Mr. & Mrs. Smith

Produktionsnotizen

John und Jane Smith leben als Durchschnittsbürger in einem Durchschnittsvorort und führen eine todlangweilige Durchschnittsehe. Aber jeder hat ein Geheimnis, für das der andere töten würde: Mr. und Mrs. Smith sind ebenso hoch bezahlte wie hoch effiziente Killer. Und sie arbeiten für konkurrierende Unternehmen.

Aufregung kommt ins Eheleben von Mr. und Mrs. Smith, als sie den Auftrag erhalten, einander umzubringen ... Damit geht der Spaß richtig los. Denn Mr. und Mrs. Smith setzen ihre erstaunlichen Fähigkeiten ein, um ihre Ehe dem ultimativen Härtetest zu unterziehen. Das Ergebnis - das ultimative Actionspektakel!

Brad Pitt und Angelina Jolie sind die Stars von MR. & MRS. SMITH, eines Actionabenteuers voll atemberaubender Schauplätze, unglaublicher Stunts und modernster Spezialeffekte. Eine Ladung Sex nicht zu vergessen. Man könnte aber auch sagen: Der Film ist eine Komödie über ungewöhnliche Menschen mit ein paar gewöhnlichen Problemen. Doch dieses Filmspektakel hatte bescheidenere Anfänge.

Autor Simon Kinberg verfasste die erste Fassung seines Drehbuchs als Abschlussarbeit an der Columbia University Film School. ?Ich kam auf die Idee, weil ich ein leidenschaftlicher Fan von Hongkong-Actionfilmen bin,? so Kinberg, der seither auch die Drehbücher für xXx2: The Next Level und X-Men 3 schrieb. ?Diese Filme waren cool, elegant, sexy und temporeich, und all das lieferte den Anstoß und den Hintergrund für meinen ursprünglichen Entwurf.?

Während Kinberg noch nach den genauen Handlungsideen suchte, traf er gute Freunde zum Abendessen, die zum ersten Mal eine Partnerschaftstherapie ausprobierten: ?Sie erzählten mir von ihren Erfahrungen mit der Eheberatung. Für mich hörte sich das wie eine Erfahrung an, die man auf die Struktur eines Actionfilms übertragen konnte.?

Nach Fertigstellung der ersten Fassung traf sich Kinberg mit dem renommierten Drehbuchautoren und Produzenten Akiva Goldsman, der für seine Adaption von ?Beautiful Mind? einen Oscar® gewonnen hatte. Goldsman war von der Mischung aus Action, Spannung, Komödie und Romantik so angetan, dass er sich für das Projekt einzusetzen begann. ?MR. & MRS. SMITH wird angetrieben von dramatischen Missverständnissen, die zu ebenso gefährlichen wie erotischen Situationen führen,? so Goldsman.

?Statt der traditionellen Grammatik der romantischen Komödie benutzen wir Granaten und Gewehre. Dabei sind jedoch die Actionelemente der Entwicklung der Charaktere untergeordnet. Die Story handelt von Eheleuten, die einander jagen und töten sollen ? auf diese Weise müssen sie dem Partner zum ersten Mal seit Jahren wieder Beachtung schenken. Indem sie die Wahrheit über den anderen erfahren, verlieben sich John und Jane Smith wieder ineinander.?

Goldsman und Kinberg suchten einen Produzenten für das Drehbuch, hatten aber zuerst wenig Erfolg. Dann erwarben Summit Entertainment und Regency Enterprises die Rechte für das Skript und Brad Pitt stieg in der Rolle des John Smith mit ein. Zusammen mit den Produzenten wählte er Doug Liman als Regisseur aus. Liman hatte mit Go und dem aufwendigen Actionthriller Die Bourne Identität bewiesen, dass er auch schwierige Stoffe in den Griff kriegen konnte.

Die Idee seines neuen Projekts fand Liman sofort faszinierend: ?Die Bourne Identität, zelebrierte die außergewöhnlichen physischen Fähigkeiten des Helden. Deshalb war ich begeistert, dass ich mit MR. & MRS. SMITH einen Film mit einer ganz andere Aussage machen konnte: ?Du bist also ein hochtrainierter Killer ? wie toll! Jetzt sei mal sechs Jahre lang verheiratet. Das ist viel, viel schwieriger!??

