New York Taxi

Produktionsnotizen

NEW YORK TAXI folgt Tim Storys erstem Studioerfolg, der Komödie BARBERSHOP mit Ice Cube und Cedric the Entertainer. Story hatte Luc Bessons Hitkomödie TAXI gesehen und wollte beim Remake die Regie übernehmen. "Als mir klar wurde, wie viel Spaß alle Beteiligten beim Dreh des Originals hatten - von der Chemie zwischen den Schauspielern bis hin zu den Verfolgungsjagden -, wusste ich, dass ich das perfekte Projekt gefunden hatte", erinnert sich Story. "Wir wollten die Spannung und den schrägen Humor des Originals einfangen und unseren ganz eigenen Esprit hinzufügen."

Story und seine Autoren Robert Ben Garant, Thomas Lennon und Jim Kouf genossen die Zusammenarbeit mit Luc Besson, dem Schöpfer der Vorlage, des gleichnamigen französischen Kassenschlagers. "Ich gehöre zu Luc Bessons Fans seit ? nun ja, seit Ewigkeiten", erzählt Garant. "Mit ihm in seinem Schloss zu sitzen und mit Ideen herumzuspielen fand ich eine unglaubliche Erfahrung. Und, Mann, hat der coole Autos!"

Bei einer Reise nach Paris zu einem Treffen mit Luc Besson begann Jim Kouf den phänomenalen Einfluss und Erfolg von dessen TAXI zu verstehen. "Nach meinem Gespräch mit Luc aß ich in einem Restaurant zu Abend und erzählte dem Kellner davon, dass ich plante, ein amerikanisches Remake von TAXI zu machen", erinnert sich Kouf. "Der Kellner freute sich sehr und schwor, dass er es kaum erwarten könne, bis der Film anlaufe - schließlich hatte er bereits alle drei französischen TAXI-Filme gesehen."

Für Thomas Lennon war es eine einmalige Gelegenheit, seiner Fantasie freien Lauf lassen zu können. "Als Autor hat man bei einem Projekt wie NEW YORK TAXI beste Arbeitsmöglichkeiten, schließlich darf man dabei Dinge wie ausführliche Autoverfolgungsjagden durch Manhattans Zentrum oder andere absolute Unmöglichkeiten zu Papier bringen ? und die Heidenarbeit, diese Szenen auf Film zu bannen, Tim Story zu überlassen. Ich bin mir nicht ganz im Klaren, wie er das geschafft hat."

Im französischen Original konzentriert sich das Geschehen auf einen männ-lichen Taxi-Fahrer namens Daniel. Obwohl sich die Filmemacher auch weiterhin an Daniels Charakter und dessen unstillbarer Leidenschaft für Geschwindig-keit orientierten, änderten sie, damit Queen Latifah die Rolle spielen konnte, das Geschlecht.

Latifah verlieh dem Projekt eine ganz eigene Note. NEW YORK TAXI variiert das Genre der traditionellen Buddy-Action-Komödien, hält sich zwar an deren Grundregeln, stellt sie jedoch gleichzeitig auf den Kopf. Latifahs Figur Belle ist ein starker, unabhängiger Charakter - sie ist ein knallharter Geschwindigkeits-junkie, die Königin der Straße. Belles Freund Jesse, gespielt von Henry Simmons, gehört eher zur heimeligen Sorte, der sich darauf freut, mit Belle eine Familie zu gründen. Doch ihre Rennfahrer-Ambitionen zeigen deutlich, dass sie noch weit davon entfernt ist, ihm das Ja-Wort zu geben. Ähnlich ergeht es Washburn, der Figur von Jimmy Fallon, der seine von Jennifer Esposito gespielte Vorgesetzte liebt. Sie hält ihn auf Distanz - in traditionellen Filmen wäre sie hinter dem männlichen Polizisten her.

Der Ausführende Produzent Robert Simonds fasst zusammen: "Für mich ist NEW YORK TAXI eine ?dekonstruierte Action-Komödie mit vertauschten Rollen'."

Latifah empfand NEW YORK TAXI als willkommene Gelegenheit, ihre sportliche Seite sowie ihr feines Gespür für Komik auszuleben. "Das Skript kombinierte Action und Komödie auf einzigartige Weise", schwärmt sie. "Im Endeffekt nahm ich die Rolle aber wegen ihrer körperlichen Herausforderungen an. NEW YORK TAXI bot mir die Möglichkeit, schnelle Autos zu fahren, Stunts selbst auszuführen und Spaß zu haben. Ich trage scheinbar dieses "X"-Gen in mir, das einen dazu bringt, aus Flugzeugen zu springen, Motorrad zu fahren und Karate zu betreiben. Ich hatte schon lange auf solch ein Projekt gehofft und dann kam endlich das Angebot für NEW YORK TAXI."

