Sind wir schon da?

Produktionsnotizen

Die turbulente Familienkomödie SIND WIR SCHON DA? ist die Geschichte eines Mannes, der alles unternimmt, um eine Frau näher kennen zu lernen. Und obwohl er Kinder eigentlich gar nicht ausstehen kann, unternimmt er einen 300-Meilen-Trip mit ihnen - eine Reise, die sein Leben vollkommen verändern wird. Auch wenn er die Kinder anfangs nur als Mittel zum Zweck benutzen will, so kann er sich am Ende ihrem Charme nicht entziehen und verliebt sich sogar in die beiden Kinder.

Produzent Matt Alvarez war von dem universellen Grundgedanken des Drehbuchs sofort begeistert: "Ein Playboy und Junggeselle, der seine Lebenseinstellung grundlegend ändert, zwei Kinder, die ihre Eltern wieder zusammenbringen wollend und eine Mutter, für die ihre Kinder immer an erster Stelle stehen." Alvarez war auch von den komödiantischen Möglichkeiten der Geschichte und der vielschichtigen Rolle des Hauptdarstellers beeindruckt. Und Ice Cube schien genau der richtige Schauspieler für diese Hauptrolle zu sein. "Das Drehbuch des Films ist eigentlich als klassische Familienkomödie konzipiert und geschrieben, aber mit Ice Cube in der Rolle des Nick erhält dieser Film einen besonderen Touch, den man in den üblichen Familienkomödien nicht serviert bekommt", erklärt Alvarez.

"Das liegt natürlich auch daran, dass man nicht unbedingt Ice Cube als Hauptdarsteller in solch einer Familienkomödie erwartet", fügt Regisseur Brian Levant hinzu. "Es ist schon ein wenig ungewöhnlich und überraschend, wie ein Mann wie Ice Cube mit den Macken eines 7- und eines 11-jährigen Kindes umgeht. Ice Cube als Erzieher, bei dem väterliche Gefühle geweckt werden - in solch einer Rolle hat man den erfolgreichen Rapper mit Sicherheit noch nie gesehen. Ich war begeistert von der Idee, mit ihm zusammenzuarbeiten und er schien wie geschaffen für diesen Part - mit seiner Wärme und Menschlichkeit hat er uns während der Dreharbeiten alle berührt."

Neben der raffinierten Idee, Ice Cube für die Hauptfigur zu engagieren, bot die Handlung von SIND WIR SCHON DA? weitere ungeahnte Möglichkeiten, erklärt Regisseur Levant. "Die Grundidee, eine Komödie mit einem Roadtrip zu verbinden, bot die einmalige Chance, Action und Chaos am laufenden Band zu produzieren", lachte er. "Im Film sind diverse Autounfälle und ein Kampf mit einem Reh an der Tagesordnung - und wir ließen keine denkbare Möglichkeit aus, ein Auto zu demolieren. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht!"

So verändert sich der Geländewagen - ein ursprünglich nagelneuer Lincoln Navigator - im Laufe der Handlung genauso wie das bisherige Leben von Nick. Brian Levant erklärt weiter: "Nehmen Sie einen Mann, der überhaupt keine Erfahrung mit Kindern hat und konfrontieren Sie ihn mit den Schlimmsten, was Sie sich als Eltern vorstellen können, und das innerhalb kürzester Zeit. In 90 Minuten erlebt Nick den absoluten Alptraum, den man sich als Elternteil nur vorstellen kann."

Die Erlebnisse mit den Kindern verändern die bisherige Lebenseinstellung des Junggesellen - und das hat sein Gutes. "Nick's Leben wird durch seine Reise mit den beiden Kindern grundlegend verändert. Er beginnt die Kinder zu verstehen und lernt die Bedeutung einer Familie kennen. Und seine Beziehung zu den Kindern wirkt sich auch positiv auf seine Beziehung zu der Mutter der Kinder aus", fügt Alvarez hinzu.

In dieser Familienkomödie zu spielen, war für Ice Cubeeine interessante Veränderung. "Das Element der Überraschung ist ja gerade ein großer Vorteil im Beruf eines Schauspielers. Die potentielle Möglichkeit, eine andere Rolle zu spielen, als die, die man erwartet. Nick ist ein wunderbarer Charakter und die Situationen, mit denen er konfrontiert ist, sind außergewöhnlich - und manchmal sehr bewegend", sagt Alvarez.

