Robots

Produktionsnotizen

Der angesehene us-amerikanische Regisseur Chris Wedge, zeigt wieder einmal sein innovatives filmisches Können und beschert mit ROBOTS dem Genre des computergenerierten Animationsfilms eine ganz neue Qualität.

Wedge war vorher bereits für den mit einem Academy Award® ausgezeichneten Kurzfilm BUNNY sowie den weltweiten Kassenschlager ICE AGE? ("Ice Age", 2002) verantwortlich.

Doch nun präsentiert ein animierter Kinofilm zum ersten Mal eine vollkommen der Fantasie entsprungene Welt - ein wundersam metallenes Universum, das ausschließlich von mechanischen Wesen bevölkert ist.

In der Originalfassung sprechen Ewan McGregor, Halle Berry, Greg Kinnear, Mel Brooks, Drew Carey, Jim Broadbent, Amanda Bynes, Robin Williams sowie Stanley Tucci, Jennifer Coolidge und Dianne Wiest die Hauptrollen.

In der deutschen Synchronfassung sind u.a. die Stimmen von "Bully" Herbig, Sarah Connor, Oliver Kalkofe, Hans Werner Olm, Ben, Philipp Moog und Wolfgang Völz zu hören.

In ROBOTS lernen wir den bemerkenswerten Roboter Rodney Copperbottom kennen (im Original gesprochen von Ewan McGregor, in der deutschen Fassung von Philipp Moog), einen jungen, genialen Erfinder, der davon träumt, mechanischen Wesen allüberall zu helfen.

Dann gibt es Cappy (mit der Originalstimme von Halle Berry und der deutschen von Sarah Connor), eine schöne, dynamische und clevere Robotress, der Rodney auf der Stelle verfällt, den durch und durch bösartigen Tyrannen Ratchet (Greg Kinnear in der englischen Fassung, Oliver Kalkofe in der deutschen), der sich mit Rodney anlegt und Bigweld (Mel Brooks im Original, Wolfgang Völz' bewährte Sprachkunst in der deutschen Fassung), ein meisterlicher Erfinder, der vom rechten Wege abgekommen ist.

Und nicht zuletzt die Rusties, eine Truppe schräger Typen, angeführt von Fender (Robin Williams/"Bully" Herbig) und Piper Pinwheeler (Amanda Bynes).

Fender hat ein spezielles Handycap: ständig verliert er irgendwelche Körperteile, in den unpassendsten Momenten fallen ihm Kopf, Arme oder Beine ab.

Als Rodney immer wieder Fenders dringend notwendige Reparaturen erledigt, werden die beiden schnell zu dicken Freunden.

Piper ist Fenders wilde, kleine Schwester, die jeden mit ihrer Entschlossenheit und Stärke beeindruckt.

ROBOTS ist ein zeitloses und umwerfend komisches Märchen, das die Grenzen des Animationsfilms erweitert und Figuren einführt, die mit viel physischem Humor, aber auch mit viel Seele ausgestattet sind.

Es ist eine warmherzige Geschichte, die beweist, dass ein Roboter glänzen kann, egal aus welchem Material er gemacht wurde.

Was wäre, wenn wir eine Welt erschaffen würden, die nur von Robotern bewohnt wird? Wie würde sie funktionieren? Wie würde sie aussehen? Wie würden sich die künstlichen Wesen verhalten?

Dies sind nur einige der Fragen, über die Regisseur Chris Wedge nachdachte, als er und der erfolgreiche Autor und Illustrator William Joyce begannen, über einen neuen animierten Kinofilm nachzudenken.

Chris Meledandri, Animationschef der Twentieth Century Fox, brachte Joyce, zu dessen beliebten Kinderbüchern die Bestseller "Santa Calls", "Dinosaur Bob", "A Day with Wilbur Robinson" und "Rollie Pollie Olie" gehören, mit ICE AGE-Regisseur Chris Wedge zusammen.

Wedge ist in in leitender Funktion in den Blue Sky Studios tätig ist, die ICE AGE und ROBOTS hergestellt haben.

Beide ließen ihren Gedanken freien Lauf und die ersten Ideen entstanden - inklusive ihrer Vision von einer Roboter-Welt.

"Ideen starten an einem bestimmten Ausgangspunkt", sagt Wedge, "und ich dachte, eine mechanische Welt wäre ein Ort, den ich gedanklich gern besuchen wollte.

Es gab ja schon viele Filme mit Robotern, meistens Science-Fiction, aber Bill Joyce und ich wollten etwas anderes erschaffen: eine launige, bunte Welt, bevölkert von Maschinenmenschen ...

