Wimbledon - Spiel, Satz und ... Liebe

Produktionsnotizen

Die lange Geschichte der weltweit bedeutenden Tennis-Meisterschaften in Wimbledon begann mit einem Herren-Einzel im Jahr 1877.

Damals ging Spencer Gore vor den Augen von 200 Zuschauern, die einen Schilling bezahlt hatten, um das Finale zu sehen, aus 22 Teilnehmern als Gewinner hervor.


Die Geschichte der Working Title Films-Produktion "Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe" ist nicht ganz so lang und beginnt ungefähr 120 Jahre später.

Ende der neunziger Jahre hatten die Drehbuchautoren Jennifer Flackett und Mark Levin die Idee zu einer bezaubernden Liebesgeschichte in der Welt des Profi-Tennis.

Sie konfrontierten Working Title damit, eine Produktionsgesellschaft, die sich durch viele erfolgreiche Romantikkomödien in ganz Europa einen Namen gemacht hat. Bei Working Title war man von dem Projekt sofort fasziniert.

"Wir fanden die Idee großartig", schwärmt Eric Fellner, Produzent und Mitgründer von Working Title.

"Uns gefiel die Art, wie die Charaktere aufgebaut sind, die Tatsache, dass es sich um eine Geschichte über einen Underdog handelt und die Idee, diese Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Profi-Tennis zu erzählen.

Das Projekt hatte alles, was man für einen großartigen Film braucht. Es bot uns erneut die Möglichkeit, eine interessante Geschichte auf ansprechende Weise zu erzählen."

"Ob man Tennis liebt oder hasst, spielt keine Rolle, weil es die Geschichte ist, die das Publikum unterhalten wird", meint Produzentin Liza Chasin.

Sie ist selbst begeisterte Spielerin und wuchs in Forest Hills, New York, in der Nähe des angesehenen West Side Tennis Clubs auf. "Die Leute lieben nicht nur Underdog-Geschichten, sie lieben es vor allem, wenn der Underdog am Ende auch noch das Mädchen kriegt."

Für die Regie mußste jemand gefunden werden, der alle Elemente der Geschichte ins Gleichgewicht bringen konnte und darüber hinaus meisterhaft mit den romantischen, komischen und dramatischen Aspekten hantiert.

Wichtig war auch, dass er den Sport filmisch auf eine Weise einfängt, die das stereotypische Hin und Her des Spiels auflockert. Eine wahre Herausforderung!

Auf den ersten Blick war der durch Filme wie "My House in Umbria", "Richard III", "The Gathering Storm" bekannt gewordene Regisseur Richard Loncraine vielleicht nicht der richtige Mann für diesen Job.

Er selbst bekennt: "Ich bin kein begeisterter Sportfan, und ich habe auch bisher nicht wirklich viel mit romantischen Komödien zu tun gehabt.

Aber das Projekt hat mich sehr gereizt, weil ich eine frische Energie spürte. Ich mußs zugeben, dass mich meine Kinder zusätzlich drängten. Sie sagten: ?Dad, kannst Du nicht mal einen Film machen, den wir uns auch ansehen wollen?'"

Eric Fellner und die anderen Produzenten waren fest davon überzeugt, dass Loncraine eine exzellente Wahl für das Projekt wäre, und so verpflichteten sie ihn.

Fellner lobt: "Richard ist nicht nur ein großartiger Geschichtenerzähler, sondern auch jemand mit visuellen Einfällen.

Wir wollten einen Regisseur, der die Story mit Emotionen und Tiefe ausstattet und es versteht, die Möglichkeiten des Kinos zu nutzen. Richard war eine wunderbare Wahl."

Loncraine nahm die Herausforderung an, die vielen Hindernisse hinsichtlich der Tennisszenen zu meistern, die zumeist auf einem der ehrwürdigsten Plätze des Sports spielen sollten.

"Ich wollte unbedingt ausprobieren, eine solche Komödie zu inszenieren und war mir von Anfang an klar darüber, dass es eine neue und sicherlich auch etwas schwierige Erfahrung werden würde.

Wenn die Leute über eine Komödie nicht lachen und nicht amüsiert sind, hast du versagt. Daher war es tatsächlich eine Herausforderung für mich, diese romantische Komödie zu drehen.

Wahrscheinlich war es das härteste Projekt, mit dem ich je zu tun hatte. Aber es war auch wunderbar."

Und wie meisterte er die Inszenierungen der Tennis-Szenen? "Wenn man einen Film über einen 150 Meter großen Pterodactylus macht, weiß niemand, wie der wirklich aussah.

Aber jeder kann sich einen Tennisball, der auf dem Centre Court gespielt wird, vorstellen", stellt der Regisseur fest.

"Im Grunde genommen ist es fast so als würde man zwei Filme gleichzeitig drehen. Bei einer romantischen Komödie denkt man, sie entspringt der Realität, und das kann man filmen - also kein Problem.

Dann hast du eine Geschichte, in der Tennis vorkommt. Das erscheint zunächst überschaubar, doch dieses komplexe Spiel lässt sich filmisch nicht so einfach umsetzen.

