, während sie die unbeholfenen Schüler für den Wettbewerb trainiert und John Clark hilft, seine Leidenschaft für den Tanz zu zeigen.

Für Gillette besteht die Magie des Films darin, was die unterschiedlichen Figuren erleben, wenn sie sich aufs Parkett begeben: "An Miss Mitzi gefällt mir am besten, dass sie es schafft, den Leuten Spaß am Tanzen zu geben. Sobald sie anfangen sich zu bewegen, öffnen sie sich - und alles wird möglich."

Nachdem die Besetzung festgestanden hatte, begann der schwierigste Teil des Projekts. Die Aufgabe war, eine Gruppe von hoch angesehenen Schauspielern zu veritablen Tänzern zu machen, denen es gelingt, den Witz, die Anmut und vor allem die breite Palette der Möglichkeiten aufzuzeigen, die Gesellschaftstanz bietet.

Die Aufgabe war anders als bei einem Musical, wo das Team die Choreographie lernen mußs. Stattdessen hatte jeder Schauspieler einen Schnellkursus in den zehn verschiedenen Gesellschaftstanzstilen zu absolvieren.

Für die komplizierte Aufgabe hatte Peter Chelsom den berühmten australischen Choreographen John O'Connell engagiert. O'Connell ist einer der bekanntesten Film-Choreographen, der sich schon mit Baz Luhrmanns Hits "Strictly Ballroom" und "Moulin Rouge" einen Namen machte.

Aber diese Arbeit unterschied sich von allem, was er bisher gemacht hatte. Monate vor Drehbeginn starteten Chelsom und O'Connell eine Art Tanz-Trainingscamp mit den Schauspielern.

"Wir haben angefangen mit Recherche bei Tanzwettbewerben und Interviews mit den Besten ihrer Zunft", erinnert sich Fields. "Beeindruckend war, mit welch enormer Hingabe diese Leute ihrer Profession nachgehen. Das hat uns gezeigt, welch riesige Aufgabe vor uns stand: Schauspieler so weit zu bringen, dass sie dieses erregende Gefühl auf die Leinwand übertragen."

Aber die Schauspieler gingen die Aufgabe mit erstaunlicher Hingabe an, arbeiteten monatelang viele Stunden täglich im Training. Richard Gere begann gleich nach der Vertragsunterzeichnung mit den Proben in New York. Außer seiner Hingabe zum Step, die er in "Chicago" unter Beweis stellt, hatte er vorher wenig Tanztraining absolviert.

Aber Gere ist quasi von Natur aus athletisch - am College gewann er ein Sportstipendium und er praktiziert Tai-Chi. Connell merkt an, dass Geres enorme Arbeitsmoral ihn zu einem Musterschüler machte.

Jennifer Lopez erinnert sich an frühe Gerüchte über Geres anstrengende Proben. "Ich arbeitete an einem anderen Film und hörte von seinen Tanzstunden in New York", sagt sie. "Es wurde erzählt, er trainiere täglich acht Stunden! Ich dachte: O mein Gott, wie soll ich das aufholen, wenn ich dazu komme."

Während der Produktion war es nicht unüblich für Gere, nach Drehschluss weiterzuüben, manchmal bis drei oder vier Uhr morgens. Gere gesteht, dass beim Tanzen vor der Kamera "Angst meine größte Motivation ist". Und je mehr er über die Schwierigkeiten des Gesellschaftstanzes auf Wettbewerbsniveau erfuhr, desto klarer sah er, wie hart er trainieren mußste.

"Ich glaube, den meisten Menschen ist nicht klar, wie athletisch man dafür sein mußs", erzählt er. "Ich meine, es ist als olympische Disziplin anerkannt, und so linkisch es auch bei Amateuren aussehen mag, das ist ernsthafter Sport."

Am schwierigsten zu lernen war für Gere der Walzer, der ausgerechnet John Clarks Stärke sein sollte. "So langsam und anmutig", kommentiert er, "du brauchst die totale Körperkontrolle, um das gut zu machen.

