2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Hintergrund •

Titel Deutschland: 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 7. April 2005
Laufzeit Kino: 89 Minuten, FSK 12



Inhalt Die Familie eines Nazitäters, 60 Jahre nach Kriegsende. Längst ist die Wahrheit über die Vergangenheit des Vaters aktenkundig, aber unter seinen Verwandten wird sie beschönigt, geleugnet und verdrängt - mit all der Leidenschaft, zu der nur Familienbande fähig sind.

Diese Tatsachen nimmt sein jüngster Sohn, der Filmemacher Malte Ludin, zum Ausgangspunkt einer schmerzlichen filmischen Auseinandersetzung mit den Legenden, die in der Familie über den Vater kursieren. War er ein Held und Märtyrer oder ein Verbrecher?

Auf einmal sind alle bereit zu reden: Die Schwestern, Schwager, Nichten und Neffen ...


Darsteller & Stab Darsteller: Dokumentarfilm

Stab:Regie: Malte Ludin • Produktion: Iva Svarcová für Svarcová Filmproduktion / HR / SR / SWR / Arte • Drehbuch: Malte Ludin • Vorlage: - • Filmmusik: Werner Pirchner, Hakim Ludin • Kamera: Franz Lustig • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Iva Svarcová, Malte Ludin • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Dokumentarfilmer Malte Ludin hat ein intimes und doch beispielhaftes Filmdokument entstehen lassen, ein hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie. 60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben noch immer eine brennend kontroverse Rolle.

film-dienst 07/2005: Der Filmemacher Malte Ludin macht sich auf die Suche nach Spuren seines Vaters, der 1947 als NS-Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt wurde. Sein Film offenbart allerdings weniger die Vergangenheit als vielmehr die Einflüsse dieser Vergangenheit auf die Kinder- und Enkelgeneration, die mit ambivalenten Gefühlen auf das Enigma des Vaters reagieren, zwischen Verdrängung, Anklage und der Sehnsucht nach Entschuldung. Ein beeindruckendes binnenfamiliäres Psychogramm, das zeigt, wie unlösbar deutsche Identitäten mit dem Holocaust verbunden sind.


Hintergrund Hanns Ludin wird bereits in der Weimarer Republik berühmt, weil er in der Reichswehr für Adolf Hitler konspiriert. Nach 1933 steigt er schnell zum SA-Obergruppenführer auf. Ihm werden der Blutorden und andere hohe Weihen des Nazistaates zuteil. 1941 schickt ihn Adolf Hitler als Gesandten in den "Schutzstaat" Slowakei. Als "Bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches" soll er dort die Interessen Berlins durchsetzen: vor allem die "Endlösung". Nach dem Krieg wird Hanns Ludin von den US-Amerikanern an die Tschechoslowakei ausgeliefert, 1947 zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Filmplakat
Szenenfoto
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