Der Herr des Hauses

Produktionsnotizen

Gib mir ein "M"! DER HERR DES HAUSES Produzent Steven Reuther, der während seiner dreißig-jährigen Karriere in der Unterhaltungsbranche etwa drei Dutzend Filme auf die große Leinwand (inklusive vier weiterer Projekte mit Oscar®-Gewinner TOMMY LEE JONES) brachte, nahm das Drehbuch zu diesem Film bereits vor drei Jahren an sich.

Wobei McLaughlin und Lobdel, die eigentlichen Autoren der Geschichte (die damit ihr erstes Hollywooddrehbuch schrieben), ihre Geschichte, deren Hauptperson ursprünglich ein FBI Agent war, in einem College in Virginia angesiedelt hatten. "DER HERR DES HAUSES zeichnet sich durch seinen klaren Handlungsort und seine großartige Idee aus - etwas, was ich zuvor noch nie erlebt hatte", merkt Reuthers an, "ich war in der Stimmung etwas Leichtes, Komödiantisches und Lustiges zu machen.

Diese Idee fand ich großartig - ein Texas Ranger wird damit beauftragt auf fünf Cheerleader aufzupassen, weil sie einen Mord beobachtet haben. Und zusätzlich mußs er sich auch noch mit einem windigen Prediger auseinandersetzen. Das ist eine totale "fish-out-of-water-story", die zusätzlich mit jeder Menge Spaß aufwarten kann."

Im Zentrum der Geschichte steht ein harter Mann des Gesetzes, der eine komplett fremde Welt betritt - nämlich die von College Cheerleadern, die alle zusammen in einem Haus leben. "Alles was man sich vorstellen mußs, ist, dass sich jemand wie Tommy Lee Jones mit fünf jungen, knapp bekleideten Frauen in einem geschlossenen Raum auseinandersetzen mußs und das Bild ist klar", sagt Schauspielerin Kelli Garner, die eine der Cheerleader spielt.

Regisseur Stephen Herek, der durch die Kino-Komödien 101 Dalmatians (101 Dalmatiner, 1996) und Bill & Ted's Excellent Adventure (Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit, 1988) bekannt wurde, fand in den Gegensätzlichkeiten eines aufbrausenden Mannes, der in eine östrogengeladene Umwelt geworfen wird das natürliche Umfeld für eine Komödie. Aber es gab noch ein anderes Element, das ihn anzog.

"Die Geschichte dreht sich auch um das Thema Töchter, Väter und Familienbeziehungen. Obwohl er an dem schlimmsten Ort gelandet ist, den er sich nur vorstellen kann, erleben wir im Verlauf der Geschichte wie ein Mann, dem über die Jahre ein Panzer gewachsen ist, sein Herz wieder entdeckt - was sein Leben verändert." Und so findet man in der Komödie DER HERR DES HAUSES auch eine tiefere Geschichte über Väter und Töchter, fügt Reuther hinzu.

"Roland Sharp ist ein Kerl, der sein Leben der Verbrechensbekämpfung gewidmet und darüber sein persönliches Leben geopfert hat. Er ist geschieden und hat eine Tochter, von der er gewissermaßen entfremdet ist. Doch im Verlauf des Films, während er sich um die fünf Mädchen kümmert, lernt er auch ein besserer Vater zu sein."

Als Reuther an der Geschichte arbeitete, kristallisierte sich immer stärker heraus, dass Roland Sharp die ideale Rolle für einen Schauspieler war, mit dem er bereits an Filmen wie JFK (JFK - John F. Kennedy - Tatort Dallas, 1991), The Client (Der Klient, 1994), Cobb (Homerun, 1994) und Under Siege (Alarmstufe Rot, 1992) gearbeitet hatte: Oscar®-Preisträger Tommy Lee Jones. "Wenn ich das Buch las, konnte ich ihn in meinem Kopf die Sätze sagen hören.