Es ist wie beim Tai-Chi, alles mußs ganz leicht aussehen, aber dabei bringst du so ziemlich alles zum Einsatz, was du hast. Ich war oft schweißgebadet nach einem Walzer, dabei soll es so aussehen, als würdest du schweben."

Und dann der Mitternachtstango mit Jennifer Lopez, als John klar wird, dass er sich wirklich durch den Tanz ausdrücken kann, dass dieser Teil seines Traums sich bereits erfüllt hat. Gere lobt Lopez für diese Szene: "Diesen sehr intensiven Tango mit einem Amateur wie mir zu tanzen erfordert wirklich viel Großzügigkeit, Geduld und Anmut - all das gab mir Jennifer.

Sie hat es für mich zu einer wunderbaren Erfahrung gemacht. Ich habe auch gelernt, dass nicht die Schritte einen Tanz ausmachen, sondern die Geschichte, die er zu erzählen hat, ihn zum Leben erweckt."

Seine früheren Erfahrungen während der Dreharbeiten zu "Chicago" hatten Gere bereits gezeigt, dass harte Arbeit die Schauspieler am Set näher zusammenbringen kann. Das war auch bei "Darf ich bitten?" der Fall.

"Ich mag harte Arbeit", so sein Kommentar, "und ich mag das Gefühl, gemeinsam mit anderen etwas durch harte Arbeit zu schaffen. Du fühlst dich wohl mit Menschen, mit denen du gemeinsam geschwitzt hast, du lernst sie besser kennen.

Es trägt bei zum Gefühl einer gemeinsamen Leistung, was so bedeutend war für die Aussage des Films über diese Gruppe von Menschen, die da zusammenkommt."

Das gesamte Team fühlte den Zusammenhalt - und den Druck. Choreograph John O'Connell erklärt: "Gesellschaftstanz unterscheidet sich fundamental von anderen Tanzarten, weil so viel Präzision erforderlich ist. Wir haben mit vielen Trainern die Schauspieler bei jedem Schritt unterstützt.

Oft ging es nur darum, eine Kopf- oder Handhaltung zu korrigieren. Du bist sehr auf deinen Partner angewiesen, es ist also ganz anders, als allein zu tanzen. Du mußst lernen, dich auf deinen Partner einzustellen, miteinander zu arbeiten, und das ist der schwierigste Part."

Selbst für Lopez, die ihr Leben lang getanzt hat, war es eine Herausforderung, die strikte Disziplin des Gesellschaftstanzes zu lernen. "Es ist etwas ganz anderes", sagt sie.

"Du kannst viele verschiedene Tanzstile kennen und fühlst dich trotzdem wie ein blutiger Anfänger. Was mich aber unter anderem daran begeistert hat, ist, wie viel Spaß es macht, und ich hoffe, das können wir auf der Leinwand rüberbringen. Wenn du erst mal angefangen hast, ist es wie fliegen!"

Lopez' Lieblingstanz wurde der Tango, der eine ganz entscheidende Rolle spielt in der Freundschaft zwischen ihrer Figur und der von Richard Gere. "Im Tango steckt eine Menge Mumm, viel Leidenschaft, und es macht sehr viel Spaß, ihn zu tanzen - das versucht Paulina John beizubringen."

Für den Rest des Teams war der Lernprozess viel ergiebiger, aber auch viel anstrengender, als sie sich das vorgestellt hatten. Stanley Tucci drückt es so aus: "Mir war klar, dass es anstrengend wird, aber nicht, dass es so anstrengend wird."

Die Schwierigkeit für Tucci lag nicht nur darin, dass er komplizierte Routineschritte ausführen mußste - er mußste außerdem noch die haarsträubende Komik seiner Figur einfangen. O'Connell gibt zu, dass Tucci ein Lieblingsschüler war: "Ich war sehr froh, Stanley zu haben.

