Die Eisprinzessin

Produktionsnotizen

Eine Teenieaußenseiterin, die schon glaubte, sie würde niemals "dazugehören" entdeckt ihre Persönlichkeit, als sie alles auf eine Karte setzt, um sich ihren Traum vom Eiskunstlaufen zu erfüllen. Michelle Trachtenberg (BUFFY - IM BANN DER DÄMONEN) spielt den intelligenten Bücherwurm Casey Carlyle, der sein Streberinnenleben aufgibt, um eine aufregende Welt der Axel, Pirouetten, besten Freundinnen und Boyfriends zu betreten. Aber auch den gnadenlosen Wettbewerb lernt sie kennen, als sie schließlich um Medaillen läuft.

Indem sie versucht zu erreichen was ihr unmöglich erschien, setzt die früher schüchterne und linkische Casey zum Sprung in schwindelerregende Höhen an. Eigentlich versucht Casey es ja nur ihrer schwer arbeitenden, allein erziehenden Mum (Joan Cusack) recht zu machen, als sie sich für eine Physik-Hausarbeit meldet, die ihr den Weg nach Harvard ebnen könnte. Während sie auf dem zugefrorenen See hinter dem Haus ihre Kreise auf Kufen zog, träumte Casey schon als kleines Mädchen davon, Olympiasiegerin zu werden.

Jetzt ist sie furchtbar aufgeregt, für ihre Arbeit endlich die Stars der lokalen Eislaufszene kennen zu lernen. Sie hat keine Ahnung, dass damit ihr ganzes Leben ins Trudeln gerät und aus ihr das Wunderkind auf dem Eis werden wird. Erstmal bekommt sie die Chance mit dem zukünftigen Champion Gen Harwood (Hayden Panettiere) und deren berühmte, beinharte Mutter und Trainerin Tina (Kim Cattrall) zu arbeiten. Für Casey beginnt ein Abenteuer in einer Welt, zu der sie glaubte keinen Zutritt zu haben.

Sie durchläuft nicht nur einen Crashkurs in Sachen Glamour, Schweiß und Tränen sondern verliebt sich auch zum ersten Mal in Gens Bruder Teddy (Trevor Blumas), der die Eismaschine bedient. Während sie eisern trainiert, beginnt Caseys Selbstvertrauen zu bröckeln, aber die Eislaufmeisterschaften fest im Blick behaltend, findet Casey schließlich heraus, wer sie wirklich ist. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich und verwandelt sich tatsächlich in DIE EISPRINZESSIN.

Teenagerleben auf dem Eis: Über die Story Einer aktuellen landesweiten Erhebung zufolge ist Eislaufen der zweitbeliebteste Sport in den USA. Nur der Profi-Football hat mehr Anhänger. Bei den Olympischen Winterspielen ist Eiskunstlauf nicht nur beliebt wegen seiner Geschwindigkeit, Kraft und scheinbar schwerelosen Schönheit, sondern auch, weil es ein Sport ist, durch den junge, willensstarke Athleten die Chance erhalten, ihre kühnsten Träume zu verwirklichen. Es ist eine der seltenen Sportarten, in denen eine junge Frau nicht nur Champion werden kann sondern auch zur märchenhaften Prinzessin.

Aus all diesen Gründen erschien der Eiskunstlauf für Produzentin Bridget Johnson und Walt Disneys Produktionschefin Karen Glass als perfekter Hintergrund für eine Story, in deren Mittelpunkt die Verwandlung eines Teenagers in eine Eisprinzessin stehen sollte. Ihnen schwebte eine Art Aschenputtel-Geschichte vor, über ein intelligentes, aber etwas linkisches Mädchen, deren Leben als Highschoolstreberin mit dem Moment endet, an dem sie erkennt, dass in ihr das Talent zum Eislaufchampion steckt.

Dafür mußs sie aber erst einmal von diesem verrückten Plan überzeugt sein. Mit hartem Training, Selbstvertrauen und hartnäckiger Bestimmtheit wird aus ihr gegen jede Wahrscheinlichkeit DIE EISPRINZESSIN. Bridget Johnson erklärt: "Wir wollten eine Story über ein Mädchen, das alle Hindernisse überwindet, um ihren geheimen Traum auszuleben. Und die Eiskunstlaufszene erschien uns als eine Jugendsubkultur, die nur darauf wartete, auf die Leinwand gebannt zu werden.

Eislauf steckt voller schillernder Figuren, dramatischer Konflikte, extremer Selbstkasteiung und - wie jeder Sport - hat er seine kleinen, schmutzigen Geheimnisse. Außerdem ist es ein sehr präziser und schwieriger Sport. In dessen Kraft, Anmut und schiere Magie wir eintauchen wollten." Von Filmen wie FLASHDANCE und GIRLS UNITED ausgehend, wandten sich Johnson und Glass an Drehbuchautorin Meg Cabot, die bereits das Skript zur erfolgreichen Romantikkomödie PLÖTZLICH PRINZESSIN geschrieben hatte.

Auch in diesem Film wird eine Teenagerin mit einer überlebensgroßen Fantasievorstellung konfrontiert: In ihren Adern fließt königliches Blut. Cabot verpasste der Story von DIE EISPRINZESSIN ihren ganz besonderen Touch, kombinierte modernes Märchen und zeitgenössischen Humor. Autorin Hadley Davis baute dann auf Cabots Story auf und brachte ihre eigenen Erfahrungen als Teenager-Ballerina ein, um die dramatischen Konflikte und witzigen Eislauf-Typen zum Leben zu erwecken.

