Das Erbe

Ausführlicher Inhalt

Christoffer, Sprössling einer seit Generationen in der dänischen Stahlindustrie erfolgreichen Industriellenfamilie, lebt schon lange nicht mehr zuhause in Dänemark, sondern in Stockholm, wo er ein Restaurant betreibt.

Christoffer sitzt im Theater und verfolgt gebannt die Vorführung. Nachdem der Vorhang gefallen, der Beifall abgeebbt ist, geht er hinter die Bühne, um eine junge, hübsche Schauspielerin in die Arme zu schließen.

Überraschend werden die beiden von Christoffers Vater besucht, der jedoch nur kurz hallo sagen möchte und sich trotz allen Drängens zu bleiben umgehend wieder verabschiedet. Kurz darauf erhält Christoffer die Nachricht, dass sein Vater Selbstmord begangen hat.

Noch während der Bestattungsfeier erfährt er von der Mutter, dass die Firma tief in den roten Zahlen steckt. Er bespricht sich mit seiner Schwester und deren Ehemann Ulrich, der viele Jahre lang mit seinem Vater in der Firma gearbeitet hat und jetzt die Position des Chefs übernehmen möchte.

Jemand mußs den Arbeitern mitteilen, wie es um die Firma steht, und die Mutter ist der Meinung, dass dies Christoffers Aufgabe ist. Gleichzeitig will sie, dass Christoffer anstelle von Ulrich die Leitung der Firma übernimmt. Auch Nils, seit Jahrzehnten die rechte Hand des verstorbenen Vaters, favorisiert diese Lösung.

Maria ist damit nicht einverstanden: ihr Mann hat wirklich nichts für diese Art von Geschäft übrig, und überhaupt leben sie beide in Stockholm. Mit Christoffer ist sie sich darin einig, dass dort eine vielversprechende Theaterkarriere auf sie wartet.

Als dieser aber in der Werkshalle Hunderte von Arbeitern erlebt, die voller Hoffnung und Vertrauen seiner Ansprache lauschen, kann er sich dem Drängen der Mutter nicht länger widersetzen. Er akzeptiert die Übernahme der Verantwortung, sehr zum Verdruss von Ulrich, der auf diese Position spekuliert hatte, und zum Entsetzen von Maria, die in Gedanken schon wieder auf dem Weg zurück nach Stockholm war. Er versucht, sie mit dem Versprechen zu besänftigen, den Job nur für zwei Jahre zu machen. Soviel Zeit meint er zu brauchen, um die Firmenpleite abzuwenden und die Fusion mit einer französischen Firma in die Wege zu leiten.

Doch Christoffer hat die auf ihn wartenden Schwierigkeiten und Hindernisse unterschätzt: Seine kalt kalkulierende Mutter intrigiert gegen seine Ehe, der Schwager streut Gerüchte, die Christoffer bei der Bank in Verruf bringen sollen, Mutter und Nils wiederum verlangen die Entlassung von Ulrich.

Durch seine volle Konzentration auf die Firma leidet Christoffers Privatleben mehr und mehr: Maria lebt in einer anderen Welt, seine Schwester distanziert sich wegen Ulrichs Rauswurf von ihm. Und während er sich auf Drängen Nils dazu durchringen soll, mit Dutzenden von Arbeitern auch alte treue Gefolgsleute seines Vaters zu entlassen, verlangen seine französischen Verhandlungspartner von ihm, dass er sich von Nils trennt.

Ohne sich der Tragweite bewusst zu sein, sieht sich Christoffer gezwungen, sich zwischen seiner Loyalität zur Familie und seiner Frau gegenüber zu entscheiden. Ohne sich die Konsequenzen für sein Leben klar zu machen, lässt er sich auf diese Alternative ein.

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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