Ich wusste, wie er sie sagen würde und seine Betonung würde sie noch lustiger machen", sagt Reuther, "Tommy hat diesen wunderbaren, subtilen Humor, den er in all seinen Arbeiten mit bewegungslosem Gesicht vorbringt. Sein Sarkasmus und Witz unterstreichen dabei den komödiantischen Aspekt des Filmes. Ich habe mir einfach seine Ruhe als Gegenstück zu diesem Haufen an Lebhaftigkeit vorgestellt und mußste schon anfangen zu lachen."

Für Stephen Herek waren Jones' hochentwickelte Schauspielkünste geradezu ideal für eine Komödie. Er erkannte, dass der Schauspieler scharf darauf war sich komplett in die Rolle zu versetzen. "Er ist ein extrem geübter Schauspieler und ich glaube, dies war eine Komödienrolle, die er bisher nicht gespielt hat", sagt der Regisseur, "die Rolle, die hier am nächsten dran sind, spielte er in den Man in BlackTM-Filmen, aber mit diesem Film hat er sich sehr viel weiter hinaus gewagt, da der Humor sehr viel physischer ist."

Jones räumt ein, dass er in diesem Genre noch wenig gearbeitet hat. "In den ersten zwanzig Jahren meiner Schauspielerkarriere habe ich kaum Komödien gedreht", sagt er, "ich habe allerdings viel von Will Smith (seinem Partner) und Barry Sonnenfeld (sein Regisseur) in Men in BlackTM (Men in Black, 1997) gelernt."

"Ich glaube, die Zuschauer werden ziemlich überrascht sein, wenn sie sehen wie lustig Tommy Lee ist", sagt Christina Milian, die Anne, die Anführerin der Cheerleader spielt, "er war großartig, nicht nur auf der Leinwand, sondern auch am Set. Er überraschte uns immer wieder mit einem lustigen Witz oder seinen reizenden Albernheiten. Während der Dreharbeiten entstand zwischen uns eine ähnliche Beziehung wie zwischen Roland Sharp und den Cheerleadern im Film. Wir wurden so etwas wie seine Töchter."

"Tommy Lees Talent ist erstaunlich", sagt Schauspielerin Monica Keena, die Evie, die Gelehrteste der Cheerleader spielt. "Dadurch, dass er unsere Vaterfigur, unseren Beschützer spielt, hat er diese süßen, emotionalen Szenen gespielt, die mich fast zum Weinen gebracht haben. Immer wenn wir gemeinsame Szenen hatten, dachte ich durch ihn meinen eigenen Vater." Laut Produzentin Allyn Stewart war die Entwicklung aller fünf Cheerleader eine der echten Herausforderungen des Projekts.

"Die Hauptcharaktere waren fünf Mädchen, die sich alle untereinander unterscheiden mußsten. Während der Entwicklungsphase arbeiteten wir sehr hart daran die Charaktere der Mädchen zu schärfen", sagt Stewart, "als wir den Film dann besetzten, war alles kristallklar." "Einen Ensemblefilm zu besetzen, kann sehr kompliziert sein", stimmt Reuther zu, "wir wollten bestimmte Kontraste erzeugen, und so mußsten sie alle verschieden sein.

Das führte dazu, dass wir uns mit Dutzenden von jungen Frauen trafen. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl an Talenten in dieser Alterklasse. Viele dieser jungen Frauen, mit denen wir uns unterhielten, konnten als Nachwuchs bezeichnet werden, hatten aber längst seitenlange Lebensläufe. Ich war begeistert von dem Prozess, denn unsere Erwartungen wurden von jeder Schauspielerin übertroffen. Es war eine Frage des Selektierens, wir mußsten uns nicht bemühen überhaupt fünf geeignete Schauspielerinnen zu finden."