"Meine eigene Geschichte hat mich zu DIE EISPRINZESSIN inspiriert", erklärt Davis. "Wie Casey bin ich an einem kleinen See in New England aufgewachsen, auf dem ich an Winternachmittagen Schlittschuh fuhr. Meine ganze Leidenschaft war aber die Welt des Balletts, die der des Eiskunstlaufens sehr ähnelt. Die Mädchen, mit denen ich als Teenager im Boston Ballett tanzte, und ihre Karrieremütter, waren Vorbilder für die drei ehrgeizigen Eisprinzessinnen, deren Eltern und Trainerin Tina Harwood. Aber der zentrale Konflikt des Films hat den größten Bezug zu mir selbst.

Wie Joan Cusacks Figur im Film, sahen mich meine Eltern auf einem Nobelcollege und nicht an der Ballettstange. Sie verboten mir sogar einmal, bei einer Schulaufführung aufzutreten. Auf ihr Drängen hin habe ich das Ballett zugunsten eines Studiums an der Universität von Pennsylvania aufgegeben. Ich bereue das zwar nicht, denke aber trotzdem in regelmäßigen Abständen ?was wäre, wenn?'. DIE EISPRINZESSIN gibt Antwort auf die Frage: Was wäre, wenn ich meinem eigenen rosaroten Traum gefolgt wäre?"

Als der ausführende Produzent William W. Wilson das Drehbuch zu DIE EISPRINZESSIN las, beeindruckten ihn nicht nur der Humor und die sportliche Spannung der Story sondern ebenso ihr emotionaler Effekt - den sie auch auf Erwachsene ausübt. "Ich war sehr bewegt davon, wie jemand seinen Träumen treu bleibt, egal was kommt." Auf der Suche nach einem Regisseur sichtete Bridget Johnson über 100 Kino-, Kurz- und Fernsehfilme. Sie suchte jemanden, der die Atmosphäre realer Kürläufe mit leichter Hand und komischem Timing einfangen konnte.

Schließlich wurde sie fündig bei Tim Fywell. Der britische Regisseur hatte Kritikerlob für I CAPTURE THE CASTLE geerntet, das Porträt einer exzentrischen Familie, die in einem verwunschenen, englischen Schloss lebt. "Tim ist nicht nur sehr talentiert", lobt Bridget Johnson, "sondern teilte auch unsere Auffassung, dass der Film nicht nur jüngeres Publikum ansprechen sondern auch Erwachsene unterhalten sollte."

Fywell wusste vor dem Dreh nicht viel über Eiskunstlaufen, nahm aber die Herausforderung an: "Für mich lag die Herausforderung darin, Eislaufen lebendig rüberzubringen, obwohl ich über diesen Sport nicht viel wusste. Ich wollte das Publikum mit Michelle auf das Eis schicken, es teilhaben lassen daran wie Michelle es empfindet, durch die Luft zu fliegen. Mit innovativer Kameraarbeit ist es uns, glaube ich, gelungen, Eiskunstlaufen auf eine völlig neue Art und Weise im Bild einzufangen."

Von Vampiren zur Eisprinzessin: Die Besetzung von Michelle Trachtenberg als Casey Carlyle Im Mittelpunkt von DIE EISPRINZESSIN steht der angehende Teeniestar Michelle Trachtenberg. Für sie öffnet sich auf dem Eis eine vollkommen neue Welt, als sie sich ihres Talents bewusst wird. Nachdem Michelle in den Filmen HARRIET, DIE KLEINE DETEKTIVIN und INSPEKTOR GADGET gespielt hatte, ergatterte sie im Anschluß daran die Rolle von Dawn, Buffys mysteriöser, kleiner Schwester in der Kultserie BUFFY - IM BANN DER DÄMONEN. Mit ihrer bisher größten Rolle stellt sich Michelle Trachtenberg jetzt einer neuen Herausforderung.

Erstaunlicherweise verfügte Michelle Trachtenberg über so gut wie keine Erfahrung im Eislaufen, als sie zum Projekt DIE EISPRINZESSIN dazu stieß. Aber mit Einsatz, Übung und hervorragenden Trainern konnte sie schließlich ihre eigenen Eislaufträume in die Tat umsetzen. Sie lernte in Rekordzeit schwerelos dahin zu gleiten und Pirouetten zu drehen. Für die Filmemacher war Trachtenberg die perfekte Verkörperung von Caseys Mischung aus bezaubernder Unschuld und einer großen Portion Grips.

Damit hatte sie alle Eigenschaften, um Caseys steinigen Weg vom unsicheren, befangenen Mädchen zur selbstbewussten, jungen Frau nachzuzeichnen. Produzentin Bridget Johnson weist darauf hin, dass "Michelle echte Verletzlichkeit mitbringt, dabei aber auch wissend und zugleich bezaubernd in der Rolle wirkt. Sie besitzt eine innere Schönheit, wirkt so unverbraucht und ist dabei sehr lustig. Genau das brauchten wir für Casey. Michelle war von Anfang an unsere Eisprinzessin.

Regisseur Tim Fywell fügt hinzu: "Damit diese Story funktioniert, mußs man sich wirklich in Caseys Kopf hinein versetzen können. Man mußs ihren Erfolgskampf miterleben, ihren Wettkampfgeist, ihre Angst plötzlich berühmt zu sein und ihren Traum, ein Risiko einzugehen und etwas anderes mit ihrem Leben anzufangen. Michelle hat diese Fähigkeit und verfügt zudem über innere Wärme, eine witzige Persönlichkeit und psychologische Wahrhaftigkeit, die Casey sehr natürlich, real und eben sehr lustig erscheinen lässt.

Die junge Darstellerin konnte sofort eine Beziehung zu ihrer Filmfigur Casey aufbauen und ihrem Kampf um die eigenen Zukunft. "Das Erstaunlichste an DIE EISPRINZESSIN ist ja, dass es um ein Mädchen geht, in das sich jeder hinein versetzen kann. Da durchlebt jemand eine Erfahrung, die jeder in seinem Leben schon einmal gemacht hat. Sie tut es aber auf eine bezaubernde Art und Weise. Jeder hat doch einen vorgezeichneten Pfad im Leben, sei es von Eltern und durch die Schule.

