Im Rennstall ist das Zebra los!

Produktionsnotizen

Der Startschuss für den Film Vor fünf Jahren nahm das Projekt auf einer Galopprennbahn seinen Anfang. Dort wetteten der Ausführende Produzent Steve Wegner und sein Freund, Drehbuchautor Dave Schmidt, auf Pferde.

"Wir hielten die Rennbahn und das ganze Umfeld für einen großartigen Filmschauplatz", erinnert sich Wegner.

"Unser Grundgedanke war die Überlegung, was wohl im Pferderennsport, in dem der richtige Stammbaum alles entscheidend ist, passieren würde, wenn ein Pferd, das kein Vollblüter ist, an einem Rennen teilnehmen wollte."

Die Story gefiel Andrew A. Kosove und Broderick Johnson, den beiden Präsidenten von Alcon Entertainment und den Produzenten von so unterschiedlichen Filmen wie INSOMNIA-SCHLAFLOS ("Insomnia", 2002), EY MANN, WO IS' MEIN AUTO? ("Dude, Where's My Car?", 2000) und MEIN HUND SKIP ("My Dog Skip", 2000) auf Anhieb.

"Wir haben immer Wert darauf gelegt, dass unsere Produktionsgesellschaft nicht auf ein Genre reduziert werden kann", erklärt Johnson.

"Uns geht es wirklich darum, Filme mit Qualität verantwortungsvoll herzustellen. Wir lieben Komödien, wir lieben Familienfilme, und IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! erzählt eine sehr witzige und herzerwärmende Geschichte."

Regisseur Frederik Du Chau stieß schnell zu dem Projekt, veränderte die Story zusammen mit Koautor Kirk DeMicco in eine ganz neue Richtung und brachte das klassische fish-out-of-water-Konzept auf ein viel höheres Level, indem ein weitaus ungewöhnlicherer Mitbewerber um den Ruhm im Rennsport eingeführt wurde: ein Zebra.

"Diese Idee war die eigentliche Starthilfe für den Film", erinnert sich Wegner. "Damit erreichte das Projekt ein ganz anderes Niveau, weil es sich von Anfang an so deutlich von anderen Filmen unterscheidet.

Es ist einfach ein großartiges Kinobild, wenn man ein Zebra auf einer Rennbahn sieht, das im Rennen gegen Vollblüter antritt. IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! ist ein echter Sportfilm über einen Außenseiter, der gegen alle Widerstände ankämpft, um Champion zu werden."

"Wer auch immer man ist, welches Alter oder Geschlecht man auch hat, wo immer man auch herkommt, können wir uns doch alle vorstellen, was es bedeutet, anders als die anderen zu sein", erklärt Du Chau, der sich als Regisseur des Zeichentrickfilms DAS MAGISCHE SCHWERT - DIE LEGENDE VON CAMELOT ("Quest for Camelot", 1998) einen Namen machte.

"Unser Film erzählt eine sehr allgemeingültige Geschichte." "Ich glaube, was uns am meisten daran gefiel, war, dass sich mit dieser Story die Möglichkeit verband, Komik, Herz und Dramatik zu vereinen", fügt Kosove hinzu.

"Man kann an vielen Stellen des Films laut lachen, aber auch wirklich zu Tränen gerührt werden. Es ist nicht nur ein Film für Kinder, sondern für die ganze Familie.

Sobald man jemandem erzählt, dass man einen Film dreht über ein Zebra, dass davon träumt, ein Rennpferd zu sein, zeigt sich sofort ein Lächeln auf dem Gesicht des Zuhörers."

Die Suche nach den Synchronstimmen Weil das Ensemble des Films aus tierischen und menschlichen Figuren bestand, mußste man beim Casting zweigleisig vorgehen, brauchte man Darsteller, die den Tieren ihre Stimme liehen, aber auch Schauspieler für das menschliche Personal des Films.

Die erste Hürde war die Suche nach der richtigen Stimme für Stripes, das übermütige junge Zebra, das alle Vorurteile und Selbstzweifel überwindet, um seinen Traum zu verwirklichen, Schulter an Schulter mit einigen der besten Vollblüter des Profipferdesports ins Rennen zu gehen.

Mit dem "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch (Originalstimme Frankie Muniz) fand man schließlich die geeignete Stimme.

Nachdem Stripes versehentlich allein gelassen und aus einem tobenden Gewitter gerettet wurde, kommt das Zebra auf der Walsh-Farm an und trifft auf eine Gruppe von unterschiedlichen und exzentrischen tierischen Persönlichkeiten.

So etwa auf den brummigen Patriarchen der Farm, das Shetlandpony Tucker (Originalstimme Dustin Hofmann), das schon alles gesehen und erlebt und an der Seite von Nolan Walsh jahrelang siegreiche Vollblüter trainiert hat, ohne dass ihm je einer dafür gedankt hätte.

Mit IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! erkannte Mario Adorf die Gelegenheit, sich einer neuen Herausforderung stellen zu können.

