The Statement

Ausführlicher Inhalt

Dombey, Frankreich 1944. Den Befehlen der faschistischen Besatzer folgend, gibt Pierre Brossard (GEORGE WILLIAMS), ein junger Offizier der Vichy-Miliz, den Befehl zur Exekution von sieben Juden.

Frankreich, im April 1992. Seit mehr als 50 Jahren befindet sich der heute 70-jährige Pierre Brossard (MICHAEL CAINE) auf der Flucht. Beschützt von ehemaligen Vichy-Kollegen sowie der katholischen Kirche, lebt Brossard im Kloster von Salon de Provence, versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit und seiner Feinde. Als er von einem Unbekannten verfolgt wird, kann sich Brossard nur retten, indem er den Mann tötet. Brossard entledigt sich der Leiche, indem er einen Unfall vortäuscht.

In Manenbaums Dokumenten, so der Name des Angreifers, findet er ein schriftliches Statement mit der Überschrift "... GERECHTIGKEIT FÜR DIE JUDEN VON DOMBEY!". Von dem Vorfall erschüttert, wendet sich Brossard an den pensionierten Kommissar Vionnet (FRANK FINLAY), einen Vichy-Kollegen, und bittet um Hilfe und um ein neues Versteck.

Währenddessen eröffnet Richterin Annemarie Livi (TILDA SWINTON) im Pariser Justizpalast die Untersuchungen für eine Anklage Brossards für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie erklärt Oberst Roux (JEREMY NORTHAM), den sie zur Unterstützung hinzugezogen hat, dass sie sich vor allen und jedem in Acht nehmen müssen, bis geklärt ist, wer Brossard all die Jahre versteckt hat. Sie ist gewillt auch die Kirche zu überführen, die als Komplize Brossard ebenfalls zu decken scheint.

Was Annemarie nicht weiß: Nach Manenbaums Versagen ist bereits ein neuer Killer - Michael Levy (NOAM JENKINS) - auf Brossards Spur gesetzt. Mittelsmann ist Inspektor Pochon (CIARÁN HINDS), der Levy Informationen über die Aufenthaltsorte Brossards gibt.

In Caunes spricht Monsignor Le Moyne (WILLIAM HUTT), Brossards Beichtvater und geistlicher Berater, Brossard für den in Notwehr begangenen Mord von jeglicher Schuld frei. Zudem gibt ihm der Gottesmann den Rat sich zu verstecken, da die Polizei dicht hinter ihm her sei. Brossard macht sich auf den Weg in ein Kloster nach Aix.

Trotz zahlreicher Hindernisse gelingt es Livi und Roux, die Untersuchungen soweit voran zu treiben, dass klar wird, dass eine geheime Verbindung innerhalb der katholischen Kirche, genannt "Les Chevaliers", Brossard deckt. Oberst Roux stattet Le Moyne einen Besuch ab, ohne jedoch wirkliche Informationen zu erhalten. Stattdessen verteidigt Le Moyen Brossard als einen Menschen, der sich einmal geirrt hat, aber ein reumütiger Christ geworden ist.

Als Manenbaums Leiche gefunden wird, wird Livi und Roux klar, dass nicht nur sie hinter Brossard her sind und er sich in Lebensgefahr befindet. Die Uhr tickt.

Livis Recherchen ziehen die Aufmerksamkeit des Staatsministerium auf sich. Minister Bertier, ein enger Freund der Familie, warnt sie vor den Untiefen dieses Falls und rät ihr aufzuhören. Aber Livi will nicht aufgeben.

Nachdem sie Beweise für die geplante Ermordung Brossards entdecken, wird ihnen auch bewusst, dass sie sich mit ihrer Ermittlung beeilen müssen. Es gilt den Flüchtigen zu finden, bevor ein weiteres Attentat verübt wird.

Annemarie, endlos frustriert von den vielen Sackgassen, in die ihre Ermittlungen führen, entschließt sich dazu, Brossards Foto zu veröffentlichen, denn sie glaubt, dass das Medieninteresse ihn dazu bewegen wird, sich zu stellen. Die Aktion schlägt fehl. Brossard wird zum Gehetzten. Die Kirchenhäuser verweigern Brossard die Aufnahme aus Angst vor der Presse und auch, weil Rom das Verbot erlassen hat, dem Flüchtigen zu helfen. Die Enthüllungen treiben Brossard immer tiefer in den Untergrund.

Nachdem man ihm in Aix den Unterschlupf verweigert, wendet sich Brossard an die einzige Person, bei der ihn niemand vermutet: seine distanzierte Ex-Frau Nicole (CHARLOTTE RAMPLING). Nicole ist über sein Auftauchen nicht gerade begeistert, erlaubt ihm aber kurze Zeit zu bleiben, vorausgesetzt, er lässt ihren über alles geliebten Hund in Ruhe.

Livi und Roux ziehen ihren Kreis um Brossard immer enger, die Spur führt ins Kloster Villafranche, wo Brossard sich mittlerweile in der Tat aufhält. In letzter Sekunde kann er entkommen. Durch seinen überstürzten Aufbruch hinterlässt er Spuren, die den Ermittlern weitere wichtige Hinweise liefern.

Brossard hofft in der Bar Mathieu wie üblich seinen monatlichen Unterhalt per Post vorzufinden und entdeckt den weiteren Verfolger - Michael Levy. Er beschließt zu handeln und folgt Levy auf die Toilette, um ihn los zu werden ... Ohne seinen Verfolger, doch verängstigter denn je, flieht Brossard zum Orden von St. Donat in Nizza.

Unter Brossards Papieren entdecken Livi und der Oberst eine Liste mit Abteien. Könnte diese Liste einen Hinweis auf Brossards nächste Aufenthaltsorte geben? Zudem finden sie eine alte Fotografie aus dem Jahr 1944, die Brossard neben einem weiteren Mann zeigt ... Zeitgleich holt sich Pochon in Paris wegen der fehlgeschlagenen Mordversuche einen argen Rüffel ein, und der "ältere Herr", der pensionierte Polizeipräfekt des Staatssicherheitsdienstes, befiehlt ihm, Brossard nun selbst zu eliminieren.

Über Kommissar Vionnet erfährt Brossard, dass sich ihr vermeintlicher Freund Pochon mit einem Pass, Flugticket und allem Nötigen, was man braucht, um eine neue Identität aufzubauen, mit ihm treffen wird. Währenddessen erfahren Livi und Roux von der Verbindung zwischen Brossard und Vionnet und lassen diesen verhaften.

Während des Verhörs gibt Vionnet zögerlich Informationen bezüglich des Treffens zwischen Pochon und Brossard preis. Fieberhaft versuchen die beiden Brossard und seinen Angreifer zu lokalisieren. Die beiden eilen zum Café, wo sich Brossard und Pochon verabredet haben, kommen aber zu spät. Pochon hat seinen Auftrag bereits erfüllt. Auf Brossards Brust heftet das Statement.

Brossards Tod ermöglicht Annemarie Livi die Festnahme Pochons sowie die Aufdeckung der eigentlichen Drahtzieher einer weitreichenden Verschwörung ...

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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