Aber Casey trifft eine mutige Entscheidung, ihrem Herzen zu folgen, die sie auf den Weg zu mehr Selbstbewusstsein bringt. Ich wünsche mir, dass viele Mädchen den Film sehen und sich denken: Ok, Casey ist ein Risiko eingegangen und hat ihr Ziel erreicht. Ich weiß, das kann ich auch!" Trachtenberg widmete sich der Vorbereitung auf die Rolle mit einer Intensität und einem Willen, der dem ihrer Filmfigur ähnelte. "Ich wusste, dass ich viel üben sollte, aber ich hatte keine Ahnung, dass mir monatelang die härtesten Übungsstunden, Ballettunterricht und ewige Stunden auf dem Eis bevorstanden.

Ich begann bei Null und versuchte das zu schaffen, was meine Filmfigur schaffte - was auf den ersten Blick unmöglich erscheint. Aber weil ich soviel geübt habe, kenne ich inzwischen auch einige Feinheiten. Wenn ich jetzt Eiskunstlauf im Fernsehen anschaue, dann weiß ich: oh, sie hat beim Axel nicht genug an Höhe gewonnen oder: Die Fußarbeit war nicht sauber. Das ist ein echt cooles Gefühl." Eislaufdoubles absolvierten die schwierigeren Figuren, wie zum Beispiel Zwei- oder Dreifach-Sprünge. Für ihre Beherrschung braucht es Jahre intensiven Trainings, sieben Tage pro Woche, unzählige Stürze inklusive.

Trotzdem übernahm Trachtenberg einen großen Teil ihrer Eislaufszenen selbst. Darauf ist sie sehr stolz: "Ich habe Eiskunstlaufen immer gerne angeschaut und fand die Mädchen auf dem Eis wunderschön. Aber ich wusste auch, dass ich das nie können würde, weil ich eher ungelenk bin. Einmal nahm ich sogar eine Trainerstunde - es blieb die Einzige. Danach wurde ich für HARRIET, DIE KLEINE DETEKTIVIN engagiert und Schauspielen war eben schon immer meine eigentliche Leidenschaft. Wer hätte gedacht, dass Eiskunstlaufen mir noch bevorstehen würde?"

Für Trachtenberg und ihre Kollegen war es natürlich auch ein besonderer Kick, die Sportidole und Olympioniken Michelle Kwan und Brian Boitano kennen zu lernen und mit ihnen auf dem Eis zu stehen. Michelle Trachtenberg erinnert sich: "Ich war davon überzeugt, dass es mir schrecklich peinlich sein würde, weil sie so eine großartige Läuferin ist. Aber sie war so unglaublich süß. Wir trafen uns auf dem Eis, als Michelle gerade ihre Dehnübungen absolvierte.

Sie drehte sich um und sagte: Man sieht ganz genau, dass du dich auf dem Eis wohl fühlst und du wirkst ziemlich gut und natürlich! Oh, mein Gott: Hat gerade Michelle Kwan mir ein Kompliment über meine Eislaufkünste gemacht?!" Auch Regisseur Fywell lobt Trachtenbergs Enthusiasmus in Sachen Eiskunstlauf: "Sie hat sich der sportlichen Seite der Geschichte unglaublich gewidmet. Es stellte sich heraus, dass Michelle wie Casey eine natürliche Eleganz auf dem Eis besitzt und dank des harten Trainings auch ziemlich gut wurde."

Eislaufkoordinator Jamie Isley stimmt ihm zu: "Meine Lieblingsmomente bei der Arbeit an DIE EISPRINZESSIN waren der erste und der letzte Tag mit Michelle. Am ersten Tag kam sie und hatte nur ein paar Mal zuvor auf dem Eis gestanden. Ich nahm sie an die Hand, damit sie nicht umfiel. Danach dann zu erleben, wie sie richtige Figuren lief mit soviel Herzblut und so realistisch wirkend, erfüllte mich mit Stolz."

Aber Michelle Trachtenberg mußste sich für DIE EISPRINZESSIN auch mit zwei weiteren Aspekten des Eiskunstlaufs beschäftigen: Dem beinharten Wettbewerb und den "Eislaufmüttern", die sich überall einmischen. Wie sich herausstellte, unterschieden sich die Eislaufmütter kaum von den "Bühnenmüttern", die sie als schauspielernder Teenager erlebt hatte. "Ich war dennoch überrascht, wie beinhart Eiskunstlauf den hohen Leistungsklassen ist. Man fällt sich gegenseitig in den Rücken und viele Eltern treiben ihre Kids in erschreckende Weise an.

Ich bin in der Entertainment-Welt aufgewachsen und auch dort gibt es sehr zielstrebige Eltern, die ihre Kinder in etwas hinein zwingen, dass früher vielleicht einmal der Traum der Eltern war. Das macht Casey so bemerkenswert. Sie dringt ein in diese gnadenlose Welt und lernt, an sich selbst zu glauben, die Dinge auf ihre Weise anzugehen und hat Erfolg damit."

Von Müttern und Töchtern: Die Besetzung von Joan Cusack und Kim Cattrall als sich bekriegende Mütter DIE EISPRINZESSIN geht auch auf eine der wichtigsten Beziehungen ein, die ein Teenager in seinem Leben hat: Die oftmals zerbrechlichen Bande, die junge Frauen und ihre Mütter verbinden. Mit Joan Cusack und Kim Cattrall wurden zwei hochkarätige Darstellerinnen für die beiden Mütter ausgewählt. Joan Cusack, die bereits zweimal für einen Oscar nominiert war (WORKING GIRL - MIT DEN WAFFEN DER FRAU und IN AND OUT) spielt Joan Carlyle.