"Ich habe Pferde schon immer gerne gehabt. Im chinesischen Horoskop ist mein Zeichen das des Pferdes. Aber hier ist es nur ein kleines Pferdchen, also ein Pony, aber ein sehr sympathisches."

Tuckers Pendant in der eng verbundenen Tierfamilie der Farm ist die scharfzüngige aber liebenswerte Ziege Franny (Originalstimme Whoopi Goldberg), die von der unvergleichlichen Iris Berben gesprochen wird.

Franny ist es, die Stripes (metaphorisch) unter ihre Fittiche nimmt, die Tuckers derben Ton durch ihre Ermutigungen und ihre Liebe mildert. "Sie ist eine ziemlich tolle Ziege", schwärmt Iris Berben. "Tucker und Franny sind wie ein altes Ehepaar."

Moritz Bleibtreu ist die Stimme von Goose (Originalstimme Joe Pantoliano), einem Gangster-Pelikan auf der Flucht, der sich auf der Farm vorübergehend vor seinen etwas unangenehmeren Partnern versteckt.

"Er hat Verbindungen zur Mafia, was nicht ganz meine Baustelle ist", lacht Moritz Bleibtreu. "Goose besitzt eine sehr lebendige Vorstellungskraft und ist eigentlich ein Weichei.

Deshalb versteckt er sich auf der Farm, aber im Verlauf der Handlung trifft er diese wunderbaren Charaktere und hat am Ende einen Haufen Freunde, die ihn wirklich mögen."

Zum festen Inventar auf der Pferderennbahn gehören auch die Pferdebremsen Buzz (Originalstimme Steve Harvey) und Scuzz (Originalstimme David Spade).

Sie erweisen sich als hilfreiche Verbündete für Stripes in seinem Rennen zur Ziellinie und sorgen nebenbei für eine gesunde Dosis musikalischen Schwung und derben Witz.

Im Unterschied zu den anderen Tieren des Films sind Buzz und Scuzz komplett im Computer entstanden und werden in der deutschen Fassung von Christian Tramitz und Oliver Pocher gesprochen.

"Wir haben ziemlich viel Spaß gehabt, die Pferdefliegen (Bremsen) zu synchronisieren", erzählt Oliver Pocher.

"Für mich war es eine große Herausforderung, die jüngere Fliege zu sprechen, ich habe viel mit Fliegen zusammen gearbeitet, um zu sehen, wie leben Fliegen, was machen Fliegen. Ich wollte einfach mal so eine Sache ausprobieren und es lief sehr gut." "Fliegen sind meine Freunde, ich habe sie überall in meiner Wohnung und habe mich mit ihnen immer sehr gut verstanden. Ich wusste gar nicht, dass Pferdebremsen stechen können" erzählt Christian Tramitz , der den geringfügig älteren, aber deutlich gebildeteren Buzz spricht.

Zu den weiteren Originalstimmen des Films gehören Jeanette Biedermann als Sandy (Originalstimme Mandy Moore), ein wunderschönes Springpferd, das Stripes' Herz erobert.

Außerdem Heiner Lauterbach als Reggie (Originalstimme Jeff Foxworthy), ein Hahn mit einem Gehirn von der Größe einer Erbse, sowie Ottfried Fischer als Lightning (Originalstimme Snoop Dogg), der wahrscheinlich faulste Bluthund in Kentucky.

Die Besetzung der menschlichen Figuren "Wir sind rundum glücklich über unsere Darsteller für die menschlichen Rollen, und in gewisser Weise ist es für sie ein sehr schwieriges Projekt", erklärt Regisseur Frederik Du Chau.

"Hayden, Bruce, Wendie und Emmet sind unglaubliche Schauspieler, und wir haben sie mit einer Situation konfrontiert, in der sie den Handlungsfaden durch Szenen weitertragen müssen, in denen Tiere reden, was äußerst schwierig ist."

Bruce Greenwood verkörpert Nolan Walsh, der als Trainer viele Vollblüter zu Champions machte, aber alles aufgab, als seine Frau bei einem tragischen Unfall während eines Rennens ums Leben kam.

In den folgenden Jahren ließ er sich als Farmer nieder, konzentrierte sich auf die Erziehung seiner Tochter Channing. Sie standen sich immer sehr nahe, aber wie bei den meisten Heranwachsenden beginnt auch Channing ihre Unabhängigkeit durchsetzen zu wollen.

In ihrem Fall bedeutet das, gegen die Wünsche ihres Vaters den Traum zu verfolgen, wie ihre Mutter ein Jockey zu werden. Aber ihr fürsorglicher Vater lehnt diese Ambitionen total ab.

"Es geht um den Triumph des Geistes und der Seele", beschreibt Greenwood das zentrale Thema des Films.

"Es geht außerdem um ein junges Mädchen, das sich in ein Tier verliebt, es hegt, pflegt und fördert, bis es sein ganzes Potenzial ausspielen kann und das dabei auch selbst diesen Punkt erreicht", führt der Schauspieler fort, dessen umfangreiche Filmografie unter anderem die hochgelobte Darstellung Präsident Kennedys in THIRTEEN DAYS ("Thirteen Days", 2000) und den letztjährigen Sci-Fi-Hit I, ROBOT ("I, Robot", 2004) umfasst.

"IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! ist der perfekte Film für die ganze Familie. Ich habe noch nie in einem Film mitgespielt, der so witzig und enthusiastisch eine positive Botschaft in die Welt trägt."

"Es ist ein Segen, einen Schauspieler dieses Kalibers für diesen Film besetzen zu können", erzählt Du Chau.

"Wenn nämlich unsere menschliche Geschichte für den Zuschauer nicht glaubwürdig ist, dann werden auch unsere sprechenden Tiere nicht realistisch wirken." Um sich an die Arbeit mit Tieren zu gewöhnen, war Greenwood schon sehr früh am Drehort.

"Als erstes mußs man erreichen, dass sich die Tiere bei einem wohlfühlen. Futter ist dabei immer eine große Hilfe." Und nein, Greenwood hat vor diesem Projekt noch nie mit Vierbeinern gedreht.

"Sie sind definitiv die Stars in unserer Show, obwohl ich es mir in meiner Zeit in der Schauspielschule ganz sicher nicht hätte vorstellen können, dass ich einmal mit einem Pelikan vor der Kamera stehen würde."

Für die Rolle von Nolans Tochter Channing suchten die Filmemacher eine junge Schauspielerin, die nicht nur darstellerisches Talent mitbrachte, sondern auch den beträchtlichen körperlichen Anforderungen, die diese Rolle mit sich brachte, gerecht werden konnte.

Beide Voraussetzungen erfüllte Hayden Panettiere, die im fortgeschrittenen Alter von 11 Monaten erstmals als Schauspielerin arbeitete, als sie Werbespots zu drehen begann.

Seitdem hat sie zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen ergattern können, darunter in den Kinofilmen LIEBE AUF UMWEGEN ("Raising Helen", 2004) und GEGEN JEDE REGEL ("Remember the Titans", 2000) sowie im Serienhit "Ally McBeal".

Als erfahrene Reiterin glaubte Panettiere, dass man ein Zebra genauso reiten könnte wie ein Pferd mit Streifen. "dass das nicht stimmte, habe ich am Drehort sehr schnell begriffen", gibt Panettiere zu.

"Die Tiere haben völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Ich ritt ein Zebra namens Sammy, aber das machte keinen Schritt ohne seinen Freund Arnie, das Maultier. Deshalb ritten wir immer zusammen."

Panettiere mußste ein sechswöchiges spezielles Reittraining vor Beginn der Dreharbeiten auf sich nehmen und hielt sich mit Yoga geschmeidig.

Sie mußste lernen, "mit der Kamera Schritt zu halten", also beim Reiten im Tempo des sie filmenden Kamerawagens zu bleiben, das Tier in der Geschwindigkeit so unter Kontrolle zu halten, dass beide richtig im Bild waren und die vorgesehene Einstellung korrekt realisiert werden konnte.

"Wir haben Hayden nach Kalifornien gebracht, sie auf ein Pferd gesetzt, und sie hat es auf Anhieb geschafft", erinnert sich Regisseur Du Chau. "Nachdem sie eine Woche mit den Pferden trainiert hatte, waren wir einfach überwältigt.

Sie hat nicht nur eine große Zukunft als Schauspielerin vor sich, sondern könnte meiner Ansicht nach wahrscheinlich das Kentucky Derby gewinnen, wenn sie sich dazu entscheiden würde, Jockey zu werden.

Sie hat alles widerspruchslos mitgemacht. Sie mußste ja nicht nur als Schauspielerin arbeiten, sondern auch Zebra und Pferd in der gleichen Geschwindigkeit reiten wie all die anderen Jockeys.

Sie hat alle ihre Stunts selbst gemacht, hat alles bewältigt, obwohl es extrem gefährlich war."

"Mich zog das Projekt an, weil ich zuvor noch nie mit Tieren gearbeitet hatte", erklärt die junge Darstellerin.

"Ich habe immer den Wildfang gespielt. Channing aber verbindet Sensibilität und Überlebensstärke. Für mich war es auch eine Herausforderung, ein junges Mädchen zu verkörpern, dass seine Mutter verloren hatte."

Channing hat einen Job, arbeitet nach der Schule im Stall von Clara Dalrymple, der kaltherzigen Königin in der Galoppszene von Kentucky.

Ihr Vater hat früher für Clara Vollblüter trainiert und sie zu Champions gemacht. Sie möchte, dass er zurückkommt, denn er ist der Beste, und Clara bekommt immer das Beste.

Aber Nolan sieht die Tiere, mit denen er arbeitet, völlig anders als Clara. Für Clara sind ihre Pferde lukrativer Besitz, nicht lebende Geschöpfe.

"Bei einem Tier geht es Clara nur ums Geld", erklärt Malick, die auf ihrer Farm in den Bergen im Hinterland von Los Angeles selbst Pferde besitzt.

