Herbie Fully Loaded - Ein toller Käfer startet durch

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Einst war Herbie der stolzeste VW Käfer der Welt. Mit unerschütterlichem Willen und so manch unerwartetem Trick unter der Motorhaube: Kein Rennen, bei dem Herbie nicht auf dem Siegertreppchen landete, auch wenn er gegen sehr viele PS-stärkere Autos anzutreten hatte. Herbie war der Hit, geliebt von seinen Fans auf der ganzen Welt. Doch dann setzte eine Pechsträhne ein, die den stolzen Käfer mit der Nummer 53 zurückwarf. Wenn der einst gefeierte Star überhaupt noch in den Zeitungen auftaucht, dann mit Negativschlagzeilen.

Der Lack ist ab - buchstäblich. Herbie gerät in Vergessenheit und landet nach einer endlosen Odyssee bei seiner voraussichtlich letzten Adresse: Dem Schrottplatz des Halsabschneiders Crazy Dave. Doch ganz hat Herbie der Mut noch nichtverlassen: Auf seine unvergleichliche Art und Weise zeigt er Crazy Dave und seinem tölpelhaften Angestellten, dass er sich auch in dieser Situation nicht wie ein Haufen verrostetes Blech behandeln lassen will, und verhält sich entsprechend bockig. Für Dave ist die Sache klar: Dieser Käfer kommt in die Schrottpresse.

Von all dem weiß Maggie Peyton (LINDSAY LOHAN) natürlich nichts. Gerade hat das aufgeweckte Girl seinen College-Abschluss geschafft, ganz zum Stolz ihres berühmten Papas Ray (MICHAEL KEATON), der bislang der letzte einer ganzen Dnyastie von Rennfahrern ist. All seine Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Peyton-Tradition ruhen auf seinem Sohn Ray Jr. (BRECKIN MEYER), der sich zwar dem Vater zuliebe durch das NASCAR-Rund quält, aber nicht wirklich das Talent und Gespür besitzt, das erfolgreiche Rennfahrer brauchen.

Das wiederum besitzt Maggie, die zwar optisch nach ihrer verstorbenen Mutter kommt, aber das Wesen ihres Vaters geerbt hat. Doch der will von Maggies Drang, sich hinters Steuer eines Boliden zu klemmen, nichts wissen. Seitdem sie als Teenagerin vor einiger Zeit einen Crash verursacht hat, hat Ray panische Angst, ihr könne etwas zustoßen - und das will er nicht zulassen. Also ist das schnellste Gefährt, mit dem Maggie sich fortbewegt, ein Skateboard. Richtig zufrieden ist sie damit aber nicht.

All das soll sich ändern. Weil der in seinen Vaterpflichten etwas überforderte Ray merkt, dass er der einzige Elternteil bei der Abschlussfeier ist, der seinem Sprössling kein Geschenk überreicht, und ihm das enttäuschte Gesicht Maggies einen Stich ins Herz versetzt, hat er am nächsten Morgen eine Überraschung für seine Tochter. Bevor sie in ein paar Wochen nach New York zieht, um dort eine Assistenzstelle bei dem Sport-Fernsehsender ESPN anzutreten, soll sie einen eigenen fahrbaren Untersatz haben, den sie sich auf dem Schrottplatz von Crazy Dave aussuchen darf.

Für Herbie, der sich gerade auf dem Weg in die Schrottpresse befindet, könnte Maggie der Retter in der Not sein - obwohl sie sich eigentlich bereits für einen anderen Wagen entschieden hat. Den räumt Herbie nonchalant aus dem Weg und rollt sogleich in Maggies Herz. Für 75 Dollar wechselt die Nr.53 den Besitzer. Im Handschuhfach wartet die erste Überraschung auf Maggie. Sie findet einen Brief des vorherigen Besitzers des Käfers, der darum bittet, man möge Herbie mit Sorgfalt behandeln.

Bevor sich Maggie weitere Gedanken über diese Nachricht machen kann, rast Herbie wie fast von selbst los, zur ersten Spritztour mit seiner neuen Besitzerin, in die er sich Hals über Kopf verliebt hat. Erster Stopp ist eine etwas heruntergekommene Werkstatt, die von einem jungen Typen betrieben wird. Zu Maggies Überraschung entpuppt er sich als ihr ehemaliger Mitschüler Kevin (JUSTIN LONG), der sich als Automechaniker eine Existenz aufbauen will. Pimp my Herbie? Für Kevin kein Problem!

Gemeinsam machen Maggie und er eine Testfahrt, bei der Herbie selbst schnell wieder das Ruder in die Hand nimmt - sehr zur Verwunderung seiner Besitzerin. Zielstrebig lenkt sich der VW zu einer Autoshow, zu der Tausende von Besuchern gekommen sind, um den Star der Veranstaltung zu sehen: Der NASCAR-Champion Trip Murphy (MATT DILLON) hat sich angekündigt - und entpuppt sich sofort als arroganter, überheblicher Unsympath, dessen Freundlichkeit zu den Fans nur gespielt ist, weil er von Fernsehkameras verfolgt wird.