Sie ist Lehrerin, alleinerziehend und hat Jahre dafür gekämpft, dass ihre kluge Tochter die Chance bekommt, in Harvard zu studieren und damit den Weg zu gehen, den sie selbst gerne eingeschlagen hätte. Als Casey sich lieber mit Eiskunstlauffiguren statt Physik beschäftigt, stürzt das Joan in Aufruhr. Cusack sprach die Rolle an, weil sie wie aus dem richtigen Leben gegriffen schien: "Viele Eltern können die Angst und den Schmerz nachempfinden, wenn man den Punkt erreicht, an dem man seine Kinder loslassen mußs.

Sie müssen selbst herausfinden, was gut für sie ist. Eine Mutter wie Joan will das Beste für ihre begabte Tochter. Aber es ist sehr schwer, seinen Kindern Unabhängigkeit zu geben. Sie hat hart geschuftet, um ihrer Tochter alles zu ermöglichen und findet den Traum vom Harvardstudium großartig. Es ist leicht nachvollziehbar, warum sie sich das für ihre Tochter wünscht und an deren Entscheidung fürs Eiskunstlaufen schwer zu knabbern hat." Für die Filmemacher verkörperte Cusack, selbst Mutter und eine wunderbare Komödiendarstellerin, die perfekte Mischung aus quirliger Persönlichkeit und emotionaler Authentizität.

"Joan hat ein unglaublich großes Herz", fasst Bridget Johnson zusammen. "Ihre Anwesenheit spornt alle Mitspieler in jeder Szene zu noch größeren Leistungen an. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, hatte Cusack auch das Vergnügen eine innige Beziehung zu Filmtochter Michelle Trachtenberg aufzubauen, die sie schließlich bewunderte. "Mit ihr zusammen zu sein war inspirierend für mich, weil sie solch eine Begeisterung für die Dinge ausstrahlt. Es war Spaß, sich in ihre Perspektive hinein zu versetzen und die Mutter-Tochter-Beziehung von dort aus zu betrachten. Michelle ist so clever und lustig und talentiert, dass es eine wahre Freude war, ihre Mutter zu spielen."

Trachtenberg fügt hinzu: "Joan ist einer der erstaunlichsten Menschen, mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe. Ich bin einfach sehr gerne mit ihr zusammen und uns verbindet mehr als nur unser gemeinsamer Geburtstag. Wir haben viele ähnliche Eigenschaften. Das machte es leicht Mutter und Tochter zu spielen, denn ich denke, dass auch Casey und ihre Mutter sich sehr ähnlich sind. Sie sind beide sehr unabhängige, leidenschaftliche Menschen, sich trotz aller Diskrepanzen sehr, sehr lieb haben und daran wird sich auch nie etwas ändern."

Zu der Besetzung gesellt sich auch die bereits zweimal mit einem Emmy ausgezeichnete Kim Cattrall dazu. Sie spielt Tina, Gens Mutter und Caseys stahlharte Trainerin. Fernsehzuschauer kennen Kim Cattrall als hinreißende Verführerin aus der Kultserie SEX AND THE CITY. Mit der Rolle der Tina vollführt Kim Cattrall eine 180 Grad-Wendung. Die toughe Trainerin war früher selbst erfolgreiche Eiskunstläuferin und ist die ehrgeizige Mutter von Caseys Freundin Gen.

Tina versucht seit Jahren, sich selbst für einen Sportskandal zu verzeihen, den sie einst auslöste und der ihre eigenen Träume als junges Mädchen zunichte machte. Cattrall reizte der Überraschungseffekt der Rolle, denn "Tina ist so völlig anders als das was die Leute von mir erwarten. Deshalb war es interessant sie zu spielen. Für mich war es eine wundervolle Wandlung von der halbstündigen Comedy für Erwachsene zu einem Disney-Film für Teenager, Familien und ganz besonders für Mütter und ihre Töchter."

Cattrall wuchs in Kanada auf, umgeben von Eisläufern und Hockeyspielern: "Für mich war Eislauf immer auch eine Metapher für das Leben. Sie fallen hin, rappeln sich wieder auf und vollführen dann einen Dreifachsprung oder eine Pirouette und gewinnen", erläutert Cattrall ihre Faszination. "Als Kind kannte ich einige Eislaufsportler und weiß wie hart dieser Sport ist und welche Opfer er einem abverlangt. Man mußs sehr jung anfangen und einen steinigen Pfad beschreiten. Und selbst denjenigen, die es schaffen, läuft schließlich die Zeit weg.

Deshalb weiß Tina Harwood ganz genau, dass es nicht einfach werden wird, jemanden zum Champion auszubilden. Ihre Tochter Gen ist zwar gut genug, um zu gewinnen, aber sie will eigentlich gar keine Eiskunstläuferin sein. Sie will ein normaler Teenager sein, die Jungs entdecken und andere Dinge tun, die sie vom Training abhalten. Dann trifft sie Casey, die enormes Talent besitzt und den ebenso großen Wunsch nach oben zu kommen. Aber Caseys Mutter sieht ihre Tochter in Harvard.

Beide Mütter stehen mit ihren Töchtern gerade auf Kriegsfuß, weil sie Unterschiedliches für ihre Kinder wollen. Am Set entwickelte Kim Cattrall starke Beziehungen zu Hayden Panettiere und Michelle Trachtenberg: "Hayden war eine wahre Freude und forderte mich auf viele Weisen heraus. In ihr erkenne ich mich selbst ein wenig wieder. Sie bringt mich zum Lachen, sie ist mutig und ihrem Alter weit voraus. Manchmal empfand ich mich als den Teenager und sie als die Mittvierzigerin. Auch Michelle ist eine sehr hübsche, junge Frau.