"Es sollte eine komplett erdachte Welt sein", fährt Wedge fort. "Das bedeutete natürlich auch, dass wir buchstäblich alles erfinden mußsten.

Es ist nicht wie bei einem Film, der in der Eiszeit spielt oder sich mit Insekten oder Fischen beschäftigt. Es gab keine Referenzen, an denen wir uns orientieren konnten."

Joyce und Wedge freuten sich auf die Herausforderungen die das Erschaffen dieser "Brave New World" mit sich bringen würde, wohlwissend, dass die Aufgabe gewaltig sein würde.

"Ich hatte mal einem Freund gesagt, dass mich nichts glücklicher machen würde, als die Chance, eine Welt komplett neu entwerfen zu dürfen", sagt Joyce. "Und mit ROBOTS bekam ich die Gelegenheit, genau dieses zu tun."

Während Joyce begann, an grundlegenden Designs zu arbeiten, unternahm Wedge erste Versuche, die Roboter zu animieren.

Aber bevor der Regisseur die Arbeit an ROBOTS richtig beginnen konnte, fragte Chris Meledandri ihn, ob er einen Trickfilm über ein wolliges Mammut, einen Tiger mit Säbelzähnen und ein Faultier drehen wollte, der in grauer Vorzeit angesiedelt war.

Dieser Film war - natürlich - ICE AGE. Wedge sagte zu, unter der Voraussetzung, danach ROBOTS drehen zu können. ICE AGE wurde zu einem der großen Kassen- und Kritikererfolge des Jahres 2002. (Eine Fortsetzung, ICE AGE 2: THE MELTDOWN wird zur Zeit produziert.)

Nach dem erfolgreichen Start von ICE AGE konnten Wedge und Joyce ihre Aufmerksamkeit wieder ROBOTS zuwenden.

Joyce, der Ausführende Produzent und Production-Designer des Films, untersuchte die verschiedensten Ideen und Konzepte - auf Müllkippen, in Fabriken, in Second-Hand-Läden - selbst in seiner eigenen Küche, wo er sich von Waffeleisen und Fleischwolf inspirieren ließ. "Wir gingen an alle möglichen Orte, die mit Maschinen zu tun hatten", erinnert er sich.

Wedge und ROBOTS-Ko-Regisseur Carlos Saldanha, der in gleicher Funktion bereits bei ICE AGE mit von der Partie gewesen war, begannen damit, Story und Dramaturgie von ROBOTS zu skizzieren.

Die gemeinsamen Erfahrungen, die sie bei ICE AGE gesammelt hatten, halfen ihnen jedoch wenig bei der Vorbereitung des neuen Films. "ROBOTS ist ein viel komplexerer Film als ICE AGE," sagt Saldanha.

"Die Story, die Figuren, das Umfeld, buchstäblich alles, spielte sich auf einem anderen Level ab, als das, was wir vorher gemacht hatten. Bei ICE AGE hatten wir unendliche Gegenden mit weißem Hintergrund und nur drei Hauptfiguren.

Für ROBOTS erschufen wir eine große Stadt mit mehreren Ebenen, bevölkert mit unzähligen Figuren. Und jede dieser Figuren ist ganz detailliert ausgearbeitet, mit kleinen Roststellen oder abgeblätterter Farbe."

Fox-Animationschef Chris Meledandri meint, die verschiedenen thematischen Stränge des Scripts verleihen ROBOTS seine emotionale Dichte. "Es geht um Träume, die Eltern für ihre Kinder haben", sagt er.

"Diese dramatischen Momente werden über den Humor transportiert. Sie entwickeln sich vor einer "sicheren" Komödien-Konstruktion, die visuell beeindruckend ist und anders, als das, was wir bisher gesehen haben."

Der faszinierende Look des Films beruht zu einem großen Teil auf der faszinierenden Technologie über die Blue Sky verfügt und deren Grundstein ihr 3D-Rechner, CGI Studio? ist.

Dieser extrem schnelle und modifizierte Rechner erlaubte es den Filmemachern, ihre animierten Sets so zu bearbeiten, als hätten sie an realen Drehorten mit echtem Licht gedreht, mit Material, das sich verhält, wie in der "wirklichen" Welt.

"Das ist sehr wichtig bei ROBOTS", sagt Blue Sky-Mitbegründer Carl Ludwig, "weil in einer mechanischen Welt so gut wie jede Oberfläche im Film reflektiert."

Und Michael J. Travers, CG-Berater bei ROBOTS, ergänzt: "Was man in ROBOTS sieht, ist eine Beleuchtung und eine Detailtreue, die einen meinen lässt, echtes Metall und lebende Figuren zu betrachten."