"Der Pferderennsport ist ein sehr ernstes Geschäft, Millionen von Dollar werden in Reitställe investiert, deshalb steht für Clara viel auf dem Spiel. Aber dieser Film erzählt eine wunderbare Geschichte, wie man allen Widerständen zum Trotz gewinnen kann."

Nicht nur als Tierliebhaberin wurde Malick von dieser Rolle angezogen. Sie gefiel ihr auch, weil sie selten eine Rolle spielen kann, die für Kinder unter 13 Jahren geeignet ist.

"Aus bestimmten Gründen, vielleicht weil ich groß und brünett bin, habe ich in meiner Karriere viele "Schurkinnen" verkörpert.

Das ist großartig, weil diese starken Frauen für eine Schauspielerin viel reizvoller sind. Gut darin ist, dass viele Leute, die man dann privat trifft, sehr angenehm überrascht sind."

"Wir haben großes Glück gehabt, Wendie Malick für unseren Film besetzen zu können", sagt Du Chau.

"Denn Clara ist eine schwierige Rolle, sie ist die Schurkin in diesem Film. Wendie schloss sich dem Projekt an, als wir schon einige Wochen drehten und machte sich Clara in kürzester Zeit zu eigen. Mit jeder Pore atmet sie diese Figur."

Woodzie, der von M. Emmet Walsh gespielt wird, hängt schon seit Jahren auf der Rennbahn herum, platziert seine Wetten und ist ständig auf der Suche nach dem todsicheren Tipp.

Und als er zufällig beobachtet, wie Channing mit Stripes über die Bahn rast, ist er überzeugt, diesen Tipp gefunden zu haben.

Es ist Woodzie, der als Erster das Feuer in Channing entzündet und sie glauben lässt, dass sie und Stripes es weit bringen können. "Woodzie ist ein sehr wichtiger Charakter in unserem Film", erklärt Du Chau.

"Im Grunde ist er es, der dieser ganzen Geschichte eine neue Wendung gibt. Er erkennt das Potenzial in Channings Sehnsucht, zu reiten und in Stripes' brennendem Wunsch, auf der Rennbahn zu laufen."

"Der Ton aller Darstellungen des Films liegt auf einer Linie", lobt Kosove. "Unsere menschlichen Figuren zeigen so großes Herz, und man lernt wirklich jeden Charakter, ob menschlich oder tierisch, kennen, weil die Tiere mit der Stimme der Menschen sprechen.

Ich glaube, dass es uns wirklich gelungen ist, beide Welten nahtlos miteinander zu harmonisieren."

Stripes wird für seine grosse Stunde trainiert Wie im Film herrschte natürlich auch im wirklichen Leben von Beginn an die Ansicht vor, dass es für ein Zebra unmöglich sei, sich einer solchen Herausforderung zu stellen - in diesem konkreten Fall die Hauptrolle in einem großen Kinofilm.

"In unserem Film geht es um die Außenseiterthematik", erklärt Johnson. "Sie spiegelte sich in gewisser Weise auch in unserem Versuch, diese Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

In unseren Gesprächen mit Produzenten und Tiertrainern erkannten wir schnell, dass es etwas Vergleichbares bisher nicht gegeben hatte. Ein Zebra ist schließlich ein Wildtier.

In diesem Stadium der Planungen schien die Antwort auf dieses Problem nur Spezialeffekte und Computeranimation zu sein. Die weltbesten Trainer hielten es aber für möglich, dass sie es "vielleicht" schaffen könnten. Wir gingen dieses Risiko ein."

"Tatsächlich ist die Idee eines Zebras in der Hauptrolle eines Kinofilms eine gänzlich neue. Zebras kann man höchstens einmal in Werbespots entdecken.

Aber jeder, vom Menschen bis hin zum Tier, stellte sich dieser Herausforderung, unterstützt vom erfahrenen Zebra-Haupttrainer Steve Martin. Die Natur eines Zebras ist verwurzelt in der lebensnotwendigen Verhaltensreaktion, zu kämpfen oder zu flüchten.

Wenn sie in freier Wildbahn von einem Raubtier gejagt werden, rettet ihnen dieser Instinkt das Leben. Für ein Rennen auf einer Bahn und über eine größere Distanz ist dieses Verhalten aber nicht geeignet.

So mußste das Trainer-Team um dieses natürliche Verhalten herum Strategien entwickeln. "Weil Zebras in freier Wildbahn leben", bemerkt Martin, "sind diese Tiere längst nicht so domestiziert wie Pferde.

Pferde werden wahrscheinlich seit Tausenden von Jahren gezähmt, aber diese Tiere hier müssen sich noch immer an uns gewöhnen und wir auch an sie.

Wir sind viel mit ihnen herumgelaufen, haben sie gestreichelt. So haben sie sich sehr daran gewöhnt, dass wir sie ständig berühren und mit ihnen umgehen."

Zwei Zebras, die auf den Namen Columbia und Zoe hören, haben abwechselnd Stripes als Baby gespielt.