Man hat kein Team, sondern nur zwei Spieler, die sich fast wie Balletttänzer bewegen, obwohl sie sich nicht weit von der Grundlinie entfernen. Zumindest ist das im modernen Tennis so."

Doch vor den Dreharbeiten auf dem Rasen untersuchten Loncraine und die "Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe"- Produzenten noch einmal das Drehbuch, um sicherzustellen, dass es dem professionellen Tennis gerecht werden würde. Danach besetzten sie die Rollen mit den passenden Schauspielern.

Adam Brooks, der schon an den Drehbüchern von "French Kiss" und "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns" nach dem Roman von Helen Fielding mitwirkte, wurde hinzugezogen, um das Skript weiterzuentwickeln.

Brooks stellt fest: "Working Title vertrauten mir diese großartige Story an. Ich mußs sagen, es war eine der produktivsten Projekte, an denen ich je beteiligt war. ?Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe' fügt sich sehr gut in die Tradition charmanter, englischer Romantikkomödien ein, die auch im Ausland beliebt sind, besonders in den USA."

Als das Skript kurz vor seiner Vollendung stand, schickten die Filmemacher davon Kopien an einige der Top-Tennisspieler und andere Autoritäten des Sports wie die Wimbledon-Gewinner Pat Cash und John McEnroe.

"Es war toll, dass sie nur sehr wenige Anmerkungen machten. Das Meiste war tatsächlich genauso wie sie es selbst erlebt hatten. Das Drehbuch zeigte die wahre Welt des Tennis", so Brooks.

Der Australier Pat Cash gewann 1987 in Wimbledon und wurde letztendlich als Berater in das Projekt einbezogen.

Er erinnert sich: "Es ist natürlich ein Film, der eine gewisse künstlerische Freiheit braucht. Dennoch ist er sehr akkurat, was die Welt der Spieler und die Atmosphäre in Wimbledon angeht."

Loncraine fügt hinzu: "Wenn man einen Film über Tennis macht, kann man nicht davon ausgehen, das alles bis ins letzte Detail genau ist. Aber warum sollte man sich damit zufrieden geben?

McEnroe, Cash und andere Tennisspieler leisteten ihren Beitrag dazu, unser Drehbuchautor Adam Brooks und Produzentin Liza Chasin sind große Tennisfans. Das alles zusammen half, die Atmosphäre und die Lebensumstände der Spieler so genau wie möglich darzustellen."

Als die Hauptrollen besetzt werden sollten, suchten die Filmemacher nach Schauspielern, die in der Lage wären, Tennisspieler glaubhaft darzustellen. Darüber hinaus mußste die Chemie zwischen den beiden stimmen.

US-Schauspielerin Kirsten Dunst übernahm die Rolle der Lizzie Bradbury, der britische Schauspieler Paul Bettany wurde als Peter Colt verpflichtet.

Fellner schwärmt: "Kirsten ist zur Zeit eine der führenden amerikanischen Schauspielerinnen und wir hatten Glück, dass sie das Drehbuch auf Anhieb mochte.

Pauls Arbeit zeigt einen ungewöhnlich hohen Standard, und nachdem wir ihn getroffen hatten, waren wir sicher, dass er der Richtige für die Rolle wäre.

Wir haben beide zu einem kurzen Screentest eingeladen, und sofort entstand die richtige Chemie. Die beiden mochten sich, sahen zusammen toll aus und passten großartig in ihre Rollen. Alles fügte sich harmonisch zusammen."

Man hatte so viel Vertrauen in die Hauptdarsteller, dass alle bereit waren, so lange zu warten, bis es die Terminpläne beider Schauspieler erlaubten, mit den Dreharbeiten zu "Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe" zu beginnen.

Die ersten Aufnahmen begannen mehr als ein Jahr nach dem Casting. Dazu der Regisseur: "Wir hatten Kirsten und Paul verpflichtet und warteten bis zum Ende ihrer begonnenen Projekte.

Zwar hat das etwas mehr als ein Jahr gedauert, aber das war es uns wert. Sie verstanden sich auf Anhieb und zeigten diese undefinierbare Chemie, die für einen romantischen Film so wichtig ist."

"Ich glaube, Paul hatte das richtige Aussehen, die richtige Energie und die richtige Ausstrahlung, die einen Sieger ausmacht, der nur darauf wartet loszulegen", glaubt Loncraine.

"Und Kirsten? Seit sie ein kleines Mädchen war, hat sie wieder und wieder bewiesen, dass sie eine gewisse Magie besitzt. Die Kamera liebte unsere beiden Hauptdarsteller."

Dunst erklärt, was sie an dem Film reizte: "Ich mochte das Drehbuch sehr und ich freute mich auf eine intelligente Romantikkomödie, die im Tennis-Milieu spielt.

Tennis ist irgendwie sexy und eine elegante Sportart. Außerdem bin ich ein großer Fan der Produzenten. Ich war mir sicher, sie würden eine großartige Liebesgeschichte daraus machen."