Während diese hochmoderne Technologie dazu beitrug, ROBOTS seinen einzigartigen Look zu verleihen, brachten die erfahrenen Drehbuchautoren Lowell Ganz und Babaloo Mandel viel Humor und Herz in das Projekt ein.

Zur langen Liste der Credits dieses bewährten Comedy-Autorenteams gehören Filme wie SPLASH ("Splash - Eine Jungfrau am Haken", 1984), A LEAGUE OF THEIR OWN ("Eine Klasse für sich", 1992), CITY SLICKERS ("City Slickers - Die Großstadt-Helden", 1991), PARENTHOOD ("Eine Wahnsinnsfamilie", 1989) und der von Fox angekündigte Film FEVER PITCH (2005) mit Drew Barrymore. ROBOTS ist ihr erster animierter Spielfilm.

"Wir hatten viel Spaß bei der Arbeit an dem Verhältnis zwischen Rodney und seinem Vater - beispielsweise als Rodney aufbricht, um mit dem Segen des Vaters seine Ziele zu verfolgen", sagt Ganz.

"Dieses Material hat durchaus mit unseren persönlichen Erfahrungen zu tun, als wir New York verließen und nach Kalifornien gingen, um Drehbuchautoren zu werden.

Rodneys Trip nach Robot City, mit dem er sich seinen Traum erfüllen will, erinnerte uns an die Hoffnungen, mit der wir auf unsere Reise gegangen waren."

"ROBOTS ist in verschiedener Hinsicht ein Film über das Erwachsenwerden", ergänzt Mandel.

"Es geht um Rodney und seinen Glauben an sich selbst und die scharfe Kurve, die er nimmt, um vom Jugendlichen zum Erwachsenen zu werden. Wer kann sich nicht mit so etwas identifizieren?"

Ganz und Mandel begrüßten den kreativen Vor-und-Zurück-Prozess eines animierten Kinofilms. "Bei einem Realfilm gibt es nur wenig Möglichkeiten zum Fine-Tuning, wenn die Dreharbeiten erstmal begonnen haben", meint Ganz. "Das erinnert an einen LKW, der ohne Bremsen einen Berg runterrast."

"Aber bei einem animierten Film können die Filmemacher irgendwo anhalten und eine Szene visuell überdenken.

Und so fanden wir uns in Situationen wieder, in denen wir die gleiche Szene nochmal schreiben konnten - nur anders. Das war sehr spannend und für uns eine völlig neue Erfahrung."

Mechanische Wesen Wie sieht ein Roboter eigentlich aus? Wir haben unzählige mechanische Wesen in Science-Fiction- und Fernsehfilmen gesehen - und sogar auf der Bühne. Einige waren furchteinflößend, andere einfach nur albern.

Aber für diesen neuen, computergenerierten Animationsfilm war Chris Wedge entschlossen, automatisierte Lebewesen zu erschaffen, die anders sein sollten, als die, die man bereits gesehen hat.

Wedge wusste, dass es eine schmale Gratwanderung werden würde, die Integrität seiner mechanischen Wesen zu respektieren und der Versuchung zu widerstehen, sie zu vermenschlichen.

Dennoch sollten sich die Figuren so verhalten wie es Menschen in einem Realfilm tun würden.

William Joyce entwarf einige der Hauptfiguren und stattete sie mit einer gehörigen Portion Spaß und Schrulligkeit aus.

Ihre Verspieltheit, in Verbindung mit Blue Skys Rechnerprogrammen, die den nötigen Realismus beisteuerten, die Arbeit der Schauspieler und Animatoren - all das trug dazu bei, Wedges Vision Realität werden zu lassen.

Im Mittelpunkt von ROBOTS steht Rodney Copperbottom, den Wedge und die Filmemacher sich als jemanden vorstellten, der in die Stadt zieht, um sich als großer Erfinder zu verwirklichen.

"Rodney ist ein Jedermann - ein Jederboter - mit dem sich jeder von uns identifizieren kann", sagt Chris Wedge. Im Original wird Rodney von Ewan McGregor gesprochen.

"Rodney zeichnet eine liebenswerte Art provinzieller Naivität aus, und es hat Spaß gemacht, das ?rüberzubringen", sagt McGregor, der sich ein wenig in der Rolle wiedererkannt hat.

"Rodneys Trip nach Robot City erinnerte mich an meinen ersten Besuch in London", sagt der im schottischen Crieff geborene Schauspieler.

Rodneys Design hat ein eher profanes Vorbild - in Wedges Großvaters Außenbordmotor. Oft im Einsatz gewesen als Antrieb kleiner Fischerboote, hat der Motor ein rein zweckmäßiges Äußeres, das Wedges Vorstellung von Rodneys Aussehen sehr nahe kam.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals eine Figur einem Motor nachbilden würde", sagt Wedge, "aber dieser alte Motor war sehr inspirierend."

