xXx 2 - The Next Level

Produktionsnotizen

Eine neue Folge, eine neue Arena "Wir haben die Attitüde von xXx (xXx - Triple X, 2002) geliebt - und wir haben es geliebt, den Film zu drehen", sagt der Produzent Neal H. Moritz, "und das Publikum scheint den Film auch gemocht zu haben. Also haben wir uns entschlossen, einen zweiten Teil zu drehen, der mit der gleichen Attitüde daherkommt, obwohl er sich auf anderem Terrain bewegt als das Original."

Der von Rob Cohen inszenierte erste xXx avancierte weltweit zu einem Blockbuster - Cohen war an xXx2: THE NEXT LEVEL als Ausführender Produzent beteiligt. Ebenfalls wieder mit von der Partie ist der Produzent Arne L. Schmidt.

"Anstatt die Handlung wieder in Übersee anzusiedeln, haben wir uns diesmal entschlossen, daheim zu bleiben", fährt Moritz fort. "Wir entschieden uns für die Hauptstadt unserer Nation als Handlungsort, weil sie einen starken und zeitgemäßen Hintergrund abgab."

"Gleichzeitig mit dem Aufpolieren und Auffrischen des Konzepts begannen wir auch unsere Suche nach einem neuen xXx-Agenten für das zweite Abenteuer", ergänzt Moritz. "Dabei achteten wir ebenfalls wieder auf den Geist des Originals, und als wir über einen neuen Helden nachdachten, fiel uns ein Name ein, der diesen Geist perfekt verkörpern würde: Ice Cube."

Der neue Agent Darius Stone sollte auf der Straße aufgewachsen sein und über militärische Erfahrungen verfügen - solche Qualitäten hatte Ice Cube bereits in Filmen wie Boyz'N the Hood (Boyz'N the Hood - Jungs im Viertel, 1991), Three Kings (Three Kings, 1999) oder All About the Benjamins (All About the Money, 2002) gezeigt.

Der erfolgreiche HipHopper, der längst auch zu einem gefragten Filmstar geworden ist, war begeistert von der Idee, in die Rolle des xXx zu schlüpfen. "Ich bin ein großer Fan des ersten Films", gibt Ice Cube zu.

"Die Stunts waren unglaublich. Ich saß im Büro von Neal H. Moritz und sprach mit ihm über ein anderes Projekt, als er mir den Trailer von Teil eins zeigte. Ich erinnere mich daran, schon damals gedacht zu haben: ?Verdammt, ich hätte xXx spielen sollen!'"

"Es gibt nicht viele Schauspieler, die mit einem echten Sinn für die Gesetze der Straße gesegnet sind, der für diese Rolle nötig ist, und gleichzeitig die Fähigkeit haben, mit den Stunts klarzukommen", sagt Moritz. "Cube ist in Topform. Er liebte es, die Actionsequenzen zu drehen, und er sieht fantastisch darin aus."

Samuel L. Jackson kehrt in der Rolle von Augustus Gibbons zurück, jenem knallharten NSA-Agenten. Der Schauspieler gibt zu, dass ihn der Gedanke gereizt hat, bei einem zweiten Auftritt die finsteren Seiten seiner Figur Gibbons herauszuarbeiten.

"Ich habe Gibbons immer als eine Art Rebellen gesehen, der Teil der Regierung ist", sagt Jackson. "Er glaubt an das, was er tut, aber er wird immer als Außenseiter betrachtet.

Die Tatsache, dass er diesen Geheimdienst so führt, wie er es für richtig hält, fasziniert mich an ihm. Vielleicht liegt das an meinem eigenen rebellischen Naturell."

Ebenfalls wieder auf der Besetzungsliste steht Michael Roof, der das umtriebige Gadget-Genie Toby Lee Shavers spielt. Diesmal allerdings bleibt er nicht nur eine Randfigur, sondern spielt auch seinen Part bei den Schießereien und Abenteuern.

"Toby spielt natürlich weiter mit den technischen Gadgets herum", sagt der gelernte Stand-up-Comedian Roof, der mittlerweile zum gefragten Schauspieler avanciert ist.

"Aber er nimmt auch aktiv an der Mission teil und bekommt seine Chance, mit den Jungs an die Front zu ziehen. Ich mußste fahren, schießen und mich in das Computersystem des Verteidigungsministeriums einhacken. Ich bin echt total böse!"