Der Part des Nick erforderte auch eine gehörige Portion Mut, erklärt Brian Levant. "Schließlich wird er im Film zum Beispiel von einem Pferd oder aus einem Zug geworfen. Oder eine gigantische Axt fällt plötzlich auf seinen Körper. Er mußs auf Autos springen, die sich fortbewegen. Jeden Tag gab es solche Actionszenen, aber das machte Ice Cube nichts aus - im Gegenteil, er wollte immer mehr."

Wie humorvoll Cube in einigen Szenen wirkt, sieht man zum Beispiel wie er auf einem Pferd reitend einen Zug verfolgt. "Die gehört zu meinen Lieblingsszenen im Film. Kein Mensch würde eine Szene mit mir auf einem Pferd erwarten", erklärt der Schauspieler.

Ice Cube konnte seinem Regisseur auch bei den zum Teil haarsträubenden Situationen in SIND WIR SCHON DA? blind vertrauen. Sowohl Produzent Matt Alvarez als auch Ice Cube hatten ein sehr gutes Gefühl bei der Entscheidung, Brian Levant die Regie zu übergeben, da er in der Vergangenheit reichlich Erfahrung mit turbulenten Familienkomödien gesammelt hatte. "Wir wollten unbedingt einen Regisseur, der sich in diesem Genre gut auskannte", so Alvarez. "Jemanden, den wir fragen konnten, ob dieses oder jenes bei einem Familienpublikum auch wirklich ankommt. Und gleichzeitig konnte Cube Elemente in den Film einbauen, die auch die klassischen Fans von Ice Cube zufrieden stellen würden."

Regisseur Levant war begeistert von der Zusammenarbeit mit Ice Cube. "Ice Cube hat einen wunderbaren Charakter, mit dem sich jeder identifizieren kann, ähnlich wie bei Tom Hanks oder Jimmy Stewart - Menschen, die auch deshalb glaubhaft sind, weil jeder Zuschauer etwas in ihnen entdeckt, was er auch bei sich selbst findet", erklärt Levant. "Und Cube hat - wie alle anderen großen Filmstars - eine unglaubliche Leinwand-Präsenz."

Levant bewunderte auch die Energie und den Humor, mit der Ice Cube immer wieder die physischen Anforderungen seiner Rolle einschließlich der vielen Stunts meisterte. "Der Mann ist ein wahrer Athlet, wir konnten mit ihm alle möglichen Actionszenen drehen, in denen er laufen, springen oder fallen mußste. Und am Ende wollte er immer noch mehr."

Über die Auswahl der Besetzung Ice Cube ist ein Alleskönner, eine One-Man-Show im Entertainment-Bereich. "Cube ist nicht nur Schauspieler und Musiker. Er ist auch Autor und Regisseur in einer Person - und von all diesen Facetten seines Könnens haben wir natürlich bei den Dreharbeiten profitiert. Ständig hat Cube uns mit weiteren Scherzen oder zusätzlichen Szenen unterstützt, die er oft improvisiert hat. Das hat meinen Job letztlich wesentlich einfacher gemacht", so Levant.

Regisseur Levant war auch sofort mit dem Vorschlag von Cube einverstanden, die weibliche Hauptrolle mit Nia Long zu besetzen. "Cube hatte als erster die Idee, Nia zu engagieren", so Levant "und als sie das erste Mal gemeinsam vor der Kamera agierten, begriff ich sofort, warum. Die Chemie zwischen den beiden funktionierte auf Anhieb." Kein Wunder, schließlich kannten sich beide Darsteller seit ihrem gemeinsamen Film Boyz'N the Hood (Boyz'N the Hood - Die Jungs im Viertel, 1991).

Immer wieder schwärmte Ice Cube von seiner Kollegin: "Nia ist eine unglaublich tolle Schauspielerin, das war mir schon damals klar, als wir zum ersten Mal zusammengearbeitet haben. Sie war perfekt für die Rolle der arbeitenden Mutter. Das Kompliment gab Long natürlich zurück. Sie bewundere Cubes Fähigkeit, sich selbst zum Dummkopf machen und gleichzeitig einen coolen Typen darstellen zu können.

