Fateless - Roman eines Schicksallosen

• Inhalt • Darsteller & Stab • Filmkritiken • Ausführlicher InhaltProduktionsnotizen • Filmplakat im Großformat: Deutschland

Titel Deutschland: Fateless - Roman eines Schicksallosen
Titel Ungarn: Sorstalansag
Genre: Drama
Farbe, Ungarn, Deutschland, 2004

Kino Ungarn: 10. Februar 2005
Kino Deutschland: 2. Juni 2005
Laufzeit Kino: 140 Minuten, FSK 12



Inhalt Budapest 1944. Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György Köves erlebt den Abschied seines Vaters ins "Arbeitslager", die Brandmarkung seiner Person und seiner Freunde durch den Judenstern und die quälende Frage nach dem Warum. Er erlebt die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz.

György beobachtet und erlebt Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit und "... dort bei den Schornsteinen gab es in den Pausen zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war." Der Junge überlebt. Die Lager werden befreit, der Krieg geht zu Ende. György kehrt zurück nach Budapest.

Versteht man ihn? Vertraute Türen werden von Fremden geöffnet und schnell geschlossen. Kann er erzählen? Hört man ihm zu? Er kommt als Überlebender und als Fremder in seine Heimatstadt Budapest zurück.


Darsteller & Stab Darsteller: Marcell Nagy (György Köves), János Bán (Vater), György Gaszó (Herr Sütö), Judit Schell (Stiefmutter), Sára Herrer (Annamaria), György Barkó (Herr Fleischmann), Adám Rajhona (Herr Steiner), József Szarvas (Polizist), Attila Domány (Kapo), Béla Dóra (Rauchender Junge), Dániel Szabó (Moskovich)

Stab:Regie: Lajos Koltai • Produktion: Andras Hamori, Péter Barbalics • Drehbuch: Imre Kertész • Vorlage: Imre Kertész • Filmmusik: Ennio Morricone • Kamera: Gyula Pados • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Tibor Lázár • Schnitt: Hajnal Sellö • Kostüme: Györgyi Szakács • Make Up: - • Ton: Simon Kaye • Ton(effekt)schnitt: Martin Steyer • Stunts: - •


Filmkritiken Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 2. Juni 2005): Leider schwelgt die Filmmusik von Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod) allzu of in dick aufgetragenen Pathos-Tönen. dass der Antisemitismus gerade auch in Ungarn nach Kriegsende noch immer sein Unwesen treibt, verdeutlicht die eindrucksvolle Schlussszene: Da konfrontiert ein älterer Landsmann den glücklich heimgekehrten Jungen in Budapest mit der Frage, ob es denn in Auschwitz wirklich Verbrennungsöfen gegeben habe.

film-dienst 11/2005: Beflissene, aber biedere Bebilderung einer jüdischen Passionsgeschichte, die sich mit bloßer Staffage begnügt und keine Bilder findet, die das Grauen begreiflich machen könnten. Ein gerade wegen des Themas enttäuschender Film, der ästhetische Zeichen der Pietät setzt und Interesse an der Vorlage weckt.

Filmplakat
Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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