Zu den vielen Dingen, die Rodney in Robot City findet, gehört auch die Liebe, verkörpert durch die dynamische und intelligente Cappy. Trotz ihres auf Hochglanz polierten Äußeren stammt Cappy, wie auch Rodney, aus einer Arbeiterfamilie.

(Ihr Vater war ein Staubsauger, ihre Mutter das Zubehör - und so kamen sie sich näher.) Rodney verliebt sich auf der Stelle in die schöne Roboterin - und Cappy scheint auch nicht abgeneigt.

Cappys Design war eine besondere Herausforderung für Supervising Animator Michael Thurmeier, denn: "Wie macht man einen Roboter schön?"

Halle Berry spricht Cappy in der Originalfassung, und die Academy Award-Gewinnerin entdeckte einige Eigenschaften, die sie an ihrer Leinwand-Inkarnation mochte. "Cappy ist sehr integer", sagt Berry.

"Sie stellt sich gegen die mächtigen, bösen Roboter, um den unterdrückten unter ihnen zu helfen. Zur gleichen Zeit hilft Rodney ihr zu verstehen, dass sie weit mehr ist, als die Summe ihrer aufgerüsteten Teile."

"Halle ist offensichtlich eine wundervolle Schauspielerin", sagt Wedge. "Ihr hat so unglaublich viel Talent und das kann man auch in ihrer Stimme hören."

Rodneys Traum, ein großer Erfinder zu werden, führt ihn nach Robot City - und die Suche nach seinem Idol, dem Genie Bigweld.

Wedge und die Animationskünstler gaben Bigweld ein besonders umfangreiches Äußeres mit auf den Weg, um den voluminösen, rundlichen Konturen der Originalzeichnungen von William Joyce zu entsprechen.

"Bigweld ist eine Ikone, aber trotzdem eine sehr warmherzige Figur und so brauchten wir auch eine Ikone der Unterhaltungsindustrie, um ihm seine Stimme zu geben", sagt Wedge. "Mel Brooks hat all die Qualitäten, die wir für Bigweld brauchten - und noch einige mehr."

Brooks mochte ICE AGE und freute sich sehr auf die Herausforderung, Bigfeld zu sprechen. "Das Drehbuch zu ROBOTS war warmherzig, positiv und einzigartig und ich wusste mich bei Chris Wedge in guten Händen", sagt Brooks. "Zudem war ich mir sicher, dass meine sechsjährige Enkelin den Film lieben würde."

"Bigweld und ich teilen die Philosophie, dass alles möglich ist", fährt Brooks fort. "Wir glauben beide, dass man Zuversicht und Durchhaltevermögen haben mußs und seinem Gewissen und seinen Träumen treu bleiben sollte."

Rodney wird bei seiner Suche nach Bigweld von Ratchet, dem skrupellosen Vorstandsvorsitzenden der Bigweld Industries, matt gesetzt. Ratchet betrachtet Roboter wie Rodney schlicht als "Auslaufmodelle", die auf den Müllhaufen gehören.

Und sein zwanghaftes Reinlichkeitsbedürfnis nährt seinen teuflischen Plan, die Stadt von angerosteten Robotern zu säubern.

Das ROBOTS-Team hatte viel Spaß daran, Ratchet Leben einzuhauchen. "Vom Startschuss an, konnten wir uns an ihm richtig abreagieren", meint Supervising-Animator James Bresnahan. "Bei Ratchet konnten wir dem Affen ordentlich Zucker geben."

Laut Regisseur Wedge versah Greg Kinnear Ratchet mit einer wirkungsvollen Kombination aus Humor und Empathie.

"Greg versenkte sich in die Figur und wurde sowohl seinem ausgeprägten Sinn für Humor gerecht, wie der Tatsache, dass er im Grunde ein unsicheres, neurotisches Mammasöhnchen ist", sagt der Regisseur.

"Man versteht, warum Ratchet zu dem wurde, was er ist: Für seine Mutter war nichts von dem, was Ratchet tat, gut genug. Greg machte einen vielschichtigen Charakter aus ihm."

"Ich glaube, Ratchet wird missverstanden", kommentiert Kinnear seine Rolle mit einem deutlichen Grinsen. "Ist er böse? Nein! Er nimmt ein paar alte, abgelaufene Roboter auseinander, aber wenn man ihn näher kennen lernt, ist er trotzdem ein netter Typ.