Denn ein Schauspieler, der beim Tanzen komisch sein mußs, kann leicht zur tragischen Figur werden, wenn er nicht von Natur aus über komisches Talent verfügt, was bei Stanley der Fall ist. Ich machte ihm Vorschläge für Schritte, aber Stanley hat seine Bewegungen selbst gefunden."

Bobby Cannavale hatte keinerlei Tanzerfahrung, als er sein Training begann, erwies sich aber als natürliches Talent. Zwar funktionierten seine Füße beim Stepptanzen tadellos, doch er fand es schwierig, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Er sagt: "Für mich war am schwierigsten nicht das Tanzen, sondern meine Rolle zu spielen, während ich tanzte. Während der ersten Monate war mein Kopf nämlich ständig mit Zählen beschäftigt, und mein Gesichtsausdruck war reine Perplexität, statt irgendetwas von Chic zu zeigen."

Doch als er dieses Stadium erst einmal überwunden und sich die Bewegungen zu Eigen gemacht hatte, stellte Cannavale fest, dass Tanzen ein fantastisches Schauspielwerkzeug ist.

"Du kannst nicht nur dein Gesicht einsetzen, wenn du tanzt", bemerkt er. "Es ist faszinierend zu sehen, was der Körper dem hinzufügen kann, was die Figur die ganze Zeit ausdrücken will."

Weil Omar Miller in einem späten Stadium zum Team stieß, hatte er einiges beim Tanztraining aufzuholen. Zum Glück entdeckte er schnell den Zugang dazu.

Miller erinnert sich: "Als ich den Vertrag unterschrieb, dachte ich mir, die Tanzszenen werden irgendwie mit einem Kameratrick gefilmt werden. Aber nein, es gab keine Fakes! Siehst du, wie sich meine Füße bewegen? Das bin ich!

Am Anfang gab es Tage, da versuchte ich vier Stunden lang, eine einzige Bewegung hinzukriegen. Aber ich habe nicht aufgegeben, und eines Tages ging es wie von selbst. Ich habe gemerkt, dass Tanzen süchtig machen kann."

Lisa Ann Walter dachte, sie hätte einen Vorteil wegen ihrer Vergangenheit an der Arthur Murray Dance School, aber sie fand es, trotz ihrer Fähigkeiten, schwer, sich die straffe Form und gelassene Reglosigkeit der Profis anzueignen. "Die Körperhaltungen, die man im Gesellschaftstanz sieht, sind unglaublich", sagt sie.

"Du mußst in diesen unnatürlichen Posen verharren, manchmal stundenlang. Das ist extrem schwierig. Aber aufregend, weil man immerzu improvisiert. Wann immer ich etwas Neues lernte, hatte ich das Gefühl, dass ich am nächsten Tag um vieles besser sein konnte."

Weil sich die Schauspieler während der Dreharbeiten zu immer besseren Tänzern entwickelten, versuchte man, so viele Tanzszenen wie möglich in der richtigen Reihenfolge zu drehen und damit ihrer Entwicklung von tollpatschigen Neulingen zu wettbewerbsfähigen Darstellern gerecht zu werden. Immer allerdings war das nicht möglich.

"Wir konnten nicht immer in chronologischer Reihenfolge drehen, deshalb waren die Anforderungen für das Team noch höher: Es mußste den Wechsel zwischen professionellen und haarsträubend schlechten Tänzern bewältigen", erläutert Simon Fields.

"An manchen Tagen hatten sie wettbewerbsreif zu sein, um am nächsten wieder über ihre Füße zu stolpern. Jedes Mal, wenn wir eine Szene begannen, hat der Choreograph sie zunächst auf den entsprechenden Level gebracht. Das war manchmal schwindelerregend."

Richard Gere fügt hinzu: "Zunächst wussten wir nicht, was wir taten. Aber als wir erst mal die Schritte draufhatten, war es viel schwieriger, alles wieder zu vergessen und absichtlich ganz unbeholfen zu erscheinen. Es scheint leichter zu sein, gut tanzen zu lernen, als schlecht."

Während der Dreharbeiten fanden die Stars, ebenso wie ihre Filmfiguren, Inspiration durch die reine Freude und die Befreiung, die Tanzen mit sich bringen kann.