"Ich glaube, wir haben 200 Mädchen an den Küsten des Landes gesehen", fügt Stevens hinzu, "wir hatten unser Netz wirklich sehr weit ausgeworfen. Als wir anfingen Bewerberinnen zu treffen, begann die Essenz der Charaktere lebendig zu werden. Nachdem wir die fünf Schauspielerinnen besetzt hatten, begannen wir in Feinarbeit die Charaktere so anzupassen, dass sie jeder der Schauspielerinnen entsprachen, die wir besetzt hatten."

Als Christina Milian das Drehbuch las, identifizierte sie sich sofort mit der Rolle von Anne und freute sich riesig, als sie diese dann auch zugesprochen wurde. "Sie war die perfekte Rolle für mich weil ich als Person ganz genauso bin wie sie", sagt sie, "ich dachte, ihr Charakter trifft mich genau. Als ich mich mit dem Produzenten und dem Regisseur traf, begannen sie über die verschiedenen Charaktere zu sprechen. Ich sagte ihnen: ?Ich weiß, dass ich Anne bin. Ich mußs sie spielen.' Glücklicherweise stimmten sie zu."

Selbst wenn sie nicht gefragt hätte, sagt Stephen Herek, hätte sie Anne gespielt. "Wir haben sie als Kapitän der Cheerleadinggruppe besetzt, weil sie das wirklich ist - sehr bestimmt und sehr talentiert sowohl als Schauspielerin, als auch als Sängerin."

"Schauspielerin Paula Garces, ist nicht nur eine wirklich makellose Schönheit, sie ist auch eine unglaublich lustige Person, was den Charakter der Teresa mit einer zusätzlichen Humor-Ebene ausstattete, zumal sie als hart, gehässig und zickig angelegt ist", sagt Allyn Stewart.

"Teresa lässt sich nichts sagen und sie weiß genau, was sie will", sagt Garces (Clockstoppers (Clockstoppers, 2002), "The Sopranos"). "Sie liebt ihren Freund Antonio und ist enttäuscht, dass sie ihn nicht sehen kann, weil die Mädchen mit diesem griesgrämigen, harten Burschen an das Haus gekettet sind."

Die muntere Blondine Kelli Garner (The Aviator (Aviator, 2004), Bully (Bully, 2001)) spielt Barb, das Cheerleader, das in Roland Sharp verknallt ist. "Es war sehr süß, denn sie war sehr frech", sagt Stewart, "einige sind von Tommy Lee Jones schnell eingeschüchtert, aber von der ersten Leseprobe an flirtete Kelli mit ihm - sehr unschuldig allerdings, denn sie ist ja erst 19. Sie ist eine sehr begabte und erfindungsreiche Schauspielerin und passt großartig als Kontrast zu Roland Sharp."

Herek fügt hinzu: "Kelli kam immer mit einer Überraschung ans Set, mit einer Idee, die im Drehbuch nicht offensichtlich war, einem Blick, einer Ausdrucksweise, einem visuellen Gag. Sie war immer voll dabei." Die Rolle der Heather, einem lakonischen Charakter, wurde mit der Schauspielerin Vanessa Ferlito ("CSI: NY", Spider-Man® 2 (Spider-Man 2, 2004)) besetzt.

"Wenn man an Cheerleader denkt, denkt man nicht an jemanden wie Heather", gibt Ferlito zu, "sie ist diese spirituelle, aufgeschlossene Frau. Sie hat Tattoos. Sie ist in ihrer eigenen Art feminin, natürlich und voller Selbstvertauen." Abgerundet wurde das fröhliche Cheerleader-Quintett von der Schauspielerin Monica Keena.

Im umfangreichen Lebenslauf der kurvigen Madonna-Doppelgängerin findet sich der Horrorhit Freddy Vs. Jason (Freddy Vs. Jason, 2003) und ihre Rolle als streitsüchtiger Teenager Abby Morgan aus der beliebten Warner Bros.-Serie "Dawson's Creek". "Monica verlieh der Rolle der Evie diese wunderbare feminine Weichheit. Sie ist ein sehr hübsches Mädchen mit einem sanften Auftreten", sagt Herek.