Er möchte nur seiner Mutter gefallen - die übrigens von Jim Broadbent gesprochen wird. Jawohl, Jim Broadbent spielt meine Mutter. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals Gelegenheit habe, das zu sagen ..."

"Aber es hat riesigen Spaß gemacht, Ratchet zu sprechen", fährt Kinnear fort. Es gab keine Beschränkungen, an die ich mich bei der Rolle halten mußste, denn es gibt nun mal keinen Prototypen eines Roboters, der eine große Firma leitet. Jedenfalls kenne ich keinen."

Der Bösewicht hinter dem Bösewicht ist also Ratchets boshafte und intrigante Mutter, Madame Gasket. Sie führt den unterirdischen Second Hand-Laden für Roboter, ein Ort, von dem ältere Roboter selten zurückkehren.

Sie und ihr Sohn träumen von einer Welt, in der die mechanischen Wesen ständig mit den modernsten "Upgrades" ausgestattet werden. Dabei besteht Gasket selbst aus alten, rostigen Einzelteilen und lebt tief unten in den Katakomben der Stadt Robot City.

Wie bereits erwähnt, spricht Jim Broadbent, der mit einem Oscar für die Beste Nebenrolle in IRIS ("Iris", 2001) ausgezeichnet wurde, die nervige, dämonische Mutter.

"Wir hatten Jim in MOULIN ROUGE! ("Moulin Rouge", 2001) gesehen, wo er einfach vollkommen 'drüber' war und es riesigen Spaß gemacht hat, ihm zuzuschauen", sagt Koproduzent Jerry Davis.

"Wir wollten genau diese Art von Energie für Madame Gasket und Jim gab uns alles, was wir brauchten".

"Ich habe sie mit kieksiger Stimme gesprochen", sagt Broadbent, "ein paar Oktaven höher, ein amerikanischer Akzent und fertig war Gaskets Stimme".

Gaskets Second-Hand-Laden ist der letzte Ort, an dem altmodische Modelle wie die Rusties enden wollen. Sie sind Roboter, die in den Randbezirken der Stadt auf der Straße hausen und sie brauchen immer irgendeine Reparatur oder ein Ersatzteil.

Allen voran Fender: Die wildeste Figur des Films fällt ständig auseinander und verliert buchstäblich seine Arme, Beine und sogar seinen Kopf.

Traut man Wedges Worten, konnte nur Robin Williams der Figur Fender stimmlich gerecht werden. "Robin ist nun mal ein komödiantisches Genie, dem immer wieder etwas Neues einfällt", meint Chris Wedge.

Er ist immer erfrischend und komisch und es wird niemanden überraschen, dass er die herausragende komödiantische Leistung im Film abgeliefert hat."

Williams war begeistert, wieder mal eine Trickfilm-Figur sprechen zu können. "Das Schöne an ROBOTS ist, er hat für jeden etwas - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und es funktioniert."

Die Figur des Fender war die perfekte Entsprechung für Williams' hinreißende Komik. "Fender ist buchstäblich die Summe seiner Einzelteile - von denen er ständig welche verliert", meint Williams.

"Es bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als sich durchs Leben zu schnorren - er braucht ständig neue Teile, weil er die verliert, die er hat.

Er versucht auch dauernd, sich rund zu erneuern, wenn gute Teile "im Angebot sind". Ich stelle mir dann gerne vor, dass er sie sich borgt. Ich würde das Wort ?stehlen' in seinem Zusammenhang nur ungern gebrauchen."

Williams, der an der Juilliard-School studiert hat, kann auch sein Musical-Talent einbringen, mit einer sehr komischen Version von "Singin' in the Rain" als "Singin' in the Oil."

Ein weiterer prominenter Rustie ist Piper, Fenders wilde, kleine Schwester. Ständig frustriert, weil die anderen Rusties sie nicht ernst nehmen, beweist sie allen schließlich ihren Wert.

Auch bei Piper hatten die Designer ihre wahre Freude und verpassten ihr z.B. Zöpfe, die sie aus Duschköpfen gebastelt hatten.

Amanda Bynes (bekannt aus der Warner Bros.-Fernsehserie "What I Like About You") spricht Piper und sie geht davon aus, dass sich junge Mädchen auf der ganzen Welt mit ihr identifizieren können.

"Piper ist sehr stark - ein ?ganzer Kerl', aber dabei sehr süß", meint Bynes. "Es hat Spaß gemacht, sie zu sprechen, und besonders hat mir gefallen, dass sie eine wichtige Message hat: Steh zu dem, was du bist und lass dir nicht von anderen einreden, wie du sein sollst. Das ist doch eine wundervolle Botschaft."