Der Regisseur Lee Tamahori, der zuletzt das jüngste James-Bond-Abenteuer Die Another Day (Stirb an einem anderen Tag, 2002) inszenierte, erwies sich als perfekte Wahl für den neuen xXx-Teil.

Er hat nicht nur seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt, selbst komplizierteste Actionsequenzen und Stunts im Griff zu haben, er hat darüber hinaus die Gabe, die bestmögliche Performance aus seinen Schauspielern zu kitzeln, wie er in Filmen wie The Edge (Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund, 1997) oder Once Were Warriors (Die letzte Kriegerin, 1994) gezeigt hat.

Tamahori erklärt, dass ihn - neben der Grundkonstellation des Films - die Entscheidung der Produzenten gereizt hat, xXx2: THE NEXT LEVEL in den USA anzusiedeln. Das derzeitige politische Klima in den USA machte die Geschichte des Films nur plausibler.

"Ich mochte die Idee, Sam Jacksons Figur beizubehalten und ihn mit einem neuen Agenten zu konfrontieren", sagt Tamahori. "Für mich war das ein wunderbar origineller und reizvoller Zugang, das xXx-Franchise fortzuführen.

Ich war außerdem von der Tatsache begeistert, dass der Schauplatz, sozusagen die Action-Arena, sich fundamental von dem des Originals unterscheidet. Diesmal haben wir es mit einer uramerikanischen Geschichte zu tun, bei der die Bösen in den Korridoren der Macht sitzen."

Neben den beiden Hauptdarstellern engagierten die Filmemacher eine eindrucksvolle Riege von Schauspielern für die zentralen Nebenrollen, die Darius entweder zur Seite stehen oder ihm das Leben schwer machen.

Nona Gaye (The Matrix Reloaded - Matrix Reloaded, 2003) stellt Lola dar, Darius' bauernschlaue Ex-Geliebte, deren gut florierender Auto-Handel eine wichtige Rolle für den Erfolg von Darius' Mission spielen wird.

Scott Speedman, Hauptdarsteller aus Underworld (Underworld, 2003) und dessen in Kürze folgendem Sequel Underworld: Evolution (2005), übernahm die Rolle des jungen, ambitionierten FBI-Agenten Kyle Steele, dessen Jagd auf Darius zu einigen unerwarteten Allianzen führt.

Der Schauspiel-Veteran Peter Strauss (bekannt aus der TV-Serie "Rich Man, Poor Man" - "Reich und Arm", 1976) wurde als willensstarker US-Präsident Sanford besetzt, und der für Shadow of the Vampire (Shadow of the Vampire, 2002) und Platoon (Platoon, 1986) zweifach Oscar®-nominierte Willem Dafoe spielt den Part des Verteidigungsministers George Deckert, des formidablen Beraters von Präsident Sanfords.

Die Rolle des Power-Players der US-Regierung, der versteckt seine eigenen Pläne verfolgt, gab Dafoe die Möglichkeit, einen komplexen Charakter darzustellen, dessen wirkliche Loyalitäten ihn in direkte Opposition zu dem Präsidenten stellen, dem er eigentlich dienen sollte.

"Meine Figur vertritt eher die Ansichten eines Politikers als die eines Generals", sagt Dafoe, "und er glaubt, dass mit der Führung des Landes, das er so sehr liebt, gerade etwas mächtig schief läuft.

Vor diesem Hintergrund - und mit den Ressourcen, über die er verfügt - tut er das, was seiner Meinung nach richtig ist, um die Regierung auszuwechseln."

Aber trotz seines unorthodoxen Zugangs zu dem Problem sieht sich Deckert nicht als subversiv an. "Ganz im Gegenteil", ergänzt Dafoe. "Er betrachtet sich als Patriot, der daran glaubt, dass ein Regierungswechsel die einzige Lösung ist."

Für Ice Cube war die Gelegenheit, mit Schauspielern wie Jackson und Dafoe zu arbeiten, ein weiterer reizvoller Aspekt an xXx2: THE NEXT LEVEL. "Sam ist einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler, und ich habe seine Karriere von Anfang an verfolgt", sagt er.

"Es war toll festzustellen, dass die Arbeit mit ihm ein reines Vergnügen ist - es war, als hätten wir unser Leben lang nichts anderes getan."