"Evie ist schlau und auf ihre Art ruhig", beobachtet Monica, "sie ist mit Sicherheit die beständigste der Mädchen. Gleichzeitig ist sie neurotisch und ständig wegen irgendetwas nervös. Nur als Cheerleader ist sie in der Lage loszulassen. Ich war wirklich aufgeregt einen Cheerleader zu spielen. Ich bin in New York aufgewachsen und meine Schule hatte keine großen Sportteams. So hatte ich nie die Chance Cheerleader zu sein. Dies war dann endlich meine Gelegenheit diese Fantasie auszuleben."

Zu diesem komischen Chaos steuerte auch der König der Komödie Cedric The Entertainer seinen Anteil bei. Er spielt Percy "Pirouette" Stevens, einen Ex-Sträfling, der zum Prediger wurde. "Dabei hat er immer noch ein bisschen von der Mentalität in sich, Leute über den Tisch zu ziehen", sagt Cedric, "Percy verfügt über nützliche Informationen und seitdem er sein Leben in den Dienst des Herrn gestellt hat, denkt er, er tue das Richtige, wenn er Roland hilft Kriminelle zu Fall zu bringen."

Nachdem der Zeuge, den Roland verfolgt, eliminiert wird und die Cheerleader die einzigen Zeugen werden, erfahren wir wie Percy seinen Spitznamen "Pirouette" erhielt. "In den späten Achtzigern war Percy ein Cheerleader der University of Texas", erklärt Cedric, "er fügte allen seinen Sprüngen und Bewegungen Pirouetten hinzu, die in Texas und der ganzen südlichen Region berühmt wurden. Die Menschen legten Meilen zurück nur um ihn zu sehen. Er kann den Mädchen also ein oder zwei Dinge übers Cheerleading beibringen."

Das Pyramidenschema Wie auch ihre Kollegen hatte Keena auf der Highschool oder dem College keine Cheerleader-Erfahrungen gesammelt, etwas, was Stewart und Reuther berücksichtigten, als sie die fünf Schauspielerinnen besetzten. "Als wir diese fünf besetzten, wussten wir, dass sie alle fit genug waren, um sie schnell zu hervorragenden Cheerleadern zu trainieren", sagt Reuther, "als wir uns in Austin nach Drehorten umsahen, erkundigten wir uns auch, wer dort in der Lage sei die Mädchen zu trainieren.

Die Tatsache, dass es eine Cheerleaderschule namens Cheer Station gab, war für uns ein riesiger Vorteil." Herek hatte sich Gedanken darüber gemacht, ob es sinnvoller sei Cheerleader mit Schauspielerfahrung oder Schauspielerinnen mit sportlichen Fähigkeiten zu besetzen. "Ich habe während des Besetzungsprozesses hin und her überlegt. Wir entschieden uns gute Schauspielerinnen zu suchen und sie in ein Cheerleader-Ausbildungscamp zu stecken.

Wir stellten die Jungs Brad W. Page und C. Ladd LeBus an. Sie hatten eine Sporthalle, in der die Mädchen jeden Tag einige Stunden damit verbrachten die Figuren der University of Texas Cheerleader zu lernen." Page und LeBus hatten kurz zuvor die Cheerleader-Szenen in der Komödie The New Guy (The New Guy, 2001) betreut.

Die Baylor-Absolventen (und früheren Cheerleader) betreiben eine einmalige Firma namens Cheer Station, aus der über die Jahre 161 nationale Cheerleader-Champions hervor gegangen waren. Laut Page, begann das Duo seine eigene Karriere mit High School Leichtathletik und gründete Cheer Station 1990, gleich nach Ende seiner Collegezeit.