Latifah beschreibt Belle als starke, sinnliche Frau - ihr selbst nicht unähnlich -, deren gesamtes Leben auf das Ziel ausgerichtet ist, erfolgreich Autorennen zu fahren. Jeden Cent, den sie nach Abzug der Miete und der Rechnungen übrig hat, steckt sie in ihr aufgemotztes Taxi - ein Taxi, vollkommen illegal aufgetunt und schneller als jeder andere Wagen auf der Straße.

Für Washburns Part suchten die Filmemacher nach einem Darsteller mit Comedy-Fähigkeiten und Schauspielerfahrung, jemanden, dem man die Rolle des Undercover-Polizisten auch abkaufte. Der vielseitige Komödiant, Imitator, Autor und Musiker Jimmy Fallon übernimmt in NEW YORK TAXI seine erste Hauptrolle. In einer anstrengenden Sieben-Tage-Woche, während der er oft von Küste zu Küste pendelte, arbeitete Fallon an NEW YORK TAXI und absolvierte gleichzeitig seine wöchentlichen Auftritte bei "Saturday Night Live" (SNL). Fallon, der die SNL-Truppe erst kürzlich verließ, gehörte zu deren beliebtesten Mitgliedern und wird Fans insbesondere als Komoderator (mit Tina Fey) des "Weekend Update"-Nachrichtensegments im Gedächtnis bleiben.

Seit Jahren versuchten zahlreiche große Studios Fallon für das Filmgeschäft zu begeistern. "Sein Agent witzelte, dass NEW YORK TAXI Fallons 59. Filmangebot sei erinnert sich Robert Simonds. "Wir freuten uns sehr über seine Zusage."

Fallon erklärt, dass seine Figur Washburn noch nie etwas anderes als Polizist sein wollte. "Er liebt seinen Beruf", erzählt Fallon. "Da ist er am besten, das ist ihm wichtig. Doch er kann nicht Auto fahren. Ehrlich gesagt, ist er darin eine Katastrophe."

Laut Tim Story hielten sich die Filmemacher eng an den Charakter des stümperhaften Flics aus dem Original. "Washburn ist wie der Polizist aus Lucs Film ein kleiner Loser. Er besitzt gleichzeitig eine unorthodoxe, etwas seltsame Herangehensweise an die Polizeiarbeit. Er denkt nicht wie die anderen", verdeutlicht Story. "Und Jimmy verleiht seiner Figur dann noch seinen ganz besonderen Touch."

Story gab Fallon während der Dreharbeiten große Freiheiten, seine Rolle zu gestalten. "Tim Story gehört zu den geduldigsten Regisseuren überhaupt", erinnert sich Fallon. "Er ließ mich einfach gewähren, wenn ich etwas Seltsames ausprobieren wollte. Tim gab mir gute Tipps, gestattete mir aber auch den Freiraum, einfach herumzuprobieren und mit der Rolle zu spielen. Manchmal ließ er einfach die Kamera laufen und wartete, was passieren würde."

Fallon lernte Queen Latifah bereits 2003 als Gastgeberin von "Saturday Night Live" kennen und schätzen. "Wir hatten unglaublich viel Spaß", erzählt er. "Ich könnte mir kaum jemand Besseren vorstellen, mit dem ich vier Monate beim Dreh eines Films verbringen wollte. Sobald man ihr ein Stichwort gibt, macht sie was daraus. Da ist sie richtig auf Zack."

Im Endeffekt verursachte Jimmys und Latifahs kumpelhaftes Verhältnis so manche Drehverzögerung. "Uns war von Anfang an klar, dass wir viel Zelluloid vergeuden würden", gesteht Latifah. "Es fällt auch ziemlich schwer, ernst zu bleiben, wenn man mit Jimmy arbeitet. Manchmal hatten wir echt Probleme damit, unsere Lachanfälle in den Griff zu kriegen."

"Magie." So beschreibt Tim Story die Chemie zwischen seinen beiden Hauptdarstellern. "Ich wusste von Anfang an, sie würden zusammenpassen. Ihr Zusammenspiel ist einfach super." Story sorgte sich sogar, dass sich die Freundschaft der beiden zu sehr auf ihre Arbeit übertragen würde. "Ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass ihre Beziehung im Film wie ein fröhliches Geturtel aussieht, schließlich geht Belle Washburn laut Drehbuch die Hälfte der Zeit beinahe an die Gurgel. Manchmal mußste ich wirklich durchgreifen und sie daran erinnern, dass man den Ärger schon noch spüren sollte."

