Hitch - Der Date Doktor

Produktionsnotizen

Die Blockbuster Komödie Hitch - Der Date Doktor Als James Lassiter, Will Smiths Partner der gemeinsamen Produktionsfirma Overbrook Entertainment, auf diesen großartigen Komödienstoff stieß, wusste er sofort, dass dieser Film wie maßgeschneidert für die Talente von Will Smith ist.

Eine Geschichte um einen "Date-Doktor", einen coolen, selbstsicheren Typen, der schüchternen und sozial ungelenkten Männern gegen ein Entgelt beibringt, wie sie die Frauen ihrer Träume ansprechen und gewinnen können.

"Das ist doch die perfekte städtische Legende", meint Lassiter. "Ein Mann, der so charismatisch und souverän in der Gegenwart von Frauen ist, dass er sogar anderen Männern beibringen kann, wie sie sich den Frauen nähern können, an die sie ihr Herz verloren haben."

"Hitch hat da eine ganz spezielle Philosophie", führt Lassiter aus. "Es bedarf nur drei Dates, um dem wahren "Ich Glanz" zu verleihen und damit die Frau der Träume für sich zu gewinnen."

Teddy Zee, ein weiterer Geschäftspartner von Overbrock Entertainmen war ebenfalls der Meinung, dass die Geschichte echtes Potenzial hatte.

"Der Story haftete ein echtes New Yorker Feeling an - sie fühlte sich hip und zeitgemäß an", sagt Zee. "Noch dazu wurde sie aus der Sicht des Mannes erzählt - und das findet man nur sehr selten in romantischen Komödien."

Die Idee für das Drehbuch beruht auf persönlichen College-Erfahrungen von Autor Kevin Bisch. Nach einer Reihe von Dates mit verschiedenen Frauen fand dieser sich jedes Mal wieder auf ihrer Bettkante sitzend und blätterte durch ihre Fotoalben.

Beim Versuch herauszufinden, warum diese Frauen so sehr darauf fixiert waren, ihm ihre Fotoalben zu zeigen, hatte er schließlich eine Eingebung: "Wie konnte ich nur so blöd sein? dachte Bisch Sie wollten nur die Zeit überbrücken, wobei sie eigentlich darauf warteten, dass ich sie endlich küsse.

Nach dieser Offenbarung entwickelte ich eine regelrechte Obsession, das Ritual des Datings in seinen ganzen Einzelheiten zu entschlüsseln."

Schon auf Seite eins des Drehbuchs wusste er, dass er Hitch spielen wollte, berichtet Will Smith. "Er ist so etwas wie ein Alchemist", erklärt Smith.

"Er nimmt das, was ist, und verwandelt es in etwas, das sein könnte. Wenn er seine Klienten zum ersten Mal trifft, fragt er sie, ob sie die Frauen, die sie gewinnen wollen, tatsächlich lieben - denn ohne diese Liebe kann auch Hitch ihnen nicht helfen."

Die Ironie des Ganzen besteht darin, dass Hitch zwar Glück bei den Frauen hat, aber dennoch keine eigene besondere Beziehung zu einer Frau nennen kann, weil er immer noch nicht darüber hinweg gekommen ist, dass ihm einst in seiner Collegezeit das Herz gebrochen wurde.

Er hat geschworen, sich nie wieder der Liebe zu öffnen und auf diese Weise zu vermeiden, dass man ihm wieder wehtun kann.

Mit diesem Gedanken konnte sich Smith ebenfalls anfreunden. "Jeder Kerl hat dieses eine Mädchen, an das er sich aus Schulzeiten erinnert, in das er verliebt war und das ihm das Herz aus dem Leib gerissen hat", meint Smith.

"Hitch ist deshalb etwas Besonderes, weil er es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, anderen Männern diese schmerzhafte Erfahrung zu ersparen."

"Ich glaube, das ist es, was diesen Hitch so angenehm und sympathisch macht", überlegt Bisch. "Seine Haltung zur Romantik ist nicht abgestumpft oder zynisch.

Er glaubt wirklich daran, dass jeder Mann - mit Ausnahme von ihm selbst - das Mädchen seiner Träume treffen und gewinnen kann. Was er da macht, ist sehr nobel und selbstlos. Er will, dass diese Jungs Erfolg haben und nicht leiden müssen."

Regisseur Andy Tennant war erste Wahl für die Inszenierung von HITCH - DER DATE DOKTOR. In Filmen wie Sweet Home Alabama (Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen, 2002) oder Ever After (Auf immer und ewig, 1998) hat er bereits hinlänglich bewiesen, dass er ein Gespür für Komödien besitzt.

