Code 46

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Titel Deutschland: Code 46
Titel England: Code 46
Genre: Sci-Fi-Drama
Farbe, England, 2003

Kino England: 17. September 2004
Kino Deutschland: 3. März 2005
Laufzeit Kino: 93 Minuten, FSK 12

DVD Deutschland: 9. November 2005
Video Deutschland: -
Laufzeit DVD/Video: 90 Minuten



Inhalt In nicht allzu ferner Zukunft lebt der privilegierte Teil der Menschheit in speziell abgesicherten Städten; der Rest lebt außerhalb, an unwirtlichen, wüstenähnlichen Orten. Die Reise zwischen den Städten und al fuera, den Randgebieten, ist nur mit einer speziellen Art von Reiseversicherungs-Visa möglich, so genannten Papelles, die als begehrte Objekte das Ziel von Fälschungen geworden sind.

Versicherungsagent William Geld reist von Seattle nach Shanghai, um in einem entsprechenden Fälschungsfall zu ermitteln. Dank eines Empathie-Virus, der ihn die Gedanken anderer lesen lässt, identifiziert William schnell Maria Gonzales als Schuldige.

Maria übt jedoch eine unerklärliche Anziehung auf ihn aus. Statt sie der Tat zu überführen, verliebt er sich in sie und verbringt eine Nacht mit ihr. Die Affäre hat Folgen, denn als William einige Zeit später nach ihr sucht, ist sie Gegenstand eines so genannten CODE-46-Verstoßes geworden: Der Code sieht vor, dass Menschen mit ähnlichem genetischem Profil keine gemeinsamen Kinder zeugen dürfen.

Als William wenig später herausfindet, dass Maria genetisch identisch mit seiner Mutter ist, stecken beide in großen Schwierigkeiten ...


Darsteller & Stab Darsteller: Tim Robbins (William), Samantha Morton (Maria), Om Puri (Backland), Jeanne Balibar (Sylvie), Togo Igawa (Fahrer), Essie Davis (Ärztin), Nina Fog (Wole), Bruno Lastra (Bikku), Emil Marwa (Mohan), Taro Sherabayani (Jack)

Stab:Regie: Michael Winterbottom • Produktion: Andrew Eaton • Drehbuch: Frank Cottrell Boyce • Vorlage: - • Filmmusik: Joshua Hyams, Mark Revel • Kamera: Alwin H. Kuchler, Marcel Zyskind • Spezialeffekte: Jon Berridge (visuell) • Ausstattung: Mark Tildesley • Schnitt: Peter Christelis • Kostüme: Natalie Ward • Make Up: - • Ton: Orin Beaton • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Code 46 ist eine faszinierende Liebesgeschichte, ein intelligentes und außergewöhnliches Science-Fiction-Drama von einem der interessantesten, zeitgenössischen Regisseure Englands. Mit großer visueller Virtuosität entwirft Michael Winterbottom eine futuristische Atmosphäre, in der die Liebe an strenge genetische Regeln gebunden ist. Als Film-Noir-Romanze ist Code 46 das poetische Pendant zum düsteren Sci-Fi-Kult-Klassiker Der Blade Runner und wagt die fesselnde Vision einer entmenschlichten Gesellschaft, in der Gefühle und Erinnerungen bei Bedarf dem Allgemeinwohl zum Opfer fallen.

film-dienst 5/2005: Der Film verzichtet auf alle genreüblichen Effekte und benutzt stattdessen das Städte-Design moderner Metropolen als Hintergrund einer um Identität und persönliche Freiheit kreisenden Science-Fiction-Story. Er entwirft dabei die Schreckensvision einer kontrollierten und hermetischen Welt, die auch in ihren Extremen nur eine kurze Spanne von der Gegenwart entfernt ist und eine Atmosphäre existentieller Angst vermittelt. Formal von kühler, unemotionaler Konsequenz.

Frankfurter Rundschau: Was Code 46 vor allem zu einer bestechenden, intensiven Erfahrung macht, ist seine imaginative Kraft, der flüchtig-nervöse Sog, den er durch geschickte Kameraführung und Montagen aus Bildern und Musik voller Rhythmus entfaltet, ist die Poesie, die in der Mischung aus traumartiger, hypnotischer Trance-Atmosphäre und latenter Bedrohung liegt. Unterkühlter Humor trifft sich mit sanfter Melancholie; Bilder, die man nicht vergisst, Kino, das nachwirkt.

epd Film: Wie Lynchs "Wild at Heart" und Figgis' Leaving Las Vegas zelebriert auch Code 46 die Liebe als unzerstörbares Virus in einer zerstörten Welt. Mit Maria und William haben Michael Winterbottom und sein Autor Frank Cottrell Boyce in ihrem blendend schönen, herzzerreißenden Film ein Paar für die Ewigkeit geschaffen.

FAZ: Das Geniale an Michael Winterbottoms Zukunft ist, dass alles aussieht wie immer, obwohl es in Wirklichkeit erschreckend anders ist. So einleuchtend und faszinierend und beklemmend hat noch keiner die Zukunft dargestellt.

Aachener Nachrichten / Aachener Zeitung: Dieser geniale britische Regisseur blickt mit Code 46 sowohl ethisch als auch erzählerisch atemberaubend weit voraus.


Hintergrund DVD-Features: Ton DVD: Deutsch in DTS + DD 5.1; Englisch in DD 5.1; deutsche Untertitel, ausblendbar. Bild DVD: 16:9 / 1:2,35. DVD-Extras: Deleted Scenes, "Inside Code 46" (Making of), Biografien/Filmografien (Textseiten), Originaltrailer, weitere Sunfilm-Trailer.
Filmplakat
DVD-Cover
Szenenfoto
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