Elektra

Produktionsnotizen

A Marvel-lous Team Marvel Comics erweckten bereits schon Helden wie X-Men oder Spider-Man - auf der großen Leinwand zum Leben. Nun präsentieren sie mit ELEKTRA das erste Action-Event-Movie des Jahres.

In den ultimativen Kampf zwischen Gut und Böse greift eine Kämpferin ein, die schließlich eine Entscheidung trifft und damit das sprichwörtliche Zünglein an der Waage bildet.

Jennifer Garner übernimmt die Titelrolle der starken, geheimnisvollen und verführerischen Actionheldin - einer tödlichen Verbindung aus Anmut und Kraft. Kaum hatte sie sich von ihren scheinbar tödlichen Verletzungen erholt, brach Elektra all ihre Kontakte zur restlichen Welt ab.

Jetzt lebt sie nur noch dafür, ihre Aufträge zu erfüllen. Doch nach einer unerwarteten Schicksalswendung steht Elektra vor einer Entscheidung, die ihr Leben in eine neue Bahn lenken - oder ihren Tod bedeuten wird.

Schlüsselrollen bei Elektras Seelenreise kommen folgenden Figuren zu: Stick, ein blinder Martial Arts Meister, der einst schon Elektras "Wiederauferstehung" verantwortete, sowie Mark und Abby Miller.

Letztere sind Vater und Tochter und befinden sich auf der Flucht vor "The Hand", einer mächtigen Vereinigung, deren Mitglieder die dunkle Kunst des ninjitsu ausüben.

Nachdem Jennifer Garner einen zwar kurzen, aber umso eindrucksvolleren Auftritt in DAREDEVIL ("Daredevil", 2003) absolviert hatte, brannten die Verantwortlichen und Fans darauf, die attraktive Schauspielerin ein weiteres Mal in dieser Rolle zu sehen - in einem eigenen Film.

Garner trainierte lange und hart, um ihrer Rolle aus den Marvel Comics gerecht zu werden: einer Kämpferin ohne Limits.

Durch ihre Arbeit an der TV-Serie "Alias" bereits durchtrainiert und mit zahlreichen Kampftechniken vertraut, führte Garner ihr Training zu ELEKTRA unter Aufsicht der Stuntkoordinatoren und Kampfchoreografen mit noch größerem Ehrgeiz fort.

Als Bonus für Garner und die riesige Fangemeinde kämpft Elektra diesmal jedoch in dem den Marvel-Comics entsprechenden roten Outfit.

Zak Penn (X2; "X-Men 2", 2003) und seine Drehbuchpartner Stuart Zicherman & Raven Metzner schrieben das Skript, das ELEKTRA den Weg von den Heftseiten auf die große Leinwand ebnete.

Mit Garner in der Rolle der Titelheldin und einem stetig reifenden Drehbuch vor Augen schloss sich auch Rob Bowman dem ambitionierten Projekt an.

Bowmans Credits als Filmemacher können sich sehen lassen, gewann er doch bereits drei Golden Globes als Produzent und Regisseur der "X-Files"-Serie, inszenierte den späteren Kinofilm X-FILES: FIGHT THE FUTURE ("Akte X - Der Film", 1998) und sorgte zuletzt als Regisseur des SciFi-Abenteuers REIGN OF FIRE ("Die Herrschaft des Feuers", 2003) für Furore.

Als Produzenten standen ihm Arnon Milchan (MAN ON FIRE; "Mann unter Feuer", 2004), Gary Foster (DAREDEVIL) und Marvel-Entscheider Avi Arad (SPIDER-MAN 2; "Spider-Man 2", 2004) zur Seite.

Eine menschliche Superheldin Die Filmemacher schöpften bei der Kreation von ELEKTRA für die große Leinwand aus dem Vollen und brachten ihre - außergewöhnlichen Fähigkeiten bestens zur Geltung. Anders als die meisten Comic-Helden besitzt Elektra keine übermenschlichen Kräfte.

Stattdessen zieht sie den bestmöglichen Nutzen aus ihrer unglaublichen Körperbeherrschung und ihren Kampfkünsten. Zudem kann sie durch die Kunst des Kimagure, einer Fähigkeit, die man nur durch endlose Stunden der Meditation erlangt, in die Zukunft sehen.