"Andy liegt dieses Genre im Blut", merkt Zee an, der mit Tennant bereits an Fools Rush In (Herz über Kopf - Fools Rush In, 1997) gearbeitet hatte. "Er ist nicht nur witzig, sondern erfüllt seine Filme auch mit einer erfrischenden Menschlichkeit."

Während Hitch sehr erfolgreich dabei ist, anderen Männern bei der Suche nach Liebe Hilfestellung zu leisten, kann er mit seiner glatten, einstudierten Taktik einfach nicht bei seiner Flamme, der von Eva Mendes gespielten Sara Melas landen, einer bildschönen Journalistin, die für eine New Yorker Boulevardzeitung arbeitet.

Das verdutzt ihn auf der einen, fasziniert ihn aber auf der anderen Seite. "Es kommt ihm beinahe so vor, als hätte sich das gesamte Universum gegen ihn verschworen", lacht Smith. "Er ist regelrecht gezwungen, Sara zu zeigen, wer er wirklich ist, anstatt ihr zu zeigen, was er glaubt, dass sie sehen will."

"Sara bringt das verletzliche, ungelenke Mauerblümchen in ihm zum Vorschein, das in uns allen steckt, wenn wir der Frau unserer Träume entgegen treten sollen", erzählt Andy Tennant.

Eva Mendes, die sich bereits in Komödien und Dramen wie Out of Time (Out of Time, 2003), Stuck on You (Unzertrennlich, 2003) oder 2 Fast 2 Furious (2 Fast 2 Furious, 2003) bewiesen hat, wurde in der Rolle besetzt, weil sie, wie die ausführende Produzentin Wink Mordaunt (Tennants Produktionspartnerin) betont, "sie hat genau das richtige Temperament für Sara.

Als Hitch versucht, ein Date mit ihr zu vereinbaren und dabei alles in die Hose geht, lässt sie sich davon nicht irritieren. Sie findet es lustig und lacht darüber. Das entspricht absolut Evas Persönlichkeit."

"Und sie ist eine hervorragende Schauspielerin", findet Will Smith. "Sie ist schön und witzig - und eine Frau durch und durch. Sie hat mich die ganze Zeit auf Trab gehalten."

Die Gelegenheit, mit Will Smith vor der Kamera stehen zu können, war sicherlich ein nicht unbedeutender Anreiz für Mendes. Aber genauso war sie gespannt darauf, eine Figur wie Sara zu spielen.

"Ich habe mich Hals über Kopf in sie verliebt - eine Frau, die der Überzeugung ist, dass sie ihre Deckung niemals fallen lassen darf, wenn sie als Karrierefrau Erfolg haben will", erklärt Mendes. "Aber tief in ihr steckt eine hoffnungslose Romantikerin."

Ein weiterer Darsteller, der Smith gehörig auf Trab hielt, war Kevin James, der in HITCH - DER DATE DOKTOR sein Leinwanddebüt als Albert Brennaman gibt. Er spielt Hitchs neuesten Klienten, der die Hilfe des "Date-Doktors" überaus dringend bedarf.

Die Rolle bot dem Star der sensationell erfolgreichen Fernseh-Sitcom "King of Queens" eine willkommene Gelegenheit, sein Talent für Slapstick auf die Leinwand zu übertragen.

Die Jahre des Trainings im Fernsehen waren ein zusätzliches Plus für Smith, der selbst seine Talente bei der erfolgreichen Serie "Der Prinz von Bel Air" geschärft hat und mit Tom Hanks, Robin Williams, Jim Carrey und Eddie Murphy eine Reihe weiterer Filmstars nennt, die ihre Anfänge beim Fernsehen machten.

"Wenn man jahrelang fürs Fernsehen arbeitet, dann kann einen nichts mehr kalt erwischen. Leute, die im Fernsehen erfolgreich waren, können ihr Können auf Knopfdruck einschalten", sagt Smith. "In dem Moment, in dem der Regisseur ,Action!' schreit, können sie etwas Brillantes aus dem Ärmel schütteln."

Albert - die Figur, die Kevin James in HITCH - DER DATE DOKTOR spielt - repräsentiert "die unsichere Seite, die in uns allen steckt", erklärt Will Smith.