Wedge findet, dass Bynes und Piper einfach perfekt zu einander passen. "Mädchen reagieren sehr stark auf Piper und ich bin mir sicher, dass das zu einem großen Teil an Amandas guter Synchronarbeit liegt. Und sie ist einfach bei den Kids eine sehr beliebte Schauspielerin".

Weitere Rusties sind Crank Casey (gesprochen von Drew Carey), der paranoide Pessimist der schrägen Truppe; Lug (Harland Williams), ein sanfter Riese mit einem großen Herz und schließlich der stumme Diesel, der auf der Suche nach einem neuen Kehlkopf ist.

Die Rusties leben in einer farbenfrohen Arbeitergegend in Aunt Fannys gemütlichem Heim. Die gutmütige Aunt Fanny, die ihren Namen wegen ihres gewaltigen Hinterteils bekommen hat, wirft ständig alles um, weil sie die Ausmaße und den Sitz ihres Hinterns nicht im Griff hat. Ihr Appartement ist einfach zu klein für ihre gigantische Kehrseite.

Jennifer Coolidge spricht Aunt Fanny im Original. "Im Grunde meines Herzens bin ich ein großes Kind und eigentlich wundert es mich, dass es so lange gedauert hat, bis ich in einem Trickfilm mitspiele", sagt der Star aus LEGALLY BLONDE ("Natürlich blond!", 2001).

"Jennifer hat uns einfach umgehauen", sagt Wedge. "Sie kam zu Vorsprechen und man konnte sehen, was sie dachte. Sie hat förmlich Besitz von Aunt Fanny ergriffen. Die Animatoren profitierten sehr davon."

Offensichtlich leistete das Ensemble ganze Arbeit, um den Figuren Leben einzuhauchen. Dabei sollte man aber nicht übersehen, dass das Animationsteam, angeführt von James Bresnahan und Mike Thurmeier, mindestens genau so viel Verantwortung für das bewegte Leben der mechanischen Wesen hatte.

"Wir hatten einen vergleichbaren Anteil an der Entwicklung der Figuren wie die Schauspieler", meint Bresnahan. "Die Sprecher verleihen den Figuren durch ihre Stimmen Leben, aber die Animatoren geben den Robotern ihre 'Seele'."

Die Computerspezialisten verbrachten Monate damit, Gesichtsausdrücke und Bewegungen der Figuren zu studieren, und für Rodney nahmen sie alte James Stewart-Filme unter die Lupe, um herauszufinden, wie der berühmte Mime sich bewegt hatte.

Auch Pantomime und Puppenspiel spielten bei der Entwicklung der Figuren durch das Animationsteam eine Rolle.

Die Arbeit der Crew wurde in der "Sweatbox" diskutiert, einem Forum von Filmemachern, das sich regelmäßig bei Blue Sky traf und bestimmte Szenen, Bewegungsabläufe und manchmal auch nur ein Einzelbild analysierte.

Das war für die Animatoren ein wertvolles Feedback zu den Fortschritten, die ihre Figuren machten. "Die Sweatbox hat die Qualität der Arbeit deutlich angehoben", sagt Bresnahan.

ROBOTS war eine gewaltige, mitunter gar beängstigende Aufgabe für das Team, von dem viele bereits für ICE AGE gearbeitet hatten.

"Die Animation von ROBOTS war viel schwieriger als die von ICE AGE", sagt Michael Thurmeier. "Die Roboter wirken schnell unbeteiligt und unemotional, wenn man nicht dauernd ihre Augen- und Mundbewegungen beachtet."

Ein Team bei Blue Sky war für den Look von Oberflächenstrukturen und Materialien zuständig.

Michael Eringis, Materials-Supervisor für ROBOTS meint: "Wir gaben den Robotern physische Ausstrahlung, indem wir ihnen Details wie Rost, abgeblätterte Farbe und Ölflecken verpassten - all die Kleinigkeiten, die zur Oberfläche von Robotern und einer mechanischen Welt gehören."

Um diese wichtigen Details herauszufinden, recherchierte die Material-Gruppe Unmengen von Fotos und studierte die Alterungsprozesse von Metall und Maschinen. Eine weitere wertvolle Resource waren Müllhalden.

"Es war offensichtlich, dass ältere Maschinen mit abgeblätterter Farbe ihren ganz eigenen Charakter haben", erzählt Robert Cavaleri, Effects-Supervisor bei ROBOTS. "Patina erhöht den Charme der Roboter erheblich."

Blue Skys einzigartige Technologie half den Computerkünstlern, die Figuren und ihre Welt zum Leben zu erwecken. Der Rechner, der das "Einleuchten" der Sequenzen revolutionierte, war nur eine der technologischen Errungenschaften.