Maggie hat derweil andere Sorgen: Sie schämt sich zu Tode, vor den Augen fast sämtlicher Mitschüler mit einem schrottreifen VW Käfer vorgefahren zu sein, der obendrein stur und bockig macht, was er will. Am liebsten würde sie ihn sofort wieder loswerden. Für Herbie eine faustdicke Beleidigung, was er Maggie mit einigen gezielten Spritzern Öl auf ihr T-Shirt auch spüren lässt. Im Kofferraum sucht sie nach Ersatzkleidung und entdeckt zu ihrer Überraschung eine komplette Rennausrüstung inklusive eines nagelneuen Integralhelms. Maggie sieht ziemlich cool in diesem Outfit aus.

Nur Trip lässt im Vorübergehen ein paar blöde Bemerkungen fallen und zieht sich damit die Missgunst von Herbie zu: Beim Wegfahren verkratzt er die Seite von Trips Nobel-Sportwagen. Trip, der nicht weiß, dass hinter Herbies Lenkrad ein Mädchen sitzt, fordert Herbie und seinen dank Helm unkenntlichen Fahrer zum Rennen auf. Herbie und Maggie nehmen an... und gewinnen das Rennen. Überschwänglich werden sie gefeiert. Trip schwört erbitterte Rache: Niemand - und ein Käfer Baujahr ´63 schon gleich gar nicht - düpiert ihn.

Zuvor hat Maggie aber ganz andere Probleme: Ihr Vater Ray hat ein Video mit dem Rennen zwischen Herbie und Trip gesehen und ist stinksauer - Maggie hatte ihm doch versprochen, nie wieder an einem Straßenrennen teilzunehmen. In ihrer Verzweiflung findet sie nur eine Ausrede, um den Vater zu besänftigen: Am Steuer des Käfers habe gar nicht sie, sondern ein Junge namens Max gesessen. Genau dieser Max ist es dann auch, der in den Schlagzeilen landet und auf den es Trip abgesehen hat: Wer ist dieses geheimnisvolle Renn-Ass, von dem man noch nie gehört hat?

Und welches Geheimnis steckt in dem Käfer, den Trip am liebsten zertreten würde? Trip hat bereits einen Plan, wie er sein Ziel erreicht: Mit einem offiziell ausgerufenen, hoch dotierten Ausscheidungswettrennen, dessen Gewinner am Schluss gegen ihn höchstpersönlich antreten darf. Der Köder ist ausgelegt... und Maggie und Kevin beißen an, während Herbie dafür sorgt, dass sich die beiden immer näher kommen, während sie ihn für den großen Event herausputzen. Wie erwartet, eilt Herbie bei dem Wettkampf von Sieg zu Sieg<.

Trip beobachtet den Kontrahenten skeptisch: Nichts sei gewöhnlich an diesem Käfer, sagt er - anders als im Fall des vermeintlich geheimnisvollen Max. Denn Trip entdeckt, dass es sich bei diesem Max um Maggie handelt. Verschlagen macht sich Trip daran, Maggie zu schmeicheln und trifft mit ihr eine Verabredung, dass sie im Fall eines Sieges sein nagelneues Rennauto gewinnt - und umgekehrt. Herbie ist zutiefst gekränkt, als er sieht, dass Maggie Trips Wagen den Vorzug geben würde. Und er sorgt höchstpersönlich dafür, dass Trip das alles entscheidende Rennen gewinnt.

Trips Plan geht auf, Maggie wird vor den Augen aller Zuschauer vorgeführt. Nicht nur das: Ihr Vater sitzt ebenfalls auf der Tribüne und ist entsetzt, als er sieht, dass seine Tochter ihn angelogen hat. Zu allem Überfluss pocht Trip auf die Einhaltung von Maggies Versprechen: Mit dem niedergeschlagenen Herbie im Schlepptau zieht er ab. Maggie ist am Boden zerstört. Gerade noch schienen all ihre Wünsche in Erfüllung zu gehen. Jetzt hat sie alles verloren: Das Vertrauen ihres Vaters, die Freundschaft Kevins, die Zuneigung Herbies, ihren Traum vom NASCAR-Rennen.

Doch: Eine echte Peyton gibt nicht auf, wie ihre Freundin sagt. Eine echte Peyton schlägt zurück. Und das will sie auch umsetzen, um der Welt zu zeigen, was wirklich in ihr steckt. Dazu benötigt sie zuerst einmal Herbie. Doch die Zeit ist knapp, denn der kleine Käfer soll bei einem Demolition Derby von einem Monster-Truck endgültig platt gemacht werden. Jetzt mußs Maggie zeigen, was tatsächlich in ihr steckt!

Szenenfoto
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Dirk Jasper FilmLexikon

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