Dunst begrüßte darüber hinaus die Möglichkeit, mit Bettany zu arbeiten: "Er ist so talentiert. Es passiert selten, dass man mit solchen Schauspielern zusammenarbeiten darf. Da legt man sich sofort selbst ins Zeug."

Obwohl die Schauspielerin wenig Erfahrung mit Tennis hatte, erlernte sie die wichtigsten Grundregeln des Sports. Die Rolle der Lizzie reizte sie so sehr, dass sie sich der physischen Herausforderung bedingungslos stellen wollte.

Sie sagt: "Ich fand Lizzie sehr interessant und versprach mir viel Spaß, die Rolle zu spielen. Sie ist eine Gewinnerin, die bereit ist, für den Erfolg sogar die Liebe zu opfern. Sie ist ehrgeizig und liebt den Wettbewerb.

Dann trifft sie Peter, den sie wirklich respektiert. Bis zu diesem Punkt konnte sie Männer für ihre Zwecke ausnutzen, um sie danach wegzuwerfen. Das hat ihr nie etwas ausgemacht. Doch sie ist fähig, sich in Peter zu verlieben und das verändert alles."

Bettany hat zuvor weder in einer romantischen Komödie noch in einem Sportfilm mitgespielt. Die Rolle des Colt war deshalb etwas ganz Neues für ihn. "Ich fand das Drehbuch clever und witzig", sagt Bettany.

"Ich habe noch nie in einem Sportfilm oder einer Komödie mitgespielt, also hielt ich es für eine Herausforderung. Einen Charakter aufzubauen, bedeutet, sich der Rolle zu nähern.

Jede Rolle ist nur die Abbildung von etwas. In meinem letzten Film habe ich einen Schiffsarzt gespielt, trotzdem würde ich niemanden operieren wollen.

Ich dachte, mit etwas Training könnte ich mich einem Tennisspieler nähern, auch wenn ich keiner bin. Und mich zu verlieben - na ja, das ist der leichteste Teil."

Bettany weiter: "Kirsten fühlt in ihrer Rolle, dass sie Karriere und Beziehung nicht unter einen Hut bringen kann, während ich in meiner Figur besser Tennis spielen kann, nachdem ich mich in sie verliebe.

Ich halte das für einen sehr interessanten Aspekt, der in die Geschichte eingearbeitet wurde." Der Schauspieler war auch davon begeistert, mit Regisseur Richard Loncraine zu arbeiten: "Ich mag Richard wirklich sehr.

Er sagt offen, was er denkt und teilt mit dir den Prozess des Filmemachens. Es war eine großartige Erfahrung, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er hat gute Arbeit geleistet und bringt die Leichtigkeit rüber, die diese Art von Film braucht."

Als die Hauptrollen besetzt waren, begannen die Filmemacher nach geeigneten Nebendarstellern zu suchen. Sam Neill wurde als Lizzies Vater Dennis verpflichtet, und die Rolle von Peters Sportagenten Ron Roth wurde mit dem US-Schauspieler und Regisseur Jon Favreau besetzt.

Die renommierten britischen Schauspieler Eleanor Bron und Bernard Hill engagierte man als Peters Eltern, den dänischen Schauspieler Nikolaj Coster-Walder als Dieter, Peters besten Freund und Trainingspartner.

Der amerikanische Newcomer Austin Nichols übernahm den Part von Jake Hammond, den es als Finalisten im Herren-Einzel in Wimbledon zu schlagen gilt. Zufällig ist er auch noch Lizzies Ex-Freund.

Sam Neill erklärt: "Es gab einiges, was mich an diesem Projekt gereizt hat. Ich freute mich nicht nur auf die Zusammenarbeit mit Loncraine, der ein wirklich guter Regisseur und netter Mensch ist, sondern ich war auch von der Aussicht begeistert, diese wunderbare Geschichte im sommerlichen England zu drehen.

Das Wimbledon-Turnier hat wirklich etwas sehr Magisches an sich und es war eine Ehre, auf diesen Plätzen umherzulaufen, auf den Center Court zu gehen und einfach die Atmosphäre einatmen zu dürfen."

Favreau meint dazu: "So ein Film eröffnet dir eine Welt voller Traditionen, eine Welt, in der ich nicht Zuhause bin. Aber je mehr ich darüber erfahren durfte, desto interessanter wurde diese Welt.

Allein die Vorstellung in einem Film mitzuspielen, der als erster nach mehr als zwanzig Jahren in Wimbledon spielt, ist ungemein verführerisch.

Richard hat eine sehr persönliche Liebesgeschichte mit zwei wunderbaren Schauspielern vor dieser historischen Kulisse geschaffen.

Auch wenn der Film um ein Tennisturnier herumgebaut wurde, bleibt es eine Liebesgeschichte mit zwei unwiderstehlichen Charakteren, die persönlich und beruflich einiges durchmachen müssen. Zufällig sind beide wirklich auch noch professionelle Tennisspieler."

Um die Authentizität des Films zu verstärken, erstatten im Film angesehene Tennis-Champions und Kommentatoren über die Spiele Bericht.

