Das Goebbels-Experiment

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Das Goebbels-Experiment
Titel USA: -
Genre: Dokumentarfilm
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 14. April 2005
Laufzeit Kino: 112 Minuten, FSK 12



Inhalt Joseph Goebbels (1897 ? 1945) hat den NS-Staat als Markenzeichen überlebt. Sein Name steht noch heute weltweit für hemmungslose, zynische und zumindest zeitweise erfolgreiche Propaganda. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Goebbels-Vergleichen, mit denen aktive Politiker als besonders üble Hetzer und Polemiker gebrandmarkt werden sollen.

Aber das Leben des Joseph Goebbels ist schillernder und beunruhigender, als es die gängige Zuordnung als Propaganda-Genie oder ?Reichslügenbold? nahe legt.


Darsteller & Stab Sprecher: Udo Samel, Kenneth Branagh

Stab:Regie: Lutz Hachmeister • Produktion: Lutz Hachmeister für HMR Produktion / Spiegel TV / ZDF / BBC Storyville • Drehbuch: Lutz Hachmeister, Michael Kloft • Vorlage: - • Filmmusik: Hubert Bittmann • Kamera: Hajo Schomerus • Spezialeffekte: - • Ausstattung: - • Schnitt: Guido Krajewski • Kostüme: - • Make Up: - • Ton: - • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Lutz Hachmeister (Regie, Buch) und Michael Kloft (Buch, Recherchen) zeigen erstmals in einer abendfüllenden Kino-Dokumentation, wie sich Joseph Goebbels von seinen Anfängen als radikaler ?völkischer Sozialist? bis zum Selbstmord mit Frau und Kindern ständig neu inszenierte und ?erfand?. Der Film bringt den Zuschauern die Karriere eines modernen Medien-Politikers dabei auf ungewöhnliche Weise nahe - verzichtet wird auf jeden Kommentar; nur Joseph Goebbels selbst spricht aus seinen Tagebüchern, die er von 1924 ? 1945 ununterbrochen und exzessiv führte. Es entsteht so das faszinierende Psychogramm eines Mannes, der hochtourig zwischen Weltschmerz, Wehleidigkeit, Vernichtungswut und politischer Extase hin- und herschwankte.

film-dienst 08/2005: Obwohl der Film eine Fülle selten, teilweise auch unbekannter Archivaufnahmen zugänglich macht, wird er seinem Thema nicht gerecht. Die Aufbereitung tendiert zu sehr Richtung Fernsehkonventionen, wobei die sonore Stimme des Schauspielers Udo Samel, aber auch die unentwegt raunende Musik das behauptete Wagnis torpedieren. Nur selten stellen sich assoziative Freiräume ein.

Angelika Rausch (Rhein-Zeitung 15. April 2005): Michael Kloft montiert zum großen Teil bislang erstaunlicherweise unveröffentlichtes Bildmaterial und Passagen aus den Tagebüchern des Propagandaministers zu einem facettenreichen und entlarvenden Porträt des radikalen 'völkischen Sozialisten'.

Filmplakat
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Foto 'Bayerische Staatsbibliothek München' © 1994 - 2010 Dirk Jasper