Katze im Sack

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Titel Deutschland: Katze im Sack
Titel USA: -
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 7. April 2005
Laufzeit Kino: 86 Minuten, FSK 16



Inhalt Als die Kellnerin Doris zurück in ihr Zugabteil kommt, sitzt dort auf einmal Karl ? und stört. Der smarte Draufgänger platzt nicht nur in ihr Abteil und später in ihre Karaokebar, sondern auch in ihre seltsame, voyeuristische Affäre mit dem alternden Sicherheitsfachmann Brockmann, denn als Doris in Leipzig aussteigt, entscheidet sich Karl spontan ihr zu folgen.

Obwohl aneinander interessiert, bleiben Karl und Doris gefangen in ihren unnahbaren Rollen und keiner lässt die Katze aus dem Sack. Dabei haben beide nichts zu verlieren, außer einer ungewöhnlichen Wette. Und die führt bis ans Ende einer abenteuerlichen Nacht voller betrunkener Karaokesänger, sexlüsterner Schwestern, fürsorglicher Zuhälter und unerfüllter Sehnsüchte ...


Darsteller & Stab Darsteller: Christoph Bach (Karl), Jule Böwe (Doris), Walter Kreye (Brockmann), David Scheller (Sandro), Andrea Cleven (Nele), Dirk Borchardt (Zuhälter), Thorsten Michaelis (Barkeeper Roy), Laura Charlotte Syniawa (Neles Schwester)

Stab:Regie: Florian Schwarz • Produktion: Alexander Bickenbach für Filmakademie Baden-Württemberg / Hessischer Rundfunk / Arte • Drehbuch: Michael Proehl • Vorlage: - • Filmmusik: 2Raumwohnung, Slut • Kamera: Philipp Sichler • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Corinna Sy • Schnitt: Florian Drechsler • Kostüme: Christian Röhrs • Make Up: Fabian Römer • Ton: Thomas Knop • Ton(effekt)schnitt: André Kraml • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Das Spielfilmdebüt Katze im Sack von Regisseur Florian Schwarz ist tatsächlich ein Film für alle, die keine Liebesfilme mögen.

Rüdiger Suchsland (Der Tagesspiegel 24. Januar 2005): Florian Schwarz gewann den Drehbuchpreis für seinen mit nur 80.000 Euro produzierten Noir-Thriller Katze im Sack. Dabei war das komplizierte Script noch der schwächste Teil an einem märchenhaften Film, der vor allem visuell, mit herausragender Kamera, gutem Schnitt und Musik sowie seinen Darstellern ? der aus dem Fernsehen bekannte Walter Kreye endlich einmal im Kino ? überzeugt. Der Film verknüpft unter ständigen Perspektivwechseln das Schicksal von drei Personen, die sich in einer Nacht in Leipzig begegnen. Es geht um Einsamkeit, Grenzüberschreitung, vielleicht auch Sehnsucht. Katze im Sack ist jederzeit richtiges Kino, das sich von aller Fernsehästhetik gelöst hat, und schon durch seinen Mut, mit Konventionen zu brechen, Spaß macht. Im Einzelnen nicht ohne Fehler, ist das Ganze ein großer Wurf.

Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 15. April 2005): Mit seinem düsteren Debütfilm Katze im Sack hat der Nachwuchsregisseur Florian Schwarz eine respektable Visitenkarte abgeliefert. (...) Als kraftvolles Filmdokument des Zeitgeistes atmet Katze im Sack in jeder Szene die Melancholie der Jahrtausendwende-Generation und die Stagnation der Schröder-Ära.

film-dienst 08/2005: Ein düsterer Film noir, der unter ständigen Perspektivwechseln die Verlorenheit seiner Protagonisten beschreibt, ohne gesellschaftspolitische Analysen anbieten zu wollen. Überragende Darsteller, eine überzeugende Kameraarbeit, sinnliche Eleganz und der Mut zu Pathos und Übertreibungen machen den Film zum Erlebnis.

Hans Schifferle (Süddeutsche Zeitung 25. Januar 2005): Der Film ist eine Art Leipzig-Noir über Getriebene der Nacht mit einem tollen Walter Kreye als kaputten, Karaoke singenden Security-Mann. (...) Hier ist der Wille zu einem düster-romantischen Kino festzustellen, im Gegensatz zu all den pädagogischen Feelgood-Filmen.

Florian Schwarz: Katze im Sack ist ein Film über Sehnsucht. Über die konkrete Sehnsucht nach dem begehrten Anderen. Aber auch über die diffuse Sehnsucht nach dem kleinen bisschen Glück auf der manchmal einsamen Strecke des Schicksals. Diese Sehnsüchte sind die verborgenen Triebfedern der Geschichte des Films.

hamburg:pur: Katze im Sack zeigt, wie gut deutsches Kino sein kann: rau und heftig, gleichzeitig aber auch geistreich und witzig. Richard Linklater würde wohl sagen: sophisticated.

Welt am Sonntag: Ein neuer Star erblickt das Licht der Leinwand: Christoph Bach - die deutsche Antwort auf Robert de Niro.

Der Tagesspiegel, Berlin: Jederzeit richtiges Kino. Ein großer Wurf.

Frankfurter Rundschau: Cooler Noir-Thriller mit Mut zum Pathos.

Franka Potente: Ein besonderer Film mit tollen Darstellern.

Filmplakat
Szenenfoto
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