Kino UK: 12. Juni 2005 Kino Deutschland: 16. Juni 2005 Kino Schweiz (D): 16. Juni 2005 Kino Österreich: 17. Juni 2005 Kino USA: 17. Juni 2005 Laufzeit Kino: 140 Minuten, FSK 12
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Schuldgefühle und ohnmächtige Wut quälen ihn, nähren seine Rachegefühle, aber auch den Wunsch, das gemeinnützige Engagement seiner Eltern fortzuführen. Bruce, Erbe eines großen Industriekonzerns, hat jede Illusion verloren. Er verschwindet aus Gotham und reist unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er Unrecht bekämpfen und jene, die von der Angst anderer leben, selbst das Fürchten lehren kann.
Wie verbrecherische Hirne funktionieren, lernt Bruce von seinem Mentor, dem geheimnisvollen Ducard. Dieser bringt ihm bei, Körper und Geist zu beherrschen, um so seinen Schwur zu erfüllen und den Kampf gegen das Böse aufzunehmen. Bald darauf versucht die mächtige Schattenliga Bruce für sich zu gewinnen. Sie wird von dem undurchsichtigen Ra's Al Ghul geführt und hat sich subversive Selbstjustiz auf die Fahnen geschrieben.
Als Bruce nach Gotham zurückkehrt, leidet die Stadt unter hemmungsloser Korruption und unkontrollierbarer Kriminalität. Wayne Enterprises, einst der Familienhort menschenfreundlicher Geschäftsideale, wird jetzt von Chefmanager Richard Earle geleitet, den der Börsengang der Firma weit mehr interessiert als ihr soziales Engagement.
Gleichzeitig mußs Bruces Freundin aus Kindertagen, Rachel Dawes, als heutige Assistentin des Staatsanwalts eine schwere Niederlage einstecken: Selbst die berüchtigtsten Verbrecher kann sie nicht hinter Gitter bringen, weil das Rechtssystem von Abschaum wie Unterweltboss Carmine Falcone unterwandert wird. Machtlos sieht Rachel zu, wie der prominente Psychiater Dr. Jonathan Crane Falcones Gangstern Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt - und dafür im Gegenzug bei seinen eigenen ruchlosen Machenschaften unterstützt wird.
Auf einige Freunde kann Bruce Wayne sich verlassen: seinen treuen Butler Alfred, Detective Jim Gordon - er gehört zu den wenigen ehrlichen Cops in Gotham - und Lucius Fox, der ihm in der Abteilung für angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises zuarbeitet. Mit diesen Gefährten kreiert Bruce Wayne sein imposantes Alter Ego: Batman, den maskierten Ritter. Mit Geschicklichkeit, Intellekt und einem Arsenal von High-Tech-Waffen tritt er an, um Gotham City aus der tödlichen Umklammerung der Unterwelt zu befreien.
Stab: • Regie: - • Produktion: Larry J. Franco, Charles Roven, Emma Thomas für Syncopy • Drehbuch: Christopher Nolan, David S. Goyer • Vorlage: Story von David S. Goyer • Filmmusik: James Newton Howard, Hans Zimmer • Kamera: Wally Pfister • Spezialeffekte: Chris Corbould (Koordinator) • Ausstattung: Nathan Crowley (Szenenbild), Peter Francis, Stuart Kearns, Paul Kirby, Simon Lamont, Steven Lawrence, David Lee, Patrick Lumb, Shane Valentino, Su Whitaker (Bauten) • Schnitt: Lee Smith • Kostüme: Lindy Hemming • Make Up: Peter Robb-King (Make Up), Tracey Wells (Frisuren) • Ton: David Evans, Stefan Henrix • Ton(effekt)schnitt: James Boyle • Stunts: - •
Andreas Borcholte (Spiegel Online 15. Juni 2005): Aus die (Fleder-)Maus! Die Voraussetzungen für den fünften "Batman"-Film waren prächtig: Ein junger, innovativer Regisseur und ein talentierter Drehbuchautor traten an, um die Comic-Figur neu zu erfinden. Wie Hollywood ihnen einen Strich durch die Rechnung machte, zeigt das tumbe Action-Spektakel Batman Begins. (...) Man mußs Christopher Nolan, dem jungen, innovativen Regisseur, vorwerfen, dass er den Verlockungen Hollywoods erlegen ist - und das 120 Millionen schwere Budget mit seinem künstlerischen Anspruch bezahlen mußste. Das Studio wiederum mußs sich die Frage gefallen lassen, warum ein Filmemacher wie Christopher Nolan gebraucht wurde, um ein Stück gesichtslose Massenware zu inszenieren. Wenn das so weitergeht, könnte man glatt eine Batman-Phobie bekommen.
film-dienst 12/2005: Die Vorgeschichte zu den bisherigen "Batman"-Filmen nimmt sich Zeit für die psychologische Motivierung seines Superhelden und zeigt, wie er für den Kampf gegen das Verbrechen rekrutiert wurde. Dabei überschreitet der Film freilich nie die Grenzen des gängigen Inszenierungsstandards, weshalb er trotz einiger versteckter politischer Spitzen allenfalls als passabler Unterhaltungsfilm gefällt.
Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 16. Juni 2005): Batman Begins ist eine erstaunlich komplexe Comic-Verfilmung und dadurch wohl inhaltlich wie optisch die stärkste in der Reihe. Zudem ist der Film bis in die kleinste Nebenrolle erstklassig besetzt. Batman ist zurück - größer, besser und stärker denn je.