Bobby Cannavale fasst zusammen: "Wenn du tanzt, merkst du, dass es nicht nur um Musik und Schritte geht, sondern darum, eine Geschichte zu erzählen und diese Verbindung mit Leidenschaft herzustellen, ebenso mit der Person, mit der du tanzt. Das haben wir bei den Profis beobachtet, mit denen wir gearbeitet haben, aber auch an uns selbst, und das macht den Film so lebendig."

Aber nicht nur die Schauspieler mußsten Gesellschaftstanz lernen. Auch Regisseur Peter Chelsom stürzte sich in die Stunden: "Die einzige Art, den Film zu realisieren, war für mich, selbst genau jede Bewegung jedes Tanzes zu verstehen.

Die Filmfiguren fangen an zu glauben, dass sie gute Tänzer werden können, das macht den Film so bewegend. Und das mußst du in seiner Komplexität einfangen, von den Fehlern bis zur perfekten Bewegung."

In "Darf ich bitten?" treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander: John Clarks Routinerealität mit Arbeit und Familie und die Welt des Tanzstudios, wo sich der Alltag einfach verflüchtigt. Die Verbindung dieser beiden Ebenen ist Chicagos berühmte ?EI'-Bahn.

Ein Großteil der Dreharbeiten fand in Winnipeg, Kanada, statt, was viel Kreativität von Produktionsdesignerin Caroline Hanania erforderte. "Zum Glück gibt es in Winnipeg viel Jahrhundertwendearchitektur, die etwas vom Ambiente Chicagos ausstrahlt", sagt Hanania.

"Das war hilfreich, aber trotzdem mußsten wir die ganze Untergrundstruktur eines ?El'-Zugs nachbauen sowie die Fassaden mehrerer Häuser, um ein urbaneres Chicago-Gefühl zu schaffen."

Das wichtigste Set war jedoch das Innere von Miss Mitzis Tanzstudio. Hanania, die bei allen Peter-Chelsom-Filmen mitwirkte, kreierte eine Welt aus Glas, Holz und Schweiß auf einer Studiobühne in Winnipeg. "Das Studio sollte ein sehr realistischer Ort sein, aber einer, von dem John Clark sich nie vorstellen könnte, dort ein und aus zu gehen", erklärt sie.

"Es ist ein Ort jenseits seiner normalen Erlebniswelt, und alles dort, von den Farben bis zur Einrichtung, steht im Gegensatz zu seiner Umgebung im Büro und zu Hause."

Eine weitere Herausforderung war es, einen Raum mit einem Spiegel zu schaffen, der den Anforderungen von Kameramann John De Borman ("Elle Enchanted") für seine Arbeit genügt, speziell für das Ausleuchten der Tanzszenen. "Wir haben die Spiegel so gebaut, dass sie beweglich waren und zur Seite geschoben werden konnten, und wir konnten sie mit Vorhängen abdecken", erklärt Hanania. "So konnten wir je nach Bedarf über den Einsatz der Spiegel entscheiden."

Vom Produktionsdesign bis zum Kameraeinsatz war die Arbeit an "Darf ich bitten?" viel aufwändiger, als sich Peter Chelsom das jemals vorgestellt hatte. Selbst die Fußböden bedurften einer Spezialbehandlung, um einerseits tänzerfreundlich, andererseits tauglich dafür zu sein, sich per Kamerafahrt an die Fersen der Tanzenden zu heften.

Dazu Chelsom: "Ich wollte nicht zu viele Kameratricks. Die Szenen, die mir am besten gefallen, sind die, in denen die Kamera die Tänzer beobachtet. Ich wollte immer die Option haben, direkt mit der Kamera dabei zu sein, ganz nah dran an den Tänzern, um ihre Erregung einzufangen.

Das ist eine der altmodischen Freuden, die man heute nicht mehr so oft erlebt, wenn die Welt stillsteht und du gebannt bist von dem, was du siehst."

Szenenfoto
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