Netto

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Online-Feature •

Titel Deutschland: Netto
Titel USA: -
Genre: Drama
Farbe, Deutschland, 2005

Kino USA: -
Kino Deutschland: 5. Mai 2005
Laufzeit Kino: 90 Minuten, FSK 12




Inhalt Marcel Werner hat immer viel zu sagen - ob als arbeitsloser Experte für Sicherheits- und Stilfragen aller Art oder als sympathischer Träumer und Tresenphilosoph mit dem Hang zu realsozialistischer Country-Musik aus der Vor-Wende-Zeit.

Und er ist Vater eines Sohnes, den er so alleine erzieht, dass dieser bei seiner Mutter lebt. Doch eines Tages steht der Sohn Sebastian vor seiner Tür.

Der Fünfzehnjährige sucht Zuflucht vor familiärer Bevormundung und findet sich selbst plötzlich in der Rolle des Erziehers wieder - eine unfreiwillig komische Vater-Sohn-Beziehung mit vertauschten Rollen.

Während Sebastian seinen Vater über die neue Rechtschreibung aufklärt und ihn für Vorstellungsgespräche drillt, lamentiert Marcel endlos über richtige Personenschutzstrategien und kocht Ravioli aus der Dose.

Das wieder belebte Vater-Sohn-Verhältnis wird jedoch auf eine harte Probe gestellt, als Sebastian seiner Freundin Nora den neu gebackenen Vater vorstellen will ...


Darsteller & Stab Darsteller: Milan Peschel (Marcel Werner), Sebastian Butz (Sebastian), Stephanie Charlotta Koetz (Nora), Christina Grosse (Angelika), Bernd Lambrecht (Bernd)

Stab:Regie: Robert Thalheim • Produktion: Matthias Miegel • Drehbuch: Robert Thalheim • Vorlage: - • Filmmusik: Peter Tschernig • Kamera: Yoliswa Gärtig • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Michal Galinski, Katrin Müller • Schnitt: Stefan Kobe • Kostüme: Michal Galinski, Katrin Müller • Make Up: - • Ton: Anton Feist, Lars Ginzel • Ton(effekt)schnitt: - • Stunts: - •


Filmkritiken Christina Denz (Rhein-Zeitung 6. Mai 2005): Netto kommt beim Thema Arbeitslosigkeit ohne Pathos und falsche Kritik aus. Der Film entstand im vergangenen Jahr in 17 Drehtagen. Am Ende schafft Thalheim einen wunderbar leisen Ausblick auf das, was fünf Millionen Arbeitslose für sich womöglich schon einmal durchmachten: Ein bisschen Hoffnung bleibt doch.

Tagesspiegel: Selten war eine Versöhnung anrührender. Netto ist ein Überraschungsfilm, wie ihn die Perspektive Deutsches Kino liebt: Regiedebüt eines Babelsberger Filmstudenten, eine kleine, klare, konzentrierte Geschichte, ein leuchtend schönes, alltägliches Berlin. Und Darsteller, wie man sie nicht jeden Tag im Kino sieht.

film-dienst 09/2005: Mit einfachsten Mitteln gefilmte Vater-Sohn-Geschichte, die zwar in ihrer Darstellung eines sozialen Milieus und in der Figurenkonstallation nicht sonderlich originell ist, aber mit einem überzeugenden Hauptdarsteller als liebeswertem Loser-Vater sowie einem reizvollen Soundtrack aufwartet.

Blickpunkt Film: Zu den Highlights der Berlin-Reihe "Perspektive Deutsches Kino" gehört sicherlich Netto, Robert Thalheims spröde und dennoch herzerwärmende Vater-Sohn-Geschichte. Die improvisierten Szenen und Dialoge kommen in wundersamer Direktheit und Humor auf den Punkt.

Die Zeit: Der Idealfall eines Debüts: der wunderbare Film Netto, dessen Regisseur Robert Thalheim alles aufgreift, was im Hartz-IV-geschüttelten Deutschland so auf der Strasse und in der Luft liegt. In Netto steckt in jeder Pointe die Tragik eines ganzen Schicksals.

Saarbrücker Zeitung online: Hut ab vor Netto! Schlicht bemerkenswert, welch stimmige, präzise und einfühlsame kleine Filmperle Robert Thalheim da geglückt ist.

FAZ: Auch Robert Thalheims charmanter Netto hob sich mit seinen zauberhaften improvisierten Passagen von der Glätte der anderen Produktionen ab.

Berliner Zeitung: Netto ist ganz dicht an der Berliner Wirklichkeit. Zurecht umjubelt.

Neues Deutschland: Ein kleines Meisterstück.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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