Sie auf dem Eis zu sehen, wühlte mich sehr auf, weil sie unglaublich hart trainiert hatte und ihren Körper und ihr Herz für diese Rolle mit aufs Eis brachte und dafür verdient sie Beifall." Panettiere überrascht die völlige Wandlung Cattralls von ihrer SEX AND THE CITY-Figur zur Rolle in DIE EISPRINZESSIN. "Sie war genau so wie ich mir Tina vorgestellt hatte. Sie traf den Nagel wirklich auf den Kopf und erschuf eine stahlharte Trainerin und Mutter, der man anmerkt, dass sie tief in ihrem Inneren sich der eigenen Vergangenheit zu stellen versucht.

Dem Publikum wird das sicher gefallen. Für mich war es auch deshalb toll, weil ich sie wirklich wie eine Mutter lieben konnte." Regisseur Tim Fywell fasst zusammen: "Wir schätzten uns glücklich, zwei so wunderbare Darstellerinnen gewinnen zu können. Joan und Kim sind warmherzig, witzig und dabei doch sehr verschieden. Sie waren perfekt geeignet für eine Handlung, in der es auch darum geht wie die Träume von Müttern und Töchtern oftmals miteinander verbunden sind."

Von Best-und Boy-Friends: Hayden Panettieres und Trevor Blumas' Besetzung als Gen und Teddy Eines der Schlüsselthemen in DIE EISPRINZESSIN ist Freundschaft - und die Bedeutung von Freundschaft, die man mindestens ebenso pflegen mußs, wie man seine eigenen, ehrgeizigen Ziele verfolgt. Darum geht es vor allem in der manchmal ruppigen, lustigen und schließlich lebensverändernden Beziehung zwischen Casey Carlyle und ihrer neu gewonnenen Freundin in der Eislaufgemeinde, Gen Harwood. Hayden Panettiere (LIEBE AUF UMWEGEN, GEGEN JEDE REGEL) spielt Gen, die all das zu verkörpern scheint, was Casey nicht ist: Sie ist sehr beliebt, soll einmal ein Champion werden, ist attraktiv und dennoch, wie sich herausstellt - unglücklich mit ihrem Leben, zu dem sie von ihrer Mutter angetrieben wird.

Wie Michelle Trachtenberg hatte Hayden Panettiere nur wenig Ahnung vom Eiskunstlauf, als sie die Rolle annahm. Aber auch sie widmete sich dem Training mit geradezu olympischer Begeisterung und lernte außergewöhnlich viel in extrem kurzer Zeit. "Ich bin sehr athletisch und habe schon immer gerne Sport getrieben", erklärt Hayden. "ich fand die Rolle klasse, weil ich noch nie das coole, populäre Mädchen gespielt habe, das völlig perfekt scheint und sich dann in jemanden verwandelt, der sehr verletzend ist.

Sie hat Angst, die Liebe ihrer Mutter zu verlieren, weil sie mit dem Eiskunstlauf aufhört. Das ist die tolle Botschaft dieses Films: Man lebt nur einmal und deshalb mußs man versuchen, seine Träume auszuleben, ganz gleich was andere von einem erwarten." Panettiere begeisterte auch die Freundschaft zwischen Casey und Gen für ihre Rolle, weil sich mit der Mixtur aus Eifersucht und Kameradschaft viele Teenager identifizieren können. "Casey und Gen leben jeweils die Träume des anderen aus", findet Panettiere.

"Gen will regelmäßig zur Schule gehen, damit sie in Mathe nicht durchfällt und aufs College gehen kann und Casey ist zwar sehr gut in Physik, will aber eigentlich nichts als Eislaufen. Am Schluss ?tauschen' sie ihre Leben und jeder lernt vom anderen sehr viel und darum geht es ja in wirklich tiefen Freundschaften." Tim Fywell war beeindruckt vom Persönlichkeitswandel, den Hayden Panettiere im Rahmen ihrer Rolle darstellte, "von der eiskalten, ehrgeizigen Sportlerin zu einer vielschichtigen Persönlichkeit."

Auch auf dem Eis agierte Panettiere, die acht Jahre lang Turnerin war, sehr beeindruckend. Ihr Trainer Mark Hird meint dazu: "Sie war absolut überdurchschnittlich, sehr risikofreudig und trainierte mit vollem Einsatz. Innerhalb von nur vier Wochen lernte sie einen Toe Loop und einen Salchow sauber zu stehen!" Auch Hayden selbst war überrascht von ihrem Fortschritt: "Erst bin ich sogar über die Zacken an den Spitzen meiner Kufen gestolpert und lag ständig auf der Nase. Ich glaubte niemals, dass ich mal springen und Pirouetten drehen kann.

Überall hatte ich blaue Flecken und mein Po hat nur deshalb alles überstanden, weil er abgepolstert wurde. Vielleicht ist er aber auch einfach taub geworden nach einer Weile", lacht der Nachwuchsstar. Teddy sieht das Eislaufen und Casey aus einem völlig anderen Blickwinkel. Er ist der schwer schuftende Hausmeister der Eishalle und Fahrer der Eismaschine und wird von Trevor Blumas gespielt. Teddys Beziehung zu Casey verkompliziert sich schnell durch die Tatsache, dass sie die beste Freundin seiner Schwester Gen wird und der neueste Schützling seiner Mutter ist.

Blumas gefällt an seiner Filmfigur, dass "er wohl der Letzte ist von dem man vermutet, dass die superschlaue Casey sich in ihn verliebt. Sie kommen zusammen, weil sie beide auf ihre Weise Außenseiter sind. Er ist all die Eiskunstläuferinnen gewohnt und plötzlich steht das Casey vor ihm, die so ganz anders ist. Während Michelle Trachtenberg und Hayden Panettiere Eislaufen übten, mußste Trevor Blumas lernen, die Zamboni-Eismaschine zu fahren. Das Gefährt wiegt, wenn es voll beladen mit Schnee ist, über vier Tonnen und säubert und glättet das Eis für die Läufer.