Was als eine private Einrichtung begann, die an drei Sportzentren in Austin Kurse anbot, erblühte zu einer Organisation mit 600 Studenten, die von ehemaligen College-Athleten unterrichtet werden. LeBus zeichnete sich gegenüber den anderen Cheerleadern dadurch aus, dass er als Amerikas erster männlicher Cheerleader in einem nationalen Pokalwettbewerb gegen 365 Mitbewerber antrat und gewann.

Nachdem das Duo an Bord war, heuerten sie einige frühere University of Texas-Cheerleader an, um sicher zu gehen, dass die Figuren auch authentisch waren. Eine der risikoreicheren Figuren war das Markenzeichen der Universität - die zweieinhalbfach hohe Pyramide. LeBus bezeichnet die zweieinhalbfache Pyramide als "das legale Limit für College Cheerleader-Kunststücke", und beschreibt sie als eine gewaltige Figur, bei der "ein Mädchen auf der Schulter eines Mannes steht und ein weiteres Mädchen auf ihr.

Es sieht aus, als ob drei übereinander stehen, aber da es nur ein halber Körper ist, wird es zweieinhalbfach genannt." "Wir haben die Pyramiden tatsächlich gebildet", bestätigt Garner, "in den drei oder vier Wochen Cheerleading-Boot-Camp trainierten wir fünf Stunden am Tag, zwei mit einem Personal Trainer und drei Stunden im Cheerleader Camp. Es war wirklich hart. Uns wurde eine Diät verordnet, was ziemlich schwer für mich war, denn ich liebe es zu essen.

Am ersten Tag saßen wir auf dem Boden und die Trainer zeigten uns alles, was wir lernen würden. Ich dachte, sie seien verrückt. Aber wir haben es geschafft. Wir sind auf die Pyramide rauf gekommen, hoch in die Luft und wir mußsten auf einem Bein balancierend jubeln und verschiedene Posen einnehmen. Wir haben sogar einen Korbwurf gemacht, bei dem vier Jungs ihre Arme greifen, dich in die Luft werfen und dich dann wieder auffangen. Wir haben das alle sehr genossen."

Herek war von der Energie beeindruckt, die seine Schauspielerinnen an den Tag legten, um ihre Figuren zu lernen und wie effektiv sie darin waren. "Wir begannen buchstäblich mit der Basisarbeit und arbeiteten uns dann zu den akrobatischen Kunststücken hoch," erinnert er sich, "alles in Allem machten die Mädchen 99 Prozent dessen, was auf der Leinwand zu sehen ist selbst."

Milian, die von sich sagt, dass sie sich vor Höhen fürchtet, war genauso skeptisch wie ihre Kolleginnen, als es zum ersten Mal los ging. "Ich hatte gedacht, wir hätten Stunt-Doubles, also war ich etwas nervös, als ich merkte, dass dem nicht so war", gibt sie zu, "aber dann habe ich es einfach gemacht."

"Christina hatte einige Musikvideos gemacht, sie hat ein ziemlich gutes Rhythmusgefühl und sie war trainiert", sagt Page, "dennoch war ich erstaunt, dass sie nach nur vier Wochen Training in der Lage war ausgedehnte Kunststücke und ineinander übergehende Kunststücke ausführen zu können, die sonst nur Elite-Athleten schaffen. Ihr Partner hat sie in eine halbe Drehung geworfen und hielt sie dabei mit einer Hand. Dieses Manöver beherrschen selbst einige der aktiven UT-Athleten nicht."

"Als sie das erste Mal feststellten, dass ich in meinem Ansatz sehr konservativ bin", fügt LeBus hinzu, "entschied ich mich langsamer zu machen, damit sie sich wohl fühlten. Letztendlich würden sich die Mädchen über zwei Meter in der Luft befinden und auf Jemandes Hand stehen. Dafür braucht man ein großes Maß an Vertrauen.

Doch nach einem Monat beherrschten sie alle ihre Kunststücke. Sie haben sich alle in Cheerleader verwandelt, denn jedes Mal wenn sie vor einer Herausforderung standen, spornten sie sich gegenseitig an, was der Kern des Cheerleadings ist - gegenseitige Motivation."