Die amerikanische Kommentatorin Mary Carillo, Wimbledon-Veteran John Barrett und die beiden Wimbledon-Gewinner John McEnroe und Chris Evert spielen sich selbst und verleihen dem sportlichen Aspekt des Films Glaubwürdigkeit.

Loncraine ist von ihrer Leistung auf der Leinwand beeindruckt. Über McEnroe sagt er: "Er kam in der Nacht vor dem ersten Drehtag an, doch anstatt ins Bett zu gehen, spielte er in Wimbledon Tennis.

Er spielte über anderthalb Stunden. Das war wohl seine Art mit dem Jetlag fertig zu werden. Er und die anderen Tennisspieler waren eine echte Bereicherung für den Film.

John kann mit so viel Humor über sein Leben reden, und er machte wunderbare Vorschläge, die wir in den Film einbauen konnten."

Fast jeder, der in "Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe" mitspielte, bekam ein Training, um sich auf die körperlichen Aspekte und Herausforderungen, die der Film von ihnen verlangte, einzustellen. "Ich bin da wohl ein bisschen wie alle Engländer", bemerkt Loncraine.

"Wenn Wimbledon im Fernsehen kommt, sehe ich es mir an, weil ich es liebe. Ich kann nicht besonders gut Tennis spielen, habe aber Unterricht genommen.

Als das Projekt anstand, sah ich mir jedes Video darüber an und las zwanzig Bücher über die Geschichte des Sports. Darunter waren natürlich auch die beiden Bücher von Pat Cash und John McEnroe.

Ich war umgeben von Leuten, die eine starke Liebe und ein tiefes Verständnis für diesen Sport haben. Also wusste ich in jeder Szene, welche Emotionen ich zeigen wollte und arbeitete mit dem Team daran, das in den Szenen umzusetzen.

Ob es geklappt hat, müssen die Zuschauer entscheiden. Es war auf jeden Fall wie eine gute Ehe: Ein bisschen Tumult auf dem Weg dahin, aber trotzdem eine gute Ehe!"

Die Aufgabe von Pat Cash war es, die Schauspieler Bettany, Dunst and Nichols in die Abbilder konkurrierender Wimbledon-Champions zu verwandeln. Alle hatten vor dem Dreh ein viermonatiges Training, um sich auf die Spiele vorzubereiten.

Dazu Cash: "Die Produktion brauchte einen Tennisberater, um die Spiele zu choreographieren und um sicherzustellen, dass Kirsten, Paul und Austin wie professionelle Tennisspieler aussahen.

Ziel des Trainings war es, dass sie die Grundlagen beherrschen würden. Sie mußsten lernen, wie Profis laufen, den Ball halten und so weiter.

Es galt, ihnen zu helfen wie richtige Spieler auszusehen. Auch die Punkte mußsten wie reale Punkte aussehen und wir brauchten echte Ballwechsel."

Cash weiter: "Am Ende war es eine Art umgekehrtes Training. Wenn ich normalerweise einen Spieler trainiere, geht es nur darum, den Ball auf dem Spielfeld zu halten.

Da wir jedoch den Luxus hatten, die meisten Bälle am Computer nachbearbeiten zu können, war es wichtig, das Spiel so echt wie möglich aussehen zu lassen."

Produzentin Chasin fügt lakonisch hinzu: "Wir hätten zu viel Filmmaterial verschwendet, wenn wir einen echten Ball benutzt hätten."

Cash schlussfolgert: "Es mußste gut aussehen, erst danach machten wir uns Gedanken, wohin der Ball fliegen mußs. Manchmal flog der Ball zwar über den Zaun, aber es sah perfekt aus.

Interessanterweise haben wir uns so sehr auf die Technik konzentriert, dass der Ball am Ende tatsächlich auf dem Spielfeld landete. Es hat mir viel Spaß gemacht, mitzukriegen, wie die Schauspieler Fortschritte machten.

Daran haben sie hart gearbeitet. Wir hatten nur vier Monate Zeit, um sie wie Wimbledon-Champions aussehen zu lassen. Normalerweise dauert das zwanzig Jahre. Daher war es eine große Herausforderung."

Bettany fing Anfang 2003 ernsthaft mit dem Training an, vier Monate vor Drehbeginn. Auf seinem Drehplan stand eine Szene in Monte Carlo: "Ich fühlte mich selbstsicher und höchst zufrieden mit den Erfolgen von vier Monaten Training.

Als ich diese professionellen Spieler jedoch in Aktion sah, die sich wie Tänzer bewegten und Bälle schlagen, seit sie vier Jahre alt sind, fühlte ich mich plötzlich so, als hätte ich gesagt: ?Hey, ich würde gern mal Rudolf Nureyev spielen.

Wie lange brauche ich, um Ballet zu lernen?' Also gab ich mein Bestes, und ich denke, ich war gar nicht so schlecht."

Cash gibt Bettany eine bessere Note und kontert: "Paul schaffte es, ohne je irgendeinen Sport ernsthaft betrieben zu haben, sich wie ein Sportler zu bewegen. Am Netz sieht er wirklich gut aus, wenn es darauf ankommt.