Latifahs und Fallons Freundschaft wurde durch ihre gemeinsame Liebe zur Musik noch verstärkt, die wiederum den Grund für so manche gegenseitige Neckereien lieferte. "Unsere Leidenschaft für Musik half auf jeden Fall beim Timing der Szenen", bemerkt Latifah. "Es gab viele Passagen, wo der Rhythmus einfach stimmen mußste - unser Taktgefühl war da sicher nicht von Nachteil. Außerdem benutzten wir die Musik, um uns in Stimmung zu bringen." Während der langen Stunden, die die beiden während der Produktion in Autos herumsaßen, sah - und hörte - man sie oft gemeinsam singen, um sich bei Laune zu halten."

Trotz ihrer Differenzen besteht das gemeinsame Ziel von Belle und Washburn darin, eine Bande ebenso gerissener wie schöner brasilianischer Bankräuberinnen zu stoppen, die sich zu einer Serie von Überfällen in der Stadt aufhalten. "Diese Ladys fahren wie der Leibhaftige, und genau das kann Belle auch", erläutert Latifah. "Als sie bemerkt, welche Tricks die Mädels draufhaben, wird sie stutzig. Eigentlich geht es ihr gar nicht so sehr darum, die Banküberfälle aufzuklären, vielmehr entwickelt sich die Sache zu einer privaten Rivalität zwischen ihr und den Gangsterinnen. Ihr Können steht gegen deren Können und Belle will diese Schlacht um keinen Preis verlieren."

Auch die Bankräuberinnen folgen der Leitlinie des "dekonstruierten" Buddy-Movies. Schließlich besitzen sie zwar alle gängigen Gangster-Fähigkeiten, sind aber zufällig wunderschöne Frauen. Aus seiner etwas schrägen persönlichen Sicht findet Fallon denn auch nichts Ungewöhnliches an einer Bande weiblicher Bankräuber. "Wir schreiben schließlich das Jahr 2004 und Bankräuber sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren", erklärt er. "Die neuen harten Jungs sind nun eben Einsachtzig große, 55 Kilo leichte brasilianische Supermodels. Ich kann daran nichts Außergewöhnliches finden! Sie sind einfach etwas gepflegtere, fürs Auge angenehmere Ganoven."

Für die Rolle der Vanessa, der Anführerin und Fahrerin des Fluchtautos des umwerfend schönen Gangsterquartetts, casteten die Filmemacher das Supermodel Gisele Bündchen, die in NEW YORK TAXI ihr Filmdebüt gibt. Bündchen befand sich gerade in einer achtmonatigen Model-Pause, als ihr die Produzenten die Möglichkeit anboten, die Gangsterchefin zu spielen. "Ich wollte schon länger mal etwas Neues ausprobieren", gesteht Bündchen. "Mir gefiel NEW YORK TAXI, weil es eine Komödie ist. Ich stellte mir das Ganze ziemlich lustig vor und dachte, die Arbeit daran würde mir Spaß machen. Und damit behielt ich Recht."

"Vanessa bietet als perfekter Bösewicht das ideale Gegenstück zu Queen Latifahs Figur", verdeutlicht Tim Story. "Gisele ging frisch und ungekünstelt an ihre Rolle als Bösewicht heran. Wir wollten keinen Gegenspieler, der wie ein Klischee wirkt."

Bündchen beschreibt ihre Figur als sehr selbstsicher und sich ihrer Fähigkeiten uneingeschränkt bewusst. "Sie weiß genau, was sie tut", erklärt die Filmdebütantin. "Sie ist klug und fürchtet sich vor nichts. Die anderen Mitglieder ihres Teams begehen die Überfälle, während sie nur im Auto sitzt und wartet. Falls die Mädels versagen, kann sie einfach abhauen. Das ist genau ihr Ding."

Trotz ihrer großen Erfahrungen vor den Kameras der Modefotografen mußste sich Gisele Bündchen an die Arbeit vor den Filmkameras erst gewöhnen. "Der Unterschied zwischen der Schauspielerei und dem Modeln besteht darin, dass Models in die Kamera schauen müssen", erklärt sie. "Man ist an die an die Linsen gewöhnt und schaut ständig in die Kamera. Doch bei einem Film mußs man so tun, als gäbe es sie gar nicht."