Elektra erlernte Kimagure von ihrem Mentor Stick, der die Geisteshaltung eines Mönchs mit dem Überlebenswillen eines Straßenkämpfers vereint.

Einst zählte Elektra zu Sticks Schülern, doch wegen ihrer Unfähigkeit, ihre düsteren Impulse zu beherrschen, verwies man sie aus Sticks Trainingscamp.

Einst gab Stick Elektra buchstäblich ihr Leben zurück. Nur zu verständlich also, dass sich Elektra nach ihrem Verweis aus Sticks Schule vollkommen allein gelassen fühlt.

Frei von allen menschlichen Beziehungen stellt Elektra ihre Fähigkeiten nun als Auftragskillerin in den Dienst anderer. Einsam und im Dienste des Todes unterwegs findet Elektra jene Dunkelheit, in der sie sich zu Hause fühlt.

"In unserer Story," verdeutlicht Produzent Avi Arad, "schickt Stick Elektra fort und lässt sie einen Test durchlaufen. Entweder besteht sie diesen oder sie stirbt eben.

Elektra mußs eine Aufgabe erfüllen und einen Vater sowie dessen Tochter töten, die sich auf der Flucht vor einer Bande von Ninja-Killern namens "The Hand" befinden.

Doch eben dieser Vater und seine Tochter bringen Elektra die Erinnerungen an glücklichere Zeiten zurück, als sie selbst noch bei ihrem Vater lebte.

Diese Mission bringt Elektras gesamte Existenz aus dem Gleichgewicht, zwingt sie dazu, ihren Zynismus abzulegen und ihren eigenen Pfad der Erlösung zu beschreiten."

Rob Bowman strebte mit ELEKTRA eine ganz andere Art der Comic-Verfilmung an. Natürlich finden sich in ELEKTRA noch immer spektakuläre Szenen, Action, neueste Special Effects, unglaubliche Stunts und atemberaubende Kampfkunst-Sequenzen.

Doch Bowman wünschte sich für ELEKTRA mehr psychologische Tiefe. "Der Unterschied zwischen diesem Film und anderen Comic-Adaptionen besteht darin, dass man für eine gewisse Zeit in Elektras Haut steckt und ihre wahre, innerste Geschichte erfährt," verdeutlicht Bowman.

"Sie schlägt sich mit vielen unausgesprochenen Problemen herum. Natürlich möchte ich dem Publikum auch einen tollen Actionfilm schenken, in dem man ihr dabei zusieht, wie sie einige Leute ordentlich aufmischt. Aber im Grunde genommen wünsche ich mir, dass die Zuschauer sich mit Elektra darüber freuen, dass sie ihre inneren Dämonen überwindet."

"Sie kämpft gegen ihre unausweichlich menschliche Seite," fügt Jennifer Garner hinzu. "Die Arbeit an diesem Film war eine fantastische Erfahrung und ich denke, auch das Publikum kann sich mit meiner Geschichte identifizieren."

Gemeinsam einsam Bei ELEKTRA durfte Garner eine Figur ausloten, die sie bereits 2003 auf der Leinwand verkörpert hatte. "Am Ende von DAREDEVIL stand Elektra ganz am Beginn ihrer düsteren Seelenreise," erinnert Garner.

"Wenn wir sie jetzt wiedertreffen, hat sie sich mit einer Mauer aus Eis umgeben. Sie ist so isoliert von der Außenwelt, dass sie ihre Isolation gar nicht mehr wahrnimmt."

Auch Mark und Abby Miller, gespielt von "E.R."-Star Goran Visnjic und der jungen Kanadierin Kirsten Prout, leben in einer gewissen Isolation. Sie befinden sich auf der Flucht, ständig in Angst, verfolgt zu werden und nicht in der Lage, irgend jemandem zu vertrauen.

"Zu Beginn lernen wir Elektra als Profi-Killerin kennen, auf deren Abschussliste Kirsten Prout und ich als nächstes stehen," verdeutlicht Visnjic. "Doch Elektra erfährt eine Läuterung und verschont sie.

Mehr noch: sie fängt sogar damit an, Mark und Abby richtig gern zu haben. Aber Mark fällt es schwer, sich mit der aufkeimenden Freundschaft zwischen Elektra und seiner Tochter abzufinden. Er fürchtet, Abby könnte sich an Elektra ein Beispiel nehmen."

