Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmann

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmann
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Deutschland, 2004

Kino USA: -
Kino Deutschland: 3. Februar 2005
Laufzeit Kino: 94 Minuten, FSK -



Inhalt Er galt als der deutsche Bill Gates. Mit seiner Firma Biodata erlebte er einen kometenhaften Aufstieg. Weltmarktführerschaft war sein Ziel. Internationale Fernsehsender rissen sich um Interviews, Politiker ließen sich gern mit dem Börsenwunderkind ablichten, Investmentbanker rannten ihm die Tür ein.

"Weltmarktführer" porträtiert den Konzernchef und Idealisten Tan Siekmann, dessen wechselvolle Karriere exemplarisch für den Zusammenbruch der ?New Economy? in Deutschland steht. Was damals passierte, kann er sich heute nicht mehr vorstellen.

Klaus Stern erzählt die Geschichte des visionären Mannes und seiner Firma, die sich auf ISDN-Datenverschlüsselung spezialisierte, nach dem tiefen Fall. Mehr als ein Jahr lang begleitet er Siekmann nach der Pleite mit der Biodata AG bei seinem Neuanfang und auf dem Weg zur neuen Weltmarktführerschaft.

Wir folgen ihm zum ehemaligen Firmensitz Burg Lichtenfels im Nordhessischen, zu potentiellen großen Deals, die nie zustande kommen, erleben, wie er auf Betriebsversammlungen Mitarbeiter vertröstet, die seit Monaten auf ihr Gehalt warten, während der Porscheliebhaber Siekmann auf der Automesse Probe sitzt.

Trotz Misserfolgen und Widrigkeiten verfolgt Tan Siekmann mit notorischem Optimismus seinen Kurs unbeirrt weiter. In der Hoffnung auf den nächsten großen Auftrag.


Darsteller & Stab Darsteller: Tan Siekmann

Stab:Regie: Klaus Stern • Produktion: Klaus Stern • Drehbuch: - • Vorlage: - • Filmmusik: Michael Kadelbach, Robin Proper-Sheppard, Sophia • Kamera: Harald Schmuck, Frank Reimann, Markus Zuckermann • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: - • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: Tonio Kellner, Daniel Theuerkaufer, Artur Wieloch, Daniel Gutschmidt • Ton(effekt)schnitt: Markus Böhm • Stunts: - •


Filmkritiken Waldecksche Landeszeitung, 20. November 2004: Diese gespaltene Persönlichkeit eines hellen Kopfes trägt den Film, verleiht Spannung und setzt beim Zuschauer Emotionen frei. Mit geschickter Dramaturgie springt Stern in den Zeiten hin und her, die die damalige Euphorie und die heutige Tristesse am Standort Deutschland vor Augen führt. Siekmann lässt den Filmemacher so nah an sich heran, dass manche Szenen Spielfilmcharakter erhalten. Hollywood hätte (...) es auch nicht besser inszenieren können. (...) Der Film öffnet viele Schubladen, wo man Tan Siekmann ablegen kann: Traumtänzer, Visionär, Lebemann, Genie, Spinner. Stern gelungenes Werk zeigt aber auch einen Menschen, der nie den Glauben an sich selbst verliert und davon besessen ist, seine Ideen umzusetzen. (...) Beeindruckendes Werk.

Der Spiegel, 16. August 2004: Das erste deutsche 90-Minuten-Werk über das Ende der Jugendbewegung, die New Economy hieß. [...] Eine Groteske über die Spätfolgen des Börsenwahns. Ein Film über ihn, Tan Siekmann [...]. Der Autor Klaus Stern gilt als Spezialist für hybride Typen und bekam für einen Film über Andreas Baader den Deutschen Fernsehpreis [...]. Stern kommt dem Protagonisten nah, sehr nah. Auf die Schulter klopft er ihm nie.

Hessisch Niedersächsische Allgemeine, 11. November 2004: Stern hat sich viel Zeit genommen. Über ein Jahr hat er immer wieder gedreht, sodass die Akteure die Kamera irgendwann vergessen hatten. Belegschaft, Geschäftsführer und Chef Tan Siekmann äußern sich deshalb erstaunlich offen.

film-dienst 03/2005: Das spannende, ebenso intime wie hoch brisante Porträt des ambitionierten Ex-Milliardärs spiegelt exemplarisch den Wirklichkeitsverlust einer dem Mammon verfallenen Gesellschaft.

Frank Lehmann, ARD Börsenexperte: Exemplarisch wird hier auf Aufstieg und Fall der New Economy gezeigt. Exzellent.


Hintergrund Weltmarktführer - Die Geschichte des Tan Siekmann wurde auf dem Fernseh- und Filmfest 'Cologne Conference' im Filmhaus Kino Köln im Juni 2004 uraufgeführt, lief im Deutschen Wettbewerb auf dem 'Leipziger Dokfest' und war Eröffnungsfilm des 'Kasseler Video- und Dokumentarfilmfestes' im November 2004.
Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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