Kino USA: 11. März 2005 Kino Deutschland: 7. Juli 2005 Kino Österreich: 8. Juli 2005 Laufzeit Kino: 118 Minuten, FSK 12
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Schlimmer noch: sie mußs den Töchtern erklären, dass der geliebte Vater mit seiner sehr viel jüngeren Sekretärin nach Schweden durchgebrannt ist und nicht mehr in den Schoß der Familie zurückkehren wird. Während die Töchter versuchen, selbst mit der neuen Situation zurecht zu kommen, müssen sie von nun an auch noch die unberechenbaren Launen der Mutter ertragen.
Auch Nachbar Denny, ein liebenswürdiger aber auch irgendwie hoffnungsloser Ex-Baseball-Star, hat schon bessere Zeiten erlebt. Noch zehrt er vom Ruhm vergangener Tage und schlägt sich bei einem kleinen privaten Radiosender als eine Art DJ durch, aber auch er hadert mit seinem Schicksal.
Als Denny zufällig im Hause der Wolfmeyers vorbeischaut, ahnt er noch nicht, in was für einen Schlamassel er da hinein tappt. Denn so sehr er und Terry sich eigentlich nicht ausstehen können, so sehr scheinen sie sich auch anzuziehen. Ein Unglück kommt eben selten allein, und wer rechnen kann, weiß längst: Minus mal Minus ergibt ...
Stab: • Regie: Mike Binder • Produktion: Jack Binder, Alex Gartner, Sammy Lee • Drehbuch: Mike Binder • Vorlage: - • Filmmusik: Alexandre Desplat • Kamera: Richard Greatrex • Spezialeffekte: - • Ausstattung: Chris Roope (Szenenbild), Tim Stevenson (Bauten), Neesh Ruben (Bühnenbild) • Schnitt: Steve Edwards, Robin Sales • Kostüme: Deborah Scott • Make Up: Felicity Wright • Ton: John Rodda, Brian Simmons • Ton(effekt)schnitt: Michele Woods • Stunts: - •
Nina Jerzy (Rhein-Zeitung 7. Juli 2005): Mike Binder, Regisseur, Autor und Nebendarsteller in Personalunion, hat die Rolle der Terry seiner Hauptdarstellerin Joan Allen auf den Leib geschrieben. Die drei Mal für den Oscar nominierte Ausnahme-Mimin dankt es ihm mit einer schauspielerischen Tour de Force und füllt das Klischee der verlassenen Ehefrau mit Glaubwürdigkeit und Realismus. (...) Der Part der Terry ist jedoch Joan Allens Meisterstück. Neben allem Drama bekommt sie hier ausreichend Gelegenheit, endlich einmal ihre komische Seite auf der Leinwand auszuleben und nebenbei noch formvollendet zur Furie zu mutieren. Ebenfalls in glänzender Form präsentiert sich Kevin Costner. (...) Mit zehn extra angefutterten Kilos mehr auf den Rippen fühlt sich Kevin Costner in seiner Rolle sichtlich wohl. Sein Denny ist nicht perfekt, dafür erweist er sich aber durch seine Geradlinigkeit als der ruhende Pol der Geschichte. Mike Binder ist mit An deiner Schulter ein unaufgeregter und aufrichtiger Film über Liebe und Familie geglückt, dem lediglich der schwülstige deutsche Titel nicht gerecht wird.
Der Spiegel 27/2005: Selten zuvor wurde das Drama des Verlassenwerdens, das die Heldin zwischen Wut, Selbstmitleid und Entschlossenheit pendeln lässt und so zum Spielball ihrer eigenen Gefühle macht, auf der Leinwand so eindringlich und unbeschwert dargestellt. Dank eines lebensklugen Humors, eines feinen Gespürs für emotionale Verletzungen und großartiger Darsteller gelingt Regisseur Mike Binder einer der schönsten und reifsten Liebesfilme des Jahres.