Die kleinen Fohlen mußsten Aufgaben bewältigen, wie etwa einen Hahn jagen, den Kopf in einen Hühnerstall stecken, seine Bewohner überraschen und sich mit dem Postauto ein Rennen liefern.

Martin war während der Dreharbeiten immer in der Nähe, ebenso auch Tierwärter Andrew Berry. Die Aufmerksamkeitsspanne der Fohlen ging über 10- bis 15-minütige Abschnitte nicht hinaus.

Wie die meisten Tiere konnten sie aber mit Futter motiviert werden, und wenn es etwas für sie fressen gab, machte Berry ein surrendes Geräusch, das schließlich zum Signal für die Babys wurde, wie sie ihre Markierungen finden konnten.

Steve Martin wählte acht Zebras aus, die Stripes in den "Pubertätsjahren" spielen sollten. Alle zeigten sie die typischen Verhaltensauffälligkeiten von Heranwachsenden.

Von Natur aus sind Zebras aufgrund ihres Instinkts, in der Wildnis überleben zu wollen, ziemlich aggressiv.

Man mußste sie über drei Monate trainieren, damit man mit ihnen sicher und bequem in der Nähe von anderen Tieren arbeiten konnte. Zena wurde abgerichtet, sich hinzulegen und auf dem Feld den Pflug zu ziehen, was für ein Zebra eine höchst ungewöhnliche Tätigkeit ist.

Daisy und Sammy waren die Reitzebras. Sammy war das ruhigste Zebra und deshalb in der Nähe von Menschen und anderen Tieren am sichersten zu handhaben. Trotzdem mußste Panettiere immer auf der Hut sein für den Fall, dass ihn etwas erschreckte.

"Zebras sind kleiner als die meisten Pferde, von denen sie sich auch in der Gangart unterscheiden", erklärt Martin.

"Die Statur des Zebras eignet sich mehr für kurze Beschleunigungen, um schnell Distanz zu dem zu bringen, was immer sie in freier Wildbahn jagt. Und kurz danach nehmen sie wieder ihre gewohnte Gangart ein.

Um sie daran zu gewöhnen, geritten zu werden, mußsten wir ein anderes Zebra oder ein Pferd, das sie mochten, an ihre Seite stellen."

Zebras können eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 44 Stundenkilometern erreichen. Das ist ziemlich schnell, und ihr Fluchtinstinkt hilft ihnen bei ihren blitzartigen Beschleunigungen.

Trotzdem können sie nie mit einem Rennpferd mithalten, das eine Geschwindigkeit von bis zu 59 Stundenkilometer laufen kann.

Einer der komplexesten und im Drehen anspruchsvollsten Szenen war das Blue Moon Race - ein illegales Geheimrennen, bei dem die Pferde nach Einbruch der Dunkelheit zeigen, was sie drauf haben - ohne Regeln und ohne Reiter.

"Diese Szene war außerordentlich komplex", erinnert sich Pferdetrainer Heath Harris. "Wir mußsten 40 Pferde dazu bringen, miteinander zu arbeiten, sich Seite an Seite aufzustellen und dann das Zebra, das Stripes spielen sollte, dazubringen.

Es sollte sich unter die Pferde mischen, sie aber ignorieren, um sich auf seinen Job zu konzentrieren und dann auch seine Markierungen einhalten.

Wir haben das alles fast ohne Computereffekt bewerkstelligt, fast alles ist authentisch. Es war ziemlich erstaunlich zu sehen, wie diese Tiere schließlich interagierten."

Während der Produktion wurde streng darauf geachtet, dass den Zebras beim Drehen nichts passierte. Der Tierschutzbeauftragte war jeden Tag am Set.

Die Temperatur der Tiere wurde regelmäßig kontrolliert, sie wurden entwurmt, mit Vitaminen versorgt und schliefen in gemütlichen Ställen mit Wärmelampen.

Das Training der Famrtiere Karl Lewis Miller, der die Oberaufsicht über das Tiertraining hatte, ist im Filmgeschäft ein vielbeschäftigter Mann.

Er hat unter anderem bei EIN SCHWEINCHEN NAMENS BABE ("Babe", 1995), SCHWEINCHEN BABE IN DER GROSSEN STADT ("Babe: Pig in the City", 1998) sowie bei EIN HUND NAMENS BEETHOVEN ("Beethoven", 1992) und dessen zahlreichen Fortsetzungen mitgearbeitet.

Miller und seinem Team standen nur 19 Wochen zur Verfügung, um die Tiere für ihre Nahaufnahmen bereit zu machen.

Mit den Tieren mußste viel geübt und ihr Selbstvertrauen gefördert werden und während des ganzen Films gab es schließlich nicht einen einzigen Ausfall.

Shetlandpony Tucker ist ein ziemlich brummiger Vierbeiner, deshalb mußsten die Pferde, die ihn schließlich spielten, häufig genervt den Kopf schütteln, die Zähne fletschen und außerdem einige Tricks für Fortgeschrittene lernen.