"Er trägt nicht die richtigen Klamotten, er sagt nicht die richtigen Dinge. Er ist ein bisschen ungeschickt und hat Übergewicht." Dennoch hat sich Albert hoffnungslos in Allegra Cole verliebt, eine schöne Society-Lady, die ihn lediglich als einen ihrer Buchhalter kennt.

"Jeder kann sich mit Alberts Dilemma identifizieren", sagt Produzent Zee. "Er hat einen Traum, ein Verlangen nach etwas Besonderem in seinem Leben. Und dieses Besondere ist Allegra."

Allegra wird von dem Supermodel Amber Valletta gespielt. Ihr ist der erfolgreiche Sprung vom Laufsteg auf die Leinwand gelungen, wie sie mit Filmen wie What Lies Beneath (Schatten der Wahrheit, 2000) und The Family Man (Family Man, 2000) bewiesen hat.

"Es war sehr wichtig, Allegra wirklich sympathisch und verletzlich darzustellen. Teddy Zee meint: "Amber ist eine jener talentierten Schauspielerinnen, die nicht nur natürlich bildschön sind, sondern auch immer so menschlich rüberkommen, dass man sich mit ihnen identifizieren kann."

Amber Valletta sah Allegra als eine Frau, die immer im Rampenlicht steht, immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller Anwesenden und der Presse.

"Gleichzeitig kämpft Allegra aufopfernd darum, ihre Stimme als Frau zu finden - und nicht nur das Bild zu verkörpern, das andere von ihr haben", sagt Valletta.

"Albert ist nicht die Art von Typ, mit dem sie bisher Dates hatte oder in irgendeiner Form Zeit verbracht hat. Und das findet sie anziehend."

Das ist genau der Grund, warum Hitch darauf besteht, dass sich Albert strikt an seine Regel hält, sich beim ersten Date mit Allegra zurückzuhalten. "Meine Figur ist wie die eines jungen Hundes", findet Kevin James.

"Ich würde überall herumhüpfen und würde total durchdrehen, wenn ich nicht auf Hitch hören und die Sache cool angehen würde. Also lehne ich mich einfach zurück und entspanne mich."

Das funktioniert wie eine Zauberformel. Und ist der Grund, warum Hitch Hitch ist.

Die Dreharbeiten Regisseur Andy Tennant sagt, dass er schon immer einen Film komplett in New York drehen wollte, nachdem bereits Teile der Dreharbeiten von Fools Rush In und Sweet Home Alabama in Manhattan stattgefunden hatten.

New York ist der perfekte Ort für einen Film über Dating, über Leute in den Dreißigern, die sich auf der Höhe ihres Daseins befinden", meint der Regisseur.

Die Dreharbeiten von HITCH - DER DATE DOKTOR begannen im vergangenen Frühjahr im angesagten Bistro Balthazar in Soho. Tennant hatte sich gezielt vornehmlich Locations in Downtown Manhattan ausgesucht, die man nicht sehr oft in Filmen zu sehen bekommt.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das ehemalige Fleischverpackungsviertel in Manhattan in der Nähe der 14. Straße, in dem sich gegenwärtig die heißesten und hippsten Nachtclubs der Stadt befinden. Einige Schlüsselszenen wurden beispielsweise in der "Amp Lounge" gedreht, die lose auf dem Stil des exklusiven Soho House angelehnt ist.

"Am spannendsten an Andys Filmen ist immer deren Look", sagt Produzent Lassiter. "Er hat die Stadt in einer Weise gefilmt, wie wir es noch nie gesehen haben. Das ist sehr erfrischend und aufregend."

"Es gibt etwa 74 verschiedene Locations in diesem Film", berichtet der ausführende Produzent Michael Tadross, der nicht zum ersten Mal in New York dreht.

Er war bereits an den Produktionen von Die Hard with a Vengeance (Stirb langsam - Jetzt erst recht, 1995) und The Thomas Crown Affair (Die Thomas Crown Affäre, 1999) beteiligt. "Das sind mehr, als ich in den gesamten 24 Jahren meiner Karriere jemals erlebt habe."

Die Szenenbildnerin des Film, Jane Musky, arbeitete eng mit der Location-Abteilung zusammen, um die trendigsten Örtlichkeiten in Manhattan zu finden, an denen sich junge Leute treffen. "Jane ist unglaublich", sagt der ausführende Produzent Mordaunt. "Sie weiß genau, wo was los ist in der Stadt."

"Ich habe mich durch jedes hippe New Yorker Magazin gearbeitet, das ich finden konnte", erklärt sie. "Ich habe bestimmt mehr als 40 dieser Design-Magazine gekauft. Und ich habe alle durchgeblättert, um herauszufinden, wo die Leute hingehen."