Er hechtet, geht auf den Ball zu und zeigt schnelle Reflexe. Also habe ich sein Spiel um diese Fähigkeiten herum aufgebaut. Das ist die gleiche Art von Spiel wie ich sie gespielt habe, und deshalb war es sehr aufregend für mich."

Loncraine fügt hinzu: "Paul hat einen unglaublich guten Aufschlag, der sehr stark ist. Er ist zwar nicht so akkurat, aber er hat Kraft und es sieht gut aus.

Er hat sich sehr verbessert und hart daran gearbeitet, dass es gut aussieht. Ich denke wirklich, er sieht aus wie ein richtiger Tennisspieler."

"Für mich war es am wichtigsten, mich auf den Ball zu konzentrieren", sagt Kirsten Dunst. "Ich bin recht angriffslustig, und das konnte ich auf dem Platz gebrauchen.

Lizzie hat wirklich vor nichts Angst, und ich habe versucht, dies in die Darstellung einzubringen. Es ist ein wahrer Tanz auf dem Platz, das wollte ich auch rüberbringen.

Dafür nahm ich wochenlang intensives Körpertraining auf mich, aber es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Man kann so viele Aggressionen abbauen.

Ich lernte die Grundlagen, und als die Dreharbeiten anfingen, ging es hauptsächlich um die Feinabstimmung. Wenn die Jungs dabei waren, entfachte das in mir den Wettbewerbseifer. Ich meine, ich wollte nicht, dass sie besser sind als ich.v Pat hat mich immer wieder daran erinnert, mich auf dem Platz wie ein Panther zu bewegen. Das behielt ich im Kopf. Ich glaube, ich war genauso gut wie sie, aber ihre Aufschläge waren besser."

"Kirsten hat eine starke Vor- und Rückhand", stellt Cash fest. "Sie bewegt sich wirklich gut und wirkt in ihren Tennisszenen sehr elegant. Sobald die Kameras an waren, legte sie richtig los. Im Training war sie gut, aber wenn jemand ?Action' rief, war sie phantastisch."

Austin Nichols, selbst Sportler und Meister im Wasserski, fand viel Gefallen an seinen Tennisstunden und überraschte selbst seinen Trainer Cash. "Um fair zu sein, mußs man sagen, dass Austin wohl die meiste Trainingszeit hatte.

Er spielte bis zu vier oder fünf Stunden täglich. Beim Drehen spielte er eine zweihändige Rückhand. Wir dachten, er würde eher mit einer einhändigen Rückhand spielen. Also baten wir ihn, es mal zu versuchen.

Er sagte: ?Okay, lasst es mich mal probieren'. Und wusch - er traf. Ich habe noch nie von irgendjemanden gehört, der von einer zwei- zu einer einhändigen Rückhand in gerade mal fünf Minuten wechseln kann und dabei auch noch so gut aussieht."

Nichols hörte auf seinen Meister: "Am Anfang wusste ich nicht, wie man einen Schläger halten mußs. Ich ging ins Fitnessstudio, und auf dem Platz wurde ich von Murphey Jensen trainiert.

Ich begann, mir alte Spiele anzusehen: Borg gegen McEnroe, Ashe gegen Connors, Betty Stove gegen Virginia Wade. Ich habe mir viel von Patrick Rafter abgeguckt. Aber auch Juan Carlos Ferreros Vorhand und Gustavo Kuertens Rückhand haben mich beeindruckend."

Produzent Eric Fellner bewertete die Mischung aus Talent und Engagement als Erfolg: "Drei Dringe kamen zusammen, die zum Erfolg beigetragen haben.

Erstens haben die Schauspieler eine ganze Weile trainiert, zweitens konnten wir Computer Generated Images für die Platzierung der Bälle nutzen, wie sie das Drehbuch vorschrieb, und drittens haben Regisseur Richard Loncraine und Kameramann Darius Khondji die Spiele auf eine sehr kreative Art eingefangen.

Das geht über das statische Tennis, wie wir es von BBC kennen, hinaus. Das vermittelt wirklich ein kinogerechtes Gefühl."

Fellner weiter: "Wir wollten keine Metaphern mixen. Mit anderen Worten, wir haben keine wieder erkennbaren Spieler zusammen mit Schauspielern auf den Platz gestellt.

Nur so kann man Glaubwürdigkeit aufrechterhalten. Man ist nicht in eine Szene vertieft und plötzlich kommt Pete Sampras ins Bild.

Ich hoffe, dass es diese Mischung ist, die das Publikum davon überzeugt, dass die Darsteller vor der Kamera tatsächlich professionelle Tennisspieler sind."

In Wirklichkeit kommen einige der Gegner im Film von Satellitenturnieren - Spieler, die ihre ersten Schritte von den Junioren auf den Weg zu einer Profikarriere gemacht haben oder ältere Spieler, die kurz vor Beendigung ihrer Karriere stehen.

Einer dieser jungen Aufsteiger ist Vikas Punna, der im Film gegen Paul Bettany antritt. Einer anderer ist Murphy Jensen, French Open-Meister im Doppel, der gemeinsam mit Cash die Schauspieler trainierte.