So mußsten sie beispielsweise die Startschranken öffnen oder den Staubschutz von einer Trophäe entfernen können. Tucker wurde von drei Shetlandponys verkörpert: Austin Powers, Mini-Me und Ben Hur.

Mini-Me war das Pony für die schnellen Actionszenen und wurde immer eingesetzt, wenn Tucker galoppieren mußste.

Abgesehen davon, dass er sich brummig geben mußste, bestand Mini-Me's Hauptaufgabe darin, sich mit 15 Zentimeter Abstand zu den anderen Tieren gut zu benehmen und zu lernen, eine Leiter umzustoßen (was ein dreiwöchiges Training erforderte).

Austin war langsam und zuverlässig; er hatte seine Auftritte bei vielen Szenen auf dem Farmhof, wenn die Tiere sehr eng zusammenstanden.

Garin van Munster war für das Training der drei Ziegen zuständig, die Franny spielten. Jazz, Rapper und Hip Hop stammten alle aus Südfafrika, wurden alle in Kapstadt unter persönlicher Betreuung aufgezogen.

Die Ziegen besaßen bereits Schauspielerfahrung, hatten in Werbespots mitgespielt, aber so etwas Anspruchsvolles, wie eine Markierung einzuhalten, war von ihnen zuvor noch nicht verlangt worden.

Wochenlang mußsten sich die Trainer abmühen, mit Papier schütteln, pfeifen und mit Federn rascheln, damit die Tiere auf Augenlinie blieben.

Der richtige Name von Goose ist Mr. Penelican. Man fand diesen talentierten Pelikan in einem Rehabilitationszentrum, bevor er auf einem Jahrmarkt in Kapstadt auftrat. Er war also schon zahm und mochte Menschen.

Produzent Broderick Johnson wusste auf den ersten Blick, dass sie ihren Pelikan gefunden hatten: "Auf diese Herausforderung ließen wir uns gerne ein, denn ein animatronischer Pelikan wäre nie so gut wie das echte Tier.

Wir sahen Mr. Penelican herumstolzieren und dachten: 'Dieser Bursche ist perfekt, das ist der Tom Cruise der Pelikane."

Der Pelikan mußste in die Luft aufsteigen, herumfliegen und dann aus 180 Metern Entfernung seine Markierung ansteuern können.

Alles ziemlich eindrucksvoll, aber das Tier fand Hilfe bei seinem Trainer Martin Odd, der immer etwas Fisch zur Belohnung zur Hand hatte.

Sandy, die wunderschöne blonde Granate von einer Stute, in die sich Stripes Hals über Kopf verliebt, wurde von einer bezaubernden arabischen Stute namens Anushka gespielt.

Passenderweise lernte sie schnell nach links und rechts zu schauen, um Stripes zu finden. In den meisten seiner Szenen mußste der Hahn, der auserwählt worden war, den strohdummen Reggie zu verkörpern, herumrennen wie das sprichwörtlich kopflose Huhn.

Glücklicherweise hatte der Hahn eine beträchtliche Libido, weshalb sich die Trainer letztlich dazu entschlossen, Hennen vor ihm aufzustellen, um ihn etwas zu beschleunigen.

Vier Hähne insgesamt übernahmen Reggies Rolle und schließlich gab es noch einen Hahn, der auf Kommando krähen mußste.

Man brauchte einen ganz besonderen Hund, um Lightning zu verkörpern - einen Hund, für den es einer kompletten Aerobicstunde gleichkommt, wenn er nur den Kopf anheben mußs.

Nachdem man viele Hunde vorgeführt bekommen hatte, entschied man sich für den 90 Pfund schweren Sniffer - seltsamerweise wegen seiner Dynamik und Energie.

Es stellte sich heraus, dass es nicht funktioniert hätte, wenn ein fauler Hund einen faulen Hund spielt, weil ein solcher tierischer Darsteller keinerlei Persönlichkeit besessen hätte.

Das Training der Vollblüter Insgesamt wurden 90 Pferde für IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! trainiert. Eine beträchtliche Leistung selbst ohne die zusätzliche Aufgabe, sie an den Kontakt mit Zebras zu gewöhnen.

Da erweist es sich als nützlich, wenn man Heath Harris, einen der weltweit bekanntesten Pferdeexperten und Pferdetrainer zum Team zählen kann.

Harris inszenierte alle Galoppszenen und trainierte die Pferde, die allein auf das verbale oder visuelle Kommando eines Trainers reagierten - im Unterschied zu den Zügeln oder Steigbügeln, die ein Reiter einsetzt.

Außerdem trainierte Harris auch die sogenannten Charakter-Pferde, darunter auch Stripes' Liebesobjekt Sandy.

Die größte Herausforderung bei dieser Arbeit war es, trainierte Rennpferde, die es gewohnt waren in einem bestimmten Tempo zu laufen, dazu zu bringen, langsamer zu laufen, damit Stripes seine Rennen auch gewinnen konnte.