Ihren ganz persönlichen Hollywood-Flair brachte hingegen die Schauspiellegende Ann-Margret mit ans Set von NEW YORK TAXI. Sie spielt Washburns energische und gluckenhafte Mutter. "?Mutti' ist immer ein bisschen angeschickert", erzählt die zweifach Oscar-nominierte Ann-Margret über ihren Charakter. "Sie ist ein Unikum und lebt in ihrer eigenen Welt. Und die liebt sie über alles."

Doch sie liebt auch ihren Sohn, der im West Village im Appartement nebenan wohnt. "Egal was er tut - selbst wenn er Autos zu Schrott fährt - liebt sie ihn bedingungslos", fügt sie hinzu.

Fallon charakterisiert die Beziehung zwischen ihm und seiner Filmmutter als beste Freundschaft. "Sie gehört zu diesen verrückten Party-Moms", lacht er. "Überall im Haus stehen halbfertige Margaritas. Sie kocht nicht, sie bestellt einfach dauernd irgendwas beim Heimservice. Für sie besteht das Leben aus einer einzigen Party."

Die andere Frau in Washburns Leben, die Taxi-Fahrerin Belle, entdeckt hingegen, dass ihr Job, ihre nie endende Tuning-Mission an ihrem Taxi sowie die frisch gebackene "Partnerschaft" mit Washburn ihre Beziehung zu Freund Jesse, einem New Yorker Bauarbeiter, arg auf die Probe stellen.

Jesse wird gespielt von Henry Simmons, dem Fernsehpublikum bestens bekannt als Detective Baldwin Jones aus dem Polizei-Dauerbrenner "NYPD Blue". "Jesse besitzt trotz seiner harten Schale einen ziemlich weichen Kern", verdeutlicht Simmons. "Er will sich fest an sie binden und mit ihr eine Familie gründen. Belle hingegen ist da ganz anderer Meinung. Sie gehört zu diesen unbekümmerten Frauen, die sagen: ?Nimm's, oder lass es bleiben'. Die Leidenschaft für ihr Taxi bestimmt alles andere, auch ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Damit kommt Jesse nur schlecht zurecht."

Und als ob das Problem, ohne Auto - oder Führerschein - dazustehen, nicht reichte, steht Washburn zudem unter andauerndem Druck von Seiten seiner Vorgesetzten Lt. Marta Robbins, gespielt von Jennifer Esposito. Die ist nämlich seine Exfreundin und möchte sich nicht nachsagen lassen, dass sie ihren abgelegten Liebhaber bevorzugt behandele.

New York City selbst übernimmt eine der Hauptrollen in NEW YORK TAXI, schließlich führt Belles und Washburns Verfolgung der schönen Brasilianerinnen von Lower Manhattan bis nach Harlem und zuletzt auf einen erhöhten Freeway in New Jersey. New York als Location stellte zusätzliche Herausforderungen an die Hauptfiguren. "Wir haben hier zwei der vielleicht besten Fahrerinnen der Welt vor uns - Queen Latifahs Belle und Giseles Vanessa -, die ihre Leidenschaft in unglaublich überfüllten Straßen ausleben", verdeutlicht Robert Simonds. "Wir machen es für die beiden Damen beinahe unmöglich, von A nach B zu kommen, und doch fetzen sie durch die Straßen, als wären diese leer."

Die Hauptdreharbeiten von NEW YORK TAXI begannen in der Lower East Side. Drei Wochen lang durchquerte das Team Manhattan und seine Nachbarviertel, um Sehenswürdigkeiten wie die Skyline, typische Bauten und andere bekannte Wahrzeichen des Big Apple auf Film zu bannen. "Sobald das Material nicht das ?typische' New York repräsentierte", erinnert sich Produktionsdesigner Mayne Berke, "sobald nicht jeder Farbton, jede Oberfläche, die Gebäude und Straßen ein New-York-Feeling auslösten, verwarfen wir die Aufnahmen. Man kann Drehzeit in New York einfach nicht hoch genug einschätzen."

Neben den Schauspielern und New York City selbst spielt zudem Belles Taxi eine entscheidende Rolle. Zu Anfang ist der Wagen noch ein ganz gewöhnlicher Ford Crown Variety. Doch nachdem sie einige eines Rennautos würdige Veränderungen daran vorgenommen hat, gibt es in New York kein schnelleres Auto. "Auf ein paar Knopfdrücke hin verwandelt sich das Auto quasi in einen Düsenjet", schwärmt Latifah.

