G.O.R.A.

Produktionsnotizen

GORA ist die erste Science Fiction Komödie in der Geschichte des Türkischen Kinos. Mit Produktionskosten in Höhe von ca. 5 Millionen Euro ist es gleichzeitig auch die teuerste. Produziert wurde GORA von der Firma BKM, die sich bereits durch die erfolgreichen Filme "Vizontele" (2001) und "Vizontele Tuba" (2004) etablieren konnte.

Zum Drehort GORA wurde in den Antalya Studios, Europas größtem und modernstem Studiogelände, an der türkischen Riviera gedreht. Die Außenaufnahmen entstanden in der Umgebung Antalyas.

Die Region zeichnet sich durch ein Klima aus, das 300 Tage im Jahr konstant mediterrane Wetterbedingungen bietet und somit ideale Voraussetzungen für Filmproduktionen darstellt. Entworfen und erbaut wurden die Antalya Studios von international renommierten Ingenieuren.

Um zu garantieren, dass die Bedürfnisse von Filmemachern in jeder Hinsicht erfüllt werden, wurde intensive Rücksprache mit Managern aus Hollywood gehalten. Entsprechend professionell ist die Ausstattung: Das Studiogelände umfasst insgesamt 186.000 qm.

Zwei der drei Studios sind vollkommen schallisoliert und klimatisiert. Das dritte gibt einen spektakulären Blick auf die Taurus-Berge durch eine übergroße Schiebetür frei. In den Studios entstand beispielsweise die amerikanische TV-Produktion "Arabian Nights" (Hallmark).

Ursprünglich sollten die Dreharbeiten zu GORA im Sommer 2002 starten. Die Vorbereitungen, die ein Jahr in Anspruch nahmen, konnten jedoch erst im Mai 2003 abgeschlossen werden. GORA. wurde dann in nur 11 Wochen gedreht, die Postproduktion dauerte 6 Monate.

Die Darsteller GORA ist eine internationale Produktion: Künstler aus vier verschiedenen Ländern arbeiteten an den 2D und 3D Special Effects im Film, und im Schauspielensemble wirkten Leute aus 12 verschiedenen Ländern mit. Die Hauptfiguren sind jedoch mit türkischen Stars besetzt.

Cem Yilmaz, der Hauptdarsteller, hatte die Idee zu GORA. Er schrieb das Drehbuch und sich damit seine Rollen auf den Leib. Bisher wirkte er in zwei Kinofilmen mit: Zum ersten Mal war er in HER SEY COK GÜZEL OLACAK (Alles wird gut, 1998), zu sehen, wo er sich auch schon an der Drehbuchproduktion beteiligte - damals aber noch als einer von drei Autoren.

Zum zweiten Mal war er Hauptdarsteller in "Vizontele" (2001), entstanden unter der Regie von Ömer Faruk Sorak, mit dem er nun in GORA erneut zusammenarbeitete. Kennengelernt hatten sich die beiden während der DVD-Aufnahmen von Cem Yilmaz' Stand-up Show BIR TAT BIR DOKU.

Die DVD war äußerst erfolgreich und ist nach wie vor die meist gekaufte in der Türkei. Cem Yilmaz ist in seinem Heimatland als Karikaturist und Stand-up Artist berühmt geworden. Seit 1993 steht er mit seinen eigenen Shows auf der Bühne. Er ist mit Abstand der erfolgreichste Stand-up Comedian der türkischen Geschichte.

Auch die weiteren Hauptfiguren des Films sind prominent besetzt: So kennt man Ozan Güven (216) sowohl durch Kinofilme (Balalayka, Dokuz) als auch durch zahlreiche Fernsehserien (Ikinci Bahar, Asli ile Kerem, Bir Istanbul Masali).

Özge Özberk (Ceku) ist in ihrem Heimatland durch Fernsehserien bekannt (Sir Dosyasi, Bizimkiler, Bizim Ev) und ist zugleich eine namhafte Theaterschauspielerin (BKM Theater).

Erdal Tosun (Rendroy) ist seit 1982 regelmäßig auf der türkischen Leinwand zu sehen, seine Filmographie umfasst nahezu 20 Filme. Rasim Öztekin (Bob Marley Faruk) ist ebenso von der großen Leinwand her bekannt und wirkte seit 1986 in 11 Filmen mit.

Ausstattung und Musik Canan Göknil, die Kostümdesignerin, genießt in der Türkei große Popularität. Sie ist in Ihrem Spektrum äußerst vielseitig - sie entwarf Kostüme für Filme, Tanz-Shows, Theater- und TV Produktionen.

Auch Uniformen für die Angestellten großer Hotelketten, das Entwerfen von Kulissen und eigene Kollektionen gehören zu ihrem Repertoire und zeigen ihr künstlerisches Können. Als Grundlage und Anregung für die Kostüme in GORA, die speziell für diesen Film designt wurden, dienten Skizzen von Cem Yilmaz und Sahin Erkocak.

Wichtig war ihr, dass die Kostüme keiner Kultur zuzuordnen sind. Die einzelnen Modelle wurden nach der Entwurfsperiode innerhalb von 12 Monaten produziert. Das ganze Jahr über mußsten die Darsteller zu Anproben gehen, die mehrere Stunden Anspruch nahmen.

Nicht nur die Kostüme wurden eigens für GORA geschaffen, auch wurde für den gleichlautenden Planeten im Film ein eigenes Alphabet kreiert, das u.a. auf den Kostümen vielfach Verwendung fand.

Auch die Produktion der Dekoration dauerte ein Jahr. Ozan Colakoglu, der in allen Tarkan Alben mitgewirkt hat, komponierte die Musik zu GORA.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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