Harris erzählt, dass dieses Umlernen schwierig war, denn der Denkprozess der Tiere mußste völlig umgekehrt werden.

Drei Monate brauchte man, um ihnen beizubringen, so schnell wie die Zebras zu laufen und dabei aber den Eindruck zu vermitteln, als liefen sie immer noch ihre Höchstgeschwindigkeit von 59 Stundenkilometer.

Rennpferde werden fast reflexartig nervös, wenn sie in Kontakt mit ihren wilderen gestreiften Verwandten kommen. Man mußste sie erst an die Zebras gewöhnen.

Die Pferde hatten viele komplexe Szenen zu bewältigen, in denen sie mit verschiedenen Tieren vom Farmhof interagieren, ihre Markierungen treffen und ihren Blick halten mußsten, damit man sie in der Postproduktion erfolgreich zum "Sprechen" bringen konnte.

Für die großen Rennszenen wurden insgesamt 80 Rennpferde als Doubles benötigt. Glücklicherweise konnten die multi-talentierten Pferde auch im Blue Moon-Rennen eingesetzt werden, andernfalls hätte Harris 400 Pferde für alle Rollen benötigt!

Stets war es bei allen Szenen von größter Bedeutung, auf das Wohl und die Sicherheit von Pferden und Reitern zu achten. Deshalb waren Tierschutzbeauftragte immer am Set präsent.

Es gab Elektrolytprogramme, 24 Pferdeexperten und Tierärzte, die rund um die Uhr einsatzbereit waren. Die Tiere wurden ständig mit kaltem Wasser abgewaschen und in komfortablen Zelten untergebracht.

Tiere zum Reden bringen "Von einem kreativen Standpunkt betrachtet, war es eines unserer strategischen Ziele bei diesem Projekt, dass der Film nicht kindlich wirken durfte", erklärt Kosove.

"Wir haben große Anstrengungen unternommen, große Übertreibungen bei den Tieren zu verhindern. Was sie sagten, durfte niemals so wirken, als passte es nicht zur entsprechenden Figur.

Auch in ihrem Verhalten mußsten komplett unrealistische Dinge, wie man sie in der Animation findet, absolut vermieden werden."

Um die digitalen Effekte mit den real gedrehten Aufnahmen zu verschmelzen und damit die Tiere sprechen lassen zu können, wurden die Tiere angeleitet, bestimmte Handlungen auszuführen.

Beispielsweise eine bestimmte Markierung zu treffen, den Blick nach rechts oder links zu wenden oder eine bestimmte Körpersprache zu zeigen. Danach wurde ein computeranimiertes Maul in der Postproduktion auf die real gefilmten Tiere appliziert.

Augenbrauen und Augenlider konnten ebenfalls manipuliert werden, um die darstellerische Ausdruckskraft zu erhöhen.

Dieser ganze Prozess macht es zwingend notwendig, dass man ganz spezifische Einstellungen einfangen kann.

"Wir konnten keinen Master-Shot von den Tieren drehen und dann mit Naheinstellungen hineinschneiden", erklärt Du Chau, "denn die Tiere konnten nicht so viele Handlungen nacheinander bewerkstelligen, ohne dass nicht einer der Trainer einschreiten mußste.

Weil der Film also Einstellung für Einstellung aufgebaut wurde, mußsten wir bei dem, was wir am Set drehten, extrem präzise sein. Das war echte großartige Teamarbeit mit dem Kameramann und den Schauspielern."

Die Filmemacher mußsten kreative Methoden entwickeln, um die notwendigen Perspektiven beim Drehen der Rennszenen einzufangen, ganz besonders die Einstellungen aus dem Blickwinkel von Buzz und Scuzz, wenn die beiden Bremsen zwischen Stripes und den galoppierenden Pferden hin und her rasen.

Deshalb wurden einige Kameratricks entwickelt, wie etwa die "Schaufel-Kamera", eine sehr simple Vorrichtung auf einer Metallhalterung, die von einem erfahrenen Reiter während des Ritts in Stellung gebracht wird.

Damit konnte die Kamera den Pferden ganz sicher sehr nahekommen, konnten Aufnahmen nur ein paar Zentimeter über dem Boden realisiert werden, konnte man zwischen den Pferden herumschwenken und die Kamera drehen.

Puppen und Animatronik Für den Fall, dass Aufnahmen mit den Tieren einmal scheiterten, konnte man auf Puppen zurückgreifen.

Weil aber Trainer und Tiere Herausragendes leisteten, benötigte man nur sehr selten animatronische Hilfe - mit Ausnahme von Szenen, die für Darsteller oder Tiere gefährlich gewesen wären.

Der Creature Workshop von John Cox entwarf und baute so unglaublich realistisch wirkende Tierpuppen, dass man sie am Set häufig mit echten Tieren verwechselte.

Die für die Animatronik zuständige Abteilung baute zunächst einmal von jedem Tier, das eine richtige Rolle hatte, ein vorläufiges Modell, das bis hin zu den Nasenlöchtern mit dem realen Vorbild übereinstimmen mußste.