Und zu Dafoe gibt Cube zu Protokoll: "Er ist einer der besten Schauspieler da draußen. Ihn in unserem Film zu haben war ein unglaublicher Gewinn. Er ist das Goldkind in einer fantastischen und talentierten Gruppe von Darstellern."

xXx lässt Washington, D.C. erbeben Nachdem die Besetzung feststand, mußste sich der Regisseur Lee Tamahori einer neuen Herausforderung stellen: den Dreharbeiten einer Story, die in Washington, D.C. spielt - zu einer Zeit, in der die Sicherheitsmaßnahmen der USA nach den tragischen Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001 besonders streng sind.

Die Dreharbeiten in der Nähe nationaler Monumente oder gar in Regierungsgebäuden stellten Tamahori und seine Crew vor ernste praktische Probleme.

"Im Capitol einer Nation zu drehen ist fast unmöglich", gibt der Produzent Arne L. Schmidt zu Protokoll. "Die Lastwagen mit dem Material müssen untersucht werden, das Equipment gecheckt werden - alles findet nur unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Man darf keine Helikopter oder Flugzeuge für Luftaufnahmen einsetzen. Vom logistischen Standpunkt aus war unser Film, der nun mal zum größten Teil in Washington, D.C. spielt, einfach zu kompliziert."

"Also", fährt Tamahori fort, "haben wir uns entschlossen, nur wenige Szenen vor Ort zu drehen und große Teile des Capitols und anderer Regierungsgebäude in den Studiohallen nachzubauen. Das hört sich teuer an, aber als wir es präzise geplant hatten, stellte sich diese Methode als sehr kosteneffizient heraus."

Und Schmidt bekennt, dass die Produktion jede Sekunde der Dreharbeiten wirklich effizient geplant hat. "Die Rekonstruktion des Kongresses war relativ einfach, denn die Basis-Dimensionen des Gebäudes sind leicht zugänglich, und es existieren zahllose Zeichnungen und Fotos der verschiedenen Gebäudeteile.

Wir haben den Hauptraum des Kongresses in Originalgröße nachgebaut, die Halle mit den Statuen und die Rotunda. Und zwar sehr authentisch. Das komplette Set ist über 135 Meter lang und neun Meter hoch.

Es sah so toll aus, dass uns die Macher der TV-Serie ?The West Wing' ansprachen, ob sie den Nachbau des Hauptraumes nicht für ihre Dreharbeiten kaufen könnten", ergänzt er nicht ohne Stolz.

Der Produktionsdesigner Gavin Bocquet stellte sich den Herausforderungen, die ihm das Skript präsentierte - nachdem er gerade die Arbeit an George Lucas' finalem Teil der Star Wars-Abenteuer, Star Wars: Episode III - The Revenge of the Sith (Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith, 2005), beendet hatte.

Bocquet war besonders von Tamahoris Vision angetan, eine zeitgemäße Schlacht buchstäblich vor der eigenen Haustür zu schaffen. "Lee suchte nach einem Weg, einen Actionfilm in die stilisierte Welt der Spionage anzusiedeln und gleichzeitig einen so zeitgemäßen Thriller wie möglich daraus zu machen", sagt Bocquet.

"Weil wir nicht an so vielen Schauplätzen in Washington drehen konnten, wie wir gern wollten, planten wir einen Film, in dem wir mit einer ausgefeilten Mischung aus Sets, Miniaturen, Green-Screen-Aufnahmen und Computer-Effekten die benötigten Stadtansichten und deren Umgebungen konstruieren konnten."

Alles in allem drehte das Team nur an zwei Tagen in Washington. Am ersten Tag wurde die Szene aufgenommen, in der Präsident Sanford eine Rede am Fuße des Lincoln-Memorial-Denkmals hält.

Außerdem wurde das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Darius und Charlie im Reagan Center vor Ort gedreht. Alle anderen Szenen, darunter sämtliche, die in und am U.S. Capitol Building spielten, wurden allein durch filmische Magie geschaffen.

Das Innere der Capitol-Rotunda und deren Hallen wurde nach den vorliegenden Plänen und Fotos relativ originalgetreu nachgebaut, während die äußeren Treppen des Capitols eine Kombination aus Kulissen und computergenerierten Bildern vor der Green Screen waren.

