Nobody Knows

Produktionsnotizen

Die Produktion dauerte von Herbst 2002 bis Sommer 2003 und schloss damit den Kreis der im Film behandelten vier Jahreszeiten. KORE-EDA schnitt den Film noch während er drehte; er entwarf also die Struktur für die folgende Jahreszeit, indem er mit gerade fertig gefilmten Szenen arbeitete. Sein Anliegen war es, eine sehr vertrauensvolle und kommunikative Atmosphäre mit seinen jungen Amateur-Schauspielern zu schaffen.

Er drehte die Szenen in chronologischer Reihenfolge, wodurch die physische und emotionale Weiterentwicklung seiner jungen Darsteller parallel zur filmischen Erzählung verlief. Obwohl KOREEDA schon in seine Vorgängerfilme dokumentarische Techniken eingearbeitet hatte, erlaubte ihm die Struktur und Dramaturgie von NOBODY KNOWS noch freier mit den Stilmitteln umzugehen und sich vom typischen Rahmen und Aufbau eines Spielfilms zu entfernen.

KORE-EDA entwirft mit der Beobachtung seiner jungen Schauspieler in einem klaustrophobisch kleinen Appartement in Tokio eine facettenreiche Studie der Emotionen. Die minutiöse Darstellung lässt viel Raum für die kleinen Details im Leben der Kinder: ein Spielzeug-Piano, quietschende Sandalen, ein Becher Instant-Nudeln oder eine Packung Schokolade. KORE-EDAS Ziel war es nicht nur, die abgeschottete Welt der zurückgelassenen Kinder zu illustrieren, sondern vielmehr allgemein die Sanftheit und Schönheit der Kindheit zu zeigen.

Als sorglose Mutter der Kinder engagierte KORE-EDA eine Newcomerin im Kinofilm-Bereich, den Fernseh-Star YOU. Für den Soundtrack des Films verpflichtete er das Pop-Duo ?Gontiti?, deren simplen Gitarren- und Ukulele-Melodien die Welt der Kinder widerspiegeln. Sänger Tate Takako, der einen kurzen Auftritt als Mini-Markt-Verkäufer hat, singt das bewegende Schlusslied "Jewel".

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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