Die beiden Kinder, mit denen Ice Cube ja die meiste Zeit während der Dreharbeiten verbrachte, waren natürlich vollkommen begeistert, mit einem so berühmten Schauspieler und Musiker drehen zu können. Aleisha Allen, die die Rolle der Lindsey Kingston spielt, beschreibt Cube als "eindrucksvoll" und "Furcht einflößend". Ähnlich erging es Philip Daniel Bolden, der den Part des Kevin Kingston mimt: "Ice sei schon manchmal Furcht einflößend, aber auch ein netter Kerl".

Auch Ice Cube war von den beiden Kindern sehr angetan: "Sie sind nicht nur liebenswürdig und talentiert. Alles, was die Kinder am Set machten, hatte etwas Besonderes."

"Für die Rolle der beiden Kinder hatten die Casting-Regisseure eine umfangreiche landesweite Suche gestartet, um wirklich die besten Talente zu finden", erklärt Levant. "Als wir Aleisha das erste Mal auf Video sahen, wussten wir sofort, sie ist es. Später sahen wir sie in der Komödie School of Rock (School of Rock, 2003) - und wir wussten, wir hatten die richtige Entscheidung getroffen.

"Philip war eine echte Überraschung beim Vorsprechen. Obwohl er erst acht Jahre alt ist, überzeugte er uns beim Casting, dass er auch sehr ernst und seriös wirken könne. Die Arbeit mit Philip und Aleisha hat wirklich viel Spaß gemacht. Sie waren sehr aufnahmefähig und geduldig. Und im Laufe der Dreharbeiten hatte sich zwischen Cube und den beiden Kindern eine ungewöhnlich intensive Beziehung entwickelt, die auch über die Dreharbeiten hinausging. Das wird auch das Publikum spüren", so Levant.

Jay Mohr spielt Marty, Nicks Freund und Arbeitskollegen. Nachdem Alvarez und Levant mehrere Videos seiner Serie "Mohr Sports" vom Sender ESPN sahen, entschieden sie sich sofort für den Schauspieler. "Genauso wie in der Serie wollten wir die beiden sehen - zwei Kumpel, die zusammen ihre Freizeit verbringen", so Alvarez.

Mohr erklärt, dass sein Charakter Marty sicherlich nicht zu den intelligentesten gehört, aber er hat auf jeden Fall ein gutes Herz. Auch Brian Levant war begeistert von Mohr. "Es ist wirklich ein Genuss, Jay zuzuschauen. Er hat ein unglaubliches Timing, wenn er seine humorvolle Seite zeigt. Dabei ist diese Rolle für ihn schon etwas ungewöhnlich. Normalerweise sieht man ihn zum Beispiel im Anzug mit Krawatte in der beliebten US-Serie ?The West Wing', aber in diesem Film trägt er nur ein T-Shirt und wirkt daher eher wie ein liebenswerter Trottel."

Für eine echte Überraschung sorgte das Produktionsteam jedoch mit der Besetzung der Miss Mable, die Babysitterin der beiden Kinder: Die bekannte Schauspielerin Nichelle Nichols - allen Trekkies bestens bekannt als Lt. Uhura aus der ersten "Star Trek"-Serie. Levant hatte vor kurzem mit Nichols in dem Komödienhit Snow Dogs (Snow Dogs - Acht Helden auf vier Pfoten, 2002) zusammengearbeitet. "Es war einfach wunderbar, sie erneut im Team zu haben. Sie mußste nur ein paar Tage drehen, aber jedes Mal stahl sie allen anderen am Set die Show. Die gesamte Crew war begeistert, wenn sie da war.

Neben der Besetzung der Komödie mit den Schauspielern nutzt SIND WIR SCHON DA? auch weitere Objekte, um komische Effekte zu erzielen. Während des gesamten Films wackelte eine Wackel-Figur auf dem Armaturenbrett des Lincoln Navigators.

Die Idee mit der Wackel-Figur erwuchs aus Nicks Geschäft. "Ich war fasziniert von der Idee, dass Nick ein außergewöhnliches Sportgeschäft besitzt, da sich dadurch eine Vielzahl visueller Möglichkeiten für uns eröffnete. Wir hatten die einzigartige Möglichkeit, die Geschichte des weitgehend unbekannten Black Baseball ein wenig zu ergründen", erklärt Brian Levant.

