Plötzlich verliebt

Produktionsnotizen

Die Idee zu dem Film hatte der Produzent Chuck Weinstock als er merkte, dass seine Kinder, die 6 und 9 sind, sich keinen Film, den er gemacht hatte anschauen konnten, weil sie zu jung waren. "Ich entschloss mich also einen Film zu produzieren, den meine Kinder auch ehen können und ich überlegte, was für sie von Bedeutung sein könnte", erzählt Chuck Weinstock.

Sehr bald begann er über "Schlummerpartys" nachzudenken, die in Amerika so eine Art Übergangsritual Heranwachsender darstellen. "Diese Schlummerpartys sind für Kinder eine wichtige Bestätigung ihrer Freiheit", sagt Weinstock weiter. "Es ist ein Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen das elterliche Haus zu verlassen."

Zu diesem Zeitpunkt hatte Weinstock einen Produktionsvertrag mit Bob Cooper´s Firma Landscape Entertainment und zusammen trugen sie die Idee an MGM heran. Schnell wurde die Drehbuchautorin Elisa Bell angeworben um ihre eigenen Ideen einzubringen und ein Drehbuch zu gestalten.

"Ich hatte eine Menge Schlummerpartys, als ich jung war und ich wusste, dass sich an diesem Ritual seither nicht viel geändert hat", sagt Bell. "Für mich stand sofort fest, dass die Mädchen im Film ausbüchsen würden, so wie wir das früher auch machten."

Die Drehbuchautorin ließ Erfahrungen, die sie auf ihren eigenen Schlummerpartys hatte, einfließen und hörte sich zudem bei den jungen Mädchen um. Eines Tages traf sie auf eine Gruppe, die eine rasante Schnitzeljagd veranstaltete und schon hatte Elisa Bell den Grund warum die Mädchen das Haus verlassen würden.

"Ich beschloss auch sofort, was der Einsatz sein sollte: der beste Platz zum Essen in der Mittagspause", sagt Bell. Wenn man auf diesem Platz sitzt, ist man automatisch cool und angesagt. Es definiert gewissermaßen wer du in der Schule bist. Die Außenseiter sitzen an einem Ort zusammen, die Beliebten an einem anderen. Das hat sich bis heute noch nicht geändert."

Die Produzenten Weinstock und Bob Cooper fingen an einen Regisseur zu suchen, der sowohl einen spritzigen Touch in die Geschichte bringen sollte als auch ein Händchen fürs Filmemachen hat. Da die beiden bereits mit Nussbaum früher an Projekten zusammen gearbeitet haben, gingen sie an ihn heran. Nussbaum war sofort bereit Regie bei PLÖTZLICH VERLIEBT zu führen.

"Ich mochte das Drehbuch sofort. Es versetzte mich in meine Kindheit zurück, als ich Filme wie SIXTEEN CANDLES und FERRIS BUELLER´S DAY OFF sah." erzählt Nussbaum.

Nach einem Meeting überzeugte er die Filmemacher, dass er der richtige für den Film sei. "Ich wollte, dass die Zuschauer diese Mädchen aus dem Drehbuch lieben und sie auf diesem Abenteuer begleiten", sagt Nussbaum.

Als der Regisseur feststand, galt es junge Talente für den Film zu finden. Ziel war es Schauspieler in dem Alter zu finden, wie es im Drehbuch vorgegeben war anstatt, ältere Darsteller zu nehmen, die jüngere spielen.

"Es ist ein großer Unterschied, wenn man wirklich Vierzehn- oder Fünfzehnjährige castet, die noch zur Schule gehen, oder ob man Schauspieler nimmt, die schon längst die High School hinter sich haben", sagt Cooper. "Außerdem war es eine Herausforderung mit Jugendlichen in diesem Alter zu arbeiten, denn die Schauspielergilde hat strenge Vorschriften, wie lange junge Schauspieler arbeiten dürfen und außerdem müssen sie nebenbei noch in die Schule gehen", erzählt Cooper.

"Mit Kindern zu arbeiten ist immer schwierig wegen der Terminplanung", erzählt Weinstock weiter. "Aber wenn man noch dazu nachts drehen mußs ist das echt ein Albtraum, denn egal um wie viel Uhr man beginnt, um 10 Uhr Abends mußs aufgehört werden. Und wenn es noch dazu erst um 8 Uhr dunkel wird, ist das verdammt wenig Zeit."

Für die Hauptrolle der Julie waren sich die Filmemacher sofort einig, wen sie wollten: Alexa Vega, bekannt aus Robert Rodriguez erfolgreicher Abenteuer Trilogie SPY KIDS, in der sie die Rolle der Carmen Cortez spielte und sie zum Jungstar avancieren ließ. "Ich war sehr froh, als Alexa den Vertrag unterschrieb", sagt Nussbaum. "Sie ist unheimlich athletisch und gewöhnt, ihre Stunts selber zu machen." Im Film mußs sie von Hausdächern springen, Skateboard fahren, Mauern erklettern und dergleichen und das alles im roten Abendkleid und Stöckelschuhen.

Der Rest der Besetzung wurde aus einer Mischung aus Veteranen und Neulingen zusammengestellt. Um den komödiantischen Aspekt zu verstärken wurden Leute wie Jeff Garlin als Julies Vater, Jane Lynch als Mutter, Sam Huntington als Bruder und schließlich Steve Carell als unbeholfener Sicherheitsmann genommen.

Die Freunde und Schulkameraden wurden neben Mika Boorem, Sarra Paxton und die Newcomerin Scout Taylor-Compton gewählt. Für Regisseur Nussbaum war sie die Überraschung des Films. "Scout Taylor-Compton, die die Rolle der Farrah spielt, versprüht so viel Energie und ist auf eine ganz natürliche Weise lustig", sagt Nussbaum.

SLEEPOVER ist nicht nur lustig, sondern behandelt auch wichtige Punkte, wie das Erwachsenwerden, mit dem sich jeder irgendwann auseinandersetzen mußs. Außerdem werden Werte wie Liebe, Freundschaft und Familie in den Vordergrund gestellt.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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