?Der Film stellt eine wirklich amüsante Frage?, so Liman. ?Wie gehen Killer, die miteinander verheiratet sind, mit ihren Eheproblemen um? Die Antwort ist klar: Sie versuchen einander umzubringen.? Liman, Pitt und die Produzenten hatten schon mehrere Monate an dem Film gearbeitet, bevor Pitts Partnerin besetzt wurde. Die Rolle der Jane Smith verlangte eine Schauspielerin mit ähnlich großem Talent: Angelina Jolie.

Doch da sich die ganze Branche um die Oscar®preisträgerin (?Durchgeknallt?) reißt, war ihr Kalender Monate, wenn nicht Jahre im voraus ausgebucht. Neben ihrem Schauspielberuf hat sie auch als UNHCR-Sonderbotschafterin alle Hände voll zu tun. Unmittelbar nach Ende der Dreharbeiten zu MR. & MRS. SMITH begann sie mit einem Dokumentarfilm über die weltweite Not von Flüchtlingen, den sie selbst finanziert.

Ursprünglich sollte Jolie in einem anderen Film spielen, doch zum Glück für die Macher von MR. & MRS. SMITH wurde das Projekt in letzter Minute abgesagt, und ihre Wunschbesetzung stand zu Verfügung. Zusammen mit Doug Liman und Produzent Lucas Foster überzeugte Goldsman die Schauspielerin, dass es sich hier nicht um einen herkömmlichen Actionfilm handelte.

?Wir verbrachten einige Zeit damit, Angie zu überzeugen,? so Foster. ?Wir mußsten ihr unsere Vision des Films genau erklären. Denn in punkto Tonalität und Thema vollführt MR. & MRS. SMITH eine Gratwanderung. Schlussendlich handelt es sich um einen Beziehungsfilm. Er erzählt von dem großen Hin und Her zwischen Menschen, die zusammensein wollen, dann von den Umständen ihres Lebens daran gehindert werden, und diese Hindernisse letztlich überwinden müssen, wenn sie zusammen bleiben wollen.?

Jolie liebte die multiple Ebene des Films: ?Es gibt dramatische Szenen über Beziehungsthemen, riesige Actionsequenzen und Kampfszenen, die alles Bisherige überbieten, und dann haben wir auch echte Komödienelemente im Film. Diese Kombination ist perfekt, denn sie spiegelt das wahre Leben einer Partnerschaft wider.?

Jolie entdeckte auch mehrere Parallelen zu ihrem Alter Ego auf der Leinwand: ?Ich habe viel mit Jane gemeinsam. Deshalb habe ich durch diese Rolle viel über mich selbst gelernt. Frauen müssen spüren, dass sie auch alleine stark sein können. Aber gleichzeitig brauchen beide Geschlechter einander, denn zusammen sind sie stärker. Filme haben diesen Gedanken lange nicht mehr so thematisiert, und ich bin froh, dass ich jetzt bei dieser Geschichte mitwirken konnte.?

Durch ihr Doppelleben haben John und Jane auch kaum Freiraum, um Freundschaften zu pflegen. John hat lediglich eine halbwegs freundschaftliche Beziehung zu seinem Kollegen ?Eddie?. Eddie und John arbeiten im gleichen Beruf, aber mit unterschiedlichen Methoden. ?John und Jane agieren sehr ruhig und konzentriert, denn sie sind klassische Killer,? so Akiva Goldsman.

??Eddie? jedoch ist eine andere Art von Killer; er ist ein Rasender, steht ständig unter Strom. Es machte riesigen Spaß, diese Figur in das Spannungsfeld ihrer Beziehung zu versetzen.? Wie ihr Ehemann verfügt auch Jane nur über einen begrenzten Freundeskreis. Im Grunde kann sie sich lediglich mit ?Jasmine?, von Kerry Washington (Ray, Fantastic Four) gespielt, austauschen, einer Kollegin, die die Entwicklung von Janes Ehe missbilligt. ?Jane hat keine wirklichen Freunde,? so Jolie.

?Sie lässt niemand an sich heran, denn das würde sie verletzlich machen. Es wäre das Gefährlichste, was ihr passieren könnte ? und für einen Killer heißt das sehr viel.? Dann gibt es noch Benjamin Danz, einen untergeordneter Agenten, der in Johns und Janes wechselvollem Leben eine wichtige Rolle spielt. Mit Adam Brody holte Liman dafür einen alten Kollegen an Bord. Brody spielt die Hauptrolle in der Serie ?O.C. California,? bei deren erster Staffel Liman als ausführender Produzent fungierte.