Die Augen mußsten blinzeln, die Ohren sich aufstellen, die Kiefer sich auf und ab bewegen können und auch Atmungsbewegungen bei den Nasenlöchern sichtbar werden.

Um die animatronischen Kopien lebendig werden zu lassen, wurde ein Puppenspieler direkt hinter das Tier positioniert, der die wichtigsten Körperbewegungen mit Kabeln steuern konnte.

Die feineren, subtileren Gesichts- und Sprechbewegungen wurden per Computer oder Fernsteuerung kontrolliert. Die einzige Ausnahme war Goose, der mit traditioneller Puppenspieltechnik, mit langen Stäben aus seinen Flügeln zum Leben erweckt wurde.

Die Dreharbeiten Zählt man Vor- und Nachproduktion hinzu, brauchte man insgesamt zwei Jahre, um IM RENNSTALL IST DAS ZEBRA LOS! auf die Leinwand bringen zu können. 14 Wochen drehte man dabei in Südafrika.

Die geeigneten Drehorte zu finden, stellte eine der größten Herausforderungen für die Filmemacher dar.

Denn man suchte eine Location, die nicht nur an die üppig bewachsene Pferdelandschaft von Kentucky erinnern mußste, sondern in der man auch die große Anzahl von Zebras, die man für die Produktion brauchte, finden konnte.

Südafrika zählte zu den wenigen Schauplätzen, die alle Ansprüche erfüllten. Den idealen Drehort fand man in der Provinz KwaZulu-Natal, in den grünen, sanft geschwungenen Hügeln von Midlands Meander.

Als Drehort für die Walsh Farm wurde die eine Fläche von 240 Hektar einschließende Riverholme Farm, eine nicht genutzte Farm für die Hengstzucht, ausgewählt. Das Farmhaus und die Ställe von Clara Dalrymple wurden auf diesem Gelände errichtet.

Zur Farm gehören eine typisch amerikanische Scheune und ein Farmhaus, das ziemlich heruntergekommen ist, seit Nolan nicht nur seine Frau, sondern auch seinen Antrieb verlor.

Produktionsdesigner Wolf Kroeger, der schon an Filmen wie JENSEITS ALLER GRENZEN ("Beyond Borders", 2003), DUELL- ENEMY AT THE GATES ("Enemy at the Gates", 2001) und DER LETZTE MOHIKANER ("Last of the Mohicans", 1992) mitgearbeitet hatte, und sein Team bauten zunächst das Farmhaus und erreichten dann mit bestimmten Maltechniken den gewünschten "Vernachlässigungs"-Effekt, wobei Spuren des Glanzes früherer Tage weiterhin sichtbar blieben.

Das Team wühlte auch das Gelände auf, dass es mehr nach einem schmutzigen Hof aussah. Außerdem errichtete es Zäune mit einer Gesamtlänge von 2,9 Kilometern, pflanzte Gras und Bäume sowie einen Garten, damit man an den Ställen den Wohlstand ablesen konnte.

Eine beträchtliche Leistung angesichts der Tatsache, dass man mitten im Winter angekommen war, das Land braun gefärbt und der Boden durch eine Eisdecke hart war.

In 50 LKW-Ladungen brachte das Team Holz, Ziegel, Sand und Zement mit, stellte aus Redwood-Holz eigene Schindeln her.

Das große Rennen, das im Film im fiktiven Turfway Park stattfindet, wurde in Pietermaritzburg, auf dem Scottsville Racecourse, gedreht.

Weil man in Südafrika keine Galopprennbahn finden konnte, die denen in Kentucky ähnelte, mußste man alles von Grund auf errichten. Für die Haupttribüne, auf der 1000 Zuschauer Platz finden mußsten, waren beträchtliche Design- und Konstruktionsarbeiten notwendig.

Danach applizierte man die Fronten, Flaggen und Girlanden. Die Areale, wo die Pferde gesattelt wurden und sich die Sieger versammelten, wurden ebenfalls ganz einfach gehalten, um den Sieg von Stripes noch herauszuheben.

Die Ställe der Tiere vom Farmhof wurden so sparsam wie möglich dekoriert, um nicht von den Persönlichkeiten der Tiere abzulenken.

Als Stripes zum ersten Mal auf der Farm eintrifft, sieht er nur eine riesige Scheune mit drohenden Schatten und bei genauerem Hinsehen viele Sättel, Geschirre, altes Sattel- und Zaumzeug und alte Farmgeräte, die alle von Staub bedeckt waren, weil sich niemand mehr darum kümmerte.

Das Team bezog aus ganz Südafrika Requisiten - von Farmern, Trödlern und Auktionen. In den Dalrymple-Ställen spiegelt sich die Pracht der Rennpferde.

Überall gibt es Holzvertäfelungen und sogar Kronleuchter, um anzudeuten, dass die Pferde extrem verwöhnt werden. Die Tiere hatten sogar eigene Laufbänder zum Testen ihres Durchhaltevermögens.

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