Hautnah

Ausführlicher Inhalt

Dan (Jude Law) ist ein attraktiver aber bislang erfolgloser Schriftsteller, der seinen Lebensunterhalt gezwungenermaßen als Verfasser von Nachrufen verdient.

Alice (Natalie Portman) ist eine junge New Yorker Stripperin, die nach einer gescheiterten Beziehung nach London flieht, mit nichts als einem Rucksack als Gepäck und bereit, sich ins Abenteuer zu stürzen.

Anna (Julia Roberts) ist eine frisch geschiedene Fotografin, die sich gerade auf ihre erste Ausstellung vorbereitet. Und schließlich wäre da noch Larry (Clive Owen), Doktor der Dermatologie, ein selbstbewusster Typ, der ganz genau weiß, was er will.

Zwei Männer. Zwei Frauen. Zwei Paare. Und die Frage, wer am Ende zu wem gehören wird, wenn alle vier aufeinandertreffen ...

London während der Rush Hour. In der hektischen Menschenmenge fallen Dan sofort die kurzen, leuchtend roten Haare von Alice auf, die direkt auf ihn zukommt. Ihre Blicke treffen sich. Bleiben aneinander hängen. Sie lächeln.

Er blickt für einen Moment unsicher nach unten. Als er wieder aufschaut, wird Alice beim Überqueren der Straße von einem Taxi erfasst. Er eilt der auf dem Asphalt liegenden jungen Frau zu Hilfe. Sie schlägt die Augen auf und sagt: "Hallo, Fremder."

Dan bringt Alice ins Krankenhaus. Sie flirten, reden und reden. Dann begleitet Alice den schüchternen Journalisten auf seinem Weg ins Büro. Sie verabschieden sich. Aber es besteht kein Zweifel, dass sie sich wieder sehen werden.

Etwa ein Jahr danach. Dan sitzt in Annas Studio vor ihrer Kamera. Die Veröffentlichung seines ersten Romans steht bevor. Sie hat sein Manuskript gelesen. Es handelt von Alice.

Während er von ihr fotografiert wird, fragt Dan Anna nach ihrem eigenen Liebesleben aus. Er flirtet mit ihr. Hemmungslos. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Dann küsst er sie.

Minuten später steht Alice vor der Tür, um ihn abzuholen. Dan bringt Alice in Annas Studio, stellt die beiden vor. Alice verschwindet kurz auf der Toilette.

Dan bittet Anna um ein Wiedersehen. Als Alice zurückkommt, fragt sie Anna, ob sie sie vielleicht fotografieren wolle - sie hätte noch nie vor der Kamera eines Profis gestanden. Dan lässt die beiden Frauen allein.

Alice konfrontiert Anna damit, dass sie an Dans Gesichtsausdruck sofort erkannt habe, was zwischen ihm und Anna vorgefallen sei. Sie steht weinend vor Annas Kamera, als diese auf den Auslöser drückt.

Kurze Zeit später. Zuhause sitzt Daniel vor seinem Computer und wählt sich in einen Sex-Chatroom ein. Einem Neuling gegenüber gibt er sich als Frau aus - "Anna, blonde Haare, großer Mund, epische Titten". Der Neuling ist der Dermatologe Larry, der in seiner Dienstpause im Krankenhaus nach Ablenkung sucht.

Er ist sofort Feuer und Flamme für Anna, und nach heftigem Emailverkehr geht er auf Dans alias Annas Vorschlag ein, sich zu treffen: am nächsten Tag, zwei Uhr nachmittags im Aquarium - der Ort, an dem sich die echte Anna, wie sie Dan erzählt hat, am liebsten aufhält. Als Erkennungszeichen soll Larry seinen weißen Kittel tragen.

Am nächsten Nachmittag. Larry findet die attraktive blonde Frau sofort, als er das Aquarium betritt und ist höchst erfreut. Er spricht Anna mit ihrem Namen an, sie reagiert, weiß jedoch mit seinen unverschämten Anspielungen nichts anzufangen.

Anna kommt schließlich dahinter, dass ihr nur Dan diesen Streich gespielt haben kann. Oder soll es ein Geburtstagsgeschenk sein? Larrys Selbstbewusstsein lässt sich selbst durch seinen peinlichen Auftritt nicht erschüttern. Er schenkt Anna zu ihrem Geburtstag einen Luftballon. Und ungefähr in diesem Moment verlieben sie sich ineinander.

Ein Jahr später. Annas erste Ausstellung ist ein voller Erfolg. Auch Alice und Dan, dessen Roman sich als niederschmetternder Flop entpuppt hat, gehören zu den Gästen - und zu den Porträtierten auf den ausgestellten Fotos.

Während Larry heftig mit Alice flirtet, kann Dan nicht von Anna lassen. Als er Alice draußen in ein Taxi setzt und sich verabschiedet, angeblich, um selber anschließend eine kurze Reise zu unternehmen, kehrt er noch einmal zu Anna zurück.

Er gesteht ihr seine Liebe und dass er sie seit einem Jahr heimlich beobachten würde - was ihr nicht entgangen ist. Als er endgültig die Ausstellung verlässt, liefern sich Larry und Anna ein kurzes, eifersüchtiges Wortgefecht, versöhnen sich jedoch gleich darauf wieder.

Erneut ein Jahr später. Dan betritt seine Wohnung, Alice liegt schlafend auf dem Sofa. Sie wacht auf, fragt ihn, wo er gewesen sei.

In diesem Moment eröffnet Dan seiner überraschten Freundin die schmerzhafte Wahrheit: Er habe seit der Ausstellung ein Verhältnis mit Anna - und das, obwohl diese gerade erst Larry geheiratet hat.

Für Alice bricht eine Welt zusammen. Dan versucht, sie zu trösten, doch Alice schnappt sich die wenigen Dinge, die sie besitzt, und nimmt Reißaus.

Zur selben Zeit in Annas mittlerweile todschick eingerichtetem Studioloft: Larry kehrt von seiner ersten Geschäftsreise seit ihrer Heirat zurück. Anna reagiert auf seine enthusiastische Ankunft reserviert.

Dann gesteht Larry, dass er sie auf seinem Trip mit einer Prostituierten betrogen hätte, fleht sie jedoch an, ihn nicht zu verlassen. Aber auch Anna entschließt sich zur Wahrheit: Sie erklärt ihm ihre andauernde Affäre mit Dan, dass sie ihn liebe, dass sie Larry verlassen würde. Larry verliert die Fassung, ihr heftiger Streit bleibt unversöhnt.

Drei Monate danach. Sichtlich aus der Fassung und unzufrieden betritt Larry einen Stripclub. Anna hat die Scheidung eingereicht und scheint entschlossen, mit Dan zusammen bleiben zu wollen.

Da entdeckt Larry eine ausgesprochen attraktive junge Tänzerin - trotz rosa Perücke erkennt er in ihr ganz eindeutig Alice. Doch diese weigert sich, auch die letzten Hüllen und ihren richtigen Namen fallen zu lassen und zieht ihr verführerisches Spiel gnadenlos durch.

Larry wittert die Gelegenheit, den Spieß umzudrehen und es Dan mit gleicher Münze heimzuzahlen. Doch als es immer deutlicher wird, dass es bei dem Kampf der Männer um Anna und Alice weniger darum geht, die große Liebe zu gewinnen, als um den Triumph des einen über den anderen, ist es für echte Gefühle längst zu spät ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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