"Schon bei unseren ersten Gesprächen stellten Tim und ich fest", erinnert sich Mayne Berke, "dass wir ein Taxi brauchten, das jedes Kind gern haben würde. Trotzdem versuchten wir gleichzeitig, es so aussehen zu lassen, als hätte es Belle wirklich selbst umgebaut." Ausgehend von einem Serienmodell Crown Victoria, fügten Berke und ein Team von Autotunern speziell angepasste Elemente aus einem Ford Mustang sowie von zahlreichen Rennautos hinzu und peppten das Ganze dann mit Zubehör für Überwachungs-Fahrzeuge auf. In Belles einzigartigem Taxi kann sie zum Beispiel ihr Standardlenkrad gegen ein Rennlenkrad austauschen. Ein großer Turboverdichter steigt aus der Motorhaube nach oben, Abluftstutzen, Türschweller, Rennspoiler und riesige Auspuffrohre tauchen wie aus dem Nichts auf. Selbst die Nummernschilder wechseln von New York auf New Jersey.

Wie Belles Taxi hat auch der V12 BMW 760 Li der Bankräuberinnen einige Tricks auf Lager. "Die Mädchen wussten, sie würden irgendwann einmal in eine Verfolgungsjagd verwickelt werden, also verkleiden sie das Auto genauso wie sich selbst", erzählt Berke. "Dementsprechend erfanden wir ein Auto, dessen Lackierung man in großen Fetzen abziehen kann. Nach einigem Ausprobieren mit ablösbaren Farben und den Kameratests mit unserem Regisseur haben wir die Aufgabe schließlich gemeistert."

Obwohl man die meisten Außenaufnahmen in New York drehte, begab sich der Produktionstross für Innenaufnahmen und Actionszenen schließlich nach Los Angeles. Eigentlich versuchten die Filmemacher alle Actionszenen mit den echten Schauspielern live zu drehen, doch manche Passagen voller witziger Wortwechsel zwischen den Charakteren während der Verfolgungsjagden konnten nur vor einem Blue Screen realisiert werden. Ray McIntyre jr. leitete als Visual Effects Supervisor die Aufnahmen. "Im Endeffekt flossen 80 oder 90 Blue-Screen-Aufnahmen in den Film ein", verrät er.

Ein Second Unit Team drehte derweil die meisten der rasanten Verfolgungsszenen, von denen die Mehrzahl mit Stuntmen gedreht, manche aber auch mit den Hauptdarstellern realisiert wurden. Der erfahrene Actionspezialist Brian Smrz, der als Stunt-Koordinator schon zweite Drehteams leitete bei Werken wie X-MEN 2 ("X-Men 2", 2003), MINORITY REPORT ("Minority Report", 2002) und MISSION: IMPOSSIBLE 2 ("M:I-2", 2000), übernahm auch bei NEW YORK TAXI die Inszenierung der Stuntaufnahmen.

Als Kernstück der anspruchsvollen Actionszenen erwies sich ein spezieller Roboterkran, der nach seinem russischen Erfinder und Designer Anatoliy Kokush benannte "russische Arm". Der Arm, eine ferngesteuerte und stabilisierte, auf dem Dach eines Jeeps montierte Kamera, ermöglichte den Filmemachern einige aufsehenerregende Rennaufnahmen. "Bei NEW YORK TAXI feiert die Erfindung ihr Filmdebüt. Bislang setzte man den Arm hauptsächlich bei Auto-Werbespots ein", bemerkt Smrz. "Man kann die Kamera damit um 360 Grad drehen und eine Panorama-Aufnahme des Autos filmen. Zudem lässt sich der Arm über vier Meter nach oben ausfahren und dann auf Straßenniveau hinabschwenken. Der Arm erlaubte uns Aufnahmen, die man so noch nie zuvor auf der Leinwand gesehen hat."

In Zusammenarbeit drehten das Hauptteam und die Second Unit die entscheidende, oftmals Schwindel erregende Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagd auf dem Freeway. Dabei filmte man unter anderem auf dem Henry Hudson Parkway in New York, dem Garden State Parkway in New Jersey und der erhöhten Diamond Lane des 110 Harbor Freeways in South Los Angeles.

Nach Beendigung der Arbeiten an NEW YORK TAXI und dem Beginn der aufwändigen Vorbereitungen zur Fox-Abenteuersaga FANTASTIC FOUR nahm sich Story ein paar Augenblicke Zeit, um seine Hoffnungen für NEW YORK TAXI zu äußern. "Ich denke, das Publikum darf sich auf Non-Stop-Spaß freuen", bemerkt er. "Wir bezeichnen NEW YORK TAXI als Actionkomödie - und das ist genau das, was die Filmfans erwarten dürfen. Wie bei einer wilden Achterbahnfahrt zischt die Realität geradezu an einem vorbei und jeder wird dabei großen Spaß haben."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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