Er spielt im Film Ivan Dragomir, einen ungestümen Ukrainer mit der Vorliebe, Schläger zu zerbrechen.

Für die Produzenten war von Anfang an klar, dass für die wichtigsten Szenen des Films - auf und neben dem Court - nur ein Ort in Frage kommen würde: Das weltberühmte Wimbledon.

Wobei es unverzichtbar wäre, den Film während der Meisterschaften 2003 zu drehen. Als das Drehbuch fertig war, traf sich Eric Fellner von Working Title mit Mark McCormack, Gründer und Geschäftsführer der International Management Group (IMG), weltweit meist bekannte Agentur für Sportmarketing und Werbung.

McCormack stellte Fellner den Vorsitzenden vom All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTCC) vor. Sie vereinbarten einen Deal, der es der Produktion erlaubte, in Wimbledon zu drehen.

Das verschaffte Darstellern und Crew-Mitgliedern einen noch nie zuvor da gewesenen Zugang zum Gelände.

Tim Phillips, Vorsitzender vom Committee of Management of the Championships, erklärt warum: "Wir sind sehr stolz auf Wimbledon und seine einmalige Position in der Welt des Tennis. Daher halten wir eine schützende Hand darüber.

Tennis macht Spaß und ist ein wunderbares Spiel. Genau aus diesem Grund gaben wir unsere Zustimmung. Jeder kann Tennis spielen, Jungen und Mädchen, Männer und Frauen im Alter von fünf bis 95.

Es ist ein sozialer und gesunder Sport, und wir haben ein Interesse daran, ihn populärer zu machen. Working Title Film hat eine Vielzahl großartiger Romantikkomödien zustande gebracht.

Wir dachten, dass ein Film, der in Wimbledon spielt und den Spaß und den Wettstreit beim Tennis zeigt, vielleicht das Interesse eines völlig neuen Publikums erwecken könnte."

Fellner meint dazu: "Der AELTCC war für uns ein großartiger Partner. Es war ein großes Privileg, im Club filmen zu dürfen, und ein tolles Gefühl, mitten auf dem Centre Court zu stehen."

Die Satzung von Wimbledon schreibt vor, dass neben den Turnierteilnehmern niemand auf dem Centre Court spielen darf. Einzige Ausnahme ist der Vorsitzende mit seinen Gästen.

Die Darsteller und die Crew-Mitglieder waren sich also sehr wohl darüber bewusst, dass es sich um eine großzügige Geste handelte, und sie hatten großen Respekt vor dem Boden, auf dem sie standen, filmten und Tennis ?spielten'.

"Wimbledon ist ein enormes Unternehmen, und ich war von seiner Organisation ehrlich beeindruckt", erklärt Loncraine.

"Nur zwei Wochen im Jahr wird es lebendig, und dann sieht nicht nur die ganze Welt zu. Es finden daneben viele Aktivitäten statt.

Wir kamen hier während des Finales an, und es war so viel los, dass ich kaum wusste, wohin ich die Kamera halten sollte. Es fühlte sich riesig an, und wir wollten nicht wie Zwerge dastehen.

Daher trafen wir bewusst die Entscheidung, unser Wimbledon im Film auf ein kleineres Areal zu beschränken, und zwar auf den älteren Teil, und davon auch nur ein kleines Stück."

Da der All England Club ein privater Club ist, mußste ein Teil des Terrains, das Loncraine im Film verwenden wollte, nachgebaut werden.

Das betraf vor allem die Umkleideräume, weil nur Mitgliedern der Zutritt zu den echten Kabinen erlaubt war. Cash meint: "Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass unsere Umkleidekabinen ein bisschen schöner waren."

Die Filmemacher mußsten stets besondere Vorkehrungen treffen, wenn sie auf dem Boden von Wimbledon filmten. "Die wichtigste Sicherheitsmaßnahme war, die Ausrüstung der Crew zu schützen", erinnert sich Eddie Seagal, der Platzwart vom AELTCC.

"Normalerweise wäre das für uns unvorstellbar gewesen, die Ausrüstung und die vielen Leute auf dem Platz zu haben. Das gesamte Equipment wurde auf Brettern installiert, um das Gewicht besser verteilen zu können. Das hat gut geklappt.

Einige Getränke durften nicht auf dem Rasen getrunken werden, um nicht das Gras zu beschädigen. Auch Essen war auf dem Platz nicht erlaubt, um abends keine Füchse anzulocken.

Dies war eine Gefahr, da uns die täglichen Dreharbeiten davon abhielten, die elektronischen Zäune um die Plätze aufzubauen, wie wir das normalerweise nach den Meisterschaften tun."

Seagal und die Organisation waren mit der Folgsamkeit der Crew sehr zufrieden und stellten fest, dass die Crew den Rasen fast im ursprünglichen Zustand verlassen hat.

All diese besonderen Herausforderungen hielten Darsteller und Crew-Mitglieder für mehr als gerechtfertigt, um an diesem außergewöhnlichen Platz filmen zu können.