"Es war atemberaubend und ist der Traum eines jeden Kanadiers, einmal auf so einem Gerät zu sitzen." Blumas gewann ebenfalls Einblick in das Eiskunstlaufen, weil er die Mädchen beim Training von der Bande aus beobachtete. "Mir eröffnete DIE EISPRINZESSIN eine ganz neue Welt." Und dann gab es da noch den Filmkuss zwischen ihm und Michelle Trachtenberg. Michelle findet, dass "Trevor ein netter Mensch ist und ich ihn mehr wie einen Bruder betrachtete. Deshalb war es komisch, ihn zu küssen. Aber ich konnte mir schon vorstellen, dass Casey sich in einen Jungen wie ihn verliebt. Trevor ist niedlich, die Mädchen werden ihn lieben."

Licht, ... Kamera, ... und ... Axel: Eiskunstlaufen wird optisch für DIE EISPRINZESSIN herausgeputzt DIE EISPRINZESSIN sollte in den Augen von Regisseur Tim Fywell eine Teeniekomödie mit Herz sein, aber ebenso eine dynamische Sportgeschichte erzählen. Glitzer, Glamour und athletische Extreme der Eislaufwelt waren auf der Leinwand noch nie zu sehen. Hingerissen von tatsächlichen Wettkämpfen, die Fywell besucht hatte, wollte er Eiskunstlaufen auf neuartige Weise visuell direkt und sehr stilvoll im Film umsetzen.

Um dem Film eisläuferische Glaubwürdigkeit zu verleihen, lud Fywell Michelle Kwan und Brian Boitano ein, Gastauftritte als Kommentatoren zu übernehmen, um so Caseys Wettkämpfen authentisches Flair zu verleihen. "Für mich war das meine erste Filmrolle und ich war sehr aufgeregt", erinnert sich Michelle Kwan. Sie ist die Eiskunstläuferin mit den meisten Auszeichnungen in der amerikanischen Sportgeschichte. "Mir gefiel die Handlung von DIE EISPRINZESSIN, weil sie Intensität der Eislaufwelt und die Dynamik des Wettkampfs einfängt.

Zugleich kann man den Film aber auch genießen, wenn man sich gar nicht für Eislaufen interessiert und nur Caseys Wandel verfolgt." Für Brian Boitano, der bereits einen Emmy für seine Rolle im HBO-TV-Drama CARMEN ON ICE gewann, vermittelte das Drehbuch"viel Humor und die Titelfigur erschien mir als gutes Rollenvorbild. Außerdem konnte ich mal etwas Neues ausprobieren und mit Michelle Kwan auf völlig neue Weise zusammenarbeiten."

Während Boitano zuvor schon als TV-Kommentator fungierte, war Michelle eine Novizin und sie konnte endlich mal die Seiten wechseln, nachdem jahrelang sie das Objekt der Kommentatoren war. "Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie ich Peggy Fleming oder Dick Button sagen hörte: ?Und jetzt setzt sie an zu ihrem dreifachen Lutz!'", lacht Kwan. "Jetzt hatte ich Spaß daran, mal auf der anderen Seite zu stehen."

Mit Kwan und Boitano in der Kommentatorenkabine, konnte sich Regisseur Fywell darauf konzentrieren, die Magie aufs Eis zu zaubern. "Der Zuschauer sollte den Film aus Sicht des Eisläufers heraus sehen. Er sollte sozusagen selbst an die Sprünge und Pirouetten heranfahren." Um diesen Effekt zu erzielen, würde die Produktion mit wahrhaft kreativen Innovationen aufwarten müssen. Er engagierte den renommierten Kameramann David Hennings, der schon die Extremsportart Surfen für den Teenie-Surfer-Film BLUE CRUSH bildlich in Szene gesetzt hatte.

Hennings sollte das Eislaufen überlebensgroß erschienen lassen und er begann damit, ein Kameragerüst zu bauen, das flexibel genug war, die Eisläufer wie ihr eigener Schatten zu verfolgen und schnell genug, um ihnen bei hoher Geschwindigkeit zu folgen. Hemmings erklärt: "Mein Ziel war es in diesen Sport auch psychologisch und emotional einzudringen. Die meisten kennen den Sport ja nur aus dem Fernsehen und hier sollte die Kamera sie auf einen Trip mitnehmen, den die Zuschauer so noch nie erlebt haben. So haben Eiskunstlauf bestimmt noch nicht viele gesehen.

Die Konstruktion basierte auf einer Maschine, wie sie auf Flughäfen benutzt wird, um Gepäckwagen zu ziehen. Es wurde mit Spikes an den Rädern ausgestattet, speziellen Kranauslegern und gyro-stabilisierten Kameraaufbauten. Damit konnten die Kameras auch noch bei einer Geschwindigkeit von 28 Stundenkilometern den Bewegungen des Eisläufers folgen. "So etwas hatte noch niemand vorher getan. Das Gefährt war klein, der Schwerpunkt tief, es hatte enorme Bodenhaftung und wir konnten die Läufer trotz hoher Geschwindigkeit aus geringer Distanz filmen.

Das Gefährt erhielt - wegen seiner Arme - den Namen "Die Spinne". Es krabbelte über das Eis und filmte die Läufer und ihre Doubles von der Taille aufwärts. Dank einer Art Windsurfing-Mastfußes konnten die Spinne in voller Fahrt auch um 360 Grad gedreht werden. Kein Wunder, dass gute Eislaufkenntnisse Einstellungsbedingung für die gesamte Produktionscrew waren. "Oberstes Gebot beim Dreh war immer die Sicherheit", betont Tim Hennings. Bei solchem Tempo auf dem Eis zu filmen, kann sehr gefährlich werden. Aber wir mußsten die Latte sehr hoch legen.