Elektra wiederum wünscht sich alles andere, als in Abby eine Nachfolgerin zu finden. Sie verstehen sich einfach gut, unter anderem auch wegen ihrer gemeinsamen Trauer um ihre viel zu früh verstorbenen Mütter.

"Wenn es etwas auf der Welt gibt, das Elektra um jeden Preis beschützen möchte, dann ist es Abby," erklärt Garner. "Sie versucht das Mädchen davor zu bewahren, so wie sie zu werden und würde ihr Leben dafür geben, Abby auf den richtigen Weg zu bringen."

Visnjic war begeistert von der Gelegenheit, die stressige Welt einer fiktiven Notaufnahme gegen einen Trip in das Comic-Universum einzutauschen.

Der Schauspieler, der zuletzt den Titelhelden in dem Mehrteiler "Spartacus" verkörperte, hatte bereits als Kind in Kroatien viele Comics verschlungen.

"Ich finde es spannend, jemanden aus dieser Welt zu spielen," gesteht Visnjic. "Weil der Film in einer Fantasiewelt spielt, kann man sich mehr erlauben. Die Imagination bekommt mehr Spielraum."

Der allseits geschätzte Terence Stamp kennt sich in der Welt aufwändiger Comic-Verfilmungen bestens aus, hatte er doch bereits in SUPERMAN ("Superman", 1978) und SUPERMAN II ("Superman II - Allein gegen alle", 1979) den Mega-Bösewicht General Zod verkörpert.

Nach ursprünglichem Zögern vor einem erneuten Genre-Projekt sagte Stamp schließlich doch noch zu. Doch die Filmemacher mußsten ihn förmlich dazu zwingen. "Wir hatten uns fest vorgenommen, Terence zu besetzen," gesteht Gary Foster.

"General Zod gehört zu den größten Figuren in der Comic-Geschichte und wir wussten, Terence würde als Stick bei ELEKTRA dieselbe Magie ans Set bringen."

Die Rolle entpuppte sich als spezielle Herausforderung für Stamp, schließlich ist Stick zwar blind, behauptet aber, besser "sehen" zu können als die meisten Sehenden.

"Ursprünglich wollte ich meine Blindheit dadurch vermitteln, dass ich meine Augen geschlossen hielt," erinnert sich Stamp. "Normalerweise machen das Schauspieler nicht und ich tue gerne Dinge, die sonst noch niemand gemacht hat."

Im Endeffekt spielte Stamp seinen Part jedoch mit geöffneten Augen. "Man nimmt nichts desto trotz den Raum völlig anders wahr," erklärt er. "Natürlich sieht man mit geöffneten Augen, aber man blickt nicht wirklich auf den Gesprächspartner oder in die Richtung, in die man geht. Da kommt jede Menge von einer Art Seitenwahrnehmung ins Spiel."

Die Beziehung zwischen Stick und Elektra, also Lehrmeister (sensei) und Schülerin, spielt eine zentrale Rolle in ELEKTRA. Stick ist der Strippenzieher, löst gefährliche Ereignisse aus und interveniert nur, wenn es zum Vorteil des Reifeprozesses seiner Schützlinge geschieht.

"Elektra möchte, dass Stick ihr sensei bleibt, will aber gleichzeitig seinen Anweisungen nicht folgen," erklärt Stamp. "Obwohl es oft so scheint, als ließe er sie im Stich, wacht er dennoch über sie und kriegt sie doch immer dazu, seinen Wünschen zu gehorchen.

Eine fernöstliche Weisheit besagt, dass der Meister seinen herausragenden Schüler mehr braucht, als der besondere Schüler den Meister. Auch ich finde, dass Sticks und Elektras Beziehung symbiotische Züge trägt."

Als sich Elektra dafür entscheidet, Mark und Abby zu helfen, gerät sie automatisch ins Schussfeld von "The Hand", der Gruppe von Ninjas, von denen jeder eine ganz besondere Fähigkeit aus dem Feld der schwarzen Magie besitzt.

Ihr Anführer ist Kirigi, gespielt von Will Yun Lee (DIE ANOTHER DAY; "James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag", 2002). Er ist ein exzellenter Schwertkämpfer und ebenfalls bewandert in Kimagure.