Die Schule der Spione Pitt und Jolie wollten in ihrer Rolle als Topkiller, die nicht nur eine Vielzahl von Feuerwaffen, sondern auch tödliche Kampfsportechniken beherrschen, realistisch wirken. Deshalb besuchten sie die ?Schule der Spione?, wie es die Filmemacher ausdrückten. Die beiden Schauspieler absolvierten ein wöchentliches Schießtraining mit den Stuntkoordinatoren Mic Rodgers und Tim Trella. Als technischer Berater stand ihnen dabei auch Mark Stefanich zur Seite.

Stefanich gehörte früher zum S.E.A.L. Team Two, einer Eliteeinheit der Marine, sowie zu Team Six (auch bekannt unter dem Namen ?Dev Group?), das auf Antiterrormaßnahmen auf dem Meer spezialisiert ist. Mit diesem Background bildete er die Schauspieler für Geheimoperationen und in den Taktiken der Terrorbekämpfung aus.

?Brad und ich haben bereits Actionfilme gedreht,? erklärt Jolie, ?aber hier mußsten wir ein spezielles Training absolvieren, denn wir hatten bei unseren filmischen Einsätzen nie einen Partner. Und das ist komplett anders. Wir mußsten lernen, uns mit geladenen Pump Guns im Tandem zu bewegen, dabei die Schussbahn des anderen zu kreuzen, in Häuser zu laufen, in ein Gebiet einzudringen und es zu sichern, auf bewegliche Ziele zu schießen ? es war verrrückt, aber wir lernten einander zu vertrauen.?

?Wir begannen mit den Grundkenntnissen?, so Stefanich. ?Sie machten sich mit der Waffentechnik vertraut, trainierten die richtige Haltung, und die Bedienung einer Waffe, dann lernten sie es, sich an mehreren Zielen vorbeizubewegen und gleichzeitig darauf zu schießen.? Da die Zeit knapp war, führte Stefanich Pitt und Jolie in die reguläre Polizei- und Militärausbildung ein, anstatt sie speziell als CIA-Agenten zu trainieren.

Die Übungsstunden fanden an mehreren Wochenenden während des Drehs in Canyon Oaks statt, einer privaten Schießanlage im San Fernando Valley bei Los Angeles. ?Geheimoperationen sind per se geprägt von ständiger Bewegung und Veränderung?, so Stefanich. ?Deshalb sagten wir den Schauspielern, dass sie sich bei den Aktionen auf ihren Verstand verlassen sollten. Ein Agent mußs sich an alle Umstände anpassen und seine Taktik im nächsten Moment ändern können.?

Pitt und Jolie wurden mit den neuesten High-Tech-Waffen ausgestattet, darunter topmodernen, nicht-tödlichen Tasern und Betäubungsgewehren. Zu ihrer Ausbildung gehörte auch das Training mit einer großen Palette von Waffen von der MP 5 Maschinenpistole bis hin zu hoch entwickelten Pistolen mit Zielvorrichtung, Optiken und Spezialmagazinen. Vor der Arbeit mit Stefanich wählten sich Pitt und Jolie ihre Waffen bei Gary Tuers, einem der Requisiteure des Films, aus.

Laut Stefanich wollten die Schauspieler unter allen Umständen vermeiden, dass die Actionszenen unrealistisch aussehen: ?Am Schießstand lernten sie erst, wie schwierig es ist, ein guter Schütze zu sein. Du kannst eben nicht aus der Hüfte schießen und dein Ziel treffen, es sei denn du bist ein Weltmeister.?

Second Unit Regisseur und Stunt Coordinator Simon Crane stimmt ihm zu: ?Die Schauspieler lernten eine ganze Vielfalt von Fähigkeiten, vom Umgang mit Waffen über das Abfeuern von Raketen bis hin zum Bergsteigen. Damit alles echt wirkte, mußsten Brad und Angie ständig etwas Neues dazulernen und dabei so aussehen, als hätten sie das alles schon Jahre lang getan. Sie mußsten viele Proben über sich ergehen lassen.?

