Siegfried

Ausführlicher Inhalt

Es war eine finstere Zeit, als der Rhein sich rot färbte vom Blut der Unschuldigen, eine Zeit des Tötens und Sterbens - der Kriege und Schlachten um den sagenhaften Schatz der Nibelungen, lange vor unserer Zeit. Aber es war auch die Zeit tapferer Recken und wahrer Helden. Der Rhein hat ihrer viele gesehen, damals, von denen die Legenden noch heute berichten. Aber einer von ihnen überragte sie alle, die Tapfersten der Tapferen ...

Er, dessen Wiederkunft die Unterdrückten der Erde ersehnen bis heute, den die dunklen Mächte aber fürchten wie ihren eigenen Untergang. Der Mutigste unter den Furchtlosen, der Held der Helden, der große Sohn unseres Volkes ... Nach Jahrhunderten voller Lügen ist es nun an der Zeit, seine wahre Geschichte zu erzählen ...

Lange vor unserer Zeit: Das Rheinland liegt darnieder. Schlachten und Kriege haben es zerrüttet - über den Toten singen die Krähen ihr garstiges Lied. Das Böse hat triumphiert. Es scheint keine Hoffnung mehr zu geben ... Doch da: Ein Körbchen schwimmt den Rhein hinunter, getaucht in die ersten Strahlen der Sonne. Die heldenhafte Faust eines Babys durchschlägt den Korbdeckel machtvoll, ein junger Recke richtet sich auf.

Als er - von einem Ast unglücklich getroffen - in die Fluten stürzt, findet ihn Mime, der Schmied (Michael Brandner). Er nimmt ihn zu sich auf und umsorgt ihn wie seinen eigenen Sohn. Doch die Sache hat einen Haken: Der kleine Siegfried hat übernatürliche Kräfte und weiß nicht, wie er mit ihnen haushalten soll. Der Haupt-Stützpfeiler von Mimes Haus steht so ungünstig im Weg, und wenn er fällt, fallen mit ihm leider auch die ganzen Wände ...

Auch andere Dorfbewohner werden Opfer von Siggis (Tom Gerhardt) Unternehmungslust. Siegfried ist zwar groß geworden, aber er sieht die Welt mit den Augen eines siebenjährigen Jungen. Und wie ein Siebenjähriger probiert er gerne alles aus. Sein Spielkamerad zu sein ist gefährlich - also bleibt als Kumpel für Siggi nur ein Schwein. Das mag ihn gerne, aber Siggi kann seinerseits nicht viel mit ihm anfangen.

So einen möchte man eigentlich gern des Dorfes verweisen - aber wie nur? Siggi ist bei allen Katastrophen, die er anrichtet, so unendlich liebenswert und gutmütig, dass man daran verzweifeln möchte. Da kommt es mehr als gelegen, als Siegfried im Wald eine wunderschöne junge Frau (Dorkas Kiefer) entdeckt. Er ist so begeistert von ihr, wie sie umgekehrt von ihm angewidert ist.

Reichlich gesegnet von allen Dorfbewohnern macht sich Siggi auf den Weg, um seiner Liebsten zu folgen. Das Schwein folgt ihm und lässt sich einfach nicht abwimmeln. Es verweist auf seine großen Erfahrungen in Sachen Frauen. Siegfried schenkt ihm wenig Beachtung - er hat nur einen Gedanken: Kriemhild! Er ist fest davon überzeugt, dass sie in ihrer Burg sehnlichst auf ihn wartet.

Das Einzige aber, was Siegfried erwartet, ist Hass und Niedertracht. Um den lästigen Siggi samt Schwein loszuwerden (was bekanntlich nicht einfach ist), ersinnt die Schande des rheinischen Hochadels ein teuflisches Geflecht aus Klüngel, Tücke und Verrat. Wird Siggi sich aus diesem Dornengestrüpp lösen können?

Es wird ein harter Kampf, denn: Nie war das Böse so bösartig wie damals. Nur der Kühnste der Kühnen kann es mit ihm aufnehmen. Vorausgesetzt, er hat genug Schwein ...

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Dirk Jasper FilmLexikon

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