Blue Sky entwickelte auch ein Web-Interface, das es den Designern erlaubt, bestimmte Körperteile der Roboter einfach auszutauschen.

Ein weiteres Highlight war ein Programm, das es ermöglichte, den Hintergrund einer Szene automatisch mit Roboter-"Komparsen" zu bevölkern.

Willkommen in Robot City Die Filmemacher erfanden die prächtige, mechanische Metropole Robot City - die zu Rodneys neuer Heimat werden sollte, eine vertikal konstruierte Stadt, die verschiedene soziale Schichten beherbergt.

Die Basis von Robot City ist die verkommene, unterirdische Welt aus frühindustrieller Zeit, die Madame Gasket und ihren gefürchteten Ersatzteilladen beherbergt. Schwere Balken und andere massive tragende Strukturen beherrschen diese Ebene.

Eine Ebene höher finden wir die Welt der Rusties, Durchschnittsroboter, die ums tägliche Überleben kämpfen. Hier ist es schon gemütlicher, farbenfroh und anheimelnd, wenn die Welt der Rusties auch aus vielen nicht recht zueinander passenden Elementen zusammengesetzt ist.

Nach einigen Ebenen, auf denen die Roboter-Mittelklasse lebt und arbeitet, erreichen wir die Oberfläche von Robot City.

Glatt, hochglanzpoliert, erfolgreich und geschäftig, mit kühleren, hellglänzenden Farbzusammenstellungen, ist sie die Heimat der Oberschicht der Automaten-Wesen.

"Robot City ähnelt durchaus anderen großen urbanen Ballungsräumen", sagt Martino. "Es gibt ein großes Spektrum von Design-Einflüssen - von Art Deco über 50er Jahre-Autos bis zu glattem, futuristischem Look."

Die verschiedenen, vertikal angeordneten Ebenen Robot Citys reflektieren einen weiteren wichtigen Design-Einfluss: Die Taschenuhr.

"Die Rückseite einer Taschenuhr ist sehr faszinierend, weil man die verschiedenen Einzelteile miteinander arbeiten sehen kann", sagt Martino. "Uns hat es gefallen, die Mechanismen unserer Welt sichtbar zu machen."

ROBOTS präsentiert ein Universum, in dem alltägliche Objekte unerwartete Dimensionen annehmen können.

Am Ende eines harten Arbeitstages zum Beispiel, an dem eine Straßenlaterne allen ausdauernd ihr Licht gespendet hat, nimmt sie ihre Brotdose und trottet erschöpft nach Hause. Und ein Hydrant warnt einen Hund, der gerade neben ihm sein Bein heben will.

"Wir übernahmen alltägliche Vorgänge in unsere künstliche Welt und versuchten, Ihnen in diesem Kontext ein Leben zu geben, das dann überraschend und komisch wirkt", erklärt Joyce.

In Robot City wimmelt es geradezu von merkwürdigen Apparaten. Der Crosstown-Express, ein komplexes Massentransportsystem, dessen Benutzung einigen Mut erfordert.

Als Rodney in Robot City ankommt, nimmt er den Crosstown-Express, um mal eben schnell und bequem durch die Stadt zu Bigweld Industries zu fahren. Doch er erlebt einen wahren Horrortrip.

William Joyce erinnert sich, wie die Szene entstand: "Chris Wedge und ich dachten darüber nach, wie der öffentliche Nahverkehr unserer stählernen Schützlinge wohl aussehen könnte.

Ich stellte mir ein riesiges, kugelförmiges Abteil vor, zu dem mich altes Blechspielzeug inspiriert hatte."

Joyce meint, dass das Vehikel und die Szene jeden ansprechen. "Erwachsene werden den nostalgischen Look der Kugel mögen, während Kinder ihren Spaß an dem neuartigen, dynamischen Erlebnis haben werden."

Die Postproduktion Die wesentlichen Elemente des Postproduktionsprozesses waren Schnitt, Sound-Design und Musik.

Komponist John Powell, der die Scores zu SHREK ("Shrek - Der tollkühne Held", 2001), SHREK 2 ("Shrek 2 -Der tollkühne Held kehrt zurück", 2004), THE ITALIAN JOB ("The Italian Job - Jagd auf Millionen", 2003) und THE BOURNE IDENTITY ("Die Bourne Identität", 2002) geschrieben hatte, schuf für ROBOTS eine dramaturgische Musik, die stark von der mechanischen Welt des Films beeinflusst ist.

Stilisierte Percussions der gefeierten Blue Man Group akzentuieren Powells dynamischen und kantigen Score, der dabei voller Wärme und Soul ist.