Diese Aufnahmen entstanden an der Westküste der USA auf dem Studiogelände Playa Vista in der Nähe von Los Angeles, wo die Produktion die meiste Zeit verbrachte.

"Das Innere der Rotunda im Capitol war eine der größten Herausforderungen für uns", sagte Bocquet. "Sie ist eine nationale Ikone und bisher nur in wenigen Filmen als Kulisse genutzt worden.

Wir fuhren nach Washington und schauten uns alles genau an, wozu wir Zugang hatten, sammelten Archivmaterial, Pläne, Notizen - sämtliches Referenzmaterial, das wir finden konnten.

Aber das echte Capitol hat nicht die Räume, Korridore und Treppenhäuser zur Verfügung, die wir für unsere Actionszenen brauchten. Also haben wir schließlich das Innere unseres Capitol-Gebäudes selbst gestaltet."

Die Zuschauer und selbst jene, die sich im Capitol auskennen, werden sich nach Ansicht von Bocquet an den kleinen Veränderungen schwerlich stören.

"Selbst die Menschen, die im Capitol arbeiten, werden nicht bemerken, wie wir die Dimensionen, Größen, Farben und das Innere des Gebäudes verändert haben", ist er sich sicher.

Eine der kniffligsten Aufgaben bei der Gestaltung der Rotunda war, dass das Drehbuch eine Szene vorsah, in der nach der gewalttätigen Entführung des Präsidenten ein großes Loch in die Wand gesprengt werden mußste.

Dieses Design wurde für das Art Department ebenso wie für das Stunt Department unter der Führung des erfahrenen Stuntkoordinators R. A. Rondell (Van Helsing - Van Helsing, 2004; The Matrix Reloaded) zu einer bemerkenswerten Herausforderung.

"Wenn es um Stunts und Special Effects geht, haben wie eine Faustregel: immer drei bauen", erläutert Bocquet. "Wir haben das Originalset gebaut und dann noch eines, das wir über Nacht reparieren konnten, falls wir die Szenen mehrmals drehen mußsten.

Der Special Effects Supervisor John Frazier hat eng mit mir und dem Art Department, mit dem Regisseur und dem Stuntkoordinator zusammengearbeitet, damit wir entscheiden konnten, was genau wir bauen mußsten und wie schnell dies für den Dreh einer zweiten Explosion repariert werden konnte."

Glücklicherweise funktionierte die Szene schon bei der ersten Explosion. Die Stuntmen, die mit Drahtseilen an Gestelle geschnallt waren, flogen quer durch den Raum, und Brocken des künstlichen "Betons" schlugen präzise im Aufnahmebereich der vielen Kameras auf, die der Chefkameramann David Tattersall (Die Another Day) positioniert hatte. Weitere Takes wurden also nicht benötigt.

Eine weitere komplizierte Actionszene, die das Produktionsteam ebenfalls gern beim ersten Versuch in den Kasten bekam, war die feurige Vernichtung eines kampfbereiten, umgebauten Ford F150-Trucks durch einen "Tarnkappen"-Panzer.

Das Chassis des Trucks wurde auf einem speziell angefertigten Katapult montiert, das den Wagen in die Luft und gleichzeitig rückwärts schleudern sollte, wenn er von den kraftvollen Raketen des Panzers getroffen wird.

Der Special Effects Supervisor John Frazier, der für seine Arbeit an Twister (Twister, 1996) und Speed (Speed, 1994) jeweils Oscar®-nominiert wurde, konstruierte die Apparatur ebenso wie das Design des futuristischen "Tarnkappen"-Panzers, griff dafür auf den Input des Art Departments und des Stunt Departments zurück und führte einen potenziell sehr gefährlichen und spektakulären Stunt aus.

Glücklicherweise klappte der Stunt in der explosiven (und für alle Beteiligten sicheren) Form wie geplant, und es bestand kein Bedarf mehr für einen zweiten Versuch.

Die wohl größte Herausforderung für Frazier und seine Crew war allerdings der Look des "Tarnkappen"-Panzers, einer Waffe, die so hoch entwickelt ist, dass sogar die US-Army noch keinen komplett vorzeigbaren Prototypen zur Verfügung stellen konnte.

Also war es den Filmemachern und der Crew überlassen, einen Weg zu finden, diesen Panzer von Grund auf zu gestalten und zu bauen.