"Der Film zeigt ein paar seltene Stücke aus einer einzigartigen Kollektion wie zum Beispiel ein Trikot mit der Unterschrift von Buck O'Neill aus der legendären Negro League und einen Football-Helm aus dem Jahre 1950, den Emlen Tunnell getragen hat, der erste farbige Spieler der New York Giants." Die Wackel-Figur war dem legendären Baseball Star Satchel Paige nachempfunden. Die Armaturenbrettfigur des Geländewagens wurde sozusagen Nicks "vertraute Person" während seiner ungewöhnlichen Reise. "Die Figur war sozusagen die Stimme der Vernunft in Nicks Kopf", erklärt Ice Cube (der Schauspieler Tracy Morgan spricht die Stimme von Satchel Paige).

Warum Satchel Paige? Ice Cube erklärt, dass Paige, der erst mit 42 Jahren sein Debüt in der Major League hatte, dort weiter als Werfer spielte, bis er 59 Jahre alt wurde, nie richtig gewürdigt wurde. Noch heute zählt Paige zu den besten und schnellsten Pitchern, die es je gegeben hat. "Ich hätte auch einen zeitgenössischen Spieler nehmen können, aber ich wollte jemanden aus der alten Negro League", erklärt Ice Cube.

Diese Figur ist nicht das einzige Objekt, das scheinbar ein Eigenleben führt. Auch der Lincoln Navigator verändert sich. "Das Auto macht im Laufe des Films einen grundlegenden Wandel durch, genauso wie der Hauptdarsteller Nick. Und zum Schluss ist der Wagen vollkommen zerstört? Wir haben nicht nur seine Reifen platt gemacht, wir haben auch seinen Stolz gebrochen", erklärt Regisseur Levant.

Doch letztlich ist SIND WIR SCHON DA? ein Familienfilm. "Es ist wirklich eine coole Geschichte über zwei Menschen, die alles Mögliche durchmachen, um endlich zusammen zu sein. "Alle Zuschauer werden von dem Film angesprochen werden und ihn lustig finden. Ob Erwachsene oder Kinder, die Story spricht jeden an. Und alle, die schon mal länger als 20 Minuten in einem Auto verbracht haben, werden begreifen, was alles passieren kann", verspricht Mohr.

Auch der Titel des Films ist die perfekte Eintrittskarte für einen gelungenen Kinoabend. Dafür sorgt die Story des Films, die sich kontinuierlich entwickelt und bis zum Ende spannend bleibt. "Die Leute sollen sich - wie es sich für eine gute Komödie gehört - amüsieren, zufrieden aus dem Kino kommen und sich bestens unterhalten haben", erklärt Levant.

"Der Film hat auch noch eine tiefer gehende Bedeutung. Und vielleicht begreifen die Menschen sie als Metapher für eine ganz grundsätzliche Aussage. "Die Familie ist das Wichtigste im Leben. Solange man die Unterstützung und die Liebe der Familie hat, wird sich alle andere schon regeln", fügt Produzent Matt Alvarez hinzu.

Über die Produktion Dreharbeiten unter diesen extremen Wetterbedingungen sind niemals einfach und erfordern eine umfangreiche Vorbereitung", erklärt Thomas Ackerman, Kameramann von SIND WIR SCHON DA? "Zusätzlich haben wir viele Szenen in einem Auto gedreht, diverse Unfälle inszeniert, mit Pferden und einem mechanischen Reh gedreht", fügt Brian Levant lachend hinzu.

Das Wetter spielte eine große Rolle, denn die Dreharbeiten fanden während der Regenzeit in Vancouver (Kanada) statt. "Ich hatte bisher noch keinen Film gedreht, in dem es so viel geregnet hat", lachte Regisseur Levant. "Wir haben Straßen unter Wasser gesetzt, die Scheiben der Autos permanent nass gespritzt. Wir arbeiteten im Regen. Und als es regnete, mußsten wir so tun, als ob es nicht regnen würde. Die Leute am Set waren total durchnässt. Und es war ziemlich kalt - man kann es sich kaum unangenehmer vorstellen."

Thomas Ackerman erklärte, dass die Vorbereitung der gesamten Autoszenen viel Zeit in Anspruch nahm. Das Drehen sämtlicher Szenen im Wagen mußste Schritt für Schritt genau vorbereitet werden und erforderte eine umfangreiche Logistik. Daher entschloss sich Kameramann Ackerman für die Technik der Rück-Projektion. "Damit erzielt man eine sehr gute Aufnahme hinter den Schauspielern, wenn sie im Auto sitzen. Während die Schauspieler sich auf ihre Szene und den Dialog konzentrieren können, habe ich die Möglichkeit, das Licht und die Gestaltung des Vorder- und Hintergrundes jeder Einstellung zu kontrollieren."