?Die Zuschauer wollen sehen, wie die Schauspieler ihre eigenen Stunts machen,? fährt Crane fort. ?Sie wollen keine Computereffekte vorgesetzt bekommen, sondern von ihren Lieblingstars unterhalten werden. Deshalb verbringe ich viel Zeit mit Proben und Tests, damit keine Gefahr für die Schauspieler besteht; dann versetze ich sie in Situationen, die brandgefährlich ausschauen.?

Action! Noch bevor er die Charaktere in ihren Einzelheiten enwarf, strukturierte Autor Kinberg seine Geschichte um die Actionsequenzen herum. Dabei fand er Parallelen zwischen der Action und dem Entwicklungsprozess einer erfolgreichen Ehe. Zu der Mischung aus Action und romantischer Komödie gehören nicht nur Feuergefechte, sondern auch Tanzszenen.

Kinberg, der sich an der ballethaften Eleganz der Hongkong-Actionfilme orientierte, schwebte eine musicalhafte Dramaturgie vor: ?Die großen, aufregenden Actionszenen dienen dazu, die Psychologie der Charaktere zu erforschen. Wenn die Figuren eines Musicals in einen Konflikt geraten oder ihre Liebe und Begeisterung eine Intensität erreicht, die sie nicht mehr in normale Dialogen fassen können, dann stimmen sie ein Lied an. John und Jane verleihen ihren Gefühlen mit einer Schießerei oder einer Verfolgungsjagd Ausdruck und zeigen damit, wo sie gerade in ihrer Beziehung stehen.?

Doug Liman, der mit den Spannungseffekten von Die Bourne Identität neue Maßstäbe für das Genre des Spionagethrillers setzte, hielt die Tanzsequenzen für eine noch größere Herausforderung als die aufwendigen Actionszenen: ?Die Tanzszenen von John und Jane Smith haben mir mehr Angst gemacht als alles andere. Und das heißt viel, denn organisationstechnisch waren die Dreharbeiten sehr kompliziert. Aber die Tanzszenen gehören zu den romantischsten ? und aufregendsten ? Momenten, die ich je auf die Leinwand gebracht habe.?

John und Jane Smith treffen sich zum ersten Mal in Bogota, Kolumbien, das gerade von einer Revolution erschüttert wird. Die Spannung entlädt sich in einem Tanz voller Geheimnis und erotischer Anziehung. Die renommierte Choreographin Marguerite Derricks arbeitete mit Pitt und Jolie, damit ihre Bewegungen so elegant und flüssig wie nur möglich wirken. ?Bei ihrem ersten Tanz führen beide,? so Kinberg.

?Manchmal er, manchmal sie; sie wetteifern miteinander. Das Ganze hat einen anynomen Charakter. Die Personen sind leicht betrunken, sie wissen nicht, wer der andere ist. Und die geladene Atmosphäre prägt auch ihren Tanz.? Nach ihrer Hochzeit entdecken die Smiths, dass es in der Liebe keine Zufälle gibt. Das Paar setzt seine lächerlichen Scharaden fort, was das Eheleben immer unerträglicher macht. Erst nachdem ihre geheimen Identitäten aufgeflogen sind, entdecken die Smiths, dass eine Ehe nur mit Liebe und Vertrauen überleben kann ? und dass jeder wissen mußs, womit sein Partner seinen Lebensunterhalt verdient.

Doch zunächst verstricken sie sich in einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel, das in einem explosiven Kampf seinen Höhepunkt findet ? einem ?Tanz des Todes?, der sich in ihrem trauten Vorstadtheim abspielt. Die Schlacht der Geschlechter führt vom Kampf in den Sex. Nachdem beide erst einander umbringen wollten, finden sie zu neuer Leidenschaft. ?In dieser Szene erleben sie ihre Katharsis. Sie lassen die Energie heraus, die sie in ihrer tödlichen Jagd aufgestaut haben?, so Kinberg.

?John und Jane verlieben sich wieder ineinander, weil sie sich zum ersten Mal Aufmerksamkeit schenken ? wirkliche Aufmerksamkeit. Sie streifen das Gespinst der Lügen ab.? ?Nachdem ihr Geheimnis enthüllt ist,? so Liman, ?sind sie freier und gleichzeitig verletzlicher. Ironischerweise fühlen sich die Charaktere ab diesem Moment sicherer, obwohl ihr Leben immer gefährlicher wird.? Im dritten Akt gibt es eine weitere große Actionsequenz, die zwar technisch gesehen keine Tanznummer war, aber genauer als alle anderen Szenen choreographiert wurde.