"Wir designten tatsächlich einen möglichen zukünftigen ?Tarnkappen'-Panzer, einen, den das Militär vielleicht in einem zukünftigen Krieg einsetzen kann", sagt Frazier.

"Wir mußsten einen leichteren Typen bauen, denn ein echter Panzer würde zu viel wiegen - über 100.000 Pfund - und den Straßenbelag darunter aufreißen.

Wir installierten den Motor eines Freightliner-Lasters und bauten diesen in das Chassis eines gebrauchten Trucks ein, nachdem wir den Kühler entfernt und das Heck verkürzt hatten.

Wir verkleideten ihn rundherum mit leichtgewichtigen ?Tarnkappen'-Platten und konstruierten einen doppelten Kanonenturm, in dem die Kanonen rotieren konnten. Die einzigen echten Panzer-Teile waren die Ketten, die wir uns von einem anderen schweren Teil besorgt hatten."

Darüber hinaus mußste der Panzer so leicht sein, dass er ins Innere des Flugzeugträgers U.S.S. Hornet geladen werden konnte, einem echten, gut erhaltenen Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg, der als populäre Touristenattraktion in Alameda, Kalifornien, steht.

Das Schiff wurde genutzt, um die Größenordnung und die Feuerkraft der geheimnisvollen Militär-Splittergruppe zu demonstrieren, und dafür wurden etliche Szenen in dessen Hangar gedreht, in dem Hunderte von Fahrzeugen sowie Waffen und Personal positioniert wurde.

Tamahori bemerkt, dass er die Dreharbeiten auf einem echten, kampferfahrenen Schlachtschiff besonders aufregend fand. "Ich habe diese berühmten, alten Schlachtschiffe schon immer bewundert, weil sie alle eine eigene Geschichte haben", sagt der Regisseur.

"Es ist erstaunlich, was auf diesem Schiff schon geleistet wurde: Es wurden von dort während des Pazifik-Einsatzes im Zweiten Weltkrieg allein 71 Kamikaze-Flieger abgeschossen. Und auch die Konstruktion ist bemerkenswert."

Eine weitere Facette des filmischen Designs, die Schauspieler und Crew gleichermaßen faszinierte, waren die vielen umgebauten Fahrzeuge, die von einem Ford Cobra Konzept-Auto, das von dem berühmten Carroll Shelby (der bereits durch das Design des Ford Mustang Cobra berühmt geworden war) gestaltet wurde über eine ganze Brigade hochgetunter SUVs bis hin zu einem einzigartig gestalteten alten Bekannten, dem 1967er GTO, reichten.

Joel Marrow, seines Zeichens Chef der Transportabteilung bei Revolution Studios, war als Transport-Koordinator für den Film zuständig und überwachte die Kreation und den Gebrauch der umgebauten Fahrzeuge.

Das erste Auto, das in Betracht gezogen wurde, war ein Überbleibsel aus dem ersten xXx - der 1967er GTO, der durch den ganzen Film hindurch von dessen Held gefahren wird.

Für den neuen Teil wurde der GTO allerdings noch mehr getunt und zeitgemäßer auf die Bedürfnisse zugeschnitten. "Der GTO, der in xXx benutzt wurde, war fast ein Modell vom Fließband", erklärt Marrow.

"Wir haben jetzt ein Basismodell mit viel mehr Pfiff verwendet. Als wir mit dem GTO fertig waren, war fast kein einziges Original-Bauteil mehr dran. Wir haben vier davon gebaut, so dass wir leicht innen und außen drehen konnten. Aber alle hatten diese spezielle Chamäleon-Lackierung."

Diese spezielle DuPont-Lackierung wurde angebracht, damit das Auto scheinbar seine Farbe wechselt, je nachdem aus welcher Perspektive man es betrachtet oder wie die Sonne steht.

Ein großer Teil des Designs des GTO stammte von Ted Moser's Picture Car Warehouse, einer Firma, die bereits Fahrzeuge für mehrere Filme des Produzenten Moritz gestaltet hat, unter anderem für 2 Fast 2 Furious (2 Fast 2 Furious, 2003).

Der Ford F-150-Lastwagen, den Darius und seine Truppen fahren, ist ein herkömmlicher Truck, der innen und außen umgebaut und mit einer Installation aus vergrößerten Felgen, speziell zugeschnittenen Reifen und umfangreichem Video- und Audio-Equipment aufgemotzt wurde.

