Die Dolmetscherin

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Titel Deutschland: Die Dolmetscherin
Titel USA: Die Dolmetscherin
Genre: Thriller
Farbe, UK, 2005

Kino Australien: 4. April 2005
Kino Schweiz (D): 14. April 2005
Kino Deutschland: 21. April 2005
Kino Österreich: 22. April 2005
Kino USA: 22. April 2005
Laufzeit Kino: 128 Minuten, FSK 12



Inhalt Wer für die Vereinten Nationen arbeitet, ist zur Geheimhaltung verpflichtet. Das weiß auch die UN-Dolmetscherin Sylvia Broome. Doch als sie zufällig Zeuge eines Mordkomplotts wird, mußs sie handeln: Um einen Putsch herbeizuführen, wollen skrupellose Politiker einen hohen afrikanischen Regierungsvertreter ermorden lassen.

Auch Sylvia schwebt in akuter Lebensgefahr, denn ihr Wissen bleibt den prominenten Attentätern in den Reihen der UNO nicht lange verborgen. Geschockt wendet sich die junge Frau an das FBI, das den Agenten Tobin Keller auf den brisanten Fall ansetzt. Aber als Keller die Hintergründe des brisanten Falles beleuchtet, gerät Silvia selbst ins Zwielicht - ist sie Opfer oder womöglich selbst in die Verschwörung verstrickt?

Silvia und Tobin verwickeln sich in ein packendes Spiel um gegensätzliche Weltanschauungen und persönliche Geheimnisse - während sie in einem Wettlauf mit der Zeit die Gefahr einer dro-henden internationalen Krise abwenden müssen, bevor es zu spät ist ...


Darsteller & Stab Darsteller (Rolle / Synchronsprecher): Nicole Kidman (Sylvia Broome / Petra Barthel), Sean Penn (Tobin Keller / Tobias Meister), Catherine Keener (Dot Woods / Martina Treger), Jesper Christensen (Nils Lud / Wolfgang Condrus), Yvan Attal (Philippe / Patrice Luc Doumeyrou), Sydney Pollack (Pettigrew / Klaus Sonnenschein), Earl Cameron (Edmund Zuwanie), Eric Keenleyside (Rory Robb), George Harris (Kuman-Kuman), Michael Wright (Marcus)

Stab:Regie: Sydney PollackProduktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Kevin Misher • Drehbuch: Charles Randolph, Scott Frank, Steven Zaillian • Vorlage: Story von Martin Stellman, Brian Ward • Filmmusik: James Newton Howard • Kamera: Darius Khondji • Spezialeffekte: John Stifanich (Supervisor) • Ausstattung: Jon Hutman (Szenenbild), Steven Graham, W. Steven Graham, Zack Grobler, Tom Warren, Dan Yarhi (Art Directors), Beth A. Rubino (Set Dekorator) • Schnitt: William Steinkamp • Kostüme: Sarah Edwards • Make Up: Felice Diamond • Ton: Nico Louw • Ton(effekt)schnitt: Michael Babcock • Stunts: Jery Hewitt (Koordinator) •


Filmkritiken Dirk Jasper FilmLexikon: Regisseur Sydney Pollack ('Jenseits von Afrika') und die Erfolgsproduzenten Tim Bevan und Eric Fellner gönnen ihrem Publikum keine Atempause: Die Dolmetscherin ist knallharter politischer Zündstoff mit Starbesetzung! Superstar Sean Penn ermittelt zusammen mit Oscarpreisträgerin Nicole Kidman in einem mysteriösen Mordfall: Das erste Mal gemeinsam vor der Kamera!

Angelika Piller (Rhein-Zeitung 22. April 2005): Sydney Pollack ist nach einigen Misserfolgen endlich wieder als Regisseur - und auch in einer kleinen Nebenrolle - auf die Leinwand zurückgekehrt. Und wie sehr der Schöpfer des Meilensteins "Die drei Tage des Condor" (1975) sein Thriller-Handwerk noch beherrscht, beweist er mit seinem straff und schnörkellos inszenierten Film Die Dolmetscherin, den er als erster Regisseur an Originalschauplätzen im Gebäude der Vereinten Nationen verwirklichen konnte. Sydney Pollack verzichtet auf gekünstelte visuelle Effekte ebenso wie auf laute Schießereien und krachende Verfolgungsjagden. Ein Höhepunkt ist eine handwerklich perfekte Parallelmontage, die alle Protagonisten zusammenzieht und so dem Zuschauer näher bringt - das ist selten in einem Film dieser Gattung. Die Art der Inszenierung mag konventionell sein, in ihrer handwerklichen Tradition ist sie indes wohltuender als manch anderes aufgeblasenes Film-Spektakel. Die Geschichte ist ohne viel Informationsballast entwickelt und bleibt schnell und geradlinig. Mag es manchmal nicht ganz schlüssig sein, das Fehlen von Längen und die beiden von den Oscar-Preisträgern Nicole Kidman und Sean Penn hervorragend gespielten Protagonisten garantieren spannende und im derzeitigen Kino selten so gesehene Unterhaltung.

Martin Wolf (Spiegel Online 18. April 2005): Man merkt der Dolmetscherin an, dass insgesamt sechs Autoren am Drehbuch herumgedoktert haben. Das Ergebnis ist - wie viele Uno-Resolutionen - ein fauler Kompromiss. Zwischen Krimi, Beziehungsdrama und gutgemeinter politischer Bildung verliert Die Dolmetscherin den Faden. Dafür leuchtet die Hauptdarstellerin umso mehr. Nicole Kidman, 37, sehe so jung aus wie lange nicht, schwärmte der Kritiker der Zeitschrift 'Variety' nach 120 Minuten Recherche im Kinosessel: Ihr Haar erinnerte ihn an "maisfarbene Fäden", und ihre Haut strahle wie "die Farbe des Mondes". Ob Zuschauer oder Statist: Wer bei diesem Anblick einschläft, ist selbst schuld.

film-dienst 08/2005: Sydney Pollacks Inszenierung kann zwar herausragende Darsteller vorweisen, doch bleibt der Polit-Thriller weit hinter älteren Leistungen wie 'Die drei Tage des Condor' zurück. Die Handlung ist gewollt verwickelt, löst sich dann aber in einem banalen Ende auf; die Chance, die politische Brisanz des Stoffes auszuloten, bleibt ungenutzt, und auch die Liebesgeschichte entwickelt sich nur halbherzig.

Filmplakat
Szenenfoto
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