Der Schauplatz flößte Kirsten Dunst Erfurcht ein. Sie sagt: "Ich war ein Jahr zuvor schon in Wimbledon, und wir saßen in der Queens Box. Es gab Erdbeeren mit Sahne und alles, was das Herz begehrt. Es war ein riesiges und aufregendes Ereignis.

Wir hatten großes Glück, dass wir einen Fuß auf den Platz setzen durften. Dieser Ort strahlt so viel Prestige aus, und gleichzeitig ist es dort wunderschön und sehr ruhig."

Austin Nichols erinnert sich, wie er diesen Traditionen während des Turniers 2003 von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand: "Ich hatte einen Ausweis mit dem Aufdruck ?Working Title Films' und dachte, ich könnte so einfach zum Centre Court gehen, um mir das Match anzusehen.

Also habe ich meinen Ausweis gezeigt. Die Ordner sahen mich an und sagten so etwas wie ?Das ist ja schön und gut, aber Sie können nicht rein.'

Schließlich habe ich einen Typen gefunden, der mich reinschmuggelte, damit ich mir zumindest einen Satz ansehen konnte. Aber ich wurde sofort wieder raus geworfen, als die Kartenbesitzer zurückkamen.

Es herrscht eine strenge Organisation. Alles ist gepflegt und sieht hinreißend aus. Wimbledon ist ein sehr besonderer Ort, und es war eine Freude für uns alle, dort drehen zu dürfen."

Um sicherzustellen, dass die Spiele die Kraft und Erregung ausstrahlen, die der legendären Umgebung gebühren, sollte Cash jeden Punkt choreographieren.

Er agierte wie ein Tanzlehrer, der jede Bewegung der Spieler vorführte, damit ihm die Schauspieler folgen konnten. Er sagt: "Das Endspiel der Männer in unserem Film war nur ein nachgeahmtes Finale, dennoch war es wahrscheinlich das ultimative Tennis-Match.

Es hat alles: Die ganze Spannung, das Hechten der Jungs nach dem Ball, ihr Gleiten ins Netz an den Pfosten entlang und sensationelle Gewinner."

"Jeder Schlag und jeder Punkt im Spiel wurde vorher genau festgelegt", sagt Loncraine. "Wir gingen wie bei einer Actionszene vor. Es stand fest, dass wir die Ballwechsel nicht unterbrechen würden.

Das wäre auf Kosten der Spannung gegangen, was wir nicht wollten. Wir verzichteten auf die Steadicam-Kameratechnik. Sie erweckt zwar den Eindruck einer sehr flüssigen Bewegung, aber ich wollte etwas Stabileres haben.

Letztendlich haben wir einen Kran mit einer 160-Meter-Reichweite auf einer Seite des Centre Courts installiert. Jeder Ballwechsel war choreographiert, und der Kran war unser Hauptwerkzeug, das von weiteren Kameras unterstützt wurde."

Um seine Visionen von einem Tennisspiel umsetzen zu können, verließ sich Loncraine vor allem auf seinen Kameramann Darius Khondji. Der Regisseur sagt: "Darius ist einer der großartigsten Kameramänner auf der Welt.

Ihn für unseren Film zu begeistern, war ein echter Gewinn. Es klingt wie ein Klischee, aber ich mag an Darius, dass er mit Licht malt.

Auf einem Tennisplatz gibt es sehr viele Gegensätze von Licht und Schatten. Wir konnten den Centre Court nicht ausleuchten, dafür war er zu groß. Aber wir konnten Lichtquellen entfernen."

Um das zu erreichen, wurden große Seidenbahnen und Schwarz-Verdunkelungen gefertigt, die in der Lage waren, das gesamte Areal des renommierten Tennisplatzes abzudecken.

Monteure, die normalerweise auf Yachten und Ausstellungen arbeiten, wurden engagiert, um Drähte über den Platz zu installieren, an denen Seidenbahnen und Verdunkelungen angebracht wurden, die mit einem elektronischen Fernbedienungssystem verbunden waren.

Khondji konnte so jeden Teil des Platzes und der Tribüne je nach Wunsch abdecken. Dadurch entstand ein kontinuierliches Licht: Die Seidenbahnen schwächten die Helligkeit der Sonne ab und warfen gleichzeitig einen Schatten über die Zuschauer.

Auf diese Weise konnte er jeden Tag das gleiche Licht erstellen, unabhängig davon, wie wenig oder viele Wolken den britischen Himmel bedeckten.

Die Dreharbeiten zu "Wimbledon - Spiel, Satz und...Liebe" dauerten 15 Wochen. Sie begannen im Juli 2003, und allein sieben Wochen waren nötig, um an Originalschauplätzen in Wimbledon zu drehen.

Gefilmt wurde überwiegend auf drei Plätzen, darüber hinaus wurden auf dem Centre Court die Aufnahmen von Peter Colt eingefangen, der während der Wimbledon Championships 2003 gegen Jake Hammond antrat.