Es gab zum Glück nur ein paar Momente Herzklopfen, aber abgesehen von ein paar Blasen, lächelte jeder auch noch nach dem Dreh dieser Szenen. Zu den hinreißenden Eislaufszenen trugen auch die gefragte Hollywood-Choreografin Anne Fletcher (CATWOMAN, GIRLS UNITED) bei, die die tänzerischen Elemente der Eislaufküren entwarf sowie Eislaufkoordinator Jamie Isley bei, der Fletchers Schrittkombinationen auf das Eis übertrug. Jede der Eisläuferinnen in DIE EISPRINZESSIN hat ihren eigenen Tanz- und Musikstil, von Tiffanys romantischem "Romeo und Julia" bis hin zu Zoeys rebellischer Pink-Nummer - stammen sie alle von Anne Fletcher.

Als Bühnenchoreografin hatte Fletcher nie zuvor mit Eiskunstläuferinnen zusammengearbeitet, aber gerade das ermöglichte es ihr, einzigartige Bewegungskombinationen zu erfinden, von denen manche durchaus mit den herkömmlichen Eiskunstlaufkonventionen brechen. "Anne choreographierte jeden Tanz im Studio zur Musik und dann übersetzte ich ein Äquivalent auf das Eis, weil ich weiß was Eisläufer davon umsetzen können und was nicht.", erläutert Jamie Isley die Vorgehensweise. Weil Anne ihre Arbeit eben nicht von den Eislaufstandards her begann, versprühen viele der Nummern ihren originalen Charme auf der Leinwand."

Um Caseys und Gens Doppel- und Dreifachsprünge, die die Schwerkraft zu besiegen scheinen, einzufangen, engagierten die Filmemacher Wettkampfläufer als "Body Doubles" für die Hauptdarstellerinnen. Dazu gehörten die sechsfache kanadische Meisterin Jennifer Robinson, U.S. Jugendmeisterin Sandra Jean Rucker und Kanadas Juniorenmeisterin Lauren Wilson, bei der einfach alles, vom dreifachen Flip bis zur gehockten Pirouette spielend einfach aussieht. Nach den anderen Eliteläufern, die in DIE EISPRINZESSIN zu sehen sind, starteten die Filmemacher eine landesweite Suche, um charismatische und athletische Mädchen dafür zu finden.

"Wir suchten nach Eiskunstläuferinnen, die zwischen 13 und 19 Jahre alt waren und Dreifachsprünge beherrschten", erklärt Produzent William Williamson. Von über 1200 Bewerberinnen setzte sich die 12jährige Kirsten Olson (Minnesota State Champion), als dynamische "Eislaufkrabbe" Nikki durch. Die 14 Jahre alte Juliana Cannarozzo, eine der Eislaufhoffnungen der USA und North American Champion 2003 ergatterte die Rolle der punkigen Zoey und die Kanadierin Jocelyn Lai, Eisläuferin und professionelle Tänzerin mit Schauspielerfahrung verkörperte die glamouröse und trotzdem hartgesottene Tiffany.

"Die ganze Produktion dieses Films drehte sich darum, Eisläuferinnen die Schauspielerei zu vermitteln und Schauspielerinnen beizubringen wie man Schlittschuh fährt!", lacht Jamie Isley. Kostümbildner Michael Dennison entwarf für DIE EISPRINZESSIN Kostüme, die die individuelle Persönlichkeit der Darstellerinnen betonten. "All seine Kostüme waren wunderbar", findet Bridget Johnson. Aber mir gefiel am besten, wie er die Entwicklung von Casey vom Schulstreber zur glamourösen Eisprinzessin vollzogen hat. Michael trieb sogar ein altes Seventies-Kostüm auf, dass die Vorlage für den Dress war, den Tina Casey leiht."

"Für mich spielen Farben eine große Rolle", erläutert Dennison seinen Ansatz. "Jede Figur erhält ein Farbmotiv, dem das Publikum durch die Handlung folgen kann. Gen trug zum Beispiel erst mauvefarbene Sachen, das kleine Energiebündel Nikki bekam feuerleuchtendes Rot, Caseys Mutter Joan bohemienartige Erdtöne und die Trainerin, Mutter und frühere Eislaufqueen Tina Harwood trägt Eisblau." Für Casey entwarf Dennison zwei entgegengesetzte Farbpaletten, die mit ihrer Persönlichkeitsänderung wechseln. Erst sind ihre Farben gedecktes Waldgrün, Tabakbraun und Aubergine.

Aber als sie am Ende des Films triumphiert, gleitet sie in einem blauen Seidenkleid mit glitzernden Swarovski-Steinen und einer passenden Tiara über das Eis. Für alle Beteiligten verkörperte die von-den-Büchern-auf-das-Eis-Verwandlung den Schlüssel zum zeitgenössischen Märchen DIE EISPRINZESSIN. Michelle Trachtenberg fasst zusammen: "Casey entwickelt sich ohne Umwege vom wissenschaftlichen Kampf mit den Kufen zur konsequenten Verfolgung ihres ultimativen Traums ein großer Eiskunstlaufstar zu sein. Es ist einfach zutiefst inspirierend mitzuerleben, wie sie dabei niemals aufgibt."

Eine kurze Geschichte der Eiskunstlaufheldinnen Wenn Casey Carlyle davon träumt, eine große Eiskunstläuferin zu werden, reiht sie sich ein in eine lange Reihe amerikanischer Mädchen und Teenager des vergangenen Jahrhunderts. Sie setzten alle ihre Hoffnungen in die Kunst des Gleitens, Drehens und Springens auf dem Eis. Obwohl Kufen seit 800 vor Christus bekannt sind, avancierte Eislaufen erst im Europa des 18. Jahrhunderts zu einer beliebten Unternehmung für Familien und Liebespärchen. 1742 wurde in Edinburgh der erste Eislaufclub gegründet.