Gegenseitige Bewunderungsgesellschaft "Diese Mädchen hatten eine Menge Selbstbewusstsein", sagt Tommy Lee Jones über seine Ko-Stars, "das ist auch gerechtfertigt da es sich aus ihrem Talent speist. Sie haben solide Schauspielerfahrung und wir waren eine Schauspieltruppe. Wir haben uns alle gegenseitig unterstützt. Es war großartig Teil dieser Truppe zu sein." "Tommy war ehrfurchterbietend", behauptet die Schauspielerin Ferlito, "er ist lasterhaft smart und unglaublich talentiert. Ich habe zugesehen, ich habe zugehört und ich habe gelernt."

Garner stimmt Ferlitos Einschätzungen zu. "Er ist ein großartiger Schauspieler, und ja, ich war zu Beginn ein wenig von ihm eingeschüchtert, teilweise deshalb weil er ein so überwältigendes Talent ist. Aber er ist auch ein richtig süßer Mann - wie ein Teddybär." Während Garners Charakter in dem Film in den Texas Ranger verschossen ist, gibt ihr Ko-Star Keena zu "ihn richtig angehimmelt zu haben, als ich noch jünger war. Also war ich unheimlich aufgeregt ihn kennen zu lernen. Ich war sehr beeindruckt.

Milians erste Reaktion darauf eine Rolle in einem Film mit Tommy Lee Jones in der Hauptrolle zu bekommen, war "Wow!", gibt sie zu und erinnert sich, "solange er in der Nähe ist, wollte ich auf den Punkt exakt sein. Wenn ich meinen Text auch nur einmal vergesse ... aber es stellte sich heraus, dass er ein cooler, wirklich geerdeter Typ ist."

Das Grosse T Für einen großgewachsenen Texaner wie Jones gibt keinen besseren Ort um vor der Kamera zu glänzen als seine Heimat - den Lone Star State Texas. Obwohl die Geschichte ursprünglich in Virgina angesiedelt war, sagt Reuther, "wussten wir, dass sie überall spielen konnte und weil Tommy Lee aus Texas stammt, wussten wir, dass wir die Geschichte umschreiben und den Hauptcharakter von einem FBI Agenten in einen Texas Ranger umwandeln konnten."

Jones hatte keine Einwände gegenüber dieser Änderung. "Ich habe den Handlungsort nicht ausgesucht, aber ich war definitiv glücklich darüber, dass es Texas wurde", lacht er, "Austin ist ein sehr entgegenkommendes Umfeld für Filmemacher. Und wir konnten uns der großen Unterstützung der University of Texas erfreuen. Sie waren sehr zuvorkommend und kooperativ - eine echte Freude für mich und die gesamte Crew."

Regisseur Hereks Alma Mater (er besuchte die UT Filmschule) erlaubte ihm ungehinderten Zugang auf ihrem ausgedehnten Campus, den 52.000 Studenten (die größte Immatrikulationsdichte der USA) in der Zeit von August bis Mai ihr Zuhause nennen. "Irgendwie war es eine Art des Nach-Hause-Kommens", sagt Herek, "aber gleichzeitig war es auch ziemlich surreal wieder auf dem Campusgelände zu sein, auf dem ich zur Filmschule gegangen bin.

Die Universität war sehr hilfsbereit. Sie hatte ihren Campus schon zuvor für Filmaufnahmen zur Verfügung gestellt, aber sie hatte noch nie zuvor die Erlaubnis erteilt auch ihren Namen und ihr Logo zu benutzen. Wir arbeiteten mit den aktiven Cheerleadern und ihren Trainern und der Footballmannschaft und sie erlaubte uns während der Football-Spiele zu filmen."