Die Flotte von Navigators, Escalades und Humvees, die von Zekes Mannschaft benutzt wird, wurde ebenfalls umfangreich modifiziert, um den Fahrzeugen ein auffälliges, quasi-militärisches Aussehen zu verleihen.

Das wahrscheinlich bemerkenswerteste Fahrzeug des Films ist jedoch das futuristisch anmutende Ford Cobra Konzept-Auto, das von dem bekannten Designer Carroll Shelby für die Ford Motor Company entwickelt wurde und dem Design des originalen Cobra Mustang aus den sechziger Jahren folgt.

"Wir suchten für die Verfolgungsjagd - dem Höhepunkt des Films - nach einem superheißen Auto", erläutert Produzent Schmidt.

"Wir suchten landauf und landab nach dem ultimativen Super-Auto - und fanden es in dem Prototyp des Ford Shelby Cobra, von dem bisher nur ein einziges Exemplar existiert. Es hat einen 600-PS-Motor mit einem eingravierten Autogramm von Carroll Shelby im Motorblock."

Marrow verrät, dass die Produktion von Ford die Erlaubnis bekam, das Auto anhand der originalen Design-Pläne nachzubauen. "Wir bauten schließlich vier Versionen.

Drei kamen bei den Actionsequenzen zum Einsatz, und eine war teilweise eine Attrappe, die wir bei der Verfolgungsjagd benutzten."

Während der Gestaltung und der Konstruktion arbeiteten die Designer eng mit dem Stuntkoordinator Rondell zusammen, um die Autos so sicher wie möglich zu bauen. "Die Sicherheit war immer unsere oberste Priorität", sagt Rondell.

"Wir haben Unterboden-Platten unter den Fahrzeugen installiert, die einen Aufprall abfedern konnten und kleinere Tanks mit nur fünf Gallonen Fassungsvermögen eingebaut, um das Risiko eines Feuers zu mindern."

Die Schauspieler unterzogen sich einem intensiven Hochgeschwindigkeitsfahrtraining, damit sie den sicheren Umgang mit den Autos bei rasender Geschwindigkeit lernen konnten.

Rondell und sein Team sorgten dafür, dass die Schauspieler auf die Reaktionen der Fahrzeuge vorbereitet waren und den hochgetunten F-150-Truck manövrieren konnten, ohne dass der ausbrach oder sich gar überschlug.

"Außerdem waren ständig fünf Mechaniker am Set, die dafür zuständig waren, die Autos am Laufen zu halten", sagt Marrow.

"Wir hatten Teams für die Karosserie, die Lackierung und die Mechanik rund um die Uhr zur Verfügung - schließlich arbeiteten wir mit Autos, die eher vom Zeichenbrett als aus einem Showroom stammten."

Ice Cube und Kollegen wie Xzibit oder Michael Roof hatten das Glück, relativ viel Zeit in diesen Fahrzeugen verbringen zu müssen, und in ihren Augen waren diese Drehtage immer ein wenig wie ein Tag mit einem großem, tollen Spielzeug.

"In diesem Film haben wir die coolsten Autos, die man sich vorstellen kann", sagt Xzibit, der Rap-Star und Schauspieler, der derzeit die beliebte MTV-Show "Pimp My Ride" moderiert, in der es um das Tuning von Autos geht.

"Der Ford 150 ist unglaublich. Alles an ihm ist modifiziert. Genau so eine Kiste brauchst du, wenn du mal in den Krieg ziehen mußst."

Ice Cube war sogar manchmal ein wenig neidisch auf seinen Co-Star, der bei den Dreharbeiten ständig mit den umgebauten Fahrzeugen zu tun hatte - immerhin spielt Xzibit Zeke, einen halbkriminellen Werkstattbesitzer.

"Xzibit konnte sie alle fahren", grinst er. "Er hatte nicht nur das komplette Arsenal zur Verfügung, er durfte auch noch die schärfsten Autos fahren. Aber ich durfte mit dem GTO, dem F-150 und dem Ford-Konzept-Auto spielen. Der Cobra ist das Coolste.

Manchmal kam ich an den Set und fühlte mich wie im Paradies für Autoliebhaber. Hier stand mal ein Ferrari, dort ein Rolls Royce oder ein neuer Mustang. Es war der Hammer: Ich schaute mir diese Autos an und konnte manche sogar zu Schrott fahren."