Music-Supervisor Becky Mancuso-Winding, eine Pionierin dieses künstlerisch-organisatorischen Berufs, arbeitete eng mit John Powell zusammen und brachte einige besondere Originalmusiken und Künstler in das Projekt ein, darunter Virgin Records-Künstler Ricky Fanté, dessen Single "Shine" zum Abspann des Films zu hören ist und das zentrale Thema des Films reflektiert: Roboter glänzen - egal, aus welchem Material sie gemacht sind.

Weitere wichtige Original-Songs im Soundtrack sind "Tell Me What You Already Did" von Fountains of Wayne, "Walkie Talkie Man" von Steriogram, "More to Life" von Stacie Orrico, "Wonderful Night" von Fatboy Slim und "Love Dance" von Earth, Wind and Fire.

Sean Garnhart, Supervising Sound Editor und Re-Recording Mixer, der schon bei ICE AGE in gleicher Funktion an Bord war, entwickelte den Klang der Roboterwelt und jeder einzelnen Figur.

Garnharts ambitioniertes Sound-Design vervollständigte den schrägen Ton des Films. "Es war eine großartige Möglichkeit für einen organischen Einsatz von Geräuschen", sagt Garnhart.

"Selbst wenn es keinen Dialog gibt, kann man die Augen schließen und durch den Klang erfahren, welche Figur gerade auf der Leinwand zu sehen ist."

Wenngleich ROBOTS in einer mechanischen Welt spielt, vermieden die Filmemacher metallische Klänge und Echos zugunsten eines wärmeren Sounds. "Hätten wir Töne über alles gelegt, was wir auf der Leinwand sehen, hätten wir eine Kakophonie erzeugt", sagt Chris Wedge.

Ein weiteres Hauptaugenmerk des Postproduktionsprozesses war es, ROBOTS digital durch IMAX DMR® (Digital Re-Mastering)-Technologie in die unvergleichliche Bild- und Tonqualität des IMAX Experience® zu übertragen.

ROBOTS wird neben der "normalen" Kinoauswertung in IMAX®-Theatern zu sehen sein. Dies ist der zweite IMAX DMR-Start einesTwentieth Century Fox-Films, nach Lucasfilms' STAR WARS: EPISODE: II-ATTACK OF THE CLONES: THE IMAX EXPERIENCE im November 2002.

IMAX-Theater bieten ein unvergleichliches Bild- und Klangerlebnis, wenn die Zuschauer ROBOTS auf Leinwänden sehen, die bis zu acht Stockwerke hoch, fast 40 Meter breit sind und mit 12.000 Watt Surround-Power puren digitalen Sounds beschallt werden.

IMAX-Leinwände sind dreimal größer als die durchschnittliche 35mm-Leinwand, 4.500 mal größer als der durchschnittliche Fernsehapparat und damit etwa so groß, wie ein amerikanisches Football-Field.

Um IMAX-Fans ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis zu bieten, wird die Aufführung durch ein 6-Kanal-Stereo-Surround-System mit 44 Lautsprechern ergänzt.

Das IMAX Proportional Point Source-Lautsprechersystem, das eigens für IMAX-Theater entwickelt wurde, liefert an jeden Sitz im Saal erstklassige Tonqualität.

(Für weitere Informationen über IMAX, IMAX DMR-Technology und The IMAX Experience besuchen Sie bitte www.IMAX.com.)

"ROBOTS auf der IMAX-Leinwand wird ein spektakuläres Film-Ereignis", sagt Chris Meledandri. "Bereits das Testmaterial sah überwältigend aus.

Ich bin begeistert über diese Zusammenarbeit und freue mich darauf, gemeinsam mit IMAX und mit Hilfe deren einzigartiger DMR-Technologie diese spezielle Version des Films fertig zu stellen."

Regisseur Chris Wedge gelang es - gemeinsam mit seinem kreativen Team von Autoren, Designern, Schauspielern, Animatoren und Wissenschaftlern - aus ROBOTS einen Animationsfilm zu machen, der mit kaum einem anderen seines Genres zu vergleichen ist.

Obwohl die Welt, die er zeigt und die einzigartigen Roboter, die darin leben, reine Fantasieprodukte sind, erscheinen sie uns real.

"Im Grunde genommen", sagt Chris Wedge, "wollte ich, dass ROBOTS wirkt, als ob wir eine Filmcrew an einen Drehort namens Robot City gebracht hätten, die dort den Film gedreht und dann das Material zur Postproduktion zu Blue Sky gebracht hat.

Ich hätte gerne, dass die Zuschauer meinen, Robot City gibt es wirklich und die Schauspieler kommen zur Premiere des Films ins Kino."

Szenenfoto
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