Um Reaktionen der Zuschauer einfangen zu können, waren Kameras nicht nur während eines tatsächlichen Spiel der UT Longhorns dabei, Herek inszenierte auch seine eigene Football-Action auf dem ausgedehnten Texas Memorial-Feld (choreographiert wurden die Szenen vom altgedienten Stuntman Allan Graf, der 1972 selber College-Football für die NCAA US-Champions USC Trojans spielte). Die Produktion setzte für einen dreitägigen Dreh 9000 jubelnde Komparsen auf die Tribünen.

Dazu gehörten auch die Texas Spirit-Gruppen, eine bunte Mischung aus unverbesserlichen Football-Fans, die, während sie die Longhorns anfeuern, die ungewöhnlichsten Kostüme tragen. "Wir haben die UT Cheerleader tatsächlich in ihrem Stadion, in dem sich 85.000 Zuschauer befanden, gefilmt", schwärmt Reuther, "der Prunk war gewaltig und spektakulär. Einmal die Woche machen sie eine riesige Aufriss. College-Football ist einfach erstaunlich und wir haben versucht das Gefühl dafür in dem Film zu vermitteln."

"Das UT Football-Programm ist episch", fügt Produzent Stewart hinzu, "alles was damit zu tun hat, ist fast bis zu einem olympischen Grad ritualisiert. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht das tatsächliche Football-Spiel zu filmen. Wir mußsten nur die Kameras einschalten und zusehen wie sich das Spiel entwickelt. Die Kameraobjektive beschlugen sich als die Spieler durch den Tunnel nach draußen rannten.

Es gibt 350 Band-Mitglieder, die ebenfalls in dem Film auftreten. Während des Drei-Tage-Drehs hat die Band wirklich alles gegeben was sie hat." Ein weiteres prächtiges Wahrzeichen von Austin, das Herek nutzte, war der Wohnsitz des Gouverneurs in der Innenstadt von Austin, der im Schatten eines der größten Regierungsgebäude des Landes liegt, dem turmgleichen State Capital-Gebäude an der North Congress Street.

Während Kalifornien vor Kurzem einen Schauspieler zum Gouverneur wählte, hat Texas einen Gouverneur, der an der Schauspielerei interessiert ist. Gouverneur Rick Perry hieß die Filmemacher in seinem herrschaftlichen, 1855 im griechischen Stil errichtete Herrenhaus für einen halbtägigen Dreh willkommen.

Der Politiker, der als stellvertretender Gouverneur unter Gouverneur George W. Bush diente, erlebte sein Leinwanddebüt als sich selbst an der Seite von Jones bevor der Tross der Produktion zum State Capital-Komplex zog, um dort weitere Szenen zu drehen.

"Gouverneur Perry und ich sind seit einiger Zeit befreundet", stellt Jones heraus, "ich habe Wahlwerbung für ihn gemacht, als er sich zum ersten Mal als Landwirtschaftsminister zur Wahl stellte.

Er hat am Set einen guten Eindruck hinterlassen. Er hat genau die Markierungen getroffen, er kannte seinen Text und er war gleichbleibend gut. Eins ist sicher, er hat einiges Talent für die Schauspielerei."

Andere Drehorte in Austin waren der Millennium Youth Complex (dort wurde die Szene gedreht, in der Jones seine Cheerleader-Ko-Stars zum Rollschuhfahren mitnimmt), ein Stahlwerk (wo Herek die actiongeladene Eröffnungsszene des Films inszeniert hat), und Threadgill's, ein über die Grenzen Austins bekannter Musikclub (Janis Joplin spielte hier zu Beginn ihrer Karriere), der für eine bitter-süße Szene zwischen Sharp und seiner Teenager-Tochter genutzt wurde, die von Shannon Marie Woodward ("Grounded for Life"/FOX-TV) gespielt wird, die hier ihr Kinodebüt gibt.