Zu ihren Entdeckungen gehörte das ultramoderne Reispudding-Restaurant "Rice to Riches", das im szenigen Nolitaviertel der Lower East Side von Manhattan zu finden ist. "Das ist der letzte Schrei an Imbiss-Chic", erläutert sie.

Andere angesagte Locations zu diesem Zeitpunkt waren "Pop Burger" und die "Little Pie Company" im ehemaligen Fleischverpackungsviertel.

Zu den romantischeren Szenerien, die Hitch seinen Klienten empfiehlt, gehören der Central Park und Ellis Island, der historische Punkt, an dem Einwanderer die Vereinigten Staaten betraten und von dem aus man einen unübertrefflichen Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhattan hat.

Auf Ellis Island filmte Tennant das erste Rendezvous zwischen Hitch und Sara. Mittlerweile ist Ellis Island Teil des National Park Service, aber von 1892 bis 1954 war es der Ort, an dem Immigranten erstmals Fuß auf amerikanischen Boden setzten.

Eine der wenigen Veränderungen am Ellis Island Museum, die der Produktion gestattet wurden, waren Setkorrekturen in der Haupthalle - dabei handelte es sich um einige Schaukästen, die Schiff-Dokumente enthalten, die eine Rolle in besagter Szene spielen.

Die Produktion stellte Schilder auf, auf denen Besucher darauf hingewiesen wurden, dass es sich bei den Dokumenten um Filmrequisiten ohne historischen Wert handelte.

Trotzdem ließen es sich Besucher des auch während des Drehs geöffneten Museums nicht nehmen, fasziniert Interesse zu bekunden und Fotos davon zu schießen. Nach Beendigung des Drehs wurden die Schaukästen dem Museum gespendet, nicht aber die falschen Dokumente.

Eine weitere Sequenz, die das alte und neue New York zusammenbrachte, wurde auf dem Fulton Fish Market in Lower Manhattan gedreht, wo Sara Hitch zu einem Kochkurs begleitet, der in einer Ecke des legendären Markts abgehalten wird.

"Sara ist Klatschkolumnistin, also weiß sie immer, was abgeht und wo man hingehen mußs", erklärt Musky. "Sara bringt Hitch an diesen Ort, der deshalb so speziell ist, weil nicht sehr viele Leute davon wissen. Das beeindruckt ihn, denn das bedeutet, dass sie sich in diesem Bereich besser auskennt als er."

Nicht, dass Hitch eine Niete wäre. Im Gegenteil. Er lebt in seinem "Kommandozentrum", einem von einem Innenarchitekten entworfenen Appartement in einem echten Loft in Tribeca.

Dort inszeniert er die idealisierten Dates seiner Klienten. Musky sagt: "Er springt herum wie es ein Maler tun würde. Er hat eine Magnettafel, an denen er die Dates minutiös vorbereitet, eine Tafel, auf der er seine Gedanken niederschreibt, und einen Computer für Recherchen, der immer in Reichweite ist.

Er hat all die neuesten Technologien zur Verfügung, sowie - und das ist genauso wichtig für ihn - die beste Schokolade, die man kaufen kann."

Hitchs Kommandozentrale ist umgeben von Fensterglas, das mit Argon-Gas gefüllt ist. "Wenn er einen Knopf drückt, fließt Strom durch das Glas", beschreibt die Szenenbildnerin.

"Damit wird das Argon aktiviert, so dass die Fensterscheiben wie geeist werden. Im Handumdrehen wird das transparente Glas undurchsichtig. Damit sichert sich Hitch die Privatsphäre, die er benötigt, damit niemand merkt, dass seine Klienten professionelle Hilfe benötigen, um ihre Traumfrauen zu treffen." Denn das wäre tödlich für sein gut gehendes Geschäft.

Saras Loft in Soho ähnelt dem von Hitch insofern, als dass es ebenso riesige Fenster mit einem spektakulären Blick auf Downtown Manhattan besitzt.

Anders als das Loft von Hitch ist ihr Zuhause persönlicher ausgestattet - mit einem großen, gemütlichen Esstisch, einer gut bestückten Küche und Wänden, die mit Gemälden und Fotos aus Kuba dekoriert sind.

"Das Loft wird von gesättigten Farben bestimmt. Es hat eine sehr warme und belebte Ausstrahlung", sagt Musky.