Das Ford Cobra Konzept-Auto, ein Nachbau eines von der Ford Motor Company entwickelten Cobra, wurde während des aufregenden Höhepunktes des Filmes benutzt, in der sich Darius' Cobra mit dem futuristischen Hochgeschwindigkeitszug des Präsidenten eine Verfolgungsjagd bei einer schier unglaublichen Geschwindigkeit liefert.

Der Produktionsdesigner Bocquet überwachte das Design und die Kreation der Waggons und der Zugmaschine des Zuges in einer Studiohalle und bekam dabei wesentlichen Input von dem Visual Effects Supervisor Scott Farrar, einem Mitarbeiter der gefeierten Special-Effects-Firma Industrial Light & Magic.

Die Sequenz, in der auch ein komplexer Kampf Mann gegen Mann eine zentrale Rolle spielt, wurde unter Verwendung aller filmischen Ressourcen inszeniert - so schufen die Filmemacher das bestmögliche Ergebnis im typischen xXx-Stil.

"Als wir die Szene mit Lee Tamahori und dem Produzenten Arne Schmidt diskutierten, entschieden wir, dass wir diesen Hochgeschwindigkeitszug darin einbauen", sagt Bocquet.

"Wenn schon unterirdische Bunkersysteme und ein Präsidenten-Flugzeug existieren, warum dann nicht auch ein solcher Zug? Er könnte unter dem Capitol stehen und im Notfall eingesetzt werden, wenn der Einsatz eines Helikopters oder eines Flugzeugs nicht in Frage kommt.

Die Königin von England hat einen solchen Zug, warum dann nicht auch der US-Präsident? Wir stellten uns so was wie die Air Force One auf Rädern vor."

Diese Sequenz wurde ohne einen echten Zug, echte Gleise oder eine echte Location gedreht. Tamahori stellte sie sorgfältig und präzise getimt durch Green-Screen-Aufnahmen, computergenerierte Bilder und dem Set Design zusammen.

"Der Zug ist ein perfektes Beispiel dafür, dass man etwas, das gar nicht existiert, nach seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen zusammenbasteln kann", sagt Tamahori.

"Der Zug ?existiert'sozusagen nur in einem 3D-Sinn. Und das kann ziemlich verwirrend sein, wenn man eine solche Sequenz schneidet, denn zunächst hat man dabei nur die grüne Wand vor Augen.

Am Ende sind es die beiden wichtigsten Säulen eines Films - die Geschichte und die Schauspieler -, die es wirklich glaubwürdig machen.

Wir haben nur versucht, es so realistisch wie möglich zu machen, indem wir eine tolle Story mit rasanter Action angereichert haben - als eine Hommage an großartige Thriller wie The Parallax View (Zeuge einer Verschwörung, 1974) oder Three Days of the Condor (Die drei Tage des Condor, 1975).

Für Ice Cube bestand der Thrill an xXx2: THE NEXT LEVEL in den vielen gefährlichen Stunts, die für ihn gleichzeitig die aufregendsten Erfahrungen seines Lebens bedeuten sollten.

Ob er vom Dach eines Gefängnisses springen, mit seinem Cobra durch enge Straßen rasen oder mit einem Arsenal feuerkräftiger Waffen um sich schießen mußste -für ihn war jeder Moment ein Vergnügen.

"Ich habe den ganzen Prozess genossen, einen Film wie diesen zu machen", sagt er. "Ich durfte durchs Capitol laufen. Ich durfte Soldat spielen, und zwar in einer Größenordnung, von der ich nie zu träumen gewagt hatte.

Aber der Film ist mehr als eine Aneinanderreihung von Explosionen - er hat eine extrem spannende Geschichte, die mit mörderischer Action angereichert ist."

Produzent Neal H. Moritz bestätigt Ice Cubes Statement. "Wir haben einen Film gedreht, der dich in den Kinositz drücken und auf eine Achterbahnfahrt voller Kurven und Loopings mitnehmen wird.

Ich hoffe, dass die Zuschauer sich auf immer neue Folgen der xXx-Serie freuen werden - mit der gleichen Aufregung und Erwartung, die ich spürte, wenn ein neuer James Bond in die Kinos kommen sollte: Ich konnte es buchstäblich nicht erwarten, diese Filme zu sehen."

Szenenfoto
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