Die West Campus-Nachbarschaft der University of Texas war ebenfalls ein wichtiger Drehort für den Film, denn dort fand der Produktionsdesigner Nelson Coates (Antwone Fisher (Antwone Fisher, 2002), Runaway Jury (Das Urteil - Jeder ist käuflich, 2003)), was die Produktion liebevoll das "Cheer House" nannte - ein ehemaliges Bed-and-Breakfast, dessen Fassade als Haus der Studentinnenvereinigung genutzt wurde, in dem Sharp nach seinem frühreifen Quintett von Augenzeugen sucht.

"Eine der ersten Dinge, die wir tun mußsten, war das Haus zu finden", sagt Coates, ebenfalls gebürtig aus Texas und ein ehemaliger High School und College Cheerleader, "dieses spezielle Haus fanden wir an einer Ecke zwei Blocks vom Campus entfernt. Es gibt einige Häuser in der Nähe, die aussehen als ob sie Studentenverbindungen gehören könnten.

Viel wichtiger war aber, dass es auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Haus gab, das im zweiten Stock zwei riesige Glasfenster hat. Das war ideal als Überwachungsposten für Sharps Tontos, die anderen Texas Rangers, die das Sichere Haus überwachen. "Als wir das Haus endlich gefunden hatten, half uns das den Look des restlichen Films zu gestalten", fährt Coates fort.

Wenn sie nicht gerade ihre brennenden orange-weißen Cheerleader-Uniformen trugen (sie waren von der erfahrenen Kostümbildnerin Betsy Heiman aufgrund der tatsächlichen Garderobe der UT Cheerleader angefertigt worden), ärgerten und quälten die fünf Schauspielerinnen Jones' Charakter in dem häuslichen Set, "das total anders war, als die ursprüngliche Einrichtung des Hauses", so Coates.

"Die ursprüngliche Einrichtung war ein Mix aus Viktorianisch und den Zeiten Eduard VII, versetzt mit einem nachgemachten griechischen Stil. Wir haben es aufgeräumt und ihm ein stärkeres texanisches Ambiente gegeben. Für einen großen visuellen Anteil der Dreharbeiten wurde es unser Zuhause. Jeder, der das Set zum ersten Mal betrat, war begeistert von seinem Detailreichtum.

Es fühlte sich an, als ob hier Menschen lebten. Das war gut so, denn ich wollte nicht, dass es den Anschein erweckte, es sei nur ein Set. Ich wollte ihm den Anstrich des leicht Verwohnten geben. Ich habe mir Anregungen von dem geholt, was ich in der Nachbarschaft der UT gefunden habe, insbesondere im westlichen Teil des Campus, wo es eine Menge Studentenverbindungen gibt."

"Den kleinen Texas-Lampenschirm im Wohnzimmer habe ich in Fredericksburg, Texas gefunden", fährt Coates fort, "es gibt ein Texas-Kissen auf der Treppe, das ich im Museumsladen des Texas State Museums gekauft habe. Da wir im Verlauf der Geschichte soviel Zeit in diesem Set verbrachten, wollte ich in ihm subtile Anspielungen verteilen. Gleichzeitig wollte ich, dass es sich glaubwürdig und nachvollziehbar anfühlte."

Für Jones kommt die wahre Glaubwürdigkeit der Geschichte aus der Fähigkeit der Publikums "sich selbst in den Charakteren zu sehen. Väter und Töchter werden sich selbst erkennen. Junge Menschen können ihre Eltern erkennen. Eltern erkennen ihre Kinder. Wenn all dies passiert, dann werden wir einen guten Start haben. Ach ja! Ein lustiger Film ist es außerdem!"

Im wirklichen Leben hat der Schauspieler eine 11-jährige Tochter, was einer der bestimmenden Faktoren dafür war, dass er für den Film unterschrieb. "Es war eine Art Geschenk für ihn", sagt Herek, "er wollte in einem Film mitspielen, der sich sowohl an junge Frauen ihres Alters wendet als auch an ein erwachsenes Publikum."

Szenenfoto
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