Die explosive Sequenz spielt sich in einem fiktiven Heimwerkermarkt ab. Das Produktionsteam drehte sie drei Wochen lang in einem leerstehenden IKEA Lagerhaus im kalifornischen Torrance. Doug Liman und Simon Crane betrieben für das entscheidende Finale einen enormem Aufwand: ?Jeder Figur wurde eine Kombination aus Kampfstilen zugeordnet,? so Crane. ?Es sieht danach aus, als würde John seinen Schlachtplan improvisieren, während Jane präziser und direkter vorgeht. Sie benutzt ein Scharfschützengewehr, während John alles wegpustet.

Wir mußsten in die Szene auch Komödienelemente einbauen, obwohl beide wie Killer wirken sollten.? Liman ergänzt: ?Bis zu diesem Punkt hatten die Smiths Probleme bei der gemeinsamen Zusammenarbeit, aber jetzt haben sie viele ihrer grundlegenden Konflikte gelöst und sie lernen es, als Team zu agieren. Es machte richtig Spaß, der gut geölten Maschinerie der Smiths bei der Arbeit zuzuschauen.?

DAs Design der SMith-Welt Das Eheleben der Smiths liegt hinter einer Wolke aus Geheimnissen, Lügen und Langeweile. Das spiegelt sich auch in ihrem Haus wider, das ein Symbol ihrer dahinsiechenden Beziehung darstellt. Es ist ein Ort von oberflächlichem Komfort und topmodernem Design, aber ohne Herz und Seele. Es ist ein Haus - kein Heim. ?Ihre Umgebung verhindert, dass sie einander wirklich kennenlernen,? so Akiva Goldsman. ?Es ist ihr wunderschöner, goldener Käfig.?

Produktionsdesigner Jeff Mann beschreibt es folgendermaßen: ?Diese Behausung ist sehr teuer, stylisch und kultiviert. Aber sie belegt nur das alte Sprichwort, dass man mit Geld kein Glück kaufen kann, nicht einmal in dieser wunderschönen Umgebung. Andererseits sollte das Haus aber auch das innere Wesen der Smiths reflektieren.? Brad Pitt war vom Design des Smith-Domizils besonders begeistert und er lud Mann, mit dem er schon bei Kalifornia zusammenarbeitet hatte, zu sich nach Hause ein, um architektonische Konzepte zu besprechen.

Mann kannte natürlich Pitts langjähriges Interesse in Kunst und Design und ließ sich von den Anregungen des Schauspielers inspirieren: ?Brads Haus lieferte mir Anhaltspunkte, was er mochte und was ihm helfen würde, in diese Rolle zu schlüpfen. Ich hörte mir seine Vorschläge genau an und wir gestalteten sie für den Film weiter aus. Unsere Diskussionen führten zu einigen interessantenVeränderungen im Set Design.?

Da John und Jane Killer sind, enhält das Haus natürlich auch viele Geheimnisse. Hinter Johns unschuldigem Werkzeugschuppen verbirgt sich ein kellergroßer Raum mit Bargeldvorräten, Raketenwerfern, Granaten und Dutzenden verschiedener Handfeuerwaffen. Janes Herd wiederum entpuppt sich als geheimes Lager für High-Tech-Waffen. Ironischerweise wissen weder Jane noch John von diesen Verstecken ... bis zu ihrem schicksalhaften Showdown im eigenen Haus.

So eindrucksvoll der Look und die Actionszenen auch waren, sie dienten doch nur der Entwicklung der Story. Die beiden Protagonisten mögen zwar hoch trainierte Killer sein, aber letztlich finden sie sich mit den gleichen Problemen konfrontiert wie andere Ehepaare auch: Langeweile, Lügen und nervtötende Routine.

?In gewisser Weise?, so Doug Liman?, nehmen wir zwei Personen mit fast übermenschlichen Fähigkeiten und versetzten sie mitten in eine Vorstadtwüste, wo sie mit dem gleichen Alltag zu ringen haben wie du und ich. Letztlich ist MR. & MRS. SMITH ein Spektakel, das eine der entscheidenden Fragen unserer Existenz variiert: Wie leben wir mit einem anderen menschlichen Wesen zusammen??

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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