Anschließend spielte Tim Henman gegen den französischen Qualifikanten Michael Lodra. Die Reaktionen der Zuschauer und der tägliche Ablauf des Turniers wurden ebenfalls mitgefilmt, so auch die Szene mit Schiedsrichter Alan Mills, der Bettany und Nichols für ihr letztes Match auf den Platz begleitet.

"Es war herrlich auf dem Centre Court zu drehen, wenn dort nur wir Schauspieler und die Crew-Mitglieder anwesend waren", witzelt Paul Bettany.

"Aber wenn die echten Spieler dazukamen, war das sehr einschüchternd, ja fast schon ehrfürchtig. Ich meine, da sind die Zuschauer, die gerade ein Meisterschaftsspiel gesehen haben, und dann komme ich daher und schlage meinen imaginären Tennisball.

Es ist ein außergewöhnlicher Ort, und ich bin damit aufgewachsen, mit meiner Familie jedes Jahr die Spiele anzusehen."

Sowohl Bettany als auch Nichols waren von den Dreharbeiten auf dem Centre Court sehr eingeschüchtert. Bettany erklärt: "So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt. Der Lärm macht einen fast taub. Es war ein unglaubliches Gefühl.

Austin und ich mußsten uns zur gegenseitigen Unterstützung umarmen. Meine Beine wurden weich und ich habe mich nach der Aufnahme der Szene auf den Stuhl gesetzt und dachte, ich sei nicht mehr fähig, jemals wieder aufzustehen.

Es ist mir unbegreiflich, wie diese Leute weitermachen können und ein Spiel mit fünf Sätzen spielen. Es war wirklich beeindruckend."

Nichols fügt hinzu: "Ich ziehe meinen Hut vor den Spielern, die da rausgehen können. Sie erbringen zwei oder drei Stunden lang eine unglaubliche Leistung vor den Zuschauern.

Es ist Wahnsinn. Das Spiel selbst ist wie ein Kampf der Giganten. Wimbledon ist wie eine Arena - eng und voll. Es fühlte sich so an, als wäre man ein Gladiator."

Bettany weiter: "Beim Tennis geht es um zwei Kontrahenten, die gegeneinander antreten. Es gibt kein Team von zehn Männern, sondern man ist auf sich allein gestellt. Es ist unglaublich aufregend, und es hat etwas Sauberes an sich.

Eine gewisse Ritterlichkeit ist auch dabei. Tennis ist ein wunderbarer Sport zum Zusehen. Ich habe mein Bestes gegeben, um dem Rechnung zu tragen."

Noch größere Authentizität bekam der Film durch Linienrichterin Pauline Eyre, die nach16 Meisterschaften bereits ein alter Hase in Wimbledon ist.

Sie instruierte die Darsteller, die die Linienrichter spielten, und gemeinsam mit den Schauspielern standen sogar echte Ballmädchen und Balljungen auf dem Platz.

Und was ist mit der unbedeutenden Tatsache, dass die echten Tennisbälle einfach fehlten? Die Filmemacher verließen sich auf die Kompetenz der Firma Moving Picture Company, die für alle Szenen mit visuellen Effekten verantwortlich war.

"Hauptteil unserer Arbeit war es, die Tennisspiele zu verbessern", erklärt der Visual Effects-Leiter Richard Stammers.

"Im Grunde genommen bestand die Arbeit aus zwei Bereichen: Die Bearbeitung der Zuschauermenge, und die Computeranimation der Tennisbälle für die von den Schauspielern imitierten Ballwechsel.

Darüber hinaus mußsten die Flugbahnen einiger echter Tennisbälle für einen dramatischeren Effekt digital verändert werden."

Durch den Gebrauch von Bewegungskontrollen und Bluescreen-Elementen konnte das Visual Effects-Team zusätzliche und real unmögliche Kamerabewegungen hinzufügen, wie etwa die Aufnahme aus der Perspektive eines geschlagenen Tennisballs, der über den Platz beschleunigt wird und kurz bevor der Gegner ihn zurückschlägt, seinen Flug verlangsamt.

"Das letzte Match des Films dauert ungefähr 14 Minuten", merkt Richard Loncraine an. "Wenn Sie wollen, ist das unsere ?Verfolgungsjagd im Auto'.

Der Film steuert darauf zu, und deshalb mußs es sich auszahlen. Daher war es vollkommen gerechtfertigt, so viel Zeit dafür zu investieren.

Jeder gab sein Bestes, und die Szene führt alle Elemente des Films zusammen: Die Lovestory, das Drama und den Wettkampf.

Ich glaube, wie alle guten Romantikkomödien, zeigt auch unser Film das Leben auf eine stilisierte Weise, so wie wir es uns gern erträumen. Es war für uns alle nicht leicht, aber am Ende fügte sich alles zusammen."

Produzent Eric Fellner fasst zusammen: "Ich denke, es ist eine gelungene romantische Komödie, gepaart mit der Spannung eines Underdog-Tennisspielers, der schon etwas über seinen Höhepunkt hinaus ist und versucht, eine Meisterschaft zu gewinnen.

Es gibt also ein bisschen von allem: Action, Romantik und Komik. Was will man mehr?"

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