Kino USA: 29. Juni 2005 Kino Deutschland: 29. Juni 2005 Kino Österreich: 29. Juni 2005 Kino Schweiz (D): 29. Juni 2005 Laufzeit Kino: 116 Minuten, FSK 12
DVD Deutschland: 15. November 20205 Video Deutschland: - Laufzeit DVD/Video: 112 Minuten
Video bei Amazon bestellen DVD bei Amazon bestellen
Die Ferriers, eine typisch us-amerikanische Familie, genießen ihr gutbürgerliches Dasein. Es könnte immer so weitergehen. Stünden sie nicht plötzlich einem eiskalten Feind gegenüber, der keine verletzliche Seite zu haben scheint. Ist die Zeit der menschlichen Zivilisation abgelaufen?
Den Ferriers wie der gesamten Menschheit bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. Sie wissen, dass sie in den Krieg der Welten ziehen müssen. Doch sie wissen auch, dass ihre Chance, die größte Schlacht der Geschichte erfolgreich zu schlagen, verschwindend gering ist ...
Stab: • Regie: Steven Spielberg • Produktion: Kathleen Kennedy, Colin Wilson • Drehbuch: Josh Friedman, David Koepp • Vorlage: Novelle "Krieg der Welten" von H. G. Wells • Filmmusik: John Williams • Kamera: Janusz Kaminski • Spezialeffekte: Daniel Sudick (Koordinator) • Ausstattung: Rick Carter (Szenenbild), Tony Fanning, Andrew Menzies, Edward Pisoni, Tom Warren (Bauten), Anne Kuljian (Bühnenbild) • Schnitt: Michael Kahn • Kostüme: Joanna Johnston • Make Up: Jennifer Webb • Ton: Ron Judkins • Ton(effekt)schnitt: Michael Babcock • Stunts: Joey Box (Koordinator) •
Claus Ambrosius (Rhein-Zeitung 29. Juni 2005): Erfrischend ist die völlige Abwesenheit jenes nassforschen US-Patriotismus, der einige Filme dieses Genres in den letzten Jahren auszeichnete. Denn auch mit größtem Heereseinsatz ist der außerirdischen Gefahr nicht beizukommen - das Drama wird von der nationalen Tragödie zurückgeworfen auf die Hauptfigur. Die ist mit Tom Cruise nur bedingt passend besetzt: Den kernigen und etwas begriffsstutzigen Arbeiter nimmt man dem Strahlemann nicht wirklich ab, schon gar nicht in den emotionsarmen Ungeschicklichkeiten seiner deutschen Synchronstimme: Ray bleibt ein flaches Relief. Seine altkluge Filmtochter Rachel ist hingegen mit der elfjährigen Dakota Fanning sensationell besetzt: Wie sie ihren nicht allzu cleveren Vater vorführt und psychosomatische Modeerkrankungen geradezu zelebriert, hat großes Format.
film-dienst 13/2005: Freie Adaption von H. G. Wells' Roman über die Invasion aggressiver Außerirdischer. Steven Spielberg kreist einmal mehr um das Ideal amerikanischer "Familienwerte", indem er einen geplagten Vater ins Zentrum stellt, der seine Familie retten will. Der über weite Strecken sehr düstere Film teilt die kulturpessimistische Haltung des Romans, nimmt wie dieser jedoch eine positive Wendung. Von der Toleranz gegenüber dem Fremden, die frühere Filme Steven Spielbergs prägte, ist dabei nichts mehr zu spüren. Ein disparates Katastrophenspektakel, in dem beeindruckende Bilder und fesselnde Momente mit deutlichen Längen wechseln.
Daniel Haas (Spiegel Online 29. Juni 2005): Gesehen hat man bis dahin nicht nur die Erschütterung der Zivilisation, sondern des Zivilen selbst. Wie viel darf man zeigen, wie weit mußs man sich dem aussetzen? Steven Spielbergs Film beantwortet diese Frage mit schonungslosen Bildern, die zugleich pietätvoll und brutal, verrätselt und schonungslos direkt sind. Hatte Orson Welles ein derartiges Tableau im Sinn, als er in seinem legendären "Krieg der Welten"-Hörspiel von 1938 einen Reporter sagen ließ: "Ich kann kaum hinschauen, so furchtbar ist es"?