Will Yun Lee selbst praktiziert seit langer Zeit Martial Arts. "Mein Vater gehörte zu den ersten Tae Kwon Do-Meistern, die in die USA emigrierten," erzählt Lee. "Und so trainierte ich schon als Kind Selbstverteidigung."

Kirigis Team besteht aus Tattoo, Typhoid, Stone und Kinkou. Chris Ackermann übernimmt die Rolle von Tattoo, der seinem Namen alle Ehre macht und seine magischen Kräfte aus jenen Tieren bezieht, die in seine Haut eingestochen sind.

Er kann diesen Tieren befehlen, seinen Körper zu verlassen, in der realen Welt Gestalt anzunehmen und seinem Willen zu gehorchen. Der aufwändige Tattoo-Prozess involvierte Kopien, Tintenzeichnungen und Airbrush-Techniken und beschäftigte das Special-Effects-Team sechs Stunden lang vor jedem Drehtag.

Typhoid wird von der Kanadierin Natassia Malthe gespielt und ist eine sprichwörtliche femme fatale: Alles, was sie berührt, stirbt. Bob Sapp spielt Stone und entspricht auch im wahren Leben diesem Namen.

Der Berg von einem Mann misst über 1,90 Meter und wiegt knapp 170 Kilogramm. Stones Körper ist hart wie Fels, so dass selbst Elektras charakteristische Waffen, ihre dreizackigen sais-Dolche, an ihm abbrechen. Kinkou wiederum wird von Edson T. Ribeiro verkörpert und ihn kann im wahrsten Sinne des Wortes nichts umwerfen.

Sein Gleichgewichtssinn übersteigt den des Menschen um ein Vielfaches. Der gebürtige Brasilianer Ribeiro gehört zu den Meistern der von dort stammenden Kampfkunst capoeira, einer Mischung aus Tanz und Selbstverteidigung.

Die Locations ELEKTRA entstand in und um Vancouver, British Columbia. Man entschied sich bewusst dafür, einen Großteil des Films in einer natürlichen Umgebung zu drehen, um sich von den harten, heruntergekommenen Großstadt-Settings anderer Comic-Adaptionen zu unterscheiden.

"Ich finde den Wald um Vancouver herum einfach spektakulär," schwärmt Rob Bowman. "Mit diesem ganz besonderen Licht und all den Farben präsentieren wir eine ganz frische Sichtweise auf diese Comic-Welt."

"Wir versuchten den Hintergrund so konturlos und unauffällig wie möglich zu gestalten, um den Charakteren noch mehr Prägnanz zu verleihen," erklärt Produktionsdesigner Graeme Murray. "Damit passen wir uns der Comic-Ästhetik in gewisser Weise an."

Als weiteres Kernthema für die Designer erwiesen sich die gegensätzlichen Kräfte von Licht und Dunkelheit, wie sie durch "The Chaste", die Heldenvereinigung unter Führung von Stick, und "The Hand" repräsentiert werden.

Der Konferenzraum von "The Hand", wo man erstmals auf Kirigi und sein Team trifft, wirkt durchgestylt, urban und modern und enthält viele harte, glänzende Oberflächen. Der Raum befindet sich in der Innenstadt von Tokio an der Spitze eines Wolkenkratzers.

Im Kontrast dazu steht Sticks Bergsiedlung, ein einfaches Lager auf einer Waldlichtung, das einen Blick auf die majestätischen Berggipfel erlaubt.

Zu den Kernelementen für den Gesamteindruck von ELEKTRA zählen zudem die Kostüme. Fans und Filmemacher gleichermaßen zeigten sich erfreut, dass die Leinwand-Elektra endlich ihr charakteristisches rotes Outfit trägt. "Mir, Jennifer und den Fans war es wichtig, dass ihr Outfit diesmal rot ist," erzählt Kostümdesignerin Lisa Tomczeszyn.

"Außerdem integrierten wir einige Mode-Aspekte wie Korsettschnürungen, Hüfthosen und hippe Stiefel in ihr Kostüm. Im Hinblick darauf, dass Elektra zu den reichsten Frauen der Welt zählt, trägt sie natürlich auch Teile der wichtigsten Modelabel."