Ackerman verließ sich dabei nicht auf nur die traditionelle Methode der Rück-Projektion, mit der man die Hintergrundbewegung simuliert, sondern wandte ein neues digitales Schnittsystem an. Brian Levant war von den Ergebnissen sehr beeindruckt - dadurch war er in der Lage, die Szenen mit dem Auto aus verschiedenen Blickwinkeln zu drehen.

Um die digitale Rück-Projektion perfekt einsetzen zu können, wurde - wie bei großen Produktionen üblich - ein zweits Drehteam eingesetzt, dass für jede Sequenz die Hintergründe und "atmosphärischen Szenen" inszenierte. Für den mittleren Hintergrund jeder Einstellung wurden reale Objekte wie z. B. Bäume durch das Bild bewegt, während im Vordergrund die drei Schauspieler im Wagen saßen, der auf einem computergesteuerten, hydraulischen Unterbau befestigt war.

"Wir benutzten den Rumpf eines Lincoln Navigator und befestigten ihn auf einem fahrbaren Untersatz, der alle Bewegungen nachahmen konnte", erklärte Levant. "dadurch simulierten wir für die Schauspieler eine realistische Fahrt, ohne sie allzu sehr durcheinander zu schütteln. Es ist dieselbe Technologie, die mittlerweile in dem meisten großen Freizeitparks eingesetzt wird." Dieser Navigator war nur einer von vielen, die in diesem Film eingesetzt wurden, erklärt Produktions-Designer Stephen Lineweaver.

"Anfangs dachten wir, acht Fahrzeuge würden ausreichen, aber am Ende waren es immerhin 14 Autos. Der Navigator veränderte dabei sein Aussehen - wie eine komödiantische Metapher auf Nicks veränderte Lebenssituation. Zu Beginn des Films sah man einen neuen strahlenden Geländewagen, am Ende ein vollkommen demoliertes Wrack. Und Regisseur Brian Levant fügt hinzu: Während der gesamten Reise mußste der Navigator einige Unannehmlichkeiten auf sich nehmen. Er kam oft von der regulären Straße ab, rutschte etliche Hügel hinunter, raste durch Wälder, wurde auf dem Highway hin und her geworfen oder fuhr in befestige Sperranlagen. Und die Türen wurden auf Parkplätzen demoliert.

Für eine Szene sollte der Navigator einen Berg hinuntersausen. Die Crew hatte 4.300 Kartons dort platziert, wo der Geländewagen landen sollte, damit man den Wagen später noch verwenden konnte. Leider klappte es nicht so wie geplant. "Der Stuntfahrer war etwas zu schnell und landete neben den ganzen Kartons", erklärt Lineweaver.

Trotz des Zustands des Fahrzeugs nach dem Ende der Dreharbeiten wollte die Lincoln Car Company den Geländewagen zurück haben. "So kamen die Kartons doch noch zum Einsatz und wir schickten die Einzelteile des Autos verpackt in die Kartons via UPS zurück", erzählte Lineweaver lachend.

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz zeitgenössischer Technologie war des animierte kick-boxende Reh vom Special Effect Master Walter Klassen. Das per Radiotechnik kontrollierbare und mit Luft gefüllte Reh hatte echtes Fell, konnte mit den Augen blinzeln und sein Maul öffnen und schließen. Selbst die Nasenlöcher bewegten sich. Zusätzlich sollte das Reh nach dem Willen der Produzenten in der Lage sein, eine besondere Haltung oder Pose zu zeigen. "Also haben wir dem Tier etwas Silikon zwischen die Zähne geschmiert, damit das Reh auch schön höhnisch grinsen konnte, was ein echtes Reh natürlich nicht kann", erklärt Walter Klassen.

"Das Ergebnis war verblüffend, das Tier wirkte erstaunlich echt", erklärt Ice Cube. "Die Szene mit dem Reh ereignete sich, als Nick mit den Kindern das Auto anhalten mußste, weil sie eine Panne hatten. Sie sahen ein Reh, das sie beobachtete. Sie wollten es füttern. Und Lindsey wollte ein Foto machen. Aber das Blitzlicht hatte das Reh erschreckt und plötzlich rannte es in meine Richtung. Daraufhin mußste ich mit dem Tier kämpfen. Ich hab's geschafft. Sie wissen schon, was ich meine. Dieses Reh wird nie wieder jemanden angreifen."

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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