Kameramann Andrew Dunn, der zum vierten Mal mit Andy Tennant arbeitet, stellte sich ganz Manhattan für diesen Film farbgesättigt vor. "Andy liebt so viel Farbe, wie man ihm nur irgend möglich liefern kann", weiß der Kameramann.

"Außerdem schätzt er Reflektionen und Spiegel und viele andere Dinge, vor denen andere Regisseure instinktiv zurückschrecken würden." Dunn und Tennant sahen New York als romantische Stadt wie Paris, auch wenn sie das vor gewisse Herausforderungen stellte.

"Ein offensichtliches Problem sind all die hohen Gebäude", berichtet Dunn. "Egal auf welcher Straße man dreht, man hat immer nur einen kleinen Spalt mit Sonnenlicht zur Verfügung.

Aber wir drehen ja während des ganzen Tages, also mußs man eine gewisse Kontinuität des Looks bewahren, wenn man das Publikum nicht irritieren und von der Geschichte ablenken will."

Der Regisseur und der Kameramann fanden in ihrem Star Will Smith einen willigen Mitstreiter. "Das Tolle an Will ist, dass er genau verstand, was wir erzielen wollten", sagt Dunn. "Er weiß sehr viel über Kameraarbeit und das Ausleuchten. Wenn man ihn etwas fragt, dann weiß er genau, warum man ihn fragt."

Tennant hebt auch die Leistung von Kostümdesignerin Marlene Stewart und ihres Teams hervor, die mit dazu beitrugen, dass man den richtigen Ton für den Film fand.

"Ihre Aufgabe war es, den Film so cool aussehen zu lassen wie Will Smith seine Figur darstellt. Und genau das haben sie gemacht", freut sich Tennant.

Stewart, die mit Will Smith zuvor bereits an Enemy of the State (Der Staatsfeind Nr. 1, 1998) und Ali (Ali, 2001) gearbeitet hatte, sah Hitch als hippen New Yorker, der sich seines Aussehens und Auftretens immer bewusst ist, aber dennoch sehr locker damit umgeht.

Viele der Kostüme für den athletisch gebauten Smith wurden von Stewart eigenhändig angefertigt. Bisweilen zog sie ihm aber auch Outfits der besten Designer an. "Wir griffen auf Jacken von Etro zurück und setzten dabei etwas Prada und Gucci ein", sagt sie.

"Und wir haben es gewagt, uns beim Einsatz der Farben etwas aus dem Fenster zu lehnen - Lavender- und Pinktöne im Mix mit Leinenstoffen - so wie sich ein gut gekleideter Mann in Mailand zeigen würde."

Kleidung ist ein wichtiger Faktor bei Hitchs Arbeit, denn er stattet auch seine Klienten vor ihren großen Dates mit neuen Outfits aus. "Ein Teil des Films dreht sich um extreme Make-Overs", sagt Stewart.

"Die meisten Männer im Film sehen ab einem gewissen Punkt ein bisschen wie Hitch aus. Wenn wir beispielsweise den Buchhalter Albert zum ersten Mal sehen, der Hitch anheuert, weil er eine hinreißende Erbin für sich gewinnen will, dann trägt er einen aufdringlichen grünen Gabardine-Anzug mit weißen Socken - ein sehr weit verbreiteter Fauxpas.

Nach ein paar Ratschlägen von Hitch wird Albert modebewusster und trägt fortan dunklere Kleidung und ein Paar schicke Jeans."

Sara ist Mode ebenfalls wichtig, aber sie hat einen ganz eigenen Stil. Zu Beginn der Geschichte sehen wir sie vor allem in dunkleren Farben, in einem Hosenanzug, der die Ernsthaftigkeit ihrer Karrierebestrebungen unterstreicht. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto heller werden die Farben und desto femininer werden die Silhouetten.

Amber Vallettas Figur auf der anderen Seite trägt exakt die Designer-Garderobe, wie man es von einer Society-Lady erwarten würde. "Bei Amber konzentrierten wir uns auf schöne Kleider", beschreibt Stewart.

"Wir fanden für sie etwas von Prada und etwas von Yves St. Laurent. Und sie trug Taschen von Hermes." Der Juwelenhersteller Bulgari stattete Stewart mit den meisten der Ketten aus, die Valletta im Film trägt.

"Sie hat da ein paar massive Klunker", meint Stewart. Und sie trug sie mit der richtigen Haltung, da Amber Valletta als ehemaliges Supermodel die eine oder andere Sache über das selbstverständliche Tragen von Juwelen und Kleidung weiß.