Beim Entwerfen der Garderobe mußste Tomczeszyn natürlich auch praktische Gesichtspunkte mit einbeziehen, bedingt durch die vielen Action- und Kampfszenen.

"Ursprünglich wollte ich ihr Outfit etwas sportlicher gestalten, doch schnell stellte sich heraus, dass die von mir ausgewählten Stoffe auf Film einfach zu konturlos wirkten," erinnert sich Tomczeszyn.

"Also mußste ich Stretch-Elemente in die Hosenbeine einbauen. Das Mieder wiederum ist mit Trägern versehen, um größtmögliche Arm- und Schulterfreiheit zu gewähren. Das ist wichtig für Jennifers Arbeit mit den sais. Dummerweise blieb deshalb aber auch kein Platz für schützende Stunt-Pads."

Stunt-Pads hin oder her, Jennifer Garner trainierte vor und während der Dreharbeiten so hart wie möglich. Ihre Arbeitstage begannen oft schon vor Sonnenaufgang, wenn sie um vier Uhr frühmorgendliche Übungseinheiten einlegte, um vor dem eigentlichen Drehbeginn zu trainieren.

"Elektra besticht als vollendete Kampfkünstlerin und auch ich habe Herz, Körper und Seele in mein Training gesteckt," erklärt Garner. "Gott sei Dank kenne ich das aus DAREDEVIL und drei Jahren "Alias"."

Natürlich baute man einige Special Effects in die Kampfszenen ein, doch für die meisten Stunts bediente man sich herkömmlicher Effekte.

Stuntkoordinator und Kampfchoreograf Mike Gunther, der sämtliche Duelle von ELEKTRA gestaltete, setzte dabei zahlreiche in Konzeption und Ausführung einzigartige Kampftechniken ein.

"Jennifer boxte ein bisschen, praktizierte Wu Shu und Elemente aus richtig harten Stilen wie Shodukan," verdeutlicht Gunther. "Wir haben von allem ein bisschen genommen und das zusammengemixt."

"Wir bereiteten uns auf jeden Kampf unterschiedlich vor," erinnert sich Garner. "Allein für einen Fight mit dem ?Bo Stick' trainierte ich Monate.

Als wir die Szene dann drehten, bliesen mir einige Ventilatoren so heftig ins Gesicht, dass mir ständig die Haare in die Augen fielen.

Im Endeffekt mußste ich also blind gegen fünf Männer antreten, aber ich hatte die Szene bereits so drin, dass ich wusste, wenn ich den Stock so einsetzen würde, wie ich es zuvor geübt hatte, dann würde es schon klappen.

Ich konnte nichts sehen, aber ich hörte dauernd das ?Klack, klack, klack' der aufeinanderprallenden Stöcke, und das machte wirklich Spaß. Deshalb trainiere ich auch so hart... ich möchte mir am Tag der Dreharbeiten keine Gedanken mehr darüber machen müssen.

Sie hätten mir die Augen verbinden und mich kopfüber aufhängen können - ich hätte diese Szene dennoch hingekriegt!"

Elektra benutzt ihre Lieblingswaffe - ein Paar dreizackiger Dolche, die man als sais bezeichnet - in jeder Kampfszene außer dem ?Bo-Stick'-Fight. Schauspieler wie Crewmitglieder bewunderten ihren virtuosen Umgang mit den sais, denn bei ihr wirkten sie beinahe so wie die Verlängerung ihrer eigenen Arme.

"Man mußs sich mit der Waffe wohl fühlen, sich damit in jede Richtung drehen können und dabei wirken, als wäre man damit in der Hand aufgewachsen," erklärt Gunther. "Und Jennifer strahlt genau das aus."

Garners Freude darüber, eine atemberaubende Comic-Figur zum Leben erwecken zu können, ist spürbar. "Ich denke, das Publikum wird sich gerne an Elektras emotionaler Achterbahnfahrt beteiligen," erzählt sie.

"Man erfährt, warum sie so ist wie sie ist und warum es so nicht weitergehen kann. Man sieht, wie eine Freundschaft entsteht und kriegt sogar ein bisschen Romantik serviert.

Nicht zu vergessen die großartigen Actionszenen! Ich weiß, dass ich mein Bestes gegeben habe. Und deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen: es wird wild!"

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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