Zu dieser Zeit erschien auch ein erstes Lehrbuch, in dem der Autor bereits beschrieb, wie man Kunstlauffiguren wie die Spirale läuft. In Deutschland öffneten die ersten Eisbahnen im 19. Jahrhundert und der erste Eislaufverein wurde 1861 in Frankfurt am Main gegründet. Die Eisläufer verfeinerten ständig ihre Figuren, Pirouetten und Sprünge, die oft einen Namen nach dem Erfinder erhielten. Meisterschaften gab es bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die erste Deutsche Meisterschaft fand 1891 in München und die erste Weltmeisterschaft 1896 in St. Petersburg statt.

Als Athleten anfingen, Tricks und Tänze auf Kufen zu vollführen, verwandelte sich das Eiskunstlaufen in einen aufregenden, neuen Sport und wurde 1908 der erste Sport, der zu den Olympischen Winterspielen der Neuzeit neu zugelassen wurde. Fast von Anfang an war Eiskunstlaufen ein Betätigungsfeld für junge Frauen mit hochfliegenden Träumen. Tatsächlich wurde schon 1902 die britische Läuferin Madge Sayers zu einer der frühen Heldinnen dieses Sports.

Sie nahm an den Weltmeisterschaften in London teil, trat dort gegen Männer an und unterlag schließlich nur dem legendären Ulrich Salchow, der jenen Sprung erfand, der noch heute nach ihm benannt ist. In den 30er Jahren veränderte die hübsche Sonja Henie, auch "Pawlowa auf dem Eis" genannt, das Eislaufen. Sie entfachte eine weltweite Begeisterung für diesen Sport mit ihrer ballettgleichen Anmut und ihrem Glamour.

Sie gewann drei olympische Goldmedaillen und erschuf ein neues Hollywood-Genre: Den Eislauffilm. 1956 kletterte Teney Albright als erste Amerikanerin nach ganz oben auf dem olympischen Siegertreppchen. Sie hatte in ihrer Jugend erfolgreich die Kinderlähmung besiegt. Peggy Fleming, Olympionikin von 1960 folgte der Tradition von Sonja Henie und ihre Schönheit, Artistik und Bescheidenheit machten sie zu einem internationalen Superstar.

Als die Athletik im Dameneislauf an Bedeutung gewann, wurden Einfachsprünge (mit einer 360 Grad-Drehung) durch Zweifachsprünge ersetzt, die die Amerikanerinnen Janet Lyn und Dorothy Hamill bald beherrschten. Es folgten Dreifachsprünge. 1990 war Midori Ito die erste Frau, die einen dreifachen Axel sprang, dieser Sprung verlangt vom Läufer eine dreieinhalbfache Drehung, bei der man von vorne abspringt und rückwärts aufkommt. Früher dachte man, das sei unmöglich zu schaffen.

In den vergangenen Jahren tauchten neue Sportheldinnen in der Eislaufarena auf, darunter Debi Thomas, die erste afro-amerikanische Medaillengewinnerin bei Olympia, Olympiasiegerin Nancy Kerrigan, die trotz der Attacke von Tonya Harding gewann, Tara Lipinsky, die jüngste Goldmedaillengewinnerin der Eislaufgeschichte und schließlich Michelle Kwan, fünfmalige Weltmeisterin und achtfache US-Meisterin, die zu den berühmtesten Eiskunstläuferinnen der Welt zählt, ebenso bekannt für ihren unbeugsamen Geist wie ihre außergewöhnlichen Eislaufkünste.

Eislaufglossar AXEL: benannt nach Axel Paulson. Der Axel ist wohl der bekannteste Sprung im Eiskunstlauf und vermutlich auch für Laien am leichtesten zu erkennen. Bei diesem Sprung springt die Läuferin von der vorderen Innenkante ab und landet rückwärts auf dem hinteren Teil der Außenkante. Ergilt als Königssprung, denn durch den Vorwärts-Seitwärts-Absprung hat selbst der einfache Axel anderthalb Umdrehungen. Mittlerweile gibt es zweifache, dreifache und sogar vierfache Sprünge.

Flip: Der Flip ist dem Lutz sehr ähnlich. Es ist ein Sprung, bei dem die Läuferin mit der Spitze auf dem Eis einhakt. Es mußs von der Innenkante abgesprungen werden. Die Landung erfolgt auf dem anderen Fuß. Der Flip ist niedriger zu bewerten als der Lutz, da von der Innenkante abgesprungene Sprünge leichter sind als von der Außenkante angesetzte.

Lutz: Ein dramatischer Sprung, bei dem Läuferin von der Außenkante des hinteren Fußes abspringt, meist des Rechten. Die Drehung erfolgt dann in Gegenrichtung und die Landung auf dem linken Bein.

Salchow: Wurde benannt nach seinem Erfinder Ulrich Salchow und gehört zu den leichteren Sprüngen des Eiskunstlauf. Der Salchow wird meist von links abgesprungen und belastet dabei die linke Innenkante des Schlittschuhs. Die Läuferin dreht sich in der Luft und landet auf der Außenkante des anderen Fußes.

Toeloop: Der Toeloop gehört zu den leichteren Sprüngen. Die Läuferin sticht mit dem linken Bein ein und zieht das rechte Bein zum Absprung durch. Der Toeloop wird gerne als zweiter Sprung in einer Sprungkombination genommen und heute in der Weltspitze auch schon vierfach gesprungen.

Sitzpirouette: Die Läuferin dreht sich und geht dabei auf dem Standbein in die Hocke. Für den Zuschauer wirkt es als ob sie die Pirouette im Sitzen absolviert.

Spirale: Arabeske, bei der der Oberkörper während des Vorwärtsgleitens nach vorne gebogen wird.

Mond: Beide Beine in einem Winkel von 180 Grad nach außen gedreht, balanciert die Läuferin über das Eis. Die gelaufene Figur hat die Form eines Halbmonds.

Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Dirk Jasper FilmLexikon

© Fotos: Buena Vista © 1994 - 2010 Dirk Jasper