Kevin James machte während des Drehs das Beste aus der Situation. "Amber wollte unsere Kuss-Szene immer und immer wieder proben", erzählt er keusch. "Jeden Morgen klopfte sie an die Tür meines Zimmers. Ich war erschöpft. Ich hatte Besseres zu tun. Aber man konnte sie einfach nicht aufhalten."

Die Schauspieler verstanden sich bestens mit Regisseur Tennant. Eva Mendes erklärt: "Man mußs wissen, dass Andy mal selbst Schauspieler war. Also versteht er Schauspieler. Er hat Verständnis für unsere Bedürfnisse, und das ist fantastisch. Mehr kann man nicht verlangen."

Tennant gibt das Kompliment seines weiblichen Stars gerne zurück. Vor allem für Will Smith ist er voll des Lobs. "Wills Instinkte sind brillant", sagt er.

"Er liebt es, das Material auf die Probe zu stellen. Am Set gibt es niemanden, der mit ihm vergleichbar wäre. Er behandelt alle Mitglieder der Crew mit dem allergrößten Respekt. Diese Einstellung und Leidenschaft ist ansteckend. Das lässt uns alle noch härter arbeiten."

Das Team Will Smith und Kevin James sorgt für viele komische Momente während des Films "Kevin und Will haben eine prima Chemie", sagt Produzent Zee. "Sie bei der Arbeit zu beobachten, wie sie die Crew pausenlos in Lachkrämpfe ausbrechen ließen, war eine große Freude."

Es war vor allem eine Szene, die die Crew zum Brüllen brachte. In ihr zeigt Albert seinem Date-Doktor Hitch, wie er tanzt. "Die meisten Männer sind fest davon überzeugt, dass sie ganz toll tanzen, wenn sie auf der Tanzfläche herumspringen", erzählt James.

"Aber ich würde sagen, dass man in neun von zehn Fällen von einem Totalausfall sprechen könnte. Da hat ein Autounfall mehr Rhythmus. Egal, die Typen glauben trotzdem, dass sie die totalen Bringer sind und Frauen sie toll finden."

Aber selbst die komischen Szenen tragen zu den Themen bei, die der Geschichte zugrunde liegen. "Das Schöne an der Geschichte ist, dass es unglaublich leicht für jedermann ist, sich mit den Problemen der Charaktere zu identifizieren", sagt Zee. "Und wenn sie bewältigt werden, freut man sich mit den Figuren."

Das könnte auch daran liegen, dass in Hitchs Rendezvous-Philosophie durchaus etwas Wahres steckt, meint Lassiter: "Hitch sieht es so: Man hat nur einmal die Gelegenheit für den ersten Kuss. Er hat Recht. Beim ersten Mal mußs man dafür sorgen, dass man sein Bestes gibt."

"Ich fände es schön, wenn die Männer im Publikum eine Lehre daraus ziehen, wie viel Mühe sich Hitch dabei gibt, dass es Frauen gut geht", betont Smith.

"Man mußs 16 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche investieren, wenn man ein guter Zimmermann, Doktor oder Basektball-Spieler sein will. Da kann man doch nicht ernsthaft glauben, dass man die wertvollste Beziehung im ganzen Leben aufrecht erhält, wenn man nicht mindestens genauso viel Zeit und Energie darin investiert."

Nicht nur Männer werden sich von den zentralen Themen des Films angesprochen fühlen, glaubt Eva Mendes: "Wir Amerikaner nehmen Unterricht in allen Dingen - mit Ausnahme so wichtiger Dinge, wie man es hinkriegt, ein guter Vater oder eine gute Mutter zu sein, wie man eine Beziehung führt und wie man andere Menschen verwöhnt.

Ich bin mir sicher, dass fortan alle Mädchen einen Hitch in ihrem Leben haben wollen, der ihnen Dinge beibringt und ihnen Ratschläge für alle Lebenslagen gibt."

Letzten Endes sind Hitchs Lektionen über coole Klamotten, die Wohnungseinrichtung und angesagte Läden nicht so wichtig, auch wenn sie nicht schaden können.

"Wenn alles gesagt und getan ist", findet Tennant, "geht es in dem Film darum, dass man immer das Beste aus sich machen sollte, dass man keine Angst davor haben sollte, Fehler und Makel und alles andere, was uns zu dem macht, wer wir sind, auch zu zeigen. Deshalb sind wir ja